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 Die Suche nach dem Tor der Welten

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Draug
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 20 Apr - 10:33:45

Ein weiteres Zögern ihrerseits, damit war für Remo bereits klar das Scarlett niemals mit ihm kommen würde. Auch wenn sie in den Augen der Menschen unsterblich erschien, so war sie es letztendlich nicht, und daher war es doch verständlich das sie ihr Leben nicht für etwas aufs Spiel setzen würde woran niemand mehr zu glauben wagte. Warum sich auch Hoffnungen für etwas machen, dass viel zu schön klag, um wahr sein zu können, vorallem in diesen unterdrückten Zeiten, wo es besser war sich in dunkle Ecken zu verkriechen.
"Was?", kam es dann mit einmal doch völlig anders als erwartet und obwohl er es überhaupt nicht wollte, stahl sich ein Lächeln auf seine Lippen. Mit einmal war er hellwach und seine kühle, besonnene Art war vergessen. Er saß aufrecht in seinem Sitz, ein Bein auf die Polster gezogen und damit Scarlett vollkommen zugewand. Für einen Moment musterte er die blonde Frau, suchte nach Verrat in ihren Augen oder einem Zucken ihrer Mundwinkel, das auf ein amüsiertes Grinsen hindeuten würde. Aber offenbar meinte sie es wirklich ernst, sie wollte ihn begleiten und das obwohl sie im Grunde überhaupt nicht wusste was da auf sie zu kommen würde.
Beruhig dich, ermahnte er sich in Gedanken selbst und stellte somit sämtliche Ausbrüche seiner Gefühle ein. Nur eine Sitzposition behielt er bei und seinen leicht erhöhten Pulsschlag, aber gegen diesen konnte er nichts tun.
"Verzeih, aber diese Antwort habe ich bis heute nicht zu hören bekommen. Nicht das ich bisher groß jemanden gefragt hätte, aber reicht es zu sehen wie die Leute auf die Geschichten der Heimat reagieren, um zu wissen wie sie auf meine Frage reagieren würden. Aber gut, laß mich erstmal auf deine Frage antworten. Ich würde lügen wenn ich behaupten würde es ginge mir nur um deine Gesellschaft, die mir bei weiten nicht so unangenehm ist, wie du vielleicht glauben magst. Du erscheinst mir zwar ab und an als etwas irre und gewisse Dinge die du tust jagen mir einen kalten Schauder über den Rücken, aber letztendlich geht es genau darum. Also ich bin jetzt kein Masochist der auf eine harte Hand steht, hoffe ich schließlich das du deine Ader nicht an mir ausleben wirst. Nein, es geht eher darum das ich auch kein Sadist bin, ich kann zwar Leute verprügeln, aber letztendlich bin ich ein Genie darin wenn es darum geht zu fliehen. Meine Fähigkeiten sind eher passiver Natur, was mir aber auf dem Weg den ich beschlossen habe zu beschreiten nicht mehr ausreichen wird. Klar ich könnte dich auch fragen mich in der Kunst des Kampfes zu trainieren, aber ohne eingebildet klingen zu wollen, es gibt wohl nichts das du mir noch beibringen könntest, denn was mir fehlt ist...", eine kurze Pause kam auf, in der er händeringend nach einer Umschreibung seines Problems suchte, ohne Scarlett dabei zu beleidigen. "Ich habe bis heute keinen Menschen getötet und diese Unfähigkeit wird mich wohl das Leben kosten. Und da kommst du ins Spiel. Du hast da keine Scheu. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich alleine werde den Weg nach Hause nicht finden können, denn er wird zu gut bewacht. Tja, das ist die Wahrheit und da du sie jetzt weist, willst du immer noch mitkommen? Denn es wird wohl kein zurück geben, nicht weil ich dich daran hindern könnte, sondern weil du auf einer Liste stehen wirst und wer erstmal auf dieser Liste steht, wird von der S. a. D. schwer gesucht."
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Ivy



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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 20 Apr - 20:47:46

