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 Die Suche nach dem Tor der Welten

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Draug
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BeitragThema: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 30 Mai - 16:07:53

Es war eine angenehm kühle Sommernacht, in der man mit seinen Freunden noch im Garten saß und unter dem Sternenhimmel ein Glas Wein genoss. Doch Remo war weit entfern von dieser perfekten Nacht. Bei ihm brannten keine Kerzen auf dem Tisch, sondern seine Lunge bei jedem Atemzug. Ihm waren nicht die Glieder durch den Alkohol schwer, er hatte Beine die durch jeden weiteren Schritt schwerer wurden, was ihm das Gefühl gab Betonklötze anstatt Schuhe zu tragen. Und in seinen Ohren hörte er nicht das leise Sirren von Mücken, bei ihm war es das beständige Dröhnen eines Zweitaktmotors, der ihn schon seit einer gefühlten Ewigkeit durch den Wald hetzte. Aber so gern er auch in der nahe gelegenen Stadt Schutz gesucht hätte, er durfte sich der Zivilisation nicht nähern, nicht solange die S. a. D. hinter ihm her war. Zu groß war die Gefahr die unschuldige Passanten in den noch bevorstehenden Kampf mit hineingezogen wurden oder das jemand aus dem Verborgenem heraus beobachtete was auf der Straße geschah, und somit das Geheimnis von seinesgleich nicht länger eines sein würde. Und das Leben war schon schwer genug wenn nur die S. a. D. hinter einem her war, da brauchte man nicht noch das gemeine Volk, dass mit Mistgabeln und Fackeln auf die Jagt gingen. Wobei dabei wohl zu 90% unschuldige Menschen sterben würden, aber dieses Schicksal hatte niemand verdient.
Remo stolperte zwischen den Bäumen hervor und rannte noch wenige Schritte in die Heuwiese eines Bauern.
"Genug.", keuchte er und beugte sich vornüber, wobei er sich schwer mit den Händen auf den Knien abstützte. Seine Kräfte waren fast gänzlich verbraucht, was ihm nicht nur sein rasendes Herz offenbarte, sondern auch seine wunden Hände und Füße aufzeigten. Hier und jetzt war Endstation seiner Flucht.
Mit einem letzten aufheulen des Motors, brach das Geländemotorrad zwischen dem Unterholz hervor und kam wenige Meter entfernt zum stehen. Die rothaarige Frau lehnte sich locker mit den Unterarmen auf den Tank und betrachtete den jungen Mann mit ausdrucksloser Miene, wie er keuchend, schwitzend und mit zitternden Muskeln vor ihr im kühlen Mondlicht stand.
"Wie sieht’s aus, willst du noch mal einen Versuch starten oder hast du endlich kapiert, das du mir nicht entkommen kannst?", brach sie das Schweigen, wobei die Belustigung in ihrer Stimme nicht zu überhören war, schließlich war es offensichtlich das Remo nicht mehr weit würde, selbst wenn er seine Kraftreserven mobilisierte.
"Danke, aber nein danke.", antwortete er kopfschüttelnd, bevor er sich aufrichtete und seine Arme kurz ausbreitete, um den folgenden Worten eine leicht theatralische Untermalung zu schenken. "Ich dachte mir, dass dies hier der perfekte Ort für einen Showdown ist. Wir haben gutes Licht. Wir haben genügend Platz. Und wir zwei haben ausschließlich uns beide."
Als wäre dies ihr Stichwort gewesen, tauchten vier Lichter in einiger Entfernung auf dem Feldweg auf.
Remo seufzte und korrigierte sich. "Wir hatten ausschließlich uns beide."
Natalia, die mittlerweile von ihrem Motorrad abgestiegen war, kam langsam und lauernd wie eine Raubkatze auf ihn zu. Und wenn sie ihm nicht nach dem Leben trachten würde, wäre es gerade diese unnahbare, exotische Art die das Interesse bei ihm geweckt hätte. Aber unter diesen Umständen jagte ihm diese Frau tatsächlich Angst ein, auch wenn er dies niemals laut ausgesprochen hätte.
"Bevor meine Männer hier ankommen, werde ich mit dir fertig sein. Wir sind also unter uns.", prophezeite sie ihm, als sie auch schon jegliche Vorwarnung angriff.
Sie deckte ihn mit Schlägen und Tritten ein, die er nur mit größter Mühe abblocken konnte. An Ausweichen war überhaupt nicht mehr zu denken, war sein Körper viel zu langsam und wollte die Befehle seines auf Hochtouren laufenden Hirns nicht mehr folgen. Er war zu erschöpft nach dem Marathon, der bereits hinter ihm lag. Und daher war sich Remo bereits nach dem ersten Schlag bewusst, dass er hier nicht als Sieger hervor gehen würde. Aber zumindest wollte er es der Rothaarigen nicht zu einfach machen, doch seine Schläge waren ungenau, langsam und es fehlte an der notwendigen Kraft.
Ein harter Faustschlag traf direkt auf sein Brustbein, ließ ihn zurücktaumeln und nach Luft japsen. Dem folgendem Fußtritt konnte er gerade noch ausweichen, in dem er sich unter ihm hinwegduckte, doch offenbar hatte sie damit gerechnet, denn sie drehte sich einfach weiter und nutzte den Schwung aus um ihm ihr Knie ungebremst unter das Kinn zu donnern.
Remo sah nur noch bunte Lichter vor seinen Augen, seine Zähne schlugen hart aufeinander und im nächsten Moment spürte er wie seine Füße vom Boden abhoben. Nach einem kurzen Flug, folgte eine harte Rückenlandung, die er in keinsterweise auch nur im Anflug abfangen konnte. Und so blieb er einfach am Boden liegen und rang verzweifelt nach Luft, die sich scheinbar weigerte seine Lungen füllen zu wollen.
Als sich sein Verstand und langsam auch seine Sicht wieder klärte, konnte er sehen wie die Rothaarige auf ihr Motorrad stieg. Für sie war dieser Kampf gelaufen, er war kein Gegner für sie, das konnte er in ihren Augen deutlich erkennen.
"Packt ihn ein.", befahl sie den Soldaten der S. a. D. "Vielleicht kann er in der Forschung noch zu etwas nütze sein."
Mit diesen Worten dröhnte der Motor auf und sie ließ ihre zwanzig Männer mit dem Grünmagier allein zurück.
Remo legte seinen Kopf zurück ins Gras und blickte zu den Sternen auf. Kurz horchte er in seinen Körper hinein, erfasste die verschiedenen Schäden die er davon getragen hatte und riß sich dann noch einmal zusammen. Denn da nichts kaputt war, das sich nicht wieder heilen ließ, wollte er nicht gänzlich sang- und klanglos untergehen. Vielleicht konnte er noch dem einen oder anderen Soldaten zeigen, dass er nicht ganz so erbärmlich war, wie er jetzt den Eindruck vermittelte.
Einen Arm um seinen schmerzenden Brustkorb legend, wischte er sich mit dem anderen Unterarm das Blut von Nase und Lippen. Seine Augen wanderten über die grimmigen Mienen der Soldaten, die ihn mittlerweile eingekreist hatten. Offenbar waren sie gut ausgebildet und unterschätzten ihn noch nicht einmal in seinem jetzigen Zustand. Er war ganz offensichtlich nicht das erste furchteinflössende Monster, dem sie gegenüber standen.
"Ich bin zwar gerade eben von einer Frau verprügelt worden, aber mit euch nehm ich es allerwei noch auf.", feixte er und versuchte einen halbwegs festen Stand einzunehmen. "Na kommt schon, wer will der Erste sein?"
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 30 Mai - 20:44:38

Es war eine klare Nacht, man konnte die Sterne sehen, tausende und abertausende Lichter, gesetzt in einen Teppich von so unendlicher Schwärze, dass es einem das Gefühl gab man konnte darin versinken.
Das Mädchen starrte auf ihren schmalen Lampion, ihr Papa hatte doch soeben noch gemeint, dass sie gleich aufbrechen würden, aber der Wind machte es fast unmöglich diese kleine Kerze zu entzünden. Das Mädchen war traurig. Ihr Papa hatte ihr doch versprochen, das sie bei diesem großen Umzug mitmachen würden, wenigstens dieses Jahr, ehe sie schon wieder umziehen mussten. Sie seufzte, ungewöhnlich für ein Kind, welches noch keine fünf Jahre auf dieser Welt wandelte.

"Was hast du?", fragte eine männliche Stimme und das Mädchen riss augenblicklich den Kopf nach oben. Vor ihr stand ein Mann, gekleidet in Jeans und einem Pullover, der vermutlich schon bessere Tage gesehen hatte. Überall fanden sich kleine dunkle Schmutzflecken, die Ärmel waren ausgefranst. War er einer dieser Menschen von der Straße, vor denen Ihr Papa sie immer gewarnt hatte?
Der Mann war groß, irgendwie sah er aus wie einer dieser alten Bäume, die die sich von großen Stürmen nicht verbiegen ließen.
"Die Kerze geht nicht an", antwortete das Kind ehrlich, erntete dafür ein schmales Lächeln des Mannes. Er beugte sich nach unten begutachtete den Lampion, griff vorsichtig nach der Kerze. Das Mädchen erkannte braunes Haar und schmale Falten an den Augen. Die die man bekam, wenn man lachte. Der Mann hatte nicht viele davon.
Seine Augen waren in der Farbe vom Himmel, blau mit einem kleinen grünen Ring in der Mitte.
Er war jünger als Ihr Papa, hatte aber die selben Sorgenfalten an Stirn und zwischen den Augenbrauen. Sie beobachtete das Tun des Fremden, war sich unsicher, ob sie nicht nach ihrem Papa rufen sollte, denn er konnte ja nicht weit sein, auf der Suche nach einem besseren Feuerzeug. Der Fremde bewegte die Kerze in seinen Händen, meinte darauf.
"Der Wind ist etwas stark, das gefällt dem Feuer nicht". Das Mädchen starrte ihn verwirrt an, erntete dafür nur eine kreisende Bewegung eines Fingers, des Mannes, als er seinen Kopf in den Nacken warf.
"Zu viel Luft, soviel brauch Feuer zum Atmen nicht", wieder folgte dieses schmale lächeln, mit einem leicht traurigen Gesichtsausdruck. Das Mädchen blinzelte, bemerkte jetzt erst, dass die Augen des Mannes nicht lächelten. Sie waren Müde. ihre Mama hatte auch oft diesen Ausdruck, wenn ihr Papa wieder lange auf Arbeit blieb. Das Mädchen verstand es nicht.
Aus einer Tasche holte der Mann ein kleines Feuerzeug, silbrig glänzte es in der sternenklaren Nacht. Zwei seltsame Vögel waren darin eingearbeitet und es ließ sich über einen Deckel öffnen. klack, eine schmale Flamme erleuchtete das Gesicht des jungen und doch irgendwie alt wirkenden Mannes. Er hielt eine Hand zum Schutz um das kleine Flämmchen, so wie es auch ihr Papa getan hatte, aber dieses hier blieb bestehen. Trotzte dem Wind, der durch die kleine Gasse pfiff. Er war warm, ohne Frage, aber ihr Papa hatte ihr erklärt, dass er stärker wurde, je näher die Häuser zusammen standen.
"Hier." Die Kerze leuchtete und mit großer Sorgfalt, als würde er etwas ganz zerbrechliches in den Händen halten, setzte er diese in den feuerroten Lampion. Die Augen des Kindes waren geweitet, warmes Licht, fiel auf ihr kleines Gesicht und das des Mannes.
Sie hatte ihren Wunsch erfüllt bekommen. Ihre Mama meinte immer, dass es Engel gäbe, die auf der Welt umher liefen und den Menschen in der Not halfen. War das so einer?

