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 Die Suche nach dem Tor der Welten

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Ivy



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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 10 Okt - 22:18:14

Die Vampirin steckte ihre Hände in die Hosentaschen und begann sachte vor und zurück zu wippen, während sie versuchte der Unterhaltung zwischen Remo und Miliana zu folgen. Es dauerte ein wenig, bis der Sinn der Worte zu ihr durchdrangen und als Remo deutlich machte das es allein Milianas Entscheidung sei, ob sie mitgehen oder ihren eigenen Weg einschlagen würde, nickte Scarlett eifrig mit dem Kopf.
"Genau. Das was Remo sagt.", stimmte sie zu und deutete auf den jungen Mann, während sie Miliana vergnügt anlächelte.
"So gut hab ich mich schon lang nicht mehr gefühlt. Und dabei habe ich nur ein Glas getrunken. Eigentlich wollte ich zwei.", dabei nahm sie ihre Hand aus der Hosentasche und hielt drei Finger hoch. Es dauerte einen Moment, ehe Scarlett kichernd fest stellte das es ein Finger zuviel war.
"Jedenfalls kam ich nicht dazu ihn zu trinken, weil dieser Kerl ihn vorher getrunken hat.", ihre Stirn legte sich in Falten und ihr Blick glitt einen Moment in die Ferne, als sie etwas an sich vorbei schweben sah und sich ein strahlendes Lächeln auf ihre Lippen legte.
"Oh, ein Glühwürmchen. ich mag Glüchwürmchen. Die sind so...glühend.", erneut kicherte Scarlett, wurde dann mit einem schlag ernst und blinzelte ein paar mal.
"Verdammt. Ich hab echt einen sitzen. Das ist ja nicht zum aushalten. Ich brauch einen...", wieder flog ein Glühwürmchen an der Vampirin vorbei, was diese erneut aus dem Konzept brachte und sie dem Insekt hinterher sah. Als sie ihren Blick endlich davon los reißen konnte, räusperte sie sich kurz und runzelte die Stirn.
"Ich brauch einen Kaffee. Also, falls ihr noch nicht entschieden habt wohin wir gehen, dann fände ich es gut wenn wir wo hin gehen, wo ich einen Kaffee bekomme.", sie nickte nachdenklich und ließ ihren Blick kurz über die Menschenmenge wandern, als ihr Blick auf einen gutaussehenden jungen Mann fiel. Dieser erwiederte ihren Blick und lächelte sie an, obwohl seine Freundin direkt neben ihm stand. Als diese ihrem Freund eine Ohrfeige verpasste, wandte Scarlett den Blick wieder Remo und Miliana zu.
"Sex wäre jetzt auch nicht schlecht, aber ich glaube der Kaffee hilft eher mich wieder nüchtern zu bekommen.", es war eine recht neutrale Feststellung, während die Vampirin ihre Hand erneut in die Hosentasche steckte und wieder begann vor und zurück zu schaukeln, während sie sich zwang Remo und Miliana im Blick zu behalten, um sich nicht wieder von anderen Dingen ablenken zu lassen.
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Draug
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 14 Okt - 12:07:08

Vielleicht wäre es nicht gerade die schlechterste Entscheidung sich jetzt von den beiden Damen zu trennen und wie für gewöhnlich im Untergrund zu verschwinden. Zumindest erhöhte dieser Weg seine eigenen Überlebenschancen gleich um gewiß zehn Prozent und Miliana würde zu hundert Porzent ihr Leben in Frieden und Harmonie weiter genießen dürfen. Aber wenn er seine Rechnung etwas weiter zurück ging, dann musste er ehrlich zugeben, dass vor wenigen Stunden noch zu neunundneunzig Prozent weggesperrt worden wäre, wenn nicht Jack Sparrow, ja Scarlett hatte leichte Wesenszüge vom besagten Captain gerade an sich, aufgetaucht wäre, um ihn aus der Notlage zu befreien.
Gerade wollte er seinen Plan für den weiteren Abend zum Besten geben, als Scarlett noch einen letzten Satz von sich gab, was ihm nicht nur für einen Moment die Sprache verschlug, sondern ihn dazu brachte sich zu verschlucken. Letztendlich war er auch nur ein Mann und er würde lügen, wenn er sagen würde, dass ihm bei den Worten nicht leicht die Fantasie davongaloppierte.
"Reiß dich mal zusammen.", ermahnte er die Vampirin, wobei er nicht nur ihre Worte damit meinte. "Wir gehen da vorne in die Karaoke-Bar. Dort werden wir wohl einen Kaffe für dich bekommen. Zumindest hoffe ich das doch stark. Aber bitte, errege keine weitere Aufmerksamkeit mehr."
Miliana warf er einen kurzen Blick zu und in seinen Augen stand die einzige Frage die er an sie hatte, würde sie mit ihnen mitkommen?
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Rayen



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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 14 Okt - 16:31:06

Ihr Herz machte einen für sie deutlichen Sprung und ließ sie wenn auch leise, erleichtert aufatmen. Dies hier hieß dann wohl doch noch nicht Abschied zu nehmen. Stattdessen war es ganz allein ihr überlassen ob sie selbst persönlich den Abend für beendet erklärte oder aber auch nicht. Viel wichtiger aber war, das Remo sie nicht einfach so stehen ließ, weil er sich um die betrunkene Person kümmern musste oder wollte. Was in ihr natürlich die nächste Frage aufkommen ließ; wer war sie nur? Wie gut kannten sie sich? Und wieso machte er sich solche Sorgen um sie?
So wirkte diese Frau auf Miliana selbst nicht unbedingt wie jemand, der in die nächste dunkle Gasse gezogen werden würde. Wäre sie männlich, sie würde es nicht tun, denn die kalte Aura, die von dieser Person ausging, schreckte sie viel zu sehr ab. Oder neigte diese Frau in diesem Zustand zu anderen Katastrophen?
Was war jetzt also das geringste Übel, hieß es nun zu überlegen, wenn sie den Abend noch nicht beendet haben wollte. Remo würde die betrunkene Frau nicht zurücklassen, egal wie unwohl sich Miliana in deren Anwesendheit fühlte. Andererseits schienen sich beide zu kennen und das war angesichts der Tatsache, das sie bis jetzt nur gute Eindrücke von Remo bekommen hatte, ein ebenfalls erleichternder Umstand.
Nachdenklich knabberte sie auf ihrer Unterlippe herum und wollte ihren Entschluss gerade kund tun, da verschlug es ihr selbst bei den offen gesprochenen Worten der jungen Frau die Sprache.
Na wenn das nicht von einer sehr offenen und direkten Persönlichkeit zeugte, dann wusste sie auch nicht. Miliana schüttelte nur kurz den Kopf, nicht wissend ob sie amüsiert oder geschockt sein sollte, da begegnete sie auch schon Remos fragenden Blick welcher sie unweigerlich lächeln ließ. Er ging nicht einfach nur los, nein, er fragte sie wenn auch nicht mit Worten.  Vielleicht würden ja noch weitere Überraschungen folgen und zu einem gewissen Amüsement führen? Auch wenn es dem jungen Mann wohl eher unangenehm zu sein schien. So oder so, ihr Entschluss stand fest und wurde mit einem Nicken kund getan.Gehen konnte sie letztendlich ja immer noch.
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Ivy



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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 20 Okt - 10:40:06

Sie sollte sich zusammen reißen? Gut, Remo kannte sie kaum, von dem her konnte er nicht wissen das sie sich bereits zusammen riss. Allerdings war es so lange her, das Scarlett angetrunken war, das sie nicht so recht wusste wie sie mit diesem leichten Gefühl umgehen sollte. Diese alberne Beschwingtheit war etwas neues, irgendwie recht amüsant, aber auf der anderen Seite auch anstrengend. Dennoch fand sie diesen Zustand unterhaltsam, auch wenn sie scheinbar die einzige war, die so empfand. Vergnügt grinste sie Remo an und klatschte dann kurz in die Hände.
"Eine Karaoke-Bar. Das ist eine tolle Idee. Ich liebe es zu singen. Wer von euch singt ein Duett mit mir?", fragte sie begeistert und sah von Remo zu Miliana. Als keine wirkliche Reaktion von den Beiden kam, zuckte sie leicht mit den Schultern.
"Dann halt nicht.", murmelte sie schließlich, bevor sie auf die Bar zuging. Schon am Eingang dran ihnen nicht nur laute Musik entgegen, sondern auch die vollkommen falschen Töne eines Sängers, der besser beim Summen bleiben sollte. Aber so war das nunmal. Karaoke machte nur dann wirklich spaß, wenn Leute mitmachten, die keinen Ton halten konnten. Als sie die Bar betraten, wurde der Lärm nochmal um einiges lauter, was Scarlett aber nicht weiter zu stören schien, obwohl ihr Gehör weit aus besser war als das der Menschen. Kurz blieb sie stehen und fixierte regelrecht die Bühne, ehe sie blinzelte und versuchte sich zu konzentrieren. Sie musste nüchtern werden um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Es ging nicht das sie sich andauernd von Kleinigkeiten ablenken ließ. Schließlich waren sie hier nicht auf einer Urlaubsreise, sondern auf der Flucht. Der Gedanke an das Massaker, das Scarlett vor wenigen Stunden angerichtet hatte, brachte sie zum kichern. Bisher verlief diese Nacht sehr amüsant und die Vampirin hatte ihren Spaß. Dennoch ging sie zur Theke und bestellte, in einem perfekten Japanisch, einen Kaffee. Die irritierten Blicke ignorierte sie und war froh als sie den Kaffee in Händen hielt. Er war stark und kein Vergleich zu einem Kaffee in New York, wobei kaum ein Laden an ihr Lieblingscafé ran kam, aber das war eine andere Geschichte.
"Also, ihr zwei, wie sieht euer Plan für die restliche Nacht aus oder gibt es da noch keinen?", fragte sie und nahm einen großen Schluck von dem dunklen Getränk, der sie zwar noch nicht nüchtern machte, aber ihr half sich etwas mehr zu konzentrieren. Ein guter Anfang, wie Scarlett fand.
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Draug
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Di 29 Okt - 20:03:43