Das es Scarlett erstaunte, zeigte schon wie selten es mittlerweile vorkam, das jemand ehrlich war. Dennoch runzelte sie ein wenig die Stirn, während sie Remo zuhörte. Das er kämpfen konnte, hatte man nicht wirklich gesehen, als sie sich in diesen kleinen Zwischenfall mit der S.a.D. und dem jungen Mann eingemischt hatte, was jedoch nicht bedeutete das Scarlett seinen Worten keinen Glauben schenkte. Im Gegenteil, denn das bewies das er wirklich Schwierigkeiten damit hatte andere zu töten. Und auch wenn es ihr wiederstrebte das es mal wieder so klang als wäre das eine art Hobby von ihr, so konnte sie seine Worte nicht bestreiten.
"Ich mag deine Ehrlichkeit.", war das erste, was sie sagte, nachdem Remo schwieg.
"Und um ebenfalls ehrlich zu sein, ich war auch sehr überrascht über meine Antwort. In meinem Kopf hatte ich mich nämlich dagegen entschieden, aber scheinbar hält irgendetwas in mir diese Reise für eine gute Idee. Was sich auch jetzt nicht geändert hat.", womit sie auch seine Frage, ob sie nach all dem, was er ihr gesagt hatte, noch immer dabei sein würde.
"Versteh mich nicht falsch, ich halte diese Sache für eine ziemlich verrückte Idee, allerdings habe ich eine Schwäche für verrückte Ideen und gerade nichts besseres zutun.", einen Moment hielt Scarlett inne, ehe sich ein Grinsen auf ihre Lippen schlich.
"Und was diese Liste betrifft, auf der ich auftauchen könnte. Mal ehrlich, ich hab ein paar von diesen Typen getötet, ich vermute mal das ich bereits auf einer Liste stehe. Vielleicht nicht unbedingt auf dieser, aber hey, man soll doch stehts nach höherem Streben, somit gibt es keine Gründe die dagegen sprechen.", und wer wusste schon wohin das alles führen würde. Wobei dieser Gedanke sie auch auf eine weitere Frage brachte.
"Da die Formalitäten aber nun geklärt sind, was wird unser nächstes Ziel sein? Und bitte sag mir das du eines hast, denn ich hasse es ziellos durch die Gegend zu latschen, in der Hoffnung auf irgendetwas brauchbares zu stoßen.", es mochte zwar sein das sie so gesehen Unsterblich war, das hieß aber nicht das sie deswegen auch ihre Zeit mit sinnlosen Aktionen verschwenden wollte.
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Draug
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 20 Apr - 21:52:15

Sie mochte seine Ehrlichkeit und dabei verschwieg er ihr weit mehr, als dass er ihr offenbarte. Aber das waren so gesehen keine Lügen, sondern einfach nur Geheimnisse, die er noch nicht bereit war ihr zu erzählen. Und da sie vorerst für den weiteren Weg nicht wichtig waren, gab es auch keine Notwendigkeit daran etwas zu ändern. Das sie ihm dann aber die selbe Ehrlichkeit entgegen brachte erstaunte ihn zunächst etwas, bevor ihre Worte ihn leicht verstörrten, immerhin offenbarte sie ihm das ihre Vernunft ihr von diesem Unterfangen abriet und sie selbst nicht so genau wusste warum sie doch mit ihm kam. Aber da sie ihre laut ausgesprochene Entscheidung nicht widerrief und sogar mehr Informationen haben wollte, nahm er das alles einfach nur schweigend hin. Schließlich gab es in ihm das selbe Stimmlein das ihm davon abriet weiter nach der Heimat zu suchen, da es ein Selbstmordkomando war.
"Du bist also nicht scharf auf eine Schnitzeljagt, während die S. a. D. hinter die her ist?", kurz lachte Remo amüsiert auf, denn wenn in diesem Abteil jemand die Zeit für eine Schnitzeljagt besäße, dann war wäre dies Scarlett. "Besser du gewöhnst dich daran, also nicht falsch verstehen, ich weis wie der Hase läuft. Nur wenn ich den direkten Weg wissen würde, dann bräuchte ich keine Hilfe, denn eine graue Maus wie ich, kommt überall hin. Nein, es wird im Grunde immer gleich ablaufen, ich habe eine Anhaltspunkt, diesmal ist es ein bereits in Vergessenheit geratener pensionierter Agent der in Hiroshima lebt, wir holen uns aus seinem Kopf den nächsten Anhaltspunkt, reisen dort hin, holen uns dort die nächste Information und so weiter und so weiter. Es ist im Grunde also doch eine Schnitzeljagt. Sorry."
Nur wenn sie hier einen falschen Schritt machen oder zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen würden, mussten sie nicht nur wieder ein paar Schritte zurück gehen, um die Abzweigung zu finden an der sie falsch abgebogen waren, nein sie würden um ihr Leben kämpfen müssen, denn jeder Fehler würde von der Agentur bestraft werden. Das hatte er bereits am eigenem Leib erfahren müssen und dabei grenzte es an ein Wunder, das man noch nicht dahinter gekommen war, was er mit seinen Taten bezweckte. Aber der Tag würde kommen, an dem sich dies ändern würde. Das war so sicher wie das Amen in der Kirche.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 27 Apr - 12:11:10