Der Man erhob sich. Etwas weiter entfernt donnerte die Stimme ihres Papas durch die Gasse. Er solle von seiner Tochter verschwinden. Ein Stein traf ihn, gegen die Schulter. Er sagte nichts mehr und das Mädchen sah ihren Papa fassungslos an. Warum war er so gemein?
"Elender Penner.", donnerte die Stimme. Der Mann lächelte nur matt, rieb sich jetzt die Stelle, an der er getroffen wurde und wandte sich ab. Er bewegte sich langsam, müde und das Mädchen glaubte zu wissen, dass er sicherlich mehr Falten bekommen würde.
Sie verstand es nicht, ihren Vater nicht, den Fremden nicht, der sich nicht wehrte, die Welt nicht. Er war doch so nett gewesen, der Lampion strahlte seine rote Glut, erwärmte alles, obwohl das nicht möglich war. Außerhalb des Lichtscheines verschwand der Mann in der Dunkelheit, ihr Papa tobte noch immer. Murmelte gemeine Sachen.

Adrien brummte resigniert. Gott wie er die Menschen hasste, nicht dass er so viel anders aussah, aber ganz ehrlich: Da wollte man nur nett sein und dem Kind einen gefallen tun und wurde gleich mit Steinen beworfen. Würde er das Phil erzählen, würde er wieder ein Lachen des Phouka ernten.
Vielleicht hätte er einfach nicht in der Nacht auf ein Kind zugehen sollen. Klar, dass man ihn für einen Perversen halten würde, aber welcher Vater ließ sein Zögling denn bitteschön allein in einer Gasse stehen, während er irgendwo umherwanderte? Er hielt an einem leicht erhöhtem Punkt inne, die anderen Kinder hatten sich bereits für den Umzug eingefunden, kleine Lichter, wenigstens hundert, strahlten durch die Nacht. Keine Laternen erhellten diesen bereich, nur die roten Sonnen, langsam schwingend. Es war wunderschön. Ein Anblick an den man sich gewöhnen konnte. Es hatte etwas magisches und keiner konnte es sehen. Keiner bis auf die ihren. Für einen Moment sog Adrien das Bild in sich auf, eher er sich abwandte, langsam in Richtung des Stadtäußeren wandernd. Er brauchte nach dieser Aktion vermutlich etwas Ruhe, und danach einen guten Whiskey in der Bar des Phouka. Die Nacht war noch jung.
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Ivy



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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 30 Mai - 21:49:56

Es grenzte schon fast an Ironie. Ja, das war die richtige Bezeichnung dafür, denn es war jedes mal das Selbe. Soblad sie anfing Pläne zu schmieden, wie ihr Abend auszusehen hatte, kam etwas dazwischen. So wie jetzt. Dabei hatte die Nacht so gut angefangen und ihr Plan schien Narrensicher gewesen zu sein. Die Stadt erreichen, ausgiebig feiern, sich den ein oder anderen Snack gönnen, den nächsten Tag in irgendeinem Bett mit einem netten Mann verbringen, der zugleich als erneuter Snack zwischendrin gedacht gewesen wäre, um dann in der darauffolgenden Nacht wieder weiter zu ziehen. Nichts hätte diesen Plan zunichte machen können, da er vor Einfachheit nur so gestrotzt hatte. So dachte Scarlett zumindest. Leider hatte sie nicht mit einem Zwischenfall wie diesem gerechnet. Und, so egoistisch das wohl auch gewesen war, für einen winzigen Augenblick hatte sie tatsächlich mit dem Gedanken gespielt die eindeutigen Geräusche zu ignorieren und ihren Weg einfach fortzusetzen. Aber das der Kampflärm, der trotz der Entfernung zu ihr durchgedrungen war, keinen anderen Schluss zuließ das es sich hierbei um eine Aktion der S. a. D. handelte, was wiederrum bedeutete das irgend so ein armes Schwein gerade fertig gemacht wurde, hatte ihr sonst so kaltes Herz dann doch nicht kalt gelassen. Mit einem genervten stöhnen, das eindeutig ihr selber galt, verdrehte Scarlett die Augen und rannte los. Die Straße, an der sie der süße Fahrer rausgelassen hatte, der sie die letzten Stunden in seinem Auto mitgenommen hatte, war recht weit von dem Geschehen entfernt. Ein normaler Mensch hätte die Geräusche niemals hören können. Verdammtes Vampirgehör, fluchte die jung wirkende Frau innerlich, während sie nochmals beschleunigte. Wenn sie schon bereit war zu helfen, wollte sie auf keinen Fall zu spät kommen. Als der Lärm nachließ, konnte sie eine recht große Gruppe am Rand des Waldes erkennen. Ohne langsamer zu werden, schwenkte Scarlett ab und rannte in den Wald hinein. Sie würde ganz sicher nicht deutlich sichtbar auf diese Gruppe zurennen. Sie hielt mehr vom wohl bekannten und recht erfolgreichem Überraschungsmoment. Als sie nah genug an der Gruppe dran war, das diese sie womöglich hören könnten, wurde die Vampirin langsamer und achtete sorgsam darauf wo sie hintrat. So sehr sie ihre guten Ohren manchmal hasste, so sehr liebte sie dafür ihre Fähigkeit in absoluter Dunkelheit sehen zu können. Alles in allem war es wirklich schön ein Vampir zu sein. Leise, darauf achtend das sie nicht auf einen Zweig trat, kam sie der kleinen Gruppe immer näher, bis sie auf gleicher Höhe mit den Soldaten war, aber noch immer genug am Waldrand stand, um von den Schatten der Bäume verschluckt zu werden. Lautlos zog sie ihren Dolch, da die Handfeuerwaffen zu laut wären. Was sie wieder daran erinnerte das sie sich endlich mal einen Schalldämpfer zulegen sollte. Leise ging sie neben einem Baum in die Hocke und besah sich das Schauspiel genauer, schließliclh wollte sie nicht blind in eine Falle laufen. So wie sie das aber sehen konnte, standen an die 20 Mann um einen einzelnen jungen Mann herum. Das ließ nur zwei Schlüsse zu. Entweder der S. a. D. war mittlerweile so langweilig, das sie alle ihre Männer auf kleine Fische los jagten, oder dieser junge Bursche war weit aus gefährlicher als es den Anschein hatte. Sein Blut roch zumindest interessant, was nicht unbednigt ein kriterium dafür war, das sie ihm helfen würde. Eher die Tatsache das er trotz allem einer von ihnen war, mehr oder weniger, und eindeutig in Schwierigkeiten steckte. Und, was wohl noch entscheidender für ihre Hilfsaktion war, war die Tatsache das sie diese Bastarde von dieser miesen Organisation hasste. Mit diesem Gedanken entschied Scarlett das es an der Zeit war ein wenig mitzuspielen. Nachdenklich schätzte sie ab wieviele sie ausschalten könnte, ehe diese Kerle registrierten das gerade etwas schief lief. Als sie die Zahlen im Kopf überschlug, nickte sie zustimmend. Nicht viele, aber doch genügend fürs erste. Ohne noch länger Zeit mit ihren Gedanken zu verschwenden, spannte Scarlett ihre Beine an, nur um im nächsten Moment aus der Dunkelheit hervor zu schnellen. Als sie den ersten Mann tötete, hatte dieser keine Zeit es überhaupt zu realisieren, da schlug sein Körper auch schon leblos auf dem Boden auf. Scarlett nutzte aber ihren momentanen Schwung, war bereits bei dem nächsten, den sie mit ihrem Dolch die Kehle aufschlitze, als sie auch schon hinter dem dritten Mann stand und ihm mit einer lockeren Bewegung das Genick brach. Zwei weitere Männer starben eben so rasch, ehe endlich Bewegung in die restliche Gruppe kam. Als sie dem sechsten Mann ihren Dolch ins Herz gebohrt hatte, hielt sie inne und sah sich erneut in der Gruppe um, während sie die Hände in die Hüften stemmte.
"Nur sechs. Ich war schonmal besser in Form.", kritisierte sie sich selber und blickte schließlich den jungen Mann direkt an, um den es sich hier scheinbar zu drehen schien.
"Ich hoffe ich stör nicht, außer das hier ist eine Privatveranstaltung, das wäre dann natürlich was anderes, dann müsste ich bei einem der Toten nach meiner Einladung suchen.", sie grinste den Mann, der schon einiges abbekommen zu haben schien, vergnügt an. Zwar verlief diese Nacht bisher vollkommen anders als geplant, aber bisher hatte sie wirklich viel Spaß, weswegen sie sich nicht beschweren wollte. Sie hoffte nur das der spaßige Teil nicht bereits vorrüber war, denn Langeweile konnte Scarlett auf den Tod nicht leiden.
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Draug
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 31 Mai - 19:56:12

Remo stand nicht minder perplex da wie die Soldaten. Keiner wusste wer oder was da über sie kam. Doch im Gegensatz zu den S. a. D. Männern kostete die Überraschung dem jungen Magier nicht das Leben. Ein Umstand der ihm nicht so gänzlich gefiel, da er trotz der Einstellung der Menschen, doch sehr darauf achtete ein jedes Leben zu bewahren, schließlich war der Tot eine so entgültige Angelegenheit. Aber bevor grüblerische Gedanken aufkommen konnten, riß eine weibliche Stimme ihn in die Gegenwart zurück.
"So leid es mir tut, aber dies ist wohl wahrlich eine private Veranstalltung, zu meinen Ehren.", antwortete Remo als würde er hier nicht gerade um sein Leben kämpfen. "Aber du siehst mir so aus, als ob du nur zu gut wissen würdest, das schöne Frauen stehst eine Sondereinladung besäßen. Von daher heiß ich dich herzlich willkommen und wünsche dir viel Spaß."
Er brachte ein schiefes Lächeln zu stande, dann wünschte er sich etwas mehr Kraft zu besitzen, so hätte er sich klammheimlich aus dem Staub machen können, denn es war jetzt ganz offensichtlich das die Soldaten die größere Bedrohung in der fremden Frau sahen, denn es waren alle Blicke auf sie gerichtet. Und da die S. a. D. nun Tote zu beklagen hatte, war es nur eine Frage der Zeit bis der erste seine Pistole zog oder was noch viel schrecklicher wäre, die Rothaarige käme zurück.
Aber obwohl Remo sich sicher war das die blonde Frau ohne ihn sehr gut zurechtkommen würde, verwarf er den Gedanken an Flucht sofort wieder, immerhin war sie in diesen Schlamassel nur wegen ihn geraten. Und vielleicht konnte er ihr irgendwie zur Seite stehen.
Auf ein unsichtbares Zeichen hin griffen die Soldaten ohne Vorwarnung an, wobei sie sich tatsächlich auf die Fremde konzentrierten, schließlich war er ja bereits verprügelt worden.
Remo konnte aus dem Augenwinkel eine Bewegung erkennen, riß seinen Arm nach oben und schmetterte seinen Ellenbogen gegen den Kehlkopf des Soldaten, der sofort in sich zusammen brach und röchelnd am Boden liegen blieb. Allerdings erschütterte dieser Aufprall seinen eigenen Körper, was ihm dieser schmerzlich quitierte. So klappte er etwas kurzatmig vornüber und konnte gerade noch spüren wie ein Lufthauch seinen Hinterkopf strich. Ohne lange darüber nachzudenken, setzte er aus dem Stand heraus zu einem Drehkick an und traf seinen Kontrahenten mit der Ferse genau unterhalb des Helms.
Doch scheinbar war damit sein Glück auch schon aufgebraucht, denn als er den Blick hob, sah er direkt in den Lauf einer schwarzen Pistole. Eigentlich nicht besonders einschüchternd, aber seine Bewegungen waren langsam und fahrig.
Vorsichtig hob er seine Hände so gut er konnte in die Höhe, zum Zeichen dafür das er sich den beiden Soldaten ergab.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 31 Mai - 20:39:38