Obwohl Remo bereits gesehen hatte zu was Scarlett in der Lage war und vorallem wie viel Spaß sie dabei gehabt hatte, fand er sie jetzt in diesen Augenblick um einiges grusseliger und beängstigender. Aber so verhielt es sich letztendlich immer bei Dingen, die nicht so waren, wie sie sein sollten. Oder wenn sie etwas passierte, dass theoretisch nicht passieren durfte. Und ihm war noch nie zuvor zu Ohren gekommen, dass ein Vampir sich betrinken kann. So etwas war einfach nicht möglich und doch befand er sich in der Gesellschaft von einem betrunkenen oder angetrunkenen Vampir.
Stop, ermahnte er sich in seinem Kopf selbst, als er bemerkte das sich seine Gedanken im Kreis drehten. Im Moment war es wichtiger das er sich wieder auf das hier und jetzt konzentrierte und nicht versuchte hinter das Rätsel eines alkoholisierten Vampirs zu steigen. Besser er war hellwach, für sich und für Scarlett.
Miliana ein kurzes Lächeln schenkend, dass ihr wortlos zeigen sollte, das ihm ihre Entscheidung noch mitzukommen freute, folgte er auch schon Scarlett in die Karaoke-Bar. Kaum das er über die Schwelle schritt und in dem hinteren Teil der Räumlichkeiten an der Bar abtauchten, fiel etwas von seiner Anspannung ab, denn hier an der Bar im Zwielicht, würde die S. a. D. gewiß nicht nach ihnen suchen.
Sich müde über das Gesicht fahrend, bestellte er sich selbst eine Cola und konnte es nicht verhindern, dass er immer wieder leicht das Gesicht verzog, wenn der Sänger all zu extrem am Ton vorbei sang.
"Für mich ist diese Bar heute Endstation. Der Tag war lang und der Abend ansträngend.", antwortete Remo fast schon im Plauderton, drehte sich auch seinen Barhocker, so dass er sich mit Rücken und Armen am Thresen anlehnen konnte. "Auf mich wartet heute nur noch mein Bett. Zu sonderlich mehr bin ich auch gar nicht mehr in der Lage. Und wie sieht es bei dir aus Scarlett? Und bitte, wenn deine Pläne wieder gewisse Aktivitäten mit Männer betrifft, so sprich es nicht an. Nenn mich von mir aus prüde, aber ich bin der Meinung das es Dinge gibt, die mich einfach nichts angehen."
Nein er wollte sich nicht vorstellen wie die Vampirin sich mit einem Kerl irgendwo herrumtrieb, aber seine Fantasie würde sich nicht bremsen lassen, dessen war er sich bewusst.
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Ivy



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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 11 Nov - 21:26:30

Als der zweite Kaffee vor ihr stand, spürte Scarlett wie sie merklich ruhiger wurde. Obwohl es interessant gewesen war dieses Gefühl der Gelassenheit dank des Alkohols mal wieder gespürt zu haben, war sie doch froh das es langsam nachlies. So überdreht zu sein war dann doch etwas anstrengend, sogar für sie. Spaß hatte es aber trotzdem gemacht. Tief atmete sie den Geruch des Kaffees ein und bemerkte erst dann, das Remo mit ihr sprach. Bei seinen Worten runzelte sie die Stirn und sah ihn fragend an.
"Gewisse Aktivitäten?", fragte sie nach, ehe ihr ein Licht aufging und sie sich ein grinsen nicht verkneifen konnte.
"Ahh, du redest von Sex.", sie zwinkerte Remo zu, ehe sie nicht anders konnte und fröhlich zu lachen anfing. Irgendwie war es süß das er so prüde war, vor allem weil sie nicht damit gerechnet hatte das ein Mann in seinem Alter damit ein Problem haben würde, wenn sie über Sex sprach. Wobei sie noch nicht einmal ansatzweise etwas angedeutet hatte. Aber sie würde ihn schonen und nicht damit aufziehen oder die Sache auf die Spitze treiben. Scarlett wusste das sie es für einen Abend schon genug hatte krachen lassen und das sie es nicht übertreiben sollte.
"Keine Sorge, ich hatte nicht vor näher ins Detail zu gehen. Allerdings muss ich gestehen das ich noch keine weiteren Pläne habe. Erst dachte ich, das ich welche hätte, aber die haben sich recht schnell verabschiedet, weswegen ich jetzt sozusagen ohne Plan da stehe.", erneut runzelte sie kurz die Stirn, während sie einen Schluck von ihrem Kaffee trank. Sie hatte recht oft keine Ahnung was sie tat, so als würde sich dieser Zustand wie ein roter Faden durch ihr Leben ziehen. Wobei dies eine recht übertriebene Ansicht war, wie die jung wirkende Frau bemerkte. Wäre sie wirklich so planlos, wäre sie vermutlich schon längst tot. Erneut nahm sie einen großen Schluck von dem Kaffee, ehe sie die Tasse auf den Tresen stellte um ihr Cap abzunehmen. Mit geübten Fingern fuhr sie sich ein paar mal durch die langen, blonden Haare, ehe sie die Tasse wieder zur Hand nahm und einen weiteren Schluck daraus nahm.
"Wie sieht es bei dir aus Miliana? Irgendwas geplant?", fragte sie die junge Frau, die recht schweigsam zu sein schien, was allerdings auch an Scarletts Anwesenheit liegen könnte.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 24 Nov - 18:13:20

Miliana, die noch nie zuvor in einer Karaoke-Bar gewesen war und lediglich davon gehört hatte, das es im asiatischen Raum Gang und Gebe war, staunte nicht schlecht als sie diese betrat. Es war laut, soviel stand fest. Aber ein jeder schien hier gute Laune zu haben, was wohl entweder an diesem Fest lag, oder aber an den Sake-Gläsern und Flaschen, die sich auf den Tischen stapelten. Oder auch an beidem. Singen aber, nein, das würde sie nicht, als Scarlett danach fragte. Sie selbst war kein Freund von großen Aufläufen, geschweige denn wenn sie Gefahr lief irgendeiner Aufmerksamkeit nahe zu sein. Das verunsicherte sie, ließ sie nervös werden und wenn diese Dinge eintrafen, konnte die junge Frau für nichts mehr garantieren. Es folgte nur ein schwaches schütteln ihres Kopfes. Noch immer fragte sich Miliana wer oder was diese Frau war, um ihr solch ein Gefühl zu vermitteln, als würde man ihr die Luft abschnüren. Doch Remo zuliebe wollte sie versuchen sich so wenig wie möglich ansehen zu lassen, schließlich schienen beide sich sehr gut zu kennen. Um somit auch ihre trockene Kehle anzufeuchten, hatte sie sich selbst lediglich ein Wasser bestellt, an dem sie nippte damit ihre nervösen Hände wenigstens etwas zu tun hatten. Die Kälte, die durch das Glas hindurch drang, aufgrund der Eiswürfel, schien sie dann doch etwas abzukühlen.
Erst als die Frage von Scarlett kam, wie denn der Rest des Abends verlaufen würde, ruckte der Kopf hoch. Für Remo war Schluss gewesen, doch wie war es bei ihr? Sie wusste nicht wohin sie heute Abend ziehen sollte, benötigte noch ihre Sachen die sie wahrscheinlich erst durch die Polizei holen konnte, sprach jedoch kein Japanisch.
„Nun“, begann sie, hielt es dann doch für unpässlich sich auch da in Schweigen zu hüllen. „Ich muss wahrscheinlich mit der hiesigen Polizei in Kontakt treten um meine Sachen aus der Wohnung eines Vollidioten zu holen, nur um dann ein anderweitige Unterkunft zu finden. Mein Abend also ist noch nicht so schnell vorüber“, erklärte sie frustriert und seufzte schwer auf.
„Und das, obwohl mein Japanisch nahezu unterirdisch ist. Aber, naja, wird schon irgendwie.“ Auf Milianas volle Lippen legte sich ein schiefes Grinsen, so schien sie selbst nicht ganz von dem überzeugt zu sein. Aber was sollte sie sonst tun? All zu viele Möglichkeiten gab es nicht.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Di 3 Dez - 17:38:24

Interessiert beobachtete Scarlett die junge Frau, konnte aber nicht verhindern das sich ein Grinsen auf ihre Lippen schlich, je mehr sie hörte.
"Das soll dann wohl heißen das du Probleme mit einem Kerl hast?", hakte die jung wirkende Frau nach, nahm einen großen Schluck ihres Kaffees, während sie den Blick nicht von Miliana abwendete.
"Ich könnte dir helfen, wenn du möchtest. Mein Japanisch ist perfekt, wobei ich den Umweg über die Polizei vermeiden und direkt zu dem Kerl gehen würde.", sie stellte ihre Tasse auf den Tresen und beugte sich ein wenig zu Miliana vor, während noch immer dieses merkwürdige Grinsen auf ihren Lippen lag.
"Lass mich dir helfen deine Sachen von diesem Kerl zurück zu bekommen.", es klang fast wie eine Bitte, als eine Frage, und die Begeisterung über diese mögliche Ablenkung war Scarlett deutlich anzusehen. Vielleicht wär damit diese Nacht doch noch nicht vorbei und könnte noch ganz witzig werden.
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Draug
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 9 Dez - 12:41:55