Während Remo ihre Frage beantwortete, runzelte Scarlett die Stirn, hörte aber aufmerksam zu. Gut, wenn sie das also richtig verstand dann war er sozusagen der Wegweiser, während sie für die Drecksarbeit zuständig war, zumindest wenn es um langfristige Ausschaltung eines Gegners ging. Dann sagte Remo aber etwas, das sie stutzen ließ.
"Wenn du sagst das wir uns die Informationen aus seinem Kopf holen, dann meinst du vermutlich nicht das wir uns gemütlich zu Kaffee und Kuchen zusammen setzen und darüber reden, oder?", was an sich langweilig, aber auch mal eine interessante Abwechslung wäre. Dennoch bezweifelte die Vampirin das Remo diese Art der Informationsbeschaffung im Kopf hatte. Wenn aber der Gedanke, der ihr bei seinen Worten durch den Kopf schoss, zutreffend sein sollte, dann würde sich Scarlett ernsthaft fragen müssen über was für Kräfte dieser junge Mann eigentlich genau verfügte. Denn wenn sie ehrlich zu sich war, dann hatte sie keine Ahnung. Oder, um noch genauer zu sein, er wusste was sie konnte, sie tappte bei ihm aber vollkommen im dunkeln. Ein Umstand der Scarlett so gar nicht gefiel, den sie aber vermutloich in nächster Zeit nicht ändern könnte. Zumindest nicht solange sie sich in einem Zug oder unter Menschen befanden. Ihr Blick schweifte zu der noch immer schlafenden Miliana. Es wäre vermutlich wirkich das Beste die junge Frau so schnell wie möglich los zu werden, zumindest solange sie noch die Chance hatte zu gehen.
"Wie lang ist es her, das du dich dazu entschlossen hast den Weg nach Hause zu suchen?", fragte sie und richtete ihren Blick wieder auf Remo. Ob sie das Ausmaß dessen, worauf sie sich da gerade eingelassen hat, wirklich erkennen konnte, wusste Scarlett nicht, aber sie würde ihre Meinung nicht ändern.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 27 Apr - 20:21:00

Auf ihre Frage hin sah er sie nachdenklich an und für einen Moment erweckte er den Eindruck etwas darauf erwidern zu wollen, doch mit einmal erschien ein schiefes Grinsen auf seinen Lippen und sein Blick erhielt etwas geheimnisvolles. Nein, er würde hier und jetzt nicht mehr offenbaren als unbedingt notwendig, davon einmal abgesehen befand er es für besser wenn vorerst niemand wusste wer oder was genau er war, reichte es vollkommen aus das Scarlett bereits wusste das in seinen Adern magisches Blut pulsierte.
"Wir werden sehen wie wir an die gewünschte Information herankommen.", antwortete er ihr schließlich und setzte sich wieder anständig in seinen Sitz. "Laß uns erstmal den alten Kauz finden und kennen lernen. Dann können wir entscheiden welche Methode in diesem Fall die passenste wäre. Wobei es für uns von Vorteil wäre, wenn er uns unwissentlich die Info gibt, schließlich ist es das gesündeste wenn die Agentur so lange wie möglich nichts von unserem Vorhaben weis."
Nun wand er seinen Blick von der blonden Frau ab und fasste statt dessen die schlafende Braunhaarige ins Auge. Zu gern hätte er sie einfach schlafen lassen und sich mit Scarlett leise aus dem Abteil geschlichen, sich somit aus ihrem Leben gestohlen. Aber weder brachte er diese unpersönliche Methode übers Herz, noch war er sich absolut sicher das die S. a. D. nicht doch irgendwie heraus gefunden hatte in welchem Zug sie sich befanden. Und wenn sie in Hiroshima die schlafende Miliana vorfanden, während er und Scarlett bereits über alle Berge waren, dann gäbe es wohl keine Rettung mehr für sie.
"Aber jetzt laß uns erstmal Schneewittchen erwecken, damit sie noch in Ruhe essen kann, bevor wir in Hiroshima einfahren, was nicht mehr all zu lange dauern wird."
Damit leerte er seine Red Bull Dose, stellte diese auf dem Tisch ab und setzte sich an die Kante seines Platzes. Seine Hände kurz, aber dafür kräftig aneinander reibend, wollte er nicht das Miliana erwachte, bevor er ihr geholfen hatte, legte er sie vorsichtig um ihre Knöchel. Den Blick zu Boden gewand, konzentrierte er sich auf den warmen Körper unter seinen Händen und auf seine Umgebung. Er merkte sofort das es nicht leicht werden würde ihre wunden Füße zu heilen, da der Zug ziemlich schnell fuhr, aber die Verletzungen waren nicht schwerwiegend und so reichte die Kraft aus, die er schöpfen konnte.
Nach dem er sie geheilt hatte, sah er kurz zu Scarlett und legte einen Finger auf seine Lippen, war es besser wenn kein Wort darüber fallen würde, vielleicht würde es Miliana auch gar nicht auffallen das ihre Wunden geheilt waren. Immerhin war sie zuvor ziemlich durch den Wind und müde gewesen, so dass sie jetzt nach einem solch kurzem Nickerchen die Möglichkeit bestand das sie sich erstmal gar nicht mehr daran erinnerte das sie sich wund gelaufen hatte.
"Miliana, aufwachen.", sagte er sachte und klopfte ihr leicht gegen das Knie. "Wir laufen bald am Bahnhof ein."
Bei ihrer ersten Regung zog er sich zurück und setzte sich wieder bequem in seinen Sitzplatz zurück, wobei er seine Beine weit ausstreckte.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 27 Apr - 20:43:20