Sie liebte es Komplimente zu bekommen. Nicht das sie davon wenige zu hören bekam, bei Gott nicht, aber das war eines der Dinge, von denen Scarlett wohl nie genug bekommen würde. Leider konnte sie dem jungen Mann nicht mehr für seine charmanten Worte danken, da die Soldaten scheinbar endlich verstanden hatten das es besser für sie wäre, sich zu bewegen. Erstarrte Ziele wären auch zu langweilig gewesen, wo blieb da die Herausforderung? Den ersten Angreifer bezwang sie ohne große Mühe, was die Vampirin beinahe mit enttäuschung erfüllte, als auch schon der nächste Angriff kam, der ihr deutlich machte das sie diese Männer auf keinen Fall unterschätzen durfte. Die Schnelligkeit, mit der sie angriffen, war nicht zu verachten und Scarlett verstand, warum diese Organisation so erfolgreich war. Obwohl die Faustschläge des Soldaten schnell waren, konnte sie diesen dennoch mit Leichtigkeit ausweichen. Erst als ein zweiter Mann hinzu kam, wurde die Sache schwieriger. Als eine Faust nur wenige Milimeter an ihrem Gesicht vorbei sauste, ging die junge Frau ruckartig in die Hocke, nur um im nächsten Moment in die Höhe zu schnellen und mit einem eleganten Sprung hinter den beiden Männern zu landen. Während sie dem einen ihren Dolch ins Rückenmark rammte, so das dieser mit einem schrei zu Boden ging, schaffte es der zweite sich zu ihr umzudrehen, wobei ihr Dolch bereits auf ihn herab sauste, aber nur wenig schaden anrichtete. Scheinbar trugen diese Kerle eine Art Sicherheitsweste, die jedoch nur am Brustkorb schutz zu bieten schien. Der Rücken war verletzlich. Rasch brachte sich Scarlett außer Reichweite, bemerkte aber eine Bewegung aus dem Augenwinkel und schaffte es gerade noch sich zur Seite zu drehen, um dem kommenden Schlag auszuweichen. Dabei streifte ihr Blick den jungen Mann, der zuvor noch die Zielperson gewesen war. Zwei Männer standen vor ihm, einer mit einer Pistole in der Hand. Keine große Sache, dachte die Vampirin noch bei sich, als sie der Schlag ins Gesicht vollkommen unvorbereitet traf. Sie taumelte einige Schritte zurück und warf dem Soldaten einen hasserfüllten Blick zu. Natürlich war es ihre nachlässigkeit, die ihm erst ermöglicht hatte sie schlagen zu können, dennoch war das keine Entschuldigung dafür, das er es auch getan hatte.
"Du hast mich tatsächlich geschlagen.", stellte sie überflüssigerweise fest, während sie sich mit dem Handrücken das Blut vom Mundwinkel wischte. Die Wunde würde innerhalb weniger Sekunden verschwunden sein, darum ging es also nicht. Es ging einzig und allein darum, das dieser Bastard es gewagt hatte sie zu schlagen.
"Jetzt reichts.", flüsterte sie gefährlich leise, ehe sie den Dolch in der Hand drehte, um einen besseren griff zu haben. Ehe der Soldat noch reagieren konnte, schoss sie auf diesen zu und schlitzte ihm die Kehle auf. Als sein Kopf nach hinten klappte, wirkte der Schnitt in seinem Hals wie ein zweiter, viel zu großer Mund, ehe der Soldat zu Boden fiel. Scarlett beachtete dies jedoch nicht, sondern drehte sich ruckartig um und zielte auf einen der beiden Soldaten, die vor dem jungen Mann standen. Noch während die Waffe durch die Luft flog, rannte Scarlett auch schon wieder los. Kurz nachdem der Dolch sein Ziel fand, und in dem Rücken des einen Solodaten stecken blieb, stürzte sich die Vampirin auch schon auf den Zweiten und riss ihn mit sich zu Boden, wobei sich ein Schuss löste und laut in der Stille der Nacht wiederhallte.
"Verdammt.", fluchte sie wütend, ehe sie dem Soldaten seinen Helm vom Kopf riss. Mit beiden Händen umklammerte sie den Kopf des Mannes um ihn kurz darauf ein paar mal auf den harten Boden zu schmetterten. Erst als ein Knacken deutlich machte, das der Schädel gebrochen war, ließ sie von dem Mann ab.
"Ich hasse diese nervösen Zeigefinger.", wandte sie sich an den jungen Mann, wobei sie mit ihrem Zeigefinger wackelte, wobei klar war das sie den ungewollten Schuss meinte. Rasch richtete sie sich wieder auf und eilte zu dem Soldaten rüber, in dessen Rücken ihr Dolch noch steckte. Als sie die Waffe heraus gezogen hatte, sah sie sich kurz um und stellte fest das ihre Chancen nicht gerade gut standen. Klar, bisher hatte sie sich perfekt geschlagen, das musste sie sich schon eingestehen, aber dennoch waren die Soldaten noch immer in der Überzahl und allein würde sie mit ihnen nicht fertig werden. Sie trat ein paar Schritte zurück, bis sie etwas näher bei dem jungen Mann stand, wobei sie die Soldaten nicht aus den Augen ließ.
"Du hast nicht zufällig irgend einen total genialen Plan, wie wir hier als Sieger hervor gehen? Oder zumindest verschwinden können?", fragte sie und hoffte das dieser Kerl eine gute Antwort parat haben würde.
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Draug
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 1 Jun - 10:36:43

Remo war erleichtert das der Lauf der Pistole nicht länger auf seinen Kopf gerichtet war, allerdings fand er es schrecklich das von den dreizehn Männern, die am Boden lagen, nur noch zwei einen Herzschlag besaßen. Dies hier war ein Blutbad, ein Masaker, etwas das er niemals hatte erleben wollen. Aber offenbar war der Weg, den er entschlossen hatte zu gehen, nicht nur steinig und schwer, sondern auch mit Schmerz, Leid und Blut gepflastert.
Besser sie, als ich. Besser sie, als ich.
Diesen Gedanken wiederholte er wie ein Mantra in seinen Kopf.
"Was? Ja. Nein.", blickte er die Blondhaarige etwas verwirrt an, bis er begriff was sie gerade gesagt hatte. Mit einem Räuspern fand er zu sich selbst zurück. "Du hast hier gerade über die Hälfte der Männer im Alleingang getötet und fragst mich nach einem Plan der dir den Sieg bescherren kann? Ich glaub du bist der beste Plan den ich haben kann, wenn ich dich denn geplant hätte. Aber du bist ziemlich ungeplant hier aufgetaucht. Und ich bin mir ziemlich sicher das du ohne meine planlose Wenigkeit besser dran wärst."
Kurz sah er sich die verbliebenen Soldaten an, die nun doch etwas nervös erschienen und Remo wusste was nun folgen würde. Verunsicherte und nerövse Menschen neigten dazu Dinge zu tun, die nicht unbedingt taktisch klug waren und mit vielen Löchern in ihren Opfern endete.
"Okay, für einen Abgang kann ich sorgen. Wenn du mir vertraust, wirst du deinen empfindlichsten Sinn zur rechten Zeit schützen, denn manchmal wird aus der Nacht, hellichter Tag. Außer du willst hier noch aufräumen, dann würde ich mich klammheimlich aus dem Staub machen, denn groß helfen kann ich dir nicht. Liegt an dir. Nur entscheide rasch."
Die leichte Schockstarre, die aufzeigte das hier nicht die Elite der S. a. D. vor ihnen stand, viel so langsam von den Soladaten ab. Und der erste rannte los zu einem der beiden Geländewägen, um wohl schweres Geschütz aufzufahren.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 1 Jun - 10:56:02

Verständnislos sah sich Scarlett um. Klar, es stimmte schon das sie die meisten Soldaten fertig gemacht hatte, was aber nicht hieß das sich die restlcihen ebenso leicht töten ließen. Vor allem wenn man bedachte das der Überraschungsmoment nicht mehr auf ihrer Seite lag und die Soldaten mittlerweile auch wissen müssten das man sie nicht unterschätzen sollte. Zwei Aspekte, die ihr zum Verhängnis werden könnten, weswegen die Möglichkeit zur Flucht jetzt sehr praktisch wäre. Als sie aber die Worte des jungen Mannes hörte, warf sie einen zweifelnden Blick über ihre Schulter. Ob dieser Bursche wirklich eine Hilfe sein würde, bezweifelte sie. Andererseits war er kein Mensch, allein diese Tatsache ließ sie hoffen, das er doch noch den ein oder anderen Trick auf lager hätte. Und scheinbar hatte er das auch, wenn sie seine Worte richtig verstand. Ein Geräusch ließ sie wieder nach vorne blicken und sie sah, wie einer der Soldaten zu einem der Geländewägen rannte.
"So wie es aussieht werden jetzt die Spielsachen ausgepackt, von dem her wäre es doch ganz praktisch, wenn du uns einen raschen Abgang ermöglichen könntest.", wobei sie seine Worte, das sie ihre empfindlichsten Sinne, was eindeutig ihre Augen betraf, schützen müsse, ein wenig verunsicherten. Sollte sie nicht schnell genug sein und er würde wirklich die Nacht zum Tag machen, wäre sie blind, was ihr in dieser Situation eindeutig den Tod bringen würde. Andererseits, wer nicht wagte, der nicht gewann, wie es so schön hieß. Und Scarlett war schon immer jemand gewesen, der gern auf Risiko spielte.
"Das aufräumen überlass ich anderen, ich wäre also dabei. Wenn du uns hier raus bringen kannst, dann nur zu.", bestätigte sie nochmals das sie mit seinem Plan, welcher das auch immer sein mochte, einverstanden war. Was zwar nicht hieß das sie diesem Burschen vertraute, dazu kannte sie ihn zu wenig, aber sie würde wohl einfach darauf vertrauen müssen das er sie nicht allein zurück ließ, damit sie diese Kerle lang genug aufhielt, damit er verschwinden könnte. Generell hatte es die Vamirin nicht so wirklich mit vertrauen, aber hier blieb ihr wohl nichts anderes übrig.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 1 Jun - 20:26:39

"Du hast was?!", der ältere Mann lag halb auf seiner Theke und schien sich sichtlich über das zu amüsieren, was Adrien ihm gerade unverblümt mitgeteilt hatte.
Der Jüngere hingegen nippte lediglich an seinem Glas, verzog manchmal das Gesicht, als sich der scharfe Geschmack des Alkohols seine Kehle hinunter brannte. Adrien sollte sich vermerken niemals mehr "ja" zu sagen, wenn der Phouka ihm etwas vom Haus-Gebrannten Schnaps anbot. Er seufzte, zog dabei die Augenbrauen etwas genervt zusammen und stützte dann seinen Kopf auf beide Handflächen, abwartend, wann denn sein Gegenüber sich wieder richtig einbekommen würde.
"Weis schon war eine Misskalkulation meinerseits.", grummelte er leise vor sich hin.