Obwohl er Scarlett nicht kannte, war da etwas in ihren Worten oder in ihrer Stimme, was bei ihm die Alarmglocken auslöste. Zwar glaubte er nicht wirklich das sie nur eine brutalle und blutrünstige Ader an sich hatte, aber er wäre wohl ein vollkommener Vollidiot, wenn er auch nur eine Sekunde daran glauben würde, das Scarlett sich bei einer Tasse Tee mit dem Kerl unterhalten würde. Woran sie ihren Spaß haben würde, darüber konnte er nur spekulieren, aber offebar war sie sich der Gefahr, in der sie nach wie vor schwebte, nicht bewusst. Oder sie ignorierte sie, dass konnte er nicht sagen.
Eine Hand kurz auf Milianas Unterarm legend, damit sie mit ihrer Antwort noch etwas wartete, drehte sich Remo auf dem Hocker herum.
"Bitte entschuldige das folgende.", wand er sich zunächst an Miliana, bevor er Scarlett ins Auge fasste. Für einen Moment überlegte er noch einmal ob es wirklich so gut war sich all zu sehr auf sie einzulassen, immerhin kannte er sie nun wirklich nicht und irgendwas war an dieser Frau das ihm einen Schauder über den Rücken jagte. Und doch hatte sie ihm das Leben gerettet, ohne zu zögern war sie über die Soldaten gekommen und hatte Remo deutlich gezeigt, dass sie das gewisse Etwas hatte, das ihm selbst fehlte.
"Was hast du vor?", überwand er seine Zweifel und sprach in Japanisch mit ihr, wobei er recht schnell sprach, damit Miliana das wenige das sie vielleicht verstand, ebenfalls nicht verstand, weil es durch Geschwindigkeit und Dialekt zu etwas fremden verschwamm. "Und jetzt sag nicht das es mich nichts angeht, das weis ich auch. Aber das bedeutet doch noch lange nicht, dass ich einfach dasitzen und zusehen muss, wie du dein Leben unter Umständen wegwirfst. Und belächel das jetzt bitte nicht, die S. a. D. ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Und glaub mir, ich weis wovon ich rede... Wenn du heute etwas unternimmst, dass deinem Volk entspricht, werden sie es herausfinden und dir an den Hacken kleben. Doch wenn dir meine Warnung egal ist, weil du den gewissen Nervenkitzel liebst... Nun, dann hätte ich dir ein Angebot zu unterbreiten."
Für dieses Gespräck verschwand der eher unsichere, zurückhaltende junge Mann, der er eigentlich war. Doch hier und jetzt saß der Magier, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte einen Weg zurück in eine bessere Welt zu finden. Das er dabei über die Leichen von Menschen gehen musste, auch wenn sie von der S. a. D. Genmanipuliert worden waren, hatte er damals als er seinen selbst erwählten Weg beschtreten hatte, nicht bedacht und darin lag sein Problem. Doch mit Scarlett an seiner Seite, würde sich so einiges ändern.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 9 Dez - 22:12:31

Je breiter das Grinsen auf Scarletts Lippen wurde, desto unwohler begann sich Miliana zu fühlen. Und der Blick, den die blonde Frau auf sie richtete, führte nicht unbedingt zur Besserung. Sie wollte sich dem Problem selbst annehmen? Und das, obwohl sie weder Miliana noch den Mann kannte? Irgendetwas schien ihr mehr als nur suspekt zu sein und ihr Gefühl sagte ihr, das vielleicht nett gemeinte Angebot lieber dankend abzulehnen. Besonders, als sich diese zu ihr beugte und ihr erneut ein Schauer über den Rücken lief. Milianas Gesichtsausdruck sprach wohl in diesem Moment Bände, unschlüssige Bände und irgendwie auch beängstigte Bände, als sich Remo einschaltete und ihr somit Zeit gab, die Worte gedanklich zu sortieren, schließlich wollte sie auch nicht unfreundlich sein, oder Scarlett vor den Kopf stoßen.
Doch sie schaute nicht schlecht, als dieser auf einmal anfing auf Japanisch mit der blonden Frau zu sprechen. Mehr als nur verdächtig. Und auch wenn es nur diverse Wortfetzen waren, man musste kein Genie sein um zu wissen, das hier irgendetwas vor sich ging. Etwas, das sie nichts angehen sollte. Spätestens als sie etwas aufschnappte, das ihr selbst bekannt war, war ihr ohnehin alles klar. Und das wischte ihr regelrecht die ganze Farbe aus ihrem Gesicht, als sie ihre Augen aufriss. Was um alles in der Welt hatten diese beiden Personen mit der S. a. D. zu tun? In welchem Kontext stand all das hier?
"Wer oder was seid ihr", erklang es plötzlich schneller als ihr selbst lieb war, die Augen argwöhnisch zusammengekniffen und langsam von ihrem Stuhl rutschend um jederzeit die Flucht zu ergreifen wenn es nötig war. Ihre Stimme hatte dabei etwas misstrauisches angenommen, während ihr Blick von Remo zu Scarlett und zurück glitt. "Und versucht mich jetzt nicht für dumm zu verkaufen." Die Unsicherheit in ihrer Stimme und auch in ihrer Art war einer alarmierenden Haltung gewichen. Sie hatten etwas zu verbergen und das bestätigte sie auch darin, das sie nicht wusste was sie von Scarlett zu halten hatte und warum diese ihr eine Gänsehaut bescherte, was so noch kein anderer Mensch geschafft hatte. Waren sie gekommen um Miliana selbst zu schnappen? War das alles nur ein Täuschungsmanöver? Irgendein Schlachtplan? Hoffentlich nicht. Hoffentlich war all dies hier nur ein Missverständnis. Zum Wohle der Menschen hier und auch zu ihrem eigenen Wohl. Andererseits, Remo hätte schon längst die Möglichkeit gehabt sie zu schnappen. "Was also habt ihr mit der S. a. D. zu tun?"
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 12 Dez - 23:33:17

Gerade als Scarlett auf Remos Worte reagieren wollte, bemerkte sie die Veränderung von Miliana, dir kurz darauf auch schon von ihrem Stuhl rutschte, scheinbar um sich auf eine Flucht vorzubereiten, und deutlich machte das sie mit den wenigen Buchstaben etwas anfangen konnte. Das wiederrum bewies das sie kein Mensch war, denn normale Menschen hatten keine Ahnung wer oder was die S.a.D. waren.
"Sie ist kein Mensch?", fragte Scarlett an Remo gewand, wobei sie keine Antwort auf diese Frage erwartete. Statt dessen seufzte die jung wirkende Frau und verdrehte dann die Augen. Sofort lagen ihr lauter sarkastische Sprüche auf der Zunge, aber sie schluckte jeden einzelnen davon herunter. Miliana hatte bereits zuvor schon deutlich gezeigt das sie sich unwohl in Scarletts nähe fühlte, da sollte es die Vampirin vermutlich nicht noch schlimmer machen in dem sie mit dummen Sprüchen um sich warf.
"Ich bin kein komplett unzivilisiertes Wesen, denn in dem Fall hatte ich nicht einmal daran gedacht den Typen zu töten. Meistens wickel ich Männer recht schnell um den Finger.", wandte sie sich erst einmal an Remo und ignorierte Miliana, wobei sie nur den erste Satz auf Japanisch ausgesprochen hatte, da sie Miliana nicht noch unsicherer machen wollte, indem sie offen zugab das sie kein Problem damit hatte jemanden zu töten. Erst danach sah sie die junge Frau an und versuchte ein beruhigendes Lächeln zustande zu bringen, merkte aber das sie scheiterte, weswegen sie es sein ließ.
"Wir arbeiten nicht für diesen Verein.", meinte sie statt dessen, bevor sie sich kurz umsah, aber bis auf zwei Menschen, die wohl nicht so recht wussten wie sie diese Szene einzuschätzen hatten, beachtete sie sonst aber niemand. Was gut war, denn Scarlett würde nur sehr ungerne auf Neugierde dieser Art stoßen.
"Den Rest überlasse ich dir Remo.", wandte sie sich nochmals an den jungen Mann und hoffte das er ihre Worte nicht falsch verstand. Aber es war klar das Miliana, wenn überhaupt, eher Remo glauben würde als ihr. Ohne noch weiter auf die Beiden zu achten, konzentrierte sich Scarlett lieber auf die Menschen, die sich noch in der Bar befanden. Sollten mehr Anwesende anfangen Interesse an ihnen zu entwickeln, würden sie handeln müssen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 6 Jan - 12:31:40