Viele verrückte und wirre Träume hatten sich in der Zeit eingeschlichen, kaum das die Müdigkeit sich ihrer ermächtigt hatte und sie vorerst auch nicht herzugeben gedachte. Nichts als Erinnerungen aus längst vergangener Zeit. Erinnerungen aus guten Zeiten und auch aus schlechten Zeiten. Erinnerungen die ihr in all der Zeit geblieben waren, die sie nicht einfach hatte vergessen können, ganz gleich wie sehr sie es wollte. Doch viele davon hatten sich tief in ihre Gedanken geschlichen und kamen oft nur dann zum Vorschein, wenn die junge Frau keine Kontrolle darüber hatte. Doch um längen waren sie glücklicherweise für sie nicht mehr so schlimm, als das sie schreiend oder schweiß gebadet erwacht war.
Was um sie herum geschehen war, hatte sie dementsprechend nicht bekommen, denn tief war der Schlaf gewesen. Tief und auch erholsam für sie, denn nichts anderes hatte sie gebraucht um auch wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Erst als auf einmal etwas warmes ihren Körper durchflutete, etwas, das sie, oder viel mehr ihr Unterbewusstsein absolut nichts und niemandem hatte zuordnen können, schien langsam wieder Regung in den zuvor erschöpften Körper zu kommen, ehe eine Berührung und der Ruf ihres Namens dazu führte, das sie langsam die bernsteinfarbenen Augen öffnete, jedoch ein wenig verschlafen blinzelte, sich die Augen rieb. "Wie lang habe ich geschlafen?", drang unweigerlich mit verschlafener Stimme die Frage über ihre Lippen als sie sich streckte und sich zugleich auch ein wenig aufrechter in ihrer Körperhaltung positionierte, in der sie zusammengesunken war. Als ihr Blick dann aber auf das Wasser fiel und auch auf das Essen, wurden für einen Moment Benehmen und Anstand vergessen als auch die Frage, oder viel mehr außen vor gelassen, weshalb sie direkt nach der Wasserflasche griff und den Inhalt zugleich auch ohne abzusetzen leerte. Die Flasche wieder abstellend, griff sie zugleich auch nach dem Essen, das sie nun bedeutend ruhiger zu sich nahm, nachdem der Hunger ein wenig gesättigt war. "Vielen dank Scarlett", erfolgte ihr Dank lächelnd an die Blondine, ehe ihr Blick dann wieder zu Remo glitt, während das Essen nach und nach in ihrem Mund verschwand. "Wohin geht es nun?", war jedoch das nächste, das sie interessierte, denn jetzt wo sie sich ausgeruht hatte, wieder zu Kräften gekommen war, fühlte sie sich bedeutend lebendiger und längst nicht mehr so ängstlich oder angespannt wie zuvor. Auch ihr Kopf hatte sich fürs erste wieder geklärt. Wenngleich ihr das alles nach wie vor nicht geheuer war und dieser Tag sicherlich nicht in ihrem Kalender mit einem roten Kreuz versehen werden würde.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 1 Mai - 9:56:23