Adrien war etwas mehr als 10 Minuten gelaufen und hatte dann das äußere der Stadt erreicht. In diesem Gebiet wohnten die weniger gut betuchten Mitbürger und hier hatte der Phouka seine kleine Bar "21th December" eröffnet.
Nur ein schmales Holzschild wies dem Vorbeilaufenden darauf hin, dass sich in dem alten Gebäude überhaupt etwas befand. Es gab keine weiten Schaufenster oder beleuchtete Reklame nur eben jenes Schild, dessen bessere Tage vermutlich mehrere Jahrzehnte zurücklagen. Diejenigen, welche jedoch genau nach diesem Ort suchten, fanden ihn auch.
Der eigentliche Schankraum war klein. Gerade einmal vier runde -ziemlich massive- Tische passten hinein.
Die gesamte Inneneinrichtung war aus dunkel gebeiztem Eichenholz gefertigt. Tief rote Wände und schmale Wandlampen mit gelbem Lichtschein, gaben diesem Ort eine dunkle und dennoch warme Aura. Es war eine Bar für Nachtschwärmer, nichts für den Tag und das war es auch was eben jener Raum einem Neuankömmling mitteilte.
Zu diesem Zeitpunkt herrschte jedoch noch keinerlei Betrieb und so waren die beiden Männer vollkommen allein, lediglich das Stimmengewirr eines laufenden Fernsehers vermischte sich mit dem Lachen des Älteren.
"Hat er dich wenigstens in Ruhe gelassen?", fragte Phil und erntete darauf nur ein Nicken Adriens, der seine Aufmerksamkeit inzwischen dem TV zugewandt hatte.

"Hab vorhin etwas seltsames gehört.", begann der jüngere der beiden Männer das Gespräch erneut, wandte sich dabei auch wieder an den Phouka.
"SaD?", fragte der andere, ohne auch nur auf eine Erklärung zu warten.
Überall hatte es geflüstert, jene welche sich im verborgenen hielten krochen noch weiter in ihre Löcher zurück, dort wo keinerlei Tageslicht sie erreichen konnte. SaD bedeutete Ärger und verbreitete eine tiefe Angst, welche das Gefüge ihrer schmalen Welt zum wanken brachte. Wie als zöge ein todbringender Sturm durch die Gassen, hatte sich alles nichtmenschliche Treiben verbarrikadiert. Natürlich nur jene, welche der Angst nachgaben.
Die andere Gruppierung stellte sich SaD entgegen, verlor dabei mehr als einmal ihr Leben, aber ließ es sich nicht nehmen ihre ehrenvolle Aufgabe allen zu verkünden.
Adrien schüttelte den Kopf, bemerkte, dass der Phouka ihn verwirrt ansah und nickte daraufhin. Die erste Reaktion hatte seinen Gedanken gegolten, nicht der Antwort der eigentlichen Frage.
"Ja.", murmelte er. Kurz darauf trank er einen weiteren Schluck und gab sich alle Mühe nicht zu husten. Es war schmerzhaft.
"Kann ich das nächste mal einfach nen Whiskey haben, alter Mann?", ein charmantes Lächeln huschte über seine Lippen und er stellte das Glas wieder auf die Bar zurück. Phil grinste nur, fuhr sich durch das ergrauende Haar und suchte mit der anderen Hand in einer Schublade.
"Hab da was besseres", zu Tage führte er einen Dauerlutscher und reichte ihn Adrien.
"Zucker", bemerkte dieser in seiner gedämpften Stimme, welche scheinbar nur in den seltensten Fällen ihre Lautstärke vom Flüstern zur normalen wechselte.
"Zucker.", war die Antwort des Barkeepers.
Beide Männer grinsten.
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Draug
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 2 Jun - 11:03:52

Remo vergoldete keine weitere wertvolle Sekunde, die sich zum Negativen in der Wagenschale des Schicksals auswirken konnte. Noch hatte der Soldat den Wagen nicht erreicht und die anderen fanden nur langsam zu ihrer Ausbildung zurück, was einen dazu brachte Befehle zu bellen. Doch auch wenn die Zeit drängte, er durfte jetzt nicht schludern, ansonsten war sein Auftritt gleich einfach nur lächerlich und er könnte sich und seiner Retterin gleich selbst die Pistole an den Kopf setzen.
"Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.", seine Faust so fest es ging zusammengebalt, ließ er sämtliche Magie die er aufbringen konnte in sie hineinfließen und rieß sich plötzlich in die Höhe, wo er sie öffnete. "Und Gott sprach: Es werde Licht."
Sich gerade noch abwenden und mit dem anderen Arm seine Augen schützen könnend, explodierte seine Hand förmlich in einem solch grellen Licht, das wohl jegliches ungeschütze Auge für die nächsten Minuten nichts weiter als flirrende Punkte zu sehen vermochte.
Vorsichtig blinzelte Remo in die Nacht und musste unweigerlich Grinsen. Sein Plan war aufgegangen. Die Soldaten taumelten wirr herum, bedeckten ihre Augen mit den Händen und stöhnten oder klagten ihr Leid.
"Und es wurde Licht. Und Remo sah, daß das Licht gut war.", sagte der junge Magier durch aus zufrieden, bevor er dann die Blondhaarige an der Schulter packte und mit sich zog. Er wusste nicht in wie fern ihre Augen nicht doch etwas abbekommen hatten. Und ihm fehlte es an Zeit, um sich erst zu erkundigen wie es ihr ging.
Ohne große Umwege, wobei er einen der Soldaten etwas unsanft zur Seite schubste, eilte er mit seiner Retterin zum nächsten Geländewagen, wo er sie auf den Beifahrersitz schob. Erst als er den Schauplatz nicht mehr im Rückspiegel sehen konnte, warf er einen kurzen Blick auf seine Beifahererin.
"Ist alles in Ordnung bei dir?"
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 2 Jun - 12:12:50

Als der junge Bursche anfing etwas aufzusagen, das wie ein Gebet klang, warf Scarlett ihm einen zweifelnden Blick zu. Wenn dieser Kerl sich als christlicher Fanatiker entpuppte, der in Wirklichkeit nichts drauf hatte, würde sie wirklich wütend werden. Im nächsten Moment wurde sie jedoch eines besseren belehrt und schaffte es gerade noch rechtzeitig, sich weg zu drehen und ihre Augen mit einer Hand zu bedecken. Trotz allem konnte sie die Helligkeit erkennen, was erahnen ließ wie Hell dieses Licht wirklich sein musste. Hätte der junge Mann sie zuvor nicht bereits gewarnt, hätte das Licht sie für Stunden, vielleicht sogar für Tage blind werden lassen. Ein Umstand an den Scarlett gar nicht erst denken wollte. Als das Licht nachließ und es schließlich wieder dunkel wurde, spürte sie nur wie sie gepackt und mitgeschleift wurde. Rasch erkannte sie das es der junge Mann war, ließ sich aber weiterhin von ihm mitziehen. Erst als er den Wagen gestartet hatte und sie davon rasten, richtete sie ihren Blick auf den Burschen. Ihren Augen war zum Glück kaum etwas geschehen, nur ein paar kleine Punkte tanzten vor ihren Augen herum, doch das würde sehr schnell wieder vergehen.
"Wow. Ich muss gestehen das war beeindruckend.", ignorierte sie erst einmal seine Frage und warf statt dessen einen Blick in den Rückspiegel. Zwar würden diese Kerle noch eine ganze Weile damit beschäftigt sein, wie blinde Hühner durch die Gegend zu wanken, aber früher oder später würden sie die Verfolgung aufnehmen.
"Wir hätten die Reifen des anderen Wagens zerstechen sollen.", murmelte sie mehr zu sich, als zu dem jungen Mann, zuckte dann aber mit den Schultern und blickte wieder nach vorne.
"Bei mir ist alles gut. Wie siehts bei dir aus? Du hast ja einiges abbekommen.", beantwortete sie endlich seine zuvor gestellte Frage und sah den Mann nun doch wieder an, wobei sie ihn eingehend musterte. Er würde sicher ein blaues Auge bekommen, die Lippe hatte auch was abbekommen, aber die Blutung hatte sich mittlerweile gestillt. Ob er sonst noch Verletzungen hatte, konnte Scarlett so nicht erkennen, wobei es ihr aber auch egal sein konnte. Außer dieser Kerl würde deswegen jeden Moment einen Unfall bauen, das war dann eine andere Sache.
"Das war echt ein Spaß.", bemerkte die Vampirin mit einem mal und lachte vergnügt, während sie sich mit einer Hand durch die Haare fuhr, ehe sie den blutverschmierten Dolch begutachtete. Sobald sie anhielten, würde sie nachsehen müssen ob sie etwas fand, womit sie die Klinge reinigen könnte.
"Weißt du überhaupt wo du hinfährst?"
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 2 Jun - 14:11:49

Jedesmal wenn Remo ansetzte um der Blondhaarigen zu antworten oder etwas auf ihre Worte zu erwidern, um das Ganz zu einem Dialog anstatt zu einem Selbstgespräch verkommen zu lassen, sprach sie auch schon wieder weiter und er gab es auf. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass er eine ungewohnt lange Pause nach ihren letzten Worten aufkommen ließ. Schließlich wollte er sich ganz sicher sein ob sie diesmal auch wirklich schweigen würde.
"Hm, du redest ganz schön viel am Stück, mit kleinen Pausen, in denen man allerdings keine Chance hat zu antworten. Bist du Anwältin oder Jornalistin?", schüttelte er grinsend den Kopf und hoffte dabei das dieses tödliche Frauenzimmer erkannte, dass er sie nicht beschimpfen, beleidigen oder tadeln wollte. Er verpackte eine Tatsache lediglich in einen Witz, einen miesen zwar, aber es war einer. "Aber ja, ich weis wo ich hinfahre. Ein paar Kilometer über die Landstraße, dann auf die Bundesstraße und schließlich direkt in die Innenstadt. Dort sollten wir erstmal in Sicherheit sein, denn die S. a. D. kann keinen Krieg zwischen all den Zivilisten anfangen. Außerdem wird sie jetzt alle Hände voll haben, um das Chaos auf dem Feld zu beseitigen, während sie die ersten Schaulustigen auf Abstand halten müssen. Es wäre also nur verschwendete Zeit gewesen, den anderen Autos die Reifen aufzuschlitzen. Also keine Sorgen, im Moment hab ich alles unter Kontrolle."
Remo war sich zwar sicher das die Blondhaarige mehr gesagt hatte, worauf er gern etwas erwidert hätte, aber sein Hirn, das noch vom Adrenalin berauscht wurde, hatte sich nur das Wichtigste gemerkt.
"Und mal ganz nebenbei, ich heiße Remo."
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 2 Jun - 20:31:04