Auf Scarletts erste Frage konnte er nur mit einem Achselzucken reagieren, denn er war von Milianas Reaktion nicht weniger überrascht als sie, wobei es ihn wohl ein wenig mehr schockierte, denn er hatte schließlich den halben Abend mit einer Frau verbracht, die in seinen Augen einfach nur menschlich erschienen war. Zeigte ihm dieser Umstand wieder einmal auf das er niemanden vertrauen durfte und er in Zukunft wieder besser aufpassen musste. Liebreizende Frau hin oder her!
Das Scarlett sich nun aus der Affäre zog und ihm das Reden überließ, entlockte ihm einen resignierten Seufzer, verspürte er im Moment nicht die geringste Lust hier groß etwas zu erklären, vorallem da er der Ansicht war das Miliana es im Grunde nichts anging was hier wirklich los war. Doch irgendwas musste er zu ihr sagen, denn das letzte was er in dieser Stadt nun brauchen konnte war ein Aufstand in einer Bar. Hätte er sich ansonsten gleich ein Neonlicht auf den Kopf schnallen können, das wäre für die S. a. D. nicht weniger auffällig gewesen. Aber immerhin war er nicht allein, er sah Scarlett an das sie die Menschen im Auge behalten würde, so dass er sich jetzt kurz nur auf die aufgebrachte Frau konzentrieren konnte.
"Ich verbringe die letzten Stunden mit dir, zeige dir ein wenig von der Stadt und versorge dich mit Speiß und Trank.", hob er leise an zu sprechen, wobei ein wenig Enttäuschung in seiner Stimme mitklang, den er nicht zu verbergen vermochte. "Und als das dank dafür werde ich gefragte WAS ich bin. Hab vielen Dank Miliana, ich helfe immer gern. Und wie Scarlett bereits sagte, wie haben nichts mit diesem Verein zu tun. Das dir die drei Buchstaben aber was sagen, offenbart mir das du entweder eine von uns bist, unter diesen Umständen wirst du dich gewiß gleich wieder auf den Hocker hinsetzen und aufhören uns hier eine Szene zu machen, die ungewollte Aufmerksamkeit auf uns zieht. Oder aber du gibst hier perfekt das aufgescheuchte Reh, machst uns hier weiterhin eine Szene, was zeigt das nicht wir, sondern du zu dem Verein gehörst."
Ohne eine der beiden Frauen anzusehen, hoffte er im Stillen das Miliana sich einfach wieder hinsetzen würde, denn anderen falls wusste er nicht was Scarlett mit ihr anstellen würde. Sie schien nicht der Typ zu sein, der lange mit S. a. D. Leuten herumfackelte.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 10 Jan - 14:27:11

Als Scarlett zu sprechen anhob, fiel zugleich auch die Bestätigung darüber, das es hier definitiv nicht mit rechten Dingen zuging. Sich gerade empören wollend, das sie sehr wohl ein Mensch sei, wenn wohl auch kein normaler, richtete die blonde Frau ihre Aufmerksamkeit auch schon auf Remo und sprach wieder in dieser Sprache, die sie so gut wie gar nicht verstand. Dieses Verhalten führte natürlich unweigerlich dazu, das ihr Misstrauen gegenüber den beiden wuchs, sich ihre Hände zu Fäusten ballten, bis die Knöchel weiß hervor stachen. Es war ihr ganz egal, ob die Aufmerksamkeit dieser Bar auf ihnen lag, oder viel mehr auch auf Miliana aber wenn sie dazu genötigt war zu agieren, dann tat sie es.
Gerade drauf und dran den Mund zu öffnen, war es erneut Scarlett die zuerst sprach und ihre Worte dazu führten, das sich ein bitterer Spruch auf ihre Zunge legte, den sie gerade noch hinunter schluckte. Nicht von der S. a. D zu sein, konnte natürlich jeder behaupten und war deswegen auch gar kein Beweis der dazu führte, sie vom Gegenteil zu überzeugen.
Eine steile Falte bildete sich letztendlich über ihrem Nasenbein, als sie die Brauen zusammenzog und die Lippen aufeinander presste, als es nun Remo sein sollte, der das Wort erhob. Nein, sie wollte jetzt wütend sein, sie wollte empört darüber sein, was sich die letzten Minuten abgespielt hatte aber die Enttäuschung in seiner Stimme ließ ihre Mauer bröckeln, so sehr sie versuchte diese aufrecht zu erhalten. Wieso war es ihr nicht einfach egal, das er verstimmt war? Das er von ihr enttäuscht war?
Lag es daran, das er sie erstens davon abgehalten hatte sich selbst dem Sake in ihrer Frustriertheit hinzugeben oder daran, das er ihr seine Zeit geschenkt und mit ihr sogar das Feuerwerk angeschaut hatte?
Die junge Frau war verwirrt und ihr schwirrte der Kopf. Sie wusste in diesem Moment einfach nicht wem oder was sie Glauben schenken sollte. Zerknirscht schob sie sich selbst zurück auf den Hocker, von welchem sie zuvor noch in alarmierender Bereitschaft gerutscht war und legte ihre Hände in den Schoß. "Tut mir leid", kam es leicht genuschelt über ihre Lippen, als sie für wenige Sekunden den Blick ihrer Augen auf den Boden richtete, ehe sie den Kopf wieder hob und zwischen den beiden hin und her sah, ehe ihr Blick auf Scarlett zu Ruhen kam.
"Ich bin jedenfalls menschlicher als du." Soviel stand für die junge Frau fest. Dennoch war nun ihre Neugierde geweckt.
"Wieso also seid ihr hier? Kennt ihr euch schon länger? Seid ihr auf der Flucht? Ist die S. a. D. hier?", häuften sich die Fragen, wohingegen die letzten beiden Fragen fast in einem Flüsterton endeten. Auch wenn es ihr nicht geheuer war aber vorerst, so schien es, musste sie ihnen Glauben schenken.
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Ivy



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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 10 Jan - 18:51:38

Während sie die Bar weiterhin im Auge behielt, beobachtete sie aus dem Augenwinkel jede Reaktion die von Miliana kam. Sollte diese auch nur ansatzweise den Eindruck erwecken zu diesem Verein zu gehören oder, selbst wenn sie nicht dazu gehörte, hier in der Bar eine Szene zu machen, würde Scarlett eingreifen. Zwar hatte sie keine Angst vor der S.a.D., unterschätzte diese Leute aber auch nicht und sie wusste das keiner von ihnen gut auf den kleinen Zwischenfall außerhalb der Stadt zu sprechen war. Somit würde sie doch gern auf ein Wiedersehen mit diesem Verein verzichten. Selbst als Miliana sich wieder auf den Hocker setzte und sich halblaut entschuldigte, wobei Scarlett dabei einen raschen Blick auf Remo warf, ehe sie die Bar weiter im Auge behielt, entspannte sich die Vampirin nicht. Nur, weil die junge Frau mit ihrem zierlichen Hintern wieder auf dem Hocker saß, hieß das nicht das sich dadurch groß was änderte. Das Miliana kein Mensch war, hatte selbst Scarlett nicht bemerkt, was dem Ego der Vampirin nicht gerade gut tat. Erst als Scarlett die Stimme der jungen Frau hörte und deren ersten Satz vernahm, verengten sich die Augen der Vampirin ein wenig. Langsam drehte sie den Kopf und sah Miliana mit einem drohenden Blick an. Die Zeit schien wie Kaugummi, in der sie Miliana einfach nur ansah, dann, mit einem mal, grinste Scarlett vergnügt und zuckte mit den Schultern.
"Stimmt.", bestätigte sie die Worte fröhlich, denn wenn man es genau nahm hatte Miliana recht. Diese war eindeutig menschlicher als sie, von dem her wäre es unsinnig jemandem zu grollen, nur weil dieser eine Tatsache ausgesprochen hatte. Als dann die Fragen nur so aus der jungen Frau heraus sprudelten, blickte Scarlett zur Decke und schien kurz zu überlegen, ehe sie Miliana wieder ansah, noch immer lächelnd, als hätten sie gerade einen vergnüglichen Abend unter Freunden.
"Zufall. Nein. Vermutlich. Keine Ahnung. Sonst noch Fragen?", man sah Scarlett an das sie Spaß an der Sache hatte und sie musste sich das Lachen verkneifen, da es vermutlich recht merkwürdig ausgesehen hätte. Andererseits konnte ihr niemand vorwerfen sie hätte die Fragen nicht beantwortet. Das sie dabei so wage wie möglich geblieben war und nur knappe Antworten gegeben hatte, spielte für die Vampirin keine Rolle.
"Was ist jetzt mit diesem Kerl und deinen Sachen? Ist das noch aktuell oder hat sich das erledigt?", wechselte sie abrupt das Thema, als wäre das, worüber sie gerade sprachen, nicht wichtig. Auch wenn es nicht den Anschein hatte und jeder, der die Vampirin nicht kannte, vermutlich davon ausging das sie nicht mehr alle Tassen im Schrank hatte, war ihr bewusst wie ernst die Lage war. Allerdings wusste sie auch das eine Bar nicht gerade der beste Ort war, um sich über Dinge wie die S.a.D zu unterhalten.
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Rayen



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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 16 Jan - 20:27:15