Das Remo sich in Schweigen hüllte, überraschte Scarlett nicht wirklich. Zwar brannte sie darauf zu erfahren welche Kräfte tatsächlich in ihm schlummerten, allein schon um das Gleichgewicht wieder herzustellen, da er mehr über sie wusste als sie über ihn, zumindest was die Fähigkeiten betraf, aber sie konnte ihn auch verstehen. Hätte sie eine Wahl gehabt, hätte sie ihre Fähigkeiten auch so lange wie möglich im verborgenen gehalten. Vorurteile überwogen auch heute noch. So nickte sie schließlich nur schweigend und nahm sich eine weitere Gummischlange aus der Tüte, die sie zuvor auf den Tisch gelegt hatte. Genüsslich biss sie darauf herum, während sie zusah wie der junge Mann Miliana weckte und diese kurz darauf sich dem mitgebrachten Essen widmete. Scarlett kannte das Gefühl von Hunger, allerdings war ihres anders als das der Menschen. Sie biss den Kopf der Gummischlange ab und nickte der jungen Frau zu, als diese sich bei ihr bedankte. Wäre die Vampirin nicht so ein geschwätziges Ding, würde sie diese Art der Kommunikation recht amüsant finden. Mit einem Nicken war oft sehr viel mehr gesagt als es Worte vermochten.
"Wir kommen jetzt dann in Hiroshima an.", beantwortete sie die Frage von Miliana und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, da sie ahnte das diese schlichte Antwort vermutlich nicht ausreichte. Allerdings war das hier nicht ihre Reise, von dem her würde sie es Remo überlassen mehr dazu zu sagen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 1 Mai - 13:00:22

Remo war froh darüber das Scarlett zunächst eine Antwort für Miliana parat hatte, so konnte er selbst noch einen Hauch länger darüber nach denken wie er das, was er zu sagen hatte, am geschicktersten verpackte, ohne das er der Braunhaarigen eine verbale Ohrfeige verpasste. Er war zwar durch aus nicht immer der nette Kerl von neben an und bei gewissen Situationen gefühllos und kalt, aber wenn er diese Seite von sich nicht zeigen musste, dann war er darum bemüht sie zu verbergen. Gab es schließlich genug Arschlöcher auf dieser Welt, da musste er selbst nicht auch noch dauerhaft eines sein.
"Wie Scarlett schon sagte, der Zug hält in Hiroshima.", hob er an zu sprechen und zog ihren Haarschmuck aus seiner Hosentasche. "Wenn es dir jetzt aber nicht nur um das Reiseziel des Zugs geht, so können wohl weder ich noch Scarlett dir eine Antwort geben. Ich kann dir lediglich den Rat geben nicht zurück zu kehren um deine Sachen von deinem Bekannten zu holen. Schreib sie besser ab und wenn du das nicht kannst, dann rechne damit das die Agentur dich unter Umständen ausfindig machen wird. Aber wie gesagt, nur unter gewissen Umständen, du könntest auch das Glück besitzen das sie dich nicht erkannt haben und dich das Cap auch soweit geschützt hat, dass sie dir sogar über den Weg laufen können, ohne dich mit uns in Verbindung zu bringen. Aber für was auch immer du dich entscheidest, diese Habseligkeiten sind dir zumindest geblieben."
Damit legte er die Stäbchen und den Haarschmuck auf den Tisch. Dabei war er recht froh das er nichts davon beschädigt hatte, schließlich war er jetzt eine ganze Weile darauf gesessen.
"Doch was auch immer du gedenkst zu tun, es wäre wohl besser wenn du so schnell wie möglich das Land verlässt. Sicher ist sicher."
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 1 Mai - 19:04:40

Je länger sie Remo zuhörte, desto größer wurde ein gewisser Verdacht in welchem sie sich bestätigt fühlte, als er auf einmal ihren Haarschmuck hervor holte und ablegte. Miliana hielt inne, blickte starr auf den Tisch, schluckte schwer und griff fast wie in Zeitlupe nach ihrem Haarschmuck. "Du ... du willst mir also damit sagen, das sich hier unsere Wege trennen?", hob sie an zu sprechen, als sie ihren Blick wieder auf Remo richtete, kaum das ihre Finger sich um die Stäbchen schlangen. "Bitte nicht! Ich ... alles was ich besitze ist dort. Meine Papiere, meine ... alles! Ich kann nicht zurück und Risiko spielen. Ich kann nicht die Gefahr eingehen und darauf hoffen das sie mich nicht erkennen." Milianas Blick wurde glasig. "Bitte schick mich jetzt nicht weg. Bitte, ich flehe dich an! Ich ... ich weiß, es war nicht einfach mit mir und es tut mir auch leid das ich mich nicht immer von meiner besten Seite gezeigt habe. Ich kann auch anders, wirklich!" Das flehen in ihrer Stimme war nicht zu überhören und sie rang mehr als deutlich mit den Tränen. "Ich verspreche, ich werde keine Last sein und ich werde mich auch zusammenreißen. Ich verspreche alles aber bitte lass mich nicht hier zurück! Es ist egal wohin es geht und was passieren kann und wird aber bitte nimm mich mit! Ich will mein Bestes tun und auch geben. Aber bitte, bitte nimm mich mit!" Sie wusste nicht was sie sonst tun sollte, tun würde. Nicht das sie nicht auf sich allein gestellt sein könnte, so hatte sie die meiste Zeit auch damit verbracht aber sie war nie in solch einer Situation gewesen, ohne alles, ohne Habseligkeiten. Was wenn sie geschnappt wurde bei einer Kontrolle und festgenommen wurde? Und dann die Agentur auf sie aufmerksam wurde? Dann war alles vorbei! Genauso gut könnte sie sich gleich in die Arme der Agentur schmeißen und jeder Seite ene Menge Zeit und Nerven ersparen. Oder sich sogar gleich aus dem noch fahrenden Zug werfen. Es kam alles aufs gleiche raus. "Bitte!"
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 1 Mai - 20:54:57