Scarletts blaue Augen verengten sich ein wenig, als sie diese merkwürdige Kritik hörte, ließ es dem jungen Mann aber erst einmal durchgehen. Es war genug Blut geflossen für eine Nacht.
"Für gewöhnlich hört man einen Dank, wenn man ein Leben gerettet hat, und keine Kritik. Aber ich will mal nicht so sein.", konnte sie sich dennoch nicht verkneifen und warf dabei erneut einen Blick in den Rückspiegel.
"Ich bin weder Anwältin, noch Journalistin. Um ehrlich zu sein hab ich überhaupt keinen Job. Ist viel zu anstrengend, außerdem wäre ich dann an einen festen Ort gebunden. Wie grauenhaft. Das Leben ist auch so schon langweilig genug.", das sie recht arrogant klingen musste, war Scarlett bewusst, zugleich aber auch ziemlich egal. Und das sie gerade mit einer ernsthaften Antwort auf eine nicht ernst gemeinte Frage geantwortet hatte, war ihr ebenso bewusst, aber genau so egal.
"Du scheinst dich ja recht gut mit diesen Kerlen auszukennen.", bemerkte sie mit einem mal und wechselte somit auch wieder das Thema.
"Und ehe mir noch unhöflichkeit vorgeworfen wird, ich bin Scarlett.", erneut sah sie den jungen Mann an, wobei sie fest stellte das Remo ein recht ungewöhnlicher Name war, dazu aber nichts sagte. Statt dessen musterte sie ihn erneut und hoffte das er noch fitt genug war, um sie sicher zur Stadt zu bringen. Sie hatte keine Lust aus irgendeinem zerschrotteten Auto klettern zu müssen, weil dem Burschen vor Schmerzen die Sinne schwanden.
"Wenn ich fahren soll, dann sag bescheit."
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 2 Jun - 21:13:38

Herje, diese Frau war nicht nur tödlich im Kampf, sondern noch dazu nicht auf den Mund gefallen. Etwas das äußerst amüsant sein konnte, wenn man denn den selben Humor und die selbe Wellenlänge besaß. Leider schien das hier nicht so gänzlich gegeben zu sein. Sie war für seinen Charakter viel zu ernst. Aber wer wusste schon was das Leben so alles mit ihr getrieben hatte.
"Es freut mich Scarlett und ja, du hast wohl recht. Ein Lebensretter sollte zumindest ein Wort des Dankes zu hören bekommen, das von Herzen kommt. Aber mein Leben hast du so gesehen nicht gerettet, daher hörst du in dem Fall auch kein Dankeschön von mir.", kaum das ihm diese Worte über die Lippen gekommen waren, hob er auch schon abwehrend, wie beschwichtigend seine rechte Hand in die Höhe und warf ihr einen kurzen entschuldigenden Blick zu, wobei der Schalk aus diesem verschwand. "Wow, bitte ganz ruhig bleiben Lady. Legt meine Worte nicht auf die Goldwage. Was ich sagen wollte war, ich danke dir für meine Freiheit. Mein Leben war so gesehen nicht in Gefahr, aber vor mir lag eine rosige Zukunft in einem Labor der S. a. D.. Sie sind immer noch dabei hinter das Geheimnis der Magie zu kommen. Idioten.", schüttelte er den Kopf. "Aber nein, bevor du wieder dem Irrglauben erliegst das ich diese Organisation kenne würde. Ich wäre froh mehr Wissen über sie zu haben, würde das meine Reise weitaus vereinfachen. Aber so hab ich nur die ein oder andere Information aufgeschnappt, als ich aus dem Verborgenen heraus beobachtet habe. War nicht immer sonderlich angenehm."
Ein weiteres mal schüttelte er den Kopf, doch diesmal um die Erinnerungen aus seinen Kopf herauszubekommen. Den schweren Seufzer konnte er sich gerade noch verkneifen, schließlich waren seine Rippen noch nicht verheilt.
"Und danke, aber ich komme klar, auch wenn ich wohl nicht gerade danach aussehe, doch einen Unfall werd ich nicht bauen. Keine Angst.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 7 Jun - 18:47:43

Er knabberte inzwischen an dem Lolli herum - im übertragenen Sinne natürlich, denn anderes würde seinen Zähnen definitiv mehr Schaden zufügen als es ihm lieb war. Adriens Blick hatte sich wieder auf das kleine Bild des TV gewandt und Phil tat das was er immer tat, irgendwo Dinge erledigen, die man eben als Betreiber einer Bar so machte. Gläser abwaschen, Alkoholisches zusammenstellen oder einfach nur irgendwas herum schieben.
Das Fernsehbild flackerte für einen Moment und Adrien warf den Kopf etwas in den Nacken.
"Schmeiß das Uraltteil doch endlich mal weg.", brummte er heiser und nur ganz knapp in einer 'normalen' Lautstärke. Der Barkeeper zuckte nur mit den Schultern und meinte trocken, dass sich der Jüngere doch gerne um einen Ersatz kümmern könne, wenn ihn das Bild störe.
Adrien rollte mit den Augen, lächelte dabei dennoch matt, damit der andere wusste, dass er dies definitiv aus Spaß tat. Phil grinste breit, zeigte dem Jüngeren dadurch, dass er es auch ohne das Lächeln bereits als Spaß verstanden hatte. Die beiden Männer kannten sich einfach schon zu lange, als das es hätte anders sein können.
Nicht in dieser Stadt natürlich, denn keiner von ihnen verweilte mehr als drei Jahre an dem selben Ort. Wobei der Phouka es dabei durchaus einfacher hatte als Adrien.
Sie liefen sich jedoch aus einem unerfindlichen Grund immer wieder über den Weg, als wären sie zwei Magneten die einander anziehen würden. Adrien wusste nicht warum, aber in den zehn Jahren die sie einander kannten, waren beide in mindestens sechs verschiedenen Städten ansässig und haben sich dort mindestens sechs Mal wieder getroffen.
Der Mann seufzte matt lehnte sich noch etwas weiter auf dem Barstuhl zurück und stützte seinen Arm auf die Theke.
In den Nachrichten sprach man von einem vergangenen Brand, welcher sich am Nachmittag ereignet hatte, jedoch hätte die Feuerwehr ihn schnell wieder kontrollieren und dann löschen können. Adrien sah wie der Kopf des Älteren mit einmal hochgerissen wurde. Zusammengezogene Augenbrauen kündigten ein unangenehmes Thema an, welches Adrien einfach mit dem hin und her Wiegen des Kopfes beantwortete. Dabei wechselte auch der Lolli die Seite.
Die Falte zwischen den Augenbrauen des Phouka wurde tiefer, als die Sprecherin von zwei Überlebenden sprach, welche aus den Flammen gerettet wurden. Ein grauer Kapuzenpullover, tauchte irgendwo im Hintergrund auf, als sich einer der Männer aus einer Uniform geschält hatte und eben jenen wieder überzog. Dem Adriens erschreckend ähnlich.

"Ach komm schon.", wieder die heisere und leise Stimme Adriens. Er deutete mit dem bearbeiteten Süßkram auf Phil, "Mich haben nur die 'Jungs' gesehen, na ja und vielleicht die Lady von der Kamera; wenn überhaupt. Ich konnte ja auch schlecht nein sagen, wenn ich angerufen werd, oder?"
Adrien lächelte matt und wandte sich wieder dem Bild zu. Er glaubte nicht einmal, dass die Frau an der Kamera ihn wirklich wahrgenommen hatte, so sehr war diese mit anderen Dingen beschäfigt gewesen.
Der Ältere grummelte irgendetwas in seinen Bart und Adrien war froh nicht zu verstehen, was eigentlich für ihn gedacht war. Er hatte in dieser Nacht keine Lust auf irgendwelche Diskussionen, was seinen Lebensstil anging. Ein Teil der städtischen Einwohner dachte, dass er einer von der Straße sei. Ein anderer Teil -welche auch die "Jungs" mit einbezog- dachte, dass er einfach nur unsozial wäre und deshalb Niemanden in seine Wohnung einlud. Adrien legte den Kopf auf die Seite, er war sicht nicht mehr sicher, was ein paar Vertrauenspersonen wussten.
Zu viele Geschichten und alles verband sich zu einem wunderschönen grauen Film; schrecklich kompliziert da alle Übergänge auseinander zu halten. Und so gesehen musste er das nicht, je mehr der Mann an seine eigenen Geschichten glaubte, desto glaubwürdiger waren sie auch, wenn er eines Tages mal in einem Verhör sitzen würde. Adrien grinste, Phil schnaufte empört, meinte nur, dass der Jüngere gruselig sei, wenn er über sich selbst lächeln würde.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 8 Jun - 20:06:53

Mit ernstem Gesichtsausdruck verschränkte Scarlett die Arme vor der Brust und bedachte Remo mit einem finsteren Blick. Das er der Meinung war fahren zu können, ohne den nächsten Baum mitzunehmen, glaubte sie ihm. Was sollte sie auch sonst tun? In dem Fall musste sie seinem Wort vertrauen. Das er ihr aber gerade klar gemacht hatte das sein Leben gar nicht in Gefahr gewesen war, war eine ganz andere sache.
"Die wollten dich gar nicht töten?", wiederholte sie, wobei es eher wie eine Feststellung und weniger wie eine Frage klang.
"Das heißt ich hab das alles vollkommen umsonst getan?", dieses mal war es eine Frage, auf die sie jedoch keine Antwort wollte und Remo auch keine Zeit dafür ließ.
"Weißt du eigentlich was ich da eben alles riskiert habe? Ich hätte mir einen Nagel abbrechen können.", einen Moment sah sie den jungen Mann noch ernst an, ehe sie anfing zu lachen. Es war ein tiefes und vergnügtes Lachen, das unter anderen Umständen ansteckend gewirkt hätte. Als sie sich beruhigt hatte, lockerten sich ihre Arme wieder und die jung wirkende Frau schüttelte leicht den Kopf.
"Dennoch war es die Sache wert. Es hat echt Spaß gemacht. Und auch wenn das für dich vermutlich recht merkwürdig klingen mag, aber ich hab schon so lang keinen mehr töten können, das ich vollkommen vergessen hatte was für ein Gefühl das ist. Für mich ist es wirklich anstrengend keinen Menschen zu töten, ich muss immer konzentriert bleiben, selbst in Situationen in denen man sich lieber einfach gehen lassen würde. Aber das grad eben, das war wirklich befreiend. Was nicht heißt das ich so eine Begegnung jeden Tag bräuchte, dennoch war es wirklich witzig. Somit bin wohl ich diejenige, die sich bedanken sollte.", eine merkwürdige Logik, das bemerkte auch Scarlett, aber es blieb eine Tatsache, wenn sie genauer darüber nachdachte.
"Aber wir sollten wohl eher darüber nachdenken, wie es weiter gehen soll. Schon eine Idee was wir machen sobald wir die Stadt erreicht haben? Wir können nicht ewig dort bleiben und auch wenn es erst einmal eine art Schutz bietet unter Menschen zu sein, irgendwann werden die Straßen leerer und diese Truppe ist gut ausgebildet. Also, irgendeine Idee oder hast soweit noch nicht gedacht und willst einen Schritt nach dem Anderen gehen?", wobei Scarlett sich ziemlich sicher war das sie keine Schwierigkeiten haben dürfte die Stadt irgendwann wieder zu verlassen. Sie mochte zwar Sprunghaft und etwas verrückt wirken, aber sie wusste immer was sie tat und jede Situation hatte zwei Seiten. Wenn ein Weg versperrt war, nahm man ganz einfach einen anderen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 9 Jun - 13:30:23