Als Scarlett sie mit diesem drohenden Blick konfrontierte, zuckte Miliana nicht ein einziges Mal mit der Wimper und hielt diesem stattdessen stand. Wieso sollte sie auch nicht? Sie hatte schließlich nichts verbrochen und keine unwahre Behauptung aufgestellt. Demnach hatte sie also auch nichts zu befürchten. Und gerade, als die Spannung zwischen beiden Frauen langsam ihren Höhepunkt erreichen sollte, schien es sich die blonde Frau anders überlegt zu haben. Auch wenn sich Miliana nichts anmerken lies, doch das Grinsen brachte sie für einen kurzen Moment durcheinander. Wenngleich sie innerlich ein erleichtertes Seufzen von sich gab.
"Schön. Dann hätten wir das geklärt", entgegnete sie knapp mit einem etwas kühlen Unterton und nestelte beinahe nebenbei an ihren hochgesteckten Haaren. Diese Situation war einfach nur unbehaglich, eher zum davon laufen. Doch diese Blöse würde sie sich nicht geben, weshalb sie kurzerhand die Beine übereinander schlug und auf Antwort hinsichtlich ihrer Fragen wartete.
Das diese dann aber nur sehr knapp ausfielen, überraschte sie nicht unbedingt. Viel mehr aber, das sich Remo aus dieser Unterhaltung raushielt. Zumindest aber was die S. a. D. angeht, hatte sie verstanden und schaltete sich selbst dafür, diese Frage hier gestellt zu haben. Ohren waren schließlich überall. Bei dem Gedanken das beide allerdings vor dieser Truppe auf der Flucht sein konnten, lies sie eine Augenbraue gen Stirn ziehen. Hatte sich Remo deswegen ihrer angenommen? Als ein Alibi? Als Schutz? Ein Vorwand? Wenn das tatsächlich stimmen sollte, dann hatte er gar kein Recht ihr ein schlechtes Gewissen darüber einzureden, was er an diesem heutigen Abend alles für sie getan hatte. Wenn dann war es nämlich umgekehrt. Er sollte ihr in gewisser Hinsicht dankbar sein.
Einen Blick auf den jungen Mann richtend, als stünde die Frage direkt in ihren Augen, blähten sich ihre Nasenflügel vor Erregung auf und brachte diese zum beben. Sich dann letztendlich aber an die Schläfe langend und sich einem stummen Mantra hingebend, sich wieder zu beruhigen, atmete sie kurz aber tief durch, ehe sie ihren Blick wieder auf Scarlett richtete, als der Winkt mit dem Zaunpfahl an ihre Ohren drang. Natürlich hatte sich diese Sache nicht erledigt aber wollte sie wirklich, das ein Wesen - denn in ihren Augen war diese eben einfach auch kein Mensch - sich diesem Problem annahm? Vielleicht dadurch sogar in gewisse Schwierigkeiten geriet? Oder noch schlimmer? Nein, sie musste sich bremsen. Die Fantasie schien bereits wieder mit ihr durchgehen zu wollen und wo nur kamen diese Kopfschmerzen her? Ob es an der stickigen Luft hier lag?
Dennoch, sie musste antworten. "Das ist immer noch aktuell", erklang es mit einem Zähneknirschen, gefolgt von einem resignierenden Seufzen. Bevor sie sich mit der hiesigen Polizei anlegen musste und sich das alles ewig in die Länge zieht, wäre das rein theoretisch die einfachste und schnellste Lösung. "Wenn du mir tatsächlich hierbei helfen wollen würdest, wie würdest du dann vorgehen? Einbrechen?", erklang leise ihre Frage. Denn das konnte sie schließlich auch! Nein, das konnte sie nicht.
"Ich meine, wenn niemand Zuhause ist. Und selbst wenn jemand Zuhause ist?"
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 24 Jan - 19:02:42

Obwohl es nicht den Anschein hatte, da Scarletts Augen auf die junge Frau gerichtet waren, behielt die Vampirin noch immer ihre Umgebung im Blick. Es hatte wirklich Vorteile, wenn man mehrere Dinge auf einmal machen konnte. Zu sehen wie sehr Miliana mit sich zu kämpfen schien, war auf eine recht eigenwillige Art sehr amüsant. Sie konnte die junge Frau verstehen, ihr selbst würde es wohl nicht anders gehen. Wobei, vermutlich doch, denn sie war ein gänzlich anderer Typ. Allerdings stand bei diesem Gedanken die Frage im Raum, ob man das überhaupt vergleichen konnte. Miliana war...was genau war sie eigentlich? Ein Vampir war sie nicht, soviel stand fest. Beinahe hätte Scarlett geschmunzelt bei dem Gedanken, hatte sich aber noch rechtzeitig wieder im griff. Es würde wohl recht merkwürdig aussehen wenn man bei einem ernsten Gespräch anfangen würde blöde zu grinsen. So in ihren Gedanken versunken, hätte Scarlett dadurch beinahe die Fragen der jungen Frau verpasst und blickte diese im ersten Moment irritiert an, ehe die Worte zu ihr durchdrangen.
"Ach so.", platzte es dennoch aus ihr heraus und sie rutschte ein wenig näher an Miliana heran um leiser sprechen zu können.
"Einbrechen ist natürlich eine Lösung und vermutlich die einfachste wenn er nicht zuhause ist. Sollte er zuhause sein, dann...", sie unterbrach sich selbst und runzelte die Stirn, ehe sie an sich herab sah. Mit einem Blick als wäre diese Frage vollkommen unnötig, da die Antwort doch offensichtlich war, deutete sie kurz mit dem Finger auf sich selbst.
"Hallo? Wir reden hier von einem Mann. Und mal ganz ehrlich, kaum ein Mann, außer er ist schwul oder hat eine Frau die er wirklich liebt, kann mir wiederstehen. Zumindest nicht wenn ich es drauf anlege.", klang das arrogant? Kurz dachte sie darüber nach, ehe sie es in ihrem Kopf bejate. Es klang eindeutig arrogant. Allerdings wusste Scarlett das sie es sich leisten konnte, schließlich war es eine Tatsache und nichts, was sie sich einbildete. Sie kannte ihre Wirkung auf Männer.
"Sollte er, so unwahrscheinlich es auch sein mag, nicht darauf anspringen und mich ins Haus bitten, kenne ich noch andere Möglichkeiten um an deine Sachen zu kommen. Und nein, sie beinhalten nicht das Vergraben einer Leiche.", der letzte Satz war mehr an Remo gerichtet, da sie erneut klar stellen wollte das sie kein leichtfertiger Killer war. Da tötet man einmal 12 Männer um jemandem das Leben zu retten und schon wurde man als kaltblütiger Mörder hingestellt. Oder waren es 13 Männer? Ach, wen interessiert es. Niemanden, vor allem weil sie diese kleine Diskussion in ihrem Kopf durchging. Vielleicht war sie doch schon zu lange allein unterwegs.
"Ich bin nicht so der Typ der lange Plant. Ich improvisiere meistens, aber ich kann dir garantieren das, solltest du mein Angebot in Anspruch nehmen, du deine Sachen zurück bekommst.", was kein leeres Versprechen war, denn sollte Miliana sich darauf einlassen, würde Scarlett auf die eine oder andere Weise an ihre Sachen ran kommen. Die Art hing wohl ganz davon ab, wie dieser Typ sich benahm.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 26 Jan - 21:23:22

In dem Moment als sich Miliana zurück auf den Stuhl setzte und die beiden Damen sich mehr oder weniger zu unterhalten anfingen, klinkte sich Remo aus der Situation aus, zumindest versuchte er es. Er starrte auf die dunkle Flüssigkeit in seinem Glas, das er gedankenverloren zwischen seinen Händen kreisen ließ. Es war eindeutig nicht sein Tag. Erst die stundenlange Flucht, dann die äußerst schmerzhafte Lektion von Agent Romanov, gefolgt von einer Kampfszene die Mensch nur aus Hollywood-Filmen kannte, zu seinem Glück, und zum krönendem Abschluß stellte sich heraus das sein menschliches Schutzschild, dem mit absoluter Sicherheit niemals etwas passiert wäre, alles andere als menschlich war. An und für sich war der Abschluss nicht unbedingt so schrecklich, immerhin hatte er ein paar erholsame Stunden in Begleitung einer liebreizenden Dame verbracht. Aber wenn er bedachte wer er war und das er Miliana in Gefahr gebracht hatte, dann gereichten ihn diese letzten Stunde zur Schande. Das hätte nicht passieren dürfen, niemals.
Was war er doch nur für ein Held!
Sich innerlich selbst belächelnd, kam er nicht umhin einen Gesprächsfetzen aus der Unterhaltung der beiden Damen aufzuschnappen, zu dem ein Blick von Scarlett gehörte, der ihm unweigerlich ein Grinsen auf die Lippen legte. Es grenzte fast schon an ungläubige Fassungslosigkeit, als sie an sich selbst hinabblickte und nicht verstehen konnte, wie jemand auch nur an die Fragen denken konnte, wie sie den Kerl dazu bringen wollen würde nach ihrer Pfeife zu tanzen. Und er konnte ihre Gedanken durch aus nachvollziehen, aber gänzlich unbegründet war Milianas Frage nicht. Er würde es zwar niemals wagen etwas gegen Scarletts von Gott gegebener Schönheit zu sagen, aber tief in ihm drinnen hegte er so seinen Zweifel darüber an, das sie wirklich einen jeden Mann haben konnte. Schließlich standen die Männer nicht alle auf den selben Typ von Frau, das wäre ja verherrend für das Fortbestehen der menschlichen Rasse.
"Als ob du etwas vergraben würdest.", kam es ihm bereits frotzelnd über die Lippen, als er Scarlett auch schon leicht erschrocken über die eigenen Worte ansah. Er wollte sie schließlich nicht verstimmen oder gar so verärgern, dass sie eine gewisse Lust verspürte ihren Unmut an ihm aus zu lassen. "Hab ich das jetzt laut gesagt? Offenbar... Schwamm drüber. War nicht so gemeint. Also doch, irgendwie schon. Verkaufen wir schließen irgendwas über 90 Prozent gewissen Wahrheiten als einen Scherz. Aber erneut, sorry, Schwamm drüber. Es war nicht böse gemeint. Und ich werde jetzt gehen, erstmal aufs Klo, dann wohl hinaus in die Nacht. Ihr beiden seit kein guter Umgang für mich... nein, eher anders rum, ich nicht für euch. Aber was spielt das schon für eine Rolle? Richtig gar keine und daher nur das Beste für euch. Viel Erfolg mit dem Kerl und auch wenn er ein Arsch ist... laßt ihn nicht leiden, er scheint nun mal als armes Würstchen geboren worden zu sein oder eben als armseliger Mensch.", ein Achselzucken. "Haarspalterei."
Remo redete schnell, sah von einer Dame zur anderen und drehte sich auch schon im nächsten Moment um. Aber anstatt fluchtartig auf die Toiletten zuzusteuern, schlendete er ruhig ihre Richtung. Denn auch wenn er wohl gerade einen eher aufgescheuchten und irgendwie auch leicht wirren, verrückten Eindruck aufkommen hatte lassen, war dies nur ein Schauspiel für die Gäste des Lokals. Denn spätestens jetzt würde man sie wohl nur für eine Gruppe von typischen Touristen halten, die sich nicht um die Edikette der Japaner kümmerten, was somit Milianas kurzen Ausfall zuvor in Vergessenheit geraten ließ. Zumindest hoffte er dies im Stillen.
Die Klotür hinter sich schließend, trat er in den Vorraum mit den Waschbecken und faste das ausreichend große Fenster vor sich. Vielleicht sollte er sich auf diese Weise aus dem Staub machen, so hatte er zumindest die Möglichkeit auf seine Fähigkeiten zurück zu greifen. Aber zunächst einmal verlangte seine Blase nach etwas anderem.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 3 Feb - 17:10:27