Wow. Also Scarlett hatte ja mit vielem gerechnet, aber mit dieser Reaktion ganz sicher nicht. Ohne es sogar bewusst zu merken, hatte sie inne gehalten, die Gummischlange in der Hand, die gerade auf dem Weg zu ihrem Mund gewesen war und mitten in der Bewegung erstarrt war. Erst als Miliana ein letztes Mal darum bat, führte Scarlett die Bewegung zu ende und biss von dem Gummibärchen in Form einer Schlange ab. Während sie kaute, wanderte ihr Blick langsam zu Remo. Sie war gespannt wie er das jetzt Regeln wollte. Was für ein Glück für Remo, das die junge Frau nicht zu vermuten schien das Scarlett nicht weg geschickt wurde. Wobei das die falsche Wortwahl war, denn es war nicht so als wäre sie auf Remo angewiesen gewesen. Leicht schüttelte sie den Kopf und fragte sich auf was für sinnlose Gedanken sie da gerade kam.
"Ich will mich ja nicht einmischen, aber du solltest dir deine Bitte vielleicht nochmal überlegen. Nicht das ich etwas schlechtes gegen Remo sagen möchte, aber seid du ihm begegnet bist, wirst du verfolgt und bist auf der Flucht. Da stellt sich doch die Frage warum du weiterhin mit ihm gehen möchtest, wenn es ohne ihn vermutlich sicherer wäre?", sie warf Remo einen raschen, entschuldigenden Blick zu und hoffte das er ihre Worte nicht falsch verstehen würde. Aber hätte Remo ihr dieses Angebot nicht gemacht, wäre sie auf und davon, sobald der Zug angehalten hätte. Nicht das sie den Burschen neben sich nicht mochte, soweit sie das nach dieser kurzen Zeit beurteilen konnte, aber seit sie ihn getroffen war, wurde sie gesucht. Gut, das war nicht unbedingt seine Schuld, er hatte sie weder gezwungen ihm zu helfen, noch jemanden zu töten, aber darum ging es auch überhaupt nicht. Moment, worum ging es nochmal? Ach ja, um Miliana und ihrem Flehen das Remo sie nicht weg schickte.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 2 Mai - 17:42:18