Remo versteifte sich in seinem Sitz, seine Hände griffen fester um das Lenkrad, so dass die Knöchel weiß hervortraten, und sturr blickte er gerade aus auf die Hauptstraße der Stadt Osaka. Dabei schickte er wieder etwas Magie in seine rechte Hand, damit er die Vampirin sofort blenden konnte, sollte sie auch nur versuchen ihm an den Hals zu gehen. Zwar rechnete er sich keine großen Chancen aus unverletzt aus diesem Wagen herauszukommen, aber lieber zog er sich noch mal ein paar Blesuren zu, aber kam heil mit dem Leben davon, als tatenlos dazusitzen und sich von einer blonden Schönheit aufschlitzen zu lassen.
Doch plötzlich erfüllte ein Lachen den Wagen. Remo zuckte unwillkürlich zusammen und wusste nicht so recht was jetzt noch kommen würde. Aber es geschah nichts weiter, Scarlett saß einfach nur neben ihm und schien sich köstlich zu amüsieren. Wäre er selbst nicht so angespannt gewesen, hätte er wohl mitgelacht, doch nun war er einfach nur erleichtert darüber das die Blondhaarige soetwas wie Humor besaß, etwas schrägen und düsteren, aber immerhim Humor.
"Bedank dich nicht bei mir dafür, dass du Menschen das Leben genommen hast. Denn auch wenn du mir jetzt gleich nen Vogel zeigst, so hätte ich die Männer vor dem Tot bewahrt, wenn ich es vermocht hätte. Aber so ist es nun gekommen wie es gekommen ist. Wollen wir es einfach nie wieder erwähnen.", murrte er in seinen Dreitagebart hinein, um danach sofort das Thema zu wechseln, damit klar war das er dies ernst meinte. "Also ich weis nicht was du so vor hast, aber selbstverständlich kannst du dich mir vorerst anschließen, denn ich werde auf ein altbewehrtes Schema zu greifen. Hat mir bis heute nicht nur einmal den Arsch gerettet. Was heißt, ich laß diesen Wagen irgendwo stehen, feier mit den Menschen hier noch etwas ihr Sommerfest, verstecke mich über Nacht in meinem Hotelzimmer und Morgen in der Früh tauche ich im allgemeinem Berufverkehr unter. So verlasse ich unbemerkt die Stadt. Was wohl auch bei dir klappen dürfte, wenn du deine Haare bedeckst. Sie sind ein bischen auffällig, wunderschöne, aber in diesem Land hier so gut wie eine Leuchtpfeil. Du verstehst?"
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 10 Jun - 19:41:33

Scarlett bedachte den jungen Mann mit einem verständnislosen Blick, ehe sie den Kopf leicht schüttelte und sich wieder der Aussicht widmete. Warum es jemanden störte, wenn Menschen getötet wurden, wollte ihr nicht so recht einleuchten, aber das musste es vermutlich auch nicht. Dafür respektierte sie Remos Wunsch nicht weiter über das Thema zu sprechen, da sein Bedauern deutlich genug war. Erst als er weiter sprach, sah sie ihn erneut an und runzelte die Stirn. Ihre Worte waren wohl etwas falsch bei ihm angekommen, da sie nicht vorgehabt hatte sich ihm anzuschließen, schließlich kannte sie diesen Kerl gerade mal ein paar Minuten und so spontan war Scarlett dann auch wieder nicht.
"Ich hab nicht vor mit dir weiter zu ziehen, dazu kenne ich dich zu wenig, aber dank dir könnte es gut sein das ich in ziemliche Schwierigkeiten gerate. Zum Glück ist Osaka groß und es wimmelt dort nur so von Touristen, da dürfte ich, trotz meiner blonden Haare, nicht so sehr auffallen.", bemerkte sie eher beiläufig, da sie sich keine großen Sorgen darüber machte, wieder aus der Stadt heraus zu kommen.
"Es ist eher so das ich einfach neugierig war ob du einen Plan hast oder eher der Typ bist, der spontan handelt.", wobei ihre Worte vermutlich deutlich machten, das sie eher der spontane Typ war. Scarlett hatte früher, vor vielen Jahren, immer irgendwelche Pläne gemacht, alles genau durchdacht und immer nach einem bestimmten Prinzip gehandelt. Allerdings hatte sich das im Laufe der Jahre geändert, da sie viel zu oft fest stellen musste das Pläne schneller durchkreuzt werden konnten, als es einem lieb war, und wenn man dann nicht spontan war, stand man da.
"Wie kam es eigentlich das die Jungs dich erwischt haben? Hier ist doch kaum etwas, außer Felder und Wälder. Wie sind sie auf deine Spur gekommen?", fragte sie und sah Remo interessiert von der Seite an, während dieser sich auf das Fahren konzentrierte. Das er Schmerzen hatte, war nicht zu übersehen, auch wenn er es gut verbergen konnte,
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mi 12 Jun - 22:15:27

Nein, diese Frau war äußerst verwirrend. Fast schon ansträngend für eine Fremde. Auf der einen Seite wies sie ihn ab, weil sie ihn ja nicht kannte, aber auf der anderen Seite wollte sie wissen ob er spontan war. Was interessierte sie das, wenn sie in wenigen Augenblicken eh getrennte Wege gehen würden?
Innerlich den Kopf über die Situation schüttelnd, nahm er sich vor die ganze Sache einfach zu übergehen und nicht weiter darauf einzugehen. Für sie war die Angelegenheit geklärt, wusste sie ja jetzt das er einen Plan hatte, was jedoch im Grunde nichts darüber aussagte ob er spontan war oder nicht, doch er würde sie nicht darüber aufklären. Warum auch, war es schließlich nicht von Belang.
"Du stellst die falschen Fragen.", antwortete er ihr, während er den Wagen in einer Seitengasse parkte. "Weder haben sie mich erwischt, noch sind sie mir auf die Spur gekommen."
Er ließ seinen Blick suchend über die Mittelkonsole und die Tür gleiten, kaum das er den Motor ausgestellt hatte. Ein leichter Anflug eines Lächeln huschte über sein Gesicht, als er links neben den Stuhl griff und eine Wasserflasche hervorzog. Damit war ihm eine Katzenwäsche gesichert, doch ging es Remo schließlich auch nur darum das Blut aus seinem Gesicht zu bekommen, damit die Leute ihn nicht anstarrten und er leichter in der Menge verschwinden konnte. Allerdings würde er dazu noch ein sauberes Shirt brauchen, seines war ruiniert.
"Du solltest vielleicht eher fragen, bist du jemals von ihrem Radar verschwunden?", stellte er nun selbst eine Frage, deren Antwort er auch sofort gab. "Nein, das bin ich nicht. Leider."
Mit diesen Worten stieg er aus und versuchte sein Glück im Kofferaum, vielleicht war unter der Ausrüstung irgendwo auch Kleidung zu finden.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 16 Jun - 10:41:13

Mit gerunzelter Stirn hörte Scarlett zu, was Remo sagte, und machte deutlich das sie nicht genau wusste was sie von seinen Worten halten sollte. Als er schließlich ausstieg, blieb sie noch einen Moment sitzen, ehe sie seinem Beispiel folgte und ebenfalls den Wagen verließ. Einige Sekunden beobachtete sie sein treiben, nachdem sie neben ihm stand.
"Und wie bist du überhaupt in ihr Radar gekommen? Oder willst du mir damit sagen das sie von uns allen eine Datenbank angelegt haben?", sie grinste schief bei ihren letzten Worten, da sie das doch ein wenig bezweifelte. Leicht schüttelte sie dann aber den Kopf und hob ihre Hand, ehe Remo darauf antworten konnte.
"Weißt du was? Vergiss meine Fragen. Mancham ist es besser nichts zu wissen. Eines jedoch weiß ich mit Sicherheit. Ich brauch jetzt erstmal einen Dring. Wie steht es mit dir?", ihr Blick huschte kurz in den offenen Kofferraum, ehe sie wieder zu Remo blickte. Sein Blut hatte wirklich einen interessanten Geruch, das konnte sie nicht abstreiten, und sie hatte noch nie das Blut eines Magiers probiert. Ehe ihre Gedanken jedoch noch weiter in diese Richtung treiben konnten, trat Scarlett einen Schritt zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. Sie brauchte eindeutig ein wenig Abstand zu diesem blutverschmierten Kerl.
"Schon was gefunden?", fragte sie mit einem mal und nickte in Richtung Kofferraum. Über normale Dinge zu sprechen würde ihr helfen, sich auf andere Dinge zu konzentrieren und nicht auf den Geruch seines Blutes. Bei nächster Gelegenheit würde sie auch etwas anderes, außer Alkohol, trinken müssen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 16 Jun - 11:36:39

Da Scarlett zwar Fragen stellte, aber darauf im Grunde gar keine Antwort haben wollte, unterbrach Remo seine Suche keine Sekunde lang. Allerdings konnte er dabei nicht verhindern, dass ihn der Gedanke, das die S. a. D. eine Datenbank besaßen, wo sie alle verzeichnet waren, kurz beängstigte. Aber er schob diesen Unsinn beiseite, weil dies unmöglich war, denn von wenigen Idioten mal abgesehen, wusste man sich doch gut zu verbergen und mit den Menschen zu verschmelzen.
"Meine Fresse, mit dem ganzen Zeug könnte man eine kleine Armee ausrüsten.", grummelte er vor sich hin und war ne Halbautomatik ins hintere Eck und fand schließlich wonach er suchte. "Hm, mehr oder weniger fündig geworden."
Skeptisch begutachtete er das schwarze Unterhemd und schüttelte unglücklich den Kopf darüber. Dies war eindeutig nicht sein Geschmack, zu eng und zu freizügig. Er mochte es doch eher weiter und im Vergleich zugeknöpfter. Aber in der Not fraß der Teufel Fliegen.
Sich sein dreckiges Shirt etwas umständlich über den Kopf ziehend, trängte er es mit dem Wasser und befreite sich von Blut und Schmutz. Dabei jagte ihm eine jede unbedachte Bewegung einen kurzen, aber ekelhaft stechenden Schmerz durch den Körper, denn obwohl er seinen Kiefer und die Nase bereits wieder geheilt hatte, so würden die Rippen mehr Zeit benötigen und vorallem weitaus mehr Kraft, welche ihm aber derzeit fehlte.
"Nein, Alkohol ist nicht meine Welt und schon gar nicht am heutigem Abend.", antwortete er nun endlich und zog sich dabei das Unterhemd langsam und nicht weniger umständlich über. "Ich brauch jetzt einfach viele Menschen um mich, sonst hättest du mir nicht helfen brauchen. Aber vorallem brauch ich etwas zu Essen, mir knurrt der Magen. Doch wenn du eine ruhige Kneipe suchst, wo sich unsereins wohlfühlen kann, dann müsstest du irgendwo am Stadtrand fündig werden. Zumindest hat mir das jemand erzählt, den ich auf meiner Reise hierher getroffen habe. Überprüft hab ich das jedoch nicht."
Hemd und Flasche in den Kofferraum schmeißend, warf er den Deckel zu, sperrte den Wagen per Fernbedienung ab und ließ den Schlüssel im Straßenabfluß verschwinden. Schließlich sollte sich keiner an den Waffen bedienen und ein Blutbad anrichten.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 22 Jun - 20:08:48