Auch wenn sie Scarletts Worten zuerst schweigend lauschte, aber der Drang in ihr dieser Person Verstand einbläuen zu wollen, war dann doch größer.
Von welchem Jahrhundert war diese blonde Frau eigentlich? Stellte sich Miliana ernsthaft in Gedanken die Frage.
„Einbrechen … das war nicht unbedingt als Idee oder Vorschlag gedacht“, erwiderte sie mit einem Kopfschütteln.
„Wenn ich einfach irgendwo einbrechen würde, bräuchte ich keine Hilfe und müsste mir nicht so den Kopf zermatern“, entgegnete sie Scarlett.
„Nachher werde ich noch festgenommen weil ich in das Haus von jemand anderem eingestiegen bin. Und selbst wenn ich mich damit verteidigen würde, das er mich rausgeschmissen und mein ganzes Hab und Gut behalten hat, würde ich auch nicht weiter kommen, weil, ich hätte ja die Polizei rufen können. Und außerdem würde mich ohnehin keiner verstehen weil ich kein Japanisch kann. Und bis ein Dolmetscher da ist, könnte schon alles zu spät sein.“ Ohne wirklich Luft zu holen waren ihr die Worte über die Lippen gekommen, so dass Miliana selbst erst einmal tief Luft holen musste. Wie stellte sich Scarlett das vor?
„Ich mein, wir können nicht einfach irgendwo einbrechen! Und egal wer oder was du bist und auch wenn ich das Gefühl nicht los werde, das deine Anwesendheit ungesund sein könnte, will ich trotzdem nicht das du deswegen Ärger bekommst.“ Ein leises Seufzen erklang. Wieso ließ sie die Blondine nicht einfach walten? Sollte diese sich doch die Finger schmutzig machen, wenn sie es schon angeboten hatte! Wieso machte sie sich jetzt selbst den Kopf darüber?
„Und was dein Aussehen angeht, du bist ganz schön von dir selbst eingenommen. Ist nicht immer unbedingt eine gute Eigenschaft, wenn ich das mal so anmerken darf. Aber verlangst du ernsthaft von mir, einer Frau dir zu bestätigen, das du die Mensch gewordene Aphrodite bist? Dir ist schon bewusst, das Geschmäcker unterschiedlich sind oder?“ Miliana hatte da so ihre Zweifel. Und die waren nicht gering. Wie konnte jemand nur so von sich selbst überzeugt sein? Nun gut, sie hatte schon andere Personen angetroffen die von sich überzeugt gewesen waren, aber meist war dies mehr Schein als Sein gewesen. Allerdings hatte auch sie hier erneut das Gefühl, dass das bei Scarlett etwas anderes war. Und genau das behagte ihr nicht.
„Können wir uns nicht einfach darauf einigen, dass du ihm kein Leid zufügst und für keinerlei Schwierigkeiten sorgst?“ Ihre Stimme hatte dabei schon einen leicht verzweifelten Unterton angenommen. Sie wollte ja schließlich nur ihre Sachen wieder. Nichts weiter! Jedoch fiel ihr noch etwas anderes ein.
„Ich kann dich allerdings nicht bezahlen. Und auch so hab ich auch nichts, was ich dir anbieten könnte. Wenn du also darauf aus bist …“ muss ich dich enttäuschen. Zumindest wollte sie dies noch hinzufügen, als sich Remo aus heiterem Himmel wieder an der Unterhaltung beteiligte. Je länger sie ihm allerdings zuhörte, desto höher wanderte ihre Augenbraue in Richtung Stirn. Denn das was er von sich gab, ergab nicht wirklich irgendeinen Sinn. Zumindest, bis die letzten Worte erklangen und diese deutlich von einem Abschied sprachen. Viel schlimmer aber war …
„Du willst mich ernsthaft mit ihr, hier allein lassen?“ rief sie ihm nach, kam aber gegen den Lärm der hiesigen Bar nicht an, ehe sie sich mit einem „Nichts für ungut“ an Scarlett wendete und frustriert aufschnaubte. Dieser Abschied hinterließ einen sehr fahlen Geschmack auf ihrer Zunge und betrübte sie dann doch sehr. Zu sehr.
„Hat er sich gerade allen ernstes verabschiedet? Einfach so?“, erklang dann doch die Frage, als wollte sie eine Bestätigung, jedoch ohne sich dabei an Scarlett oder sonst wen zu richten. Es war wohl einfach nur ein laut gedachter Gedanke. Ein lauter Gedanke der sie darin bestätigte, das sie alles andere als begeistert davon war.
„Ich weiß ja nicht in welcher Beziehung ihr beiden zueinander steht, aber willst du ihn ernsthaft so gehen lassen? Sollten wir nicht besser hinterher gehen?“ Während Miliana mit einer Hand in die Richtung zeigte in die er verschwunden war, und mit der anderen in die Richtung des Ausgangs, hatte sie ihren Kopf zu Scarlett gedreht, blickte diese Fragend an. Irgendwie hatte sie ein ungutes Gefühl bei dieser Sache. Und sie würde Lachen, wenn er sich durch das Toilettenfenster quetschen und dann verschwinden würde. So kannte sie diese Fluchtmaßnahme lediglich aus irgendwelchen Filmen.
Aber hatte sie überhaupt das Recht ihn am Gehen zu hindern? Nach all dem was er für sie getan hat und welche Worte sie ihm an den Kopf geschmissen hatte? Die Antwort war einfach. Nein. Und als ihr das bewusst wurde, ließ sie geknickt nicht nur ihre Hände in ihren Schoß fallen als auch den Kopf nach vorne. Natürlich hatte sie kein Recht. Frustriert begann sie dabei an ihrer Unterlippe herumzuknabbern, ehe sie dann doch aus dem Blauen heraus zu schnauben begann, ehe mit einem Brummeln folgende Worte folgten:
"Bitte. Soll er nur gehen. Ich gehe jetzt auch." Das schmollen in ihrer Stimme war wohl kaum zu überhören, als sie sich dann kurz zu Scarlett umdrehte. "Du kannst mitkommen oder da bleiben oder Remo folgen." Doch als ihr bewusst wurde, das Scarlett wohl in diesem Moment nichts für ihre schlechte Laune konnte, schüttelte sie den Kopf. "Entschuldige. Das sollte nicht so barsch rüber kommen. Aber ich überlasse dir die Entscheidung!" Mit diesen Worten, jetzt wohl schon etwas ruhiger, rutschte sie letztendlich selbst vom Stuhl und machte sie sich auch schon auf den Weg hinaus aus der Bar.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 8 Feb - 21:10:36