Was zum Henker war jetzt los? Hatte es Miliana gerade einen Schalter rausgehauen? Oder war er gerade noch einmal eingepennt und hatte davon nur nichts mitbekommen? Remo konnte nicht mit Sicherheit sagen was hier gerade ablief, doch als Scarlett das Wort an sich nahm, wusste er zumindest schon einmal das er nicht schlief, sondern hell wach war und das hier eine äußerst erschreckende Realität dastellte.
"Scarlett hat recht.", nickte er der Blondine kurz zu, damit sie erkannte das er ihre Worte nicht in den falschen Hals bekommen hatte, ganz im Gegenteil sogar. Er war ihr sogar dankbar dafür. "Ich hab dich als menschlichen Schutzschild missbraucht, zumindest waren das meine Absichten, als ich anfing mich um dich an diesem Abend zu kümmern. Ich konnte ja nicht wissen das du alles andere als ein normaler Mensch bist. Und das sollte dir zeigen das ich kein Held bin und das du bei mir gewiß nicht gut aufgehoben bist, ganz im Gegenteil sogar. Wenn du in meiner Nähe bleibst wirst du richtigen Ärger bekommen."
Jetzt schüttelte er den Kopf, fuhr sich durch die Haare und überlegte für einen Moment wie er das was ihm noch auf der Zunge lag, möglichst freundlich formulieren konnte. Sicher er hätte ihr jetzt knall hart sagen können das er nicht ihr Babysitter war und jeder letztendlich allein zusehen musste wie er in dieser Welt zu recht kam. Vorallem wäre es absolut Schwachsinn von ihr das sichere Leben, dass sie bisher geführt hatte, einfach so aufzugeben. Und das die S. a. D. von ihrer Identität nichts wusste, davon zeugte auch die Tatsache das sie als Künstlerin einen Namen besaß und immer noch auf freien Fuß lebte. Und doch konnte er ihr die Worte nicht einfach so vor den Kopf hauen, denn sie war auf ihre eigene Art und Weise eine nette Persönlichkeit und gerade deswegen kein Umgang für ihn.
"Was erwartest du von mir, einem Fremden, von dem du absolut nichts weist und der ein rotes Tuch für die Agentur ist? Warum fragst du mich und nicht Scarlett, sie weis von uns beiden weit aus besser wie man dich beschützt, wenn es brenzlig wird. Ich mein, versteh mich nicht falsch, aber...", er stockte, suchte nach Worten und fand doch keine. "Nein, sorry, ich weis gerade nicht was ich dazu noch sagen soll. Du hast dein Leben bisher allein gelebt und jetzt wo du dein persönliches Hab und Gut für ein paar Tage abschreiben musst, sitzt du hier aufgelöst vor mir und... nein, ehrlich gesagt weis ich wirklich nicht was du von mir willst. Willst du das ich dich zum Flughafen, zum Hafen oder gänzlich außer Landes bringe? Wohin soll ich dich denn mitnehmen? Du weist überhaupt nicht was ich so vor habe und doch sitzt du hier vor mir flehst mich an dich mitzunehmen. Wie oder was hast du dir dabei gedacht?"
Sie überforderte ihn gerade vom Kopf bis zum Zeh. Er hatte schon viel erlebt, aber bis heute hatte man ihn nicht mit Tränen in den Augen angefleht den großen Bruder zu miemen. Er war auch nicht dafür geschaffen, sonst hätte er nicht Scarlett um Hilfe gebeten. Er konnte so langsam sein eigenes Leben kaum noch beschützen, wie sollte er das dann bei einem anderem zu stande bekommen. Richtig, überhaupt nicht und daher war es besser wenn Miliana so schnell und so weit wie nur möglich davon rannte.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 10 Mai - 19:50:13