Erneut sah Scarlett einfach nur zu, wie Remo im Kofferraum wühlte, bis er etwas halbwegs brauchbares fand. Als er sich, soweit möglich, gesäubert und umgezogen hatte, registrierte sie mit bedauernd das er den Wagen verschloss und den Schlüssel weg warf. Gut, sollte sie wirklich eine der Waffen haben wollen, würde sie den Kofferraum ohne große Probleme auf bekommen, nur würde er danach nicht wieder verschließbar sein und das wollte sie auf keinen Fall. Niemand sollte diese Waffen in die Hände bekommen, zumindest niemand außer ihr. Bei dem Gedanken grinste die Vampirin sachte, wurde aber rasch wieder ernst, allein schon weil es vermutlich etwas merkwürdig aussehen würde, wenn sie dümmlich grinsend das Auto anstarren würde.
"Das heißt dann wohl das sich unsere Wege hier trennen.", bemerkte sie statt dessen und warf einen Blick die Gasse entlang. Stadtrand also. Leider klang das einfacher als es werden würde, denn sie waren hier in Osaka und diese Stadt war nicht gerade klein. Allerdings würde ein wenig Bewegung nicht schaden, das würde die angespannten Muskeln wieder ein wenig lockern.
"Pass auf dich auf, denn beim nächsten mal bin ich vielleicht nicht in der Nähe um dir deinen Knackarsch zu retten.", sie zwinkerte Remo zu und lachte dann vergnügt.
"Vielleicht sieht man sich ja mal wieder.", mit diesen Worten hob sie kurz ihre Hand zu einer flüchtigen Geste, ehe sie dann auch schon die Gasse entlang ging und kurz darauf um die nächste Ecke verschwand. Sie wusste das sie Remo keine Gelegenheit gegeben hatte noch etwas zu sagen, was gewollt war. Scarlett hasste Abschiede, egal ob bei Bekannten oder Fremden. Sie hatte noch nie sehr gut mit solchen Dingen umgehen können, schon als Mensch nicht und als Vampir noch viel weniger, da sie in all den Jahren, in denen sie nun schon lebte, viel zu oft mit diesem Thema in Berührung gekommen war. Während sie die Straße entlang schlenderte, bemerkte sie eine Gruppe junger Männer, die ihr entgegen kamen. Es dauerte nicht lange, bis die Jungs sie bemerkten und sofort wurde aus den Albernheiten ein augenscheinlich cooles und lässiges Auftreten. Zumindest versuchten sie es, was Scarlett ihnen ja schon zugute halten musste. Einer der Jungs hatte eine Baseballkappe auf. Als sie auf gleicher Höhe waren, fixierte Scarlett den jungen Mann mit dem Cap und lächelte ihn eindeutig an. Erst wirkte er etwas irritiert, fing sich aber recht schnell wieder und eriwederte das Lächeln. Scarlett trat ein wenig zur Seite und kam nun direkt auf den Mann zu, der wohl nicht so recht wusste wie er sich verhalten sollte. Scarlett lächlen wurde ein wenig breiter, als der junge Mann stehen blieb und Luft holte, um etwas zu sagen. Doch dazu kam er nicht, da die Vampirin ihre Hand hob und ihm sanft über die Wange strich, ehe ihre Hand nach oben wanderte und in einer fließenden Bewegung das Cap an sich nahm. Ohne ihren Schritt zu verlangsamen, ging sie einfach an ihm vorbei und spürte deutlich die Blicke der Jungs in ihrem Rücken. Elegat drehte sie sich um und setzte das Cap auf, wobei sie dem Besitzer zuzwinkerte und ihm schließlich einen Handkuss zu warf. Sie konnte deutlich sehen das er überlegte sein Cap zurück zu verlangen, den Gedanken dann aber verwarf und statt dessen nur breit grinste, während seine Kumpels langsam aus ihrer Starre erwachten und typische Geräusche von sich gaben, wie Männer es eben taten wenn sie einen Gleichgesinnten beglückwünschten zu...naja, zu was auch immer. Männer waren in der Hinsicht ja nicht sonderlich wählerisch, wobei die Laute, die sie von sich gaben wenn sie eine schöne Frau sahen, schon recht primitiev und eindeutig waren. Scarlett ignorierte das weitere Verhalten der Jungs jedoch, da sie nur auf das Cap aus gewesen war. Touristen waren natürlich keine Seltenheit in Osaka, dennoch würde ein wenig Tarnung nicht schaden. Nachdem sie das Cap ein wenig zurecht gerückt hatte, steckte sie ihre Hände in die Hosentaschen und schlenderte die Straßen entlang. Sie wusste nicht wohin sie ging, hatte aber das Gefühl das sie auf dem richtigen Weg war. Vielleicht war es reiner Instinkt, der sie zu dieser Bar führte. Vielleicht bildete sie sich das aber auch einfach nur ein und hatte Glück den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Was genau zutreffend war, interessierte Scarlett nicht wirklich. Wichtig war nur das sie diese Bar irgendwann finden würde. Während sie durch Osaka schlenderte, hing sie ihren Gedanken nach und genoss dabei die kühle Nachtluft und das bunte Treiben, das auf den Straßen herrschte. Nach einiger Zeit kam sie in eine etwas ruhigere Gegend, was die Vampirin aber auch nur am Rande wahr nahm. Erst als es recht still um sie rum wurde, blieb sie stehen und sah sich um. Sie hatte keine Ahnung wo genau sie sich befand, was allerdings kein großes Problem war, da sie davor auch nicht gewusst hatte wo genau sie gewesen war. Schließlich war sie zum ersten mal in Osaka. Als sie sich umsah, bemerkte sie ein Schild, das über einer Tür hing und wohl den Standort einer Bar markieren sollte. Kurz zögerte sie, zuckte dann aber mit den Schultern und ging auf die Eingangstür zu. Ehe sie diese jedoch öffnete, sog sie den Geruch, der aus dem Inneren schwach heraus drang, tief in sich auf. Sie wusste nicht genau was sie da drin erwartete, aber wenn man den Geruch von Alkohol und Schweiß, vermischt mit Holz und dem Gestank von verlorener Hoffnung abzog, der normal für eine Bar war, konnte sie mit Sicherheit sagen das es mindestens eine nichtmenschliche Person in dieser Kneipe gab. Ruckartig riss sie schließlich die Tür auf und trat in das schummrige Innere der Bar. Flüchtig ließ sie ihren Blick umherschweifen, ehe sie zielstrebig zur Theke ging, sich auf einen der Barhocker setzte und den Wirt anlächelte.
"Ich hätte gerne irgendwas starkes. Ganz egal was, ich nehm alles.", bei ihren letzten Worten warf sie dem jungen Mann, der ebenfalls an der Bar saß und an einem Lollie lutschte, einen vielsagenden Blick zu, auf den dieser jedoch nicht wirklich reagierte. Zum zweiten mal in kurzer Zeit zuckte sie mit den Schultern und widmete sich wieder dem Barkeeper, der vermutlich auch der Besitzer war, denn er sah nicht wie ein typischer Barkeeper aus.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 22 Jun - 21:50:36

Die Bar war noch immer nur mit den beiden Männern besetzt und fast schien es so, als würde heut niemand weiteres kommen, wobei man natürlich noch nicht auf den Rest der Nacht schließen konnte. Denn sie war definitiv noch lang.
21st December, war aber auch keine dieser Einrichtungen, in welche sich die meisten Menschen nach Einbruch der Dunkelheit verliefen. Für einige Nicht-Humane, mochte sie wie eine Laterne bei Motten wirken; eine Anziehungskraft ausüben, welcher sie nicht widerstehen konnten. Viele Menschen nahmen dieses äußerlich schäbige Fleckchen nicht einmal wahr. Adrien schmunzelte sanft.
Menschen waren so: sahen nicht, was sie nicht sehen wollten. Hörten nicht, was ihre Ohren nicht erfassen wollten. Fühlten nicht einmal einen Unterschied, bis es zu spät war. Menschen waren einseitig, hielten sich für so einzigartig, dass es gar nichts anderes auf dieser Welt geben konnte. Oh wie sich irrten.
Die SaD war da anders. Man hatte den Mitgliedern die Augen geöffnet, hatte sie auf das Fühlen, Sehen und Hören der Nicht-Humanen trainiert. Wie Hunde von ihrem Herren eine grundlegende Ausbildung erhielten. Adrien drehte die Süßigkeit wieder in wenig in seiner Wange umher, um den Zucker schnellstmöglich in die Blutbahnen zu bekommen. Phil hatte ihm durchaus einen Gefallen getan, nicht dass er heute so viel Kraft hatte verwenden müssen, aber in seinem Falle schlug sich jede Art der Nutzung etwas auf seinen Körper nieder.
Eine kleine Glocke oberhalb der alten Eichentür klingelte, kündigte einen neuen Gast an. Mit der Person kam auch ein sonderbares Rascheln, welches nicht zu ihr gehörte und sicherlich von keinem anderem außer Adrien wahrgenommen werden konnte. Er warf Kopf für einige Sekunden nachdenklich in den Nacken, biss gespielt auf den Lutscher, der keinerlei Anstalten machte unter dem leichten Druck nachzugeben. Dryaden sangen.

"Irasshaimase!", heiste Phil die eingetretene Dame willkommen. Sein Japanisch war sicherlich nicht perfekt, aber der Mann um einiges älter als man ihm ansah und so hatte er sich die Zeit nehmen können, verschiedenste Sprachen zu lernen.
Adrien hingegen sagte vorerst nichts, nickte nur höflich.
Phil pfiff zustimmend, als er die Lady von oben bis unten ansah. Keiner von beiden wirkte besonders Japanisch und jeder würde es ihnen auf Anhieb glauben, wenn die Männer sagten, dass ihre Muttersprache das Englische war. Wobei dies auch nicht ganz korrekt war.
"Lass dir nichts von dem Hausgebrannten anbieten.", flötete das heisere Brummen Adriens Stimme durch den Raum. Sie hatte diese Eigenart trotz der geringen Lautstärke hörbar zu bleiben. Und da eh niemand anderes da war, gab es auch nichts, was deren Klang dämpfen könnte.
Adrien lächelte leicht, hob die Augenbrauen fragend an, das letzte Mal dass eine Frau ihn so angesehen hatte, war schon eine ganze Weile her und der jüngere Mann hatte sich an diesem Abend sehr schnell aus dem Staub gemacht, als eben besagte Dame ihr Aussehen zu einer eher pelzigen Form, mit mehr als einem Floh verändert hatte.
"Aedd", verkürzte Phil liebevoll seinen Namen.
"Phillipe O'Shaynnery-'San'?", säuselte Adrien ebenso liebevoll zurück.
"Ignorier den Burschen, der Hausgebrannte ist definitiv das stärkste was ich im Haus hab. Genau das Richtige nach einem harten Tag.", der alte Mann, hatte seine Stimme zu einer eher flirtenden Tonlage verändert und schien Adrien wirklich ignorieren zu wollen.
Beide Männer wussten, das diese Dame hier definitiv nicht menschlich war, was aber nicht bedeutete das Adrien heute irgend eine Art der Reanimation durchführen wollte, weil das zierliche Geschöpf es vorzog den Boden zu schmücken.
"Oder um einen Elefanten zu betäuben.", wieder Adriens Raunen. Es hatte keinen Sinn mit dem Alten zu diskutieren, stattdessen nahm er den Lutscher aus dem Mund, um seinen eigenen Whiskey mit eben jenem umzurühren.
"Auf der Durchreise, Lady?", fragte Phil diesmal in Englisch. Sein Gesicht hatte den klassischen Barkeeperausdruck angenommen: gefühllos und verschwiegen.
Adrien schnaufte sanft, bereits mehr wissend als er zugab.