Als Miliana anfing zu sprechen, legte sich ein Lächeln auf Scarletts Lippen, das für Aussenstehende vermutlich so aussah, als würde sie sich gut amüsieren. Selbst bei Remos Worten, die zugegeben recht unhöflich waren und er Glück hatte das sie viel Humor besaß, blieb dieses lächeln. Schweigend hörte sie also Miliana zu, warf nur einen kurzen Blick in die Richtung, in der Remo verschwunden war, ehe sie ihre Aufmerksamkeit wieder Miliana schenkte. Als die junge Frau dann aufstand und mit kurzen Worten deutlich machte das sie nun gehen würde, blieb das Lächeln, ehe Scarlett beim Barkeeper bezahlte um kurz darauf Miliana zu folgen. Kurz vor dem Ausgang der Bar, schnellte die Hand der Vampirin nach vorne, packte die Schulter der jungen Frau und schob sie in eine kleine Nische, die sich direkt neben dem Eingang befand. Ruckartig drehte sie Miliana um und drückte sie mit dem Rücken gegen die Wand, während sie ihre Hand noch immer auf der Schulter der jungen Frau liegen ließ um ein wenig Druck auszuüben. Nicht schmerzhaft und für fremde Augen würde es aussehen, als unterhielten sich hier zwei Freundinnen.
"Ich werde dir jetzt genau zwei Dinge sagen.", begann sie, während ihre Stimme einen gefährlichen Unterton angenommen hatte, wobei noch immer dieses vergnügt wirkende Lächeln auf ihren Lippen lag.
"Erstens. Wenn jemand seine Hilfe anbietet, wäre es angebracht in einem höflichen Ton anzunehmen oder abzulehnen. Wenn du immer so reagierst sobald dir jemand helfen möchte, wundert es mich nicht das du in eine Situation wie diese geraten bist.", sie hielt inne und legte ihren Kopf leicht schief, wobei das Lächeln verschwand.
"Wobei ich mich gerade frage wie du überhaupt hier gelandet bist, wenn du kein Wort Japanisch kannst und dich nicht auskennst.", vermutlich war sie an den falschen Typ geraten oder hatte zu ihm zu schnell vertraut. Oder es gab einen Streit und er hatte sie raus geworfen. Alles reine Spekulationen, wobei Scarlett bemerkte das es sie eigentlich gar nicht interessierte.
"Wie dem auch sei, kommen wir lieber zu zweitens.", fuhr die jung wirkende Frau fort und beugte sich nach vorne, bis ihr Gesicht dem von Miliana sehr nahe war.
"Du solltest niemals jemanden beleidigen, von dem du weißt das er gefährlich ist. Nur ein kleiner Rat wenn du überlegen willst.", einen Moment verharrte die Vampirin in dieser Stellung, sah der jungen Frau fest in die Augen, ehe sie sich ruckartig wieder aufrichtete und ihre Hand von Milianas Schulter nahm.
"So, wo genau wohnt jetzt dieser Typ? Oder hast du es dir anders überlegt?", als wäre nichts gewesen, lächelte Scarlett wieder, wobei es dieses mal ein echtes wahr, ehe sie ein paar Schritte zurück trat und wartete die Reaktion der jungen Frau ab. Wobei Scarlett schon ahnte wie diese aussehen würde, aber sie würde sich gern eines besseren Belehren lassen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 22 Feb - 19:40:10

Remo starrt in den Spiegel und fragte sich dabei immer wieder wie er nun am besten handeln sollte. Sein Gefühl sagte ihm das er dieses Lokal so schnell wie möglich verlassen musste, aber die Frage war letztendlich, wie sollte er das anstellen? Im Grunde gab es nur zwei Wege. Der erste führte ihn durch das Fenster, direkt in eine Seitengasse, wo er sich mit etwas Glück unbemerkt davon stehlen konnte, aber wie gesagt, dazu gehörte Glück. Der zweite Weg ging durch die Eingangstür der Bar, dazu allerdings würde er auf seine Magie zurück greifen müssen, denn nichts und niemand durfte ihn dabei erkennen. Nicht einmal die beiden Damen mit denen er gekommen war.
Beide Wege hatten ihre Risiken, aber auch ihre Vorteile. Doch nur einer von ihnen würde auf seine Kraft zurück greifen und wer konnte schon sagen ob diese ihm nicht noch im Laufe des Abend abgehen würde. Also war es beschlossen, er würde durch das Fenster klettern, mal wieder. Und obwohl er darin schon Übung hatte, kam er sich jedesmal wie ein Verbrecher vor, obwohl er sich definitiv nichts zu Schulden hatte kommen lassen, zumindest noch nicht.
Sich mit den noch vom Waschen feuchten Händen durchs Haar fahrend, schritt er zum Fenster und öffnete es. Aber gerade als er es einen Spalt weit geöffnet hatte, verharrte er in der Bewegung und trat zur Seite, damit ihn die unscheinbaren Männer in der Gasse nicht sehen konnten.
"... mit ihr zusammen in der Bar.", sagte ein Schwarzhaariger leise zu seinen drei Kollegen. "Höchste Vorsicht ist geboten. Ich habe gesehen was die beiden mit Radegasts Trupp angestellt haben. Romanov ist außer sich vor Wut. Sie hat Radegast den Typen quasi auf dem Silbertablett serviert und dann dieses Desaster."
"Radegasts Trupp war nicht auf einem Vampir vorbereitet und schon gar nicht auf einen der aus dem Nichts aufgetaucht ist.", mischte sich der Typ mit dem tief ins Gesicht gezogene Basecap ein. "Ich mein, wir haben eine harte Ausbildung hinter uns und wissen im Grunde nie was passieren wird, wenn wir dann auf DIE stoßen."
"Guz hat recht.", nickte der Hipster der Gruppe. "Sogar Romanov kann nicht auf alles vorbereitet sein. Ich will gar nicht wissen wie oft sie verprügelt wird."
"Halt die Klappe Tom, wenn sie das hört.", mahnte der erste Redner. "Außerdem geht das Gerücht in der Firma das sie bis heute keine Niederlage hat einstecken müssen."
"Bis jetzt.", raunte Tom und räusperte sich sofort, so als ob er überhaupt nichts gesagt hätte. "Aber genug, laßt uns die Sache hier zuende bringen. Die anderen Teams sind bereits auf Position."
Mehr musste Remo nicht hören. Er zog sich von dem Fenster zurück, ohne es zu schließen, wollte er nicht Gefahr laufen das die Männer doch noch bemerkten das sie belauscht worden waren. Sicher er könnte jetzt hier einfach warten bis die Vier ihre Position bezogen hatten, das Fenster somit freigaben, und sich dann still und heimlich davon schleichen. Aber was wäre er für Mensch, wenn er die Vampirin, die ihn gerettet hatte, und die Frau, die ihm einen unbeschwerten Abend geschenkt hatte, unwissend in ihr Verderben laufen ließ. Nein, er musste sie warnen.
Aus der Toilette stürzend, eilte er mit großen Schritten durch die Bar und fand den Tresen verlassen vor. Sofort huschte sein Blick zum Eingang und erleichtert atmete er auf. Dort standen die beiden Damen und führten offenbar ein etwas hitziges Gespräch. Doch er verschwendete keinen Gedanken daran, sondern eilte auf sie und stellte sich fast schon zwischen sie. Nur kurz sah er Miliana in die Augen, als er dann auch schon Scarlett fest ansah.
"Sie sind hier. Ich weis nicht wie viele und schon gar nicht wo sie sich überall verstecken. Wie gut kennst du dich hier in Japan aus?", fragte er die Vampirin, als er auch schon die nächste Frage an Miliana stellte. "Bist du bei der Organisation bekannt? Wenn nicht, dann solltest du jetzt gehen und so viel Abstand zwischen uns bringen wie du nur kannst."
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 23 Feb - 16:43:34

Miliana zuckte merklich zusammen als Scarlett sich ihrer nicht nur näherte sondern definitiv die Grenzen überschritt, während sie den unangenehmen Druck an ihrer Schulter verspürte. Unweigerlich spürte sie auch schon, wie die Wut in ihr aufstieg und wusste auch, wenn sie sich nicht gleich wieder zur Ruhe besann, würde das hier kein angenehmer Zustand werden. So zeigte sich die junge Frau wenig beeindruckt von Scarlett, beziehungsweise, versuchte es um ihrer selbstwillen, denn viel wichtiger war es, die Contenance zu wahren, weshalb sie innerlich ein Mantra vor sich hin murmelte und von 1 auf 10 zählte. Bemüht an Scarlett vorbei zu sehen oder viel eher wohl durch sie hinweg, schien es langsam aber sicher wieder ruhiger in ihr zu werden, während sie die Worte der Blondine soweit es ging ignorierte. Denn wenn es etwas gab, das die Brünette unter anderem nicht ausstehen konnte, dann war es, wenn sich jemand gegen ihren Willen ihrer Person näherte und dabei über eine gewisse Grenze hinweg trat.
Erst als sich diese wieder von ihr entfernte, ihre Hand von ihrer Schulter nahm, richtete sich ihr Blick, der sich langsam wieder klärte, direkt auf die Blondine. Miliana strich über die Stelle hinweg, spürte noch immer den Druck darauf, ehe sie ihre Schulter kurz kreisen ließ um dessen entgegen zu wirken. Tief ein und auch wieder ausatmend, löffneten sich ihre Lippen um auf die Blondine zu reagieren, da tauchte Remo plötzlich wie aus heiterem Himmel auf, während die Worte, die er sprach, für die Brünette im ersten Moment keinen Sinn ergaben. Miliana hielt inne als sie ihren Kopf herum drehte, sich ihre Lippen wieder schlossen. Doch als der Begriff Organisation fiel, wich ihr alle Farbe aus dem Gesicht und die ohnehin schon großen Augen weiteten sich. "O...Organisation? Sie...sie ist hier?", kam es mit einer Oktave höher als ihrer normalen Stimme. "Nein...bitte nicht" erklang es mit fast erstickter Stimme. Das durfte doch nicht wahr sein. Nicht hier, nicht jetzt. Nicht, nachdem sie sich so lange hatte versteckt halten können. "Ich... ich bin ihnen einmal entwischt und hab mich seitdem versteckt gehalten. Wieso jetzt? Wieso hier?" Die Angst in ihrem Blick war reall und der zitternde Körper schien dies auch zu unterstützen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 2 März - 15:55:11