Sie hätte sich die Reaktionen auch denken können, die ihre Bitte ausgelöst hatte. Sie kannten sich nicht und waren aufgrund misslicher Zustände aufeinander getroffen, waren gemeinsam auf der Flucht gewesen. Sie wussten nichts voneinander außer, das sie keine normalen Menschen waren, auch wenn es optisch so aussehen mochte. Scarlett hatte mit ihren Worten schon recht. Es war ihr in gewissem Sinne besser ergangen als sie Remo noch nicht begegnet war, ganz gleich ob es nur eine Frage der Zeit gewesen wäre, um in das Blickfeld der Agentur zu geraten. In ihrem Kopf überschlug sich alles, die Gedanken schossen kreuz und quer wie ein Pingpong-Spiel und stoppten erst, als Milianas Augen sich weiteten. Hatte er gerade tatsächlich das gesagt, was sie gehört hatte?
"Du hast was?", kam es ihr ungläubig über die Lippen. "Du hast mich als Schutzschild benutzt in der Hoffnung, dass die Agentur dich nicht angreift? Du hast absichtlich mein Leben in Gefahr gebracht um deine eigene Haut zu retten?" Sie schluckte und war dabei selbst von sich überrascht, denn ihre Stimme war nicht lauter geworden. Viel eher geschockt und ihr Blick fassungslos. Das warf die ganze Sache natürlich in ein gänzlich anderes Licht. "Du hast recht. Du bist kein Held. Du bist ein… ein…“ Wieso fiel ihr jetzt in diesem Moment kein Schimpfwort ein? Jetzt könnte sie eines gebrauchen! „So ein Unmensch!“ Und selbst das war angesichts der Tatsache, das er wirklich kein normaler Mensch war keine Beleidigung.  Sie hatte ihn lieb gewonnen, hatte angefangen ihn zu mögen, da er nach einer sehr langen Zeit, einer gefühlten Ewigkeit sogar, die erste Person war, die sich ihrer angenommen hatte und das einfach so. Eine Person mit der sie gerne die Zeit verbracht hatte, den Abend bis zu einem gewissen Punkt hin auch genossen hatte. Er war der Grund, dass sie ihren Geburtstag nicht alleine und volltrunken verbracht hatte und dabei erst recht Gefahr gelaufen wäre, in große Schwierigkeiten zu geraten. Er hatte ihr etwas zu essen und zu trinken gekauft, hatte sie über das Feuerwerk informiert und war dann auch die Zeit über bei ihr geblieben. Es war wirklich eine schöne Zeit gewesen, die sie sehr genossen hatte.
Und nun saß sie hier und wusste nicht ob sie eher wütend oder einfach nur enttäuscht sein sollte, fühlte sich hin- und hergerissen. All das was sie in dem Moment versucht hatte sich zurecht zu legen damit sie nicht wieder allein sein musste als er meinte die Wege würden sich trennen, war just in dem Augenblick nicht mehr relevant. Und trotzdem… so unsicher und verwirrt hatte sie sich schon lang nicht mehr gefühlt.
"Du hast recht", begann sie dann leise. "Ich kenne dich nicht und weiß auch nicht was du vor hast. Ich war so naiv und hatte lediglich die Hoffnung jemandem nach langer Zeit zu begegnen der ... egal." Ein leises Seufzen erklang. Es brachte nichts zu erklären oder zu rechtfertigen, sie würde sich eher um Kopf und Kragen reden.
"Ich hatte gedacht, dass wir uns zumindest hätten zusammentun können, weil wir nicht so sind wie andere. Das wir uns gegenseitig schützen und helfen könnten, vielleicht sogar ein gemeinsames Ziel hätten oder zumindest eine Zeitlang den Weg zusammen beschreiten könnten." Denn sie war dem ewigen Alleinsein überdrüssig geworden. Aber es war wohl wirklich sicherer, denn unabhängig von allem, eine Bürde wollte sie letztendlich auch nicht sein und dadurch jemanden in Gefahr bringen. Aber und dessen war sie sich bewusst, würde sie es alleine wohl unter all den Begebenheiten nicht schaffen das Land zu verlassen. Sie war also auf seine Hilfe angewiesen.
„Ok… also gut.“ Tief durchatmend versuchte sie folglich ihre Gedanken wieder zu sortieren.
„Ich war einem Irrglauben erlegen, das ist meine Schuld und das mach ich niemanden zum Vorwurf außer mir. Ich … ich bitte dich nur um einen einzigen Gefallen. Das bist du mir schuldig wegen der Schutzschildsache ok? Ich bitte dich nur, mich außer Lande zu bringen. Danach bist du mich los. Können wir uns darauf einigen?“ Bittend sah sie ihn dabei an, beinahe flehend sogar. Sie brauchte ihn. Er hatte sie benutzt, sie würde ihn benutzen. Sie waren quitt und würden sich nie wieder sehen, geschweige denn wegen dem anderen in Gefahr geraten. Es konnten also nur beide Seiten gewinnen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 11 Mai - 18:27:09

Interessiert blickte Scarlett von Miliana zu Remo und wieder zurück. Sie war froh das dieses Gespräch sie so gesehen nichts anging und sie nur zuschauer war. Weswegen es die Vampirin, die es für gewöhnlich nicht ausstehen konnte wenn man sie ignorierte, in diesem Fall auch nicht störte das Miliana genau das tat. Genüßlich biss Scarlett von der Gummischlange ab und fragte sich wie Remo wohl auf die Worte der jungen Frau reagieren würde. An sich war ihr Gedankengang einleuchtend und logisch. Quid pro Qou, wie man so schön sagte. Ihre blauen Augen legten sich auf Miliana und musterten die junge Frau zum wiederholten male. Sollte ihr Drängen, das Remo sie nicht allein ließ, bedeuten das sie nicht kämpfen konnte und Angst vor dem hatte, was auf sie warten könnte, oder lag es eher daran das sie ahnte das sie zahlenmäßig unterlegen wäre, sollte die Organisation sie erwischen? Scarlett stöhnte genervt, steckte das letzte Stück des Gummitieres in den Mund und verschränkte die Arme vor der Brust, während sie sich zurück lehnte. Es störte sie noch immer das sie nicht einschätzen konnte wie gut Miliana sich selbst verteidigen konnte. Bei Remo wusste sie zumindest halbwegs worauf sie sich einließ, doch bei der jungen Frau tappte sie vollkommen im Dunklen und das war nicht gut. Allerdings hatte sie diesen Gedanken in den letzten Stunden schon mehr als einmal gehabt und so witzig es