Zuletzt von Seren am So 23 Jun - 0:19:01 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 23 Jun - 0:01:16

Scarlett wusste noch nicht so recht was sie noch alles erwarten würde, weswegen sie sich entschloss alles zu nehmen was kam und Spaß zu haben. Als sie dann aber die rauhe Stimme des jüngeren Mannes hörte, spürte sie die Gänsehaut, die sich über ihren Körper legte und konnte nicht verhindern das sie den Mann anstarrte. Damit hatte sie nicht gerechnet und obwohl es nur wenige Worte waren, die er sagte, musste sie dennoch zugeben das diese rauchige und eher leise Stimme verdammt sexy war. Rasch fing sich die Vampirin jedoch wieder und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder dem Barkeeper zu. Seine letzte Frage erstmal ignorierend, beugte sie sich ein wenig vor, was dem älteren Mann einen sehr guten Blick auf ihr Dekolleté gewährte.
"Bist du sicher das der Hausgebrannte wirklich das Stärkste ist, was du ihm Haus hast?", fragte sie und lächelte keck, ehe sie ihm auch noch zuzwinkerte. Scarlett liebte es zu flirten, vor allem weil sie wusste das sie die besten Vorraussetzungen dafür mitbrachte. Was auch wichtig war, schließlich waren die Zeiten der freien Jagd schon lange vorbei. Jetzt war es wichtig die Opfer einzuwickeln um sie dann einfangen zu können. Und vor allem bei Männern ging das am besten, wenn sie mit ihren weiblichen Vorzügen spielte. Zum Glück waren in der Hinsicht fast alle Männer gleich. Erneut warf sie einen Blick auf den jungen Mann, der ein paar Stühle weiter am Tresen saß. Als er mit seinem Lutscher den Whiskey umrührte, verzog sie kurz angewiedert das Gesicht, da sie sich nicht vorstellen konnte das sowas schmeckte, aber Geschmäcker waren verschieden. Als der Barkeeper einen erwas ernstern und vor allem gleichgültigeren Ton anschlug, als er seine letzte Frage stellte, setzte Scarlett sich wieder etwas aufrechter hin und dachte kurz über die Frage nach.
"Ja, ich vermute das man es so nennen kann. Ich werde die Stadt vermutlich morgen früh wieder verlassen, von dem her ist Durchreise sehr zutreffend. Deswegen muss ich mitnehmen, was ich mitnehmen kann, wer weiß wann ich wieder die Gelegenheit haben werde nach Osaka zu reisen.", vermutlich nicht so bald, was Scarlett nicht sonderlich bedauerte. Die Stadt war von Anfang an kein geplantes Ziel, sondern nur als kurzer Stop gedacht. Mit einem leisen seufzen nahm sie die Baseballkappe endlich ab und legte es auf den freien Stuhl neben sich, während sie sich mit einer Hand durch die langen blonden Haare fuhr, um diese etwas aufzulockern, falls sie durch das Cap platt gedrückt worden waren. Erneut ließ sie ihren Blick durch die Bar schweifen.
"Nicht gerade viel los heute oder?", fragte sie in einem beilälufigen Tonfall und sah den Barkeeper neugierig an. Entweder bedeutete es, das kaum jemand diese Bar kannte, oder das es nur wenige nicht menschliche Wesen in Osaka gab.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 23 Jun - 10:39:07

Adrien rollte genervt mit den Augen, jeden Moment erwartend, dass sich Phil und die neu angekommene Dame bespringen; naja oder sich einen Ort der Zweisamkeit suchen würden. Er räusperte sich kaum hörbar, setzte den Lutscher wieder an dessen angestammten Platz und trank aus seinem Glas.
"Definitiv das Stärkste im Haus.", grinste der Barkeeper schelmisch. Adrien wusste, dass ein Mensch bei dem Zeug wahrscheinlich sofort einen Herzstillstand erlitt oder aber für wenigstens zehn Jahre in einem Koma landen würde. Der jüngere der beiden hatte mit dem Elefanten durchaus untertrieben, was daran lag, dass seine Toleranz für dieses Getränk vermutlich um einiges höher war, als er sich eingestand. Sollte jedoch eines Tages jemand auf die Idee kommen einen Drachen oder Dinosaurier (im rein metaphorischen Sinne natürlich, denn letztere waren seines Wissens nach ausgestorben) betäuben zu wollen, wüsste der Mann was er empfehlen würde.
Er konnte sehen wie Phil auf das Zwinkern der Dame mit einem eigenen Zwinkern und seinem anzüglichsten Lächeln überhaupt antwortete, etwas was der alte Mann gerne tat, vor allem wenn eine schöne Frau vor ihm saß.
Der Barkeeper war jedoch alt genug um es besser zu wissen, mit wem er am Abend nicht einschlafen wollte, jedenfalls hoffte Adrien das. Er beobachtete den Älteren dabei, wie dieser ein Whiskeyglas mit besagtem Teufelszeug befüllte und es der Frau vor die Nase stellte. Adrien hob sein eigenes Glas und prostete der Lady aus der sicheren Entfernung zu.
"Auf Durchreise und keine Lust das Fest zu besuchen?", diesmal war es Adrien der das Gespräch initiierte, nachdem das definitiv wohlschmeckendere Getränk seine Kehle hinabgewandert war, "Du verpasst was. Gutes Essen, nette Gesellschaft und eine schöne Aussicht."
Sein Blick senkte sich für einen Moment, nur um ein sarkastisches Lächeln zu produzieren, welches einige Sekunden in denen Zügen hängen blieb. Er konnte aus dem Augenwinkel heraus sehen, das Phil etwas sagen wollte, vermutlich das selbe was auch Adrien auf der Zunge lag, aber diese Nacht war vermutlich nicht die beste, um irgendwelche Diskussionen über die SaD und deren Einfluss auf die fehlenden Besucherzahlen zu beginnen.
"Heut ist viel auf den Straßen los.", brummte Adrien stattdessen, konnte sich einen dunklen Unterton jedoch nicht verkneifen. "Viele sind beim Fest. Vielleicht kommen später noch ein Paar mehr." Vorzugsweise ohne Waffen, fügte der jüngere Mann in seinen Gedanken hinzu.
Er hatte für diese Nacht genug Aufregung gehabt, wusste dass er sich so schnell nicht wieder in die Futtersuche eines Was-auch-immer-das-war ("Hallo, ich kreiere Wind an einer Sommernacht, damit der Vater eventuell kurz verschwindet und ich das Kind bekomme?") einmischen würde, nur um dann vom Vater der Mahlzeit einen Stein abzubekommen. Vielleicht würde er später sogar noch auf das Fest gehen, etwas in der Masse untertauchen. Und er mochte kandiertes Obst.
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Ivy



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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 23 Jun - 21:47:38

Erneut rann ihr ein Schauer über den Rücken, als der junge Mann zu sprechen begann. Sie passte perfekt zu ihm und zu seinem Erscheinungsbild. Der ungepflegte Holzfällerlook war einfach sexy. Bei diesem Gedanken schmunzelte Scarlett, nahm dann aber ihr Glas und trank einen Schluck von der klaren Flüssigkeit. Das Zeug brannte sich seinen Weg ihre Speiseröhre hinab, wobei es sich streckenweise sogar so anfühlte als würde es eher ein Loch hinein brennen. Wäre die Vampirin nicht schon so alt und recht geübt im Umgang mit richtig starkem Zeug, wäre sie vermutlich japsend am Boden gelegen. So genoss sie das Gefühl der Wärme, das der Alkohol in ihr auslöste, und nickte anerkennend.
"Wirklich sehr gut.", bestätigte sie auch laut und lächelte den Barkeeper an. Erst danach wandte sie sich dem jungen Mann zu, der scheinbar ein Gespräch mit ihr führen wollte. Oder einfach nur neugierig war.
"Wie gesagt, ich bin nur auf der Durchreise und will mitnehmen, was ich kann. Das heißt das ich das Fest später sicher kurz besuchen werde, aber bisher war mein Abend recht ereignisreich und darum tut mir ein wenig ruhe ganz gut.", sie nahm einen weiteren Schluck aus ihrem Glas und musterte den jungen Mann ausgiebig, ehe erneut ein Lächeln auf ihren Lippen erschien.
"Außerdem, nette Gesellschaft und eine schöne Aussicht habe ich auch hier.", sie ließ erneut ihre Augen an dem Mann entlang wandern, ehe sie einen weiteren Schluck aus ihrem Glas nahm. Als sie das Glas wieder auf den Tresen stellte, fiel ihr selber auf das sie sich wie eine läufige Hündin benahm. Flirten war ja ganz witzig, aber so langsam übertrieb sie es. Das Problem war einfach das sie zu aufgedreht war. Der Kampf hatte sie ziemlich aufgeputscht und jetzt musste Scarlett zusehen das sie wieder runter kam. Der Alkohol würde ihr dabei helfen, aber sie würde sich heute Nacht noch auf andere Art auspowern müssen, sonst würde sie unausstehlich werden.
"Je mehr Leute auf den Straßen, desto sicherer für uns.", murmelte sie mit einem mal und wollte sich durch die Haare fahren, als ihr eine Wunde am Handgelenk auffiel. Wann war das denn passiert? Gut, wann es passiert war, wusste sie, nur wie es passiert war, wäre wohl die interessantere Frage. Vermutlich war sie irgendwo hängen geblieben, als sie einen der Männer getötet hatte. Sein Glück das er somit schon tot war, sonst würde sie ihn erneut töten. Die Wunde würde recht schnell verheilt sein, doch bis dahin würde sie sich ihre Klamotten weiterhin versauen.
"Verzeihung, aber hast du ein Taschentuch oder ähnliches? Ich war wohl ein wenig unachtsam.", sie lächelte den Barkeeper fast schon verlegen an, wobei dieses recht schnell verschwand als ihr wieder einfiel das sie ihren Dolch unbedingt säubern müsste und, was noch viel wichtiger war, das ihr der Geruch ihres eigenen Blutes nicht aufgefallen war. Das war nicht gut, doch darüber würde sie sich später Gedanken machen, jetzt hatte sie keine Lust dazu.
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