Remo wollte sich gerade erneut an Scarlett wenden, er sie bereits in seinen Blick, doch kam ihm keine Silbe über die Lippen, da ihm in diesen Moment gewisse Worte mit einem ganz speziellen Unterton an sein Ohr drangen. Dies war der Augenblick wo er erkannte, das Miliana der Organisation zwar nicht fremd, aber offenbar nicht häufig auf sie gestossen war. Ein Umstand der für sie gut war, doch für jetzige Situation, vorallem die wo auf ihn und Scarlett warten würde, war er denklich unpassend. Nicht gerade das was sie gebrauchen konnten.
Dieser Tag war einfach nur verflucht. Er hätte niemals aus dem Flugzeug steigen dürfen.
"Okay, jetzt atme mal tief durch.", wand er sich erneut an Miliana und sah ihr fest in die Augen, damit sie in Gedanken bei ihm blieb und nicht doch noch panisch wurde. "Du hast hier überhaupt nichts zu befürchten. Du brauchst jetzt einfach nur zurück in die Bar zu gehen, dir ein schattiges Plätzchen zu suchen und in einer Stunde sollte die Luft wieder rein sein. Denn sie sind hinter mir und Scarlett her. Klar, mit Sicherheit kann ich dir das nicht versprechen. Aber wenn ich mir bei etwas sicher bin, dann dabei, dass die Organisation am heutigen Abend alles dran setzen wird uns zwei zu schnappen. Darum werden sie uns verfolgen, sobald wir diese Bar verlassen und somit wärst du sicher, zumindest für die nächsten Stunden. Also bitte, atme durch und beruhig dich wieder, denn anders hilfst du keinem, so hart das jetzt auch klingt."
Remo wusste wie kühl und herzlos er rüber kommen musste, aber er hatte nicht sein halbes Leben damit verbracht auf dieser Welt zu überleben, nur damit er hier und jetzt alles für eine im Grunde fremde Frau weg war. Nein, dafür hatte er schon zu viel erreicht. Also entweder würde sich Miliana beruhigen oder sie müsste zusehen wie sie alleine klar kam. So war nun mal das Gesetz der Natur, nur die Starken überlebten.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 2 März - 21:14:18

An sich hätte es keine große Überraschung darstellen sollen das die Organisation hinter ihnen her war, dennoch war es erstaunlich wie schnell diese Kerle auf ihre Spur gekommen waren. Anscheinend gab es einige kleine Vögelchen in dieser Stadt, die ihren Schnabel nicht halten konnten, denn anders konnte Scarlett sich das nicht erklären. Ohne groß auf Remo oder Miliana zu achten, dachte sie darüber nach wie sie am besten von hier weg kamen. An sich hatte die Vampirin kein Problem in einen Kampf verwickelt zu werden, aber selbst für sie waren hier eindeutig zuviele Unschuldige und, was noch hinzu kam, dieses mal würde es ihr die Organisation nicht so leicht machen wie noch vor wenigen Stunden.
"Bekommt sie gerade eine Panikattacke?", bemerkte die jung wirkende Frau, als sie ihre Aufmerksamkeit endlich wieder den anderen beiden widmete. Mit gerunzelter Stirn hörte sie dann zu was Remo sagte und konnte sich das Grinsen gerade so verkneifen. Wer hätte gedacht das dieser Kerl einen auf harter Typ machen konnte.
"Er hat recht. Solang du nicht mit uns in Verbindung gebracht wirst, bist du in Sicherheit.", bestätigte sie Remos Worte, wandte sich dann aber an den jungen Mann direkt.
"Um auf deine Frage zurück zu kommen. Es ist Jahre her das ich hier war und die Stadt hat sich seit dem sehr verändert. Ich kenne aber jemanden der nicht weit von hier wohnt, der uns helfen könnte raus zu kommen.", das sie nur ungern zu ihm gehen wollte, behielt Scarlett dabei für sich. Wenn sie heil aus Osaka raus kommen wollten, hatten sie keine andere Wahl.
"Das Problem ist nur das wir dafür erstmal an diesen Kerlen vorbei kommen müssten. Ich kann sicher zwei oder drei von ihnen ausschalten, aber da sie wissen womit sie es zutun haben, wird es nicht mehr so einfach wie vorhin.", was sie nur ungern zugab, schließilch konnte es niemand leiden Schwächen offen zugeben zu müssen, aber in dem Fall wäre falscher Stolz fatal.


Zuletzt von Ivy am So 16 März - 13:41:25 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 6 März - 9:58:36

Tatsächlich, Remos Worte sollten ihren Erfolg nicht verfehlen, als Miliana nicht nur die Augen schloss sondern sich auch darum bemühte, sich wieder zu beruhigen. Nicht nur um ihretwillen sondern auch um der anderen Willen. Dennoch, es fiel ihr ungemein schwer, denn die Angst, das die Vergangenheit sie wieder einholte, griff wie eine kalte Faust um ihr Herz und hielt dieses fest umschlossen. Nichtsdestoweniger war sie selbst sehr über die energische Kraft in Remos Stimme überrascht, die sie sonst als nicht so streng und dominant in Erinnerung hatte. Aber extreme Situationen verlangten wohl extreme Maßnahmen und nachdem das alles hier umschlug wie das Wetter an einer stürmischen See.
Und auch wenn sie sichtlich ruhiger wurde, seine Worten führten definitiv nicht dazu um sich dementsprechend zu entspannen. "Und was ist wenn du dich irrst?", gab sie ihren Gedanken Form, als ihr Blick auch auf Scarlett fiel. "Wenn ihr euch irrt?" Hier gab es keine Garantie. Und niemand, der sie ihr im Nachhinein noch geben konnte.
So stand die junge Frau unschlüssig da. Würde sie zurück bleiben, wäre sie im schlimmsten Falle komplett auf sich allein gestellt. Nicht dass das ein Problem wäre. Das Problem bestand eher darin, was wäre wenn die Organisation mit Remo und Scarlett fertig war oder sich abzweigte und auf sie aufmerksam wurde? Wenn es dann zu einem Kampf kommen würde? Andererseits, wenn sie mit den beiden mitgehen würde, würde es definitiv zu einem Kampf kommen. Aber was wenn gesetzten Falles, Remo und Scarlett stärker als die Männer und Frauen dieser Organisation waren? Schließlich wusste Miliana auch gar nicht zu was die beiden in der Lage waren! Scarletts Worte allerdings schufen ein kleines Licht. Wenn es tatäschlich jemanden gab den sie kannte, und dieser sie hier rausholen konnte, wäre sie ja schön dumm und törricht allein zurück zu bleiben. So schüttelte sie sachte den Kopf.
"Ich weiß zwar nicht was ihr verbrochen habt, um den Ärger der Organisation auf euch zu ziehen aber Angesichts dieser Tatsache das es für nichts eine Garantie gibt und auch wenn ich lieber für verstecken bin, aber wenn du dich irrst Remo, und du bist dir deiner Worte selbst nicht sicher, dann steh ich alleine da und das ist für mich fast noch schlimmer. Und wenn diese Person, von der Scarlett sprach, helfen kann hier raus zu kommen, dann...dann will ich erst recht nicht zurückbleiben." Alle Überzeugung die ihr noch zur Verfügung stand, brachte sie dabei in ihre Worte ein, denn Angst hatte sie nach wie vor. Und diese was wäre wenn Szenarien machten sie dabei erst recht wahnsinnig und auch wenn eine innere Stimme in ihr sie einen Narr schimpfte, das sie sich freiwillig in die Höhle des Löwen begab und in Messers Schneide rannte, so schien ihr dieses Übel geringer zu sein als zu hoffen, zu bangen und zu warten, das alles gut ging. Und vielleicht, nur vielleicht, konnte sie ja doch ein klein wenig hilfreich sein.
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Draug
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 8 März - 19:12:57

Auf Milianas Worte hin nickte er lediglich. Ob sie nun mit ihnen kam oder sich hier versteckte, spielte für ihn keine große Rolle. Und auch wenn er die Entscheidung für unvernünftig befand, so wäre das letzte was er tun würde, hier und jetzt das dabatieren an zu fangen. Sie war wohl alt genug um zu wissen was für sie in diesen Moment das Beste war, ob sie sich zu einer späteren Zeitpunkt dafür verfluchen würde, war ebenfalls nicht sein Problem. Er hatte mit seinem eigenem Leben genug zu tun, da würde er sich gewiß nicht um das ihre kümmern, nicht in diesem Ausmaß.
"Ich weis ehrlich gesagt nicht ob das eine besonder gute Idee von dir ist.", wand er sich an Scarlett. "Aber wenn du dieser Person vertraust und du noch dazu bereit bist, sie in dieses Disaster mit hinein zu ziehen, wird sie der Organisation nicht unbemerkt bleiben, dann sei es deine Entscheidung uns zu ihr zu bringen. Wenn das Vertrauen aber nicht da ist oder dir ihre Sicherheit am Herzen liegt, dann schlage ich vor, das wir zur nächst besten U-Bahnstation gehen. Und nein, ich weis leider nicht wo sich eine befindet, hab ich bis jetzt keine gesehen und ich kenne mich nicht so gut aus. Aber auf der anderen Seite kann ich eines mit Sicherheit sagen, sobald wir die Menschenmassen verlassen, wird die Organisation uns das Leben leichter zur Hölle machen können. Überlege gut Scarlett, aber entscheide dich rasch."
Remo war kein Fan davon die Zügel aus der Hand geben zu müssen, aber in diesen Fall war es besser, zumindest solange die Vampirin wusste was sie tat. Aber selbst wenn jetzt die falsche Entscheidung getroffen werden würde, solange sie in der Stadt waren, war ihm seine Flucht garantiert, dafür würde seine Magie sorgen. So gesehen konnte er also nur gewinnen, denn sobald Scarlett sie aus dem Hexelkessel geführt hätte, könnte er sie vielleicht für seine Sache begeistern und er wäre seinem Ziel wieder einen Schritt näher. Aber jetzt ging es erstmal nur darum am Leben zu bleiben.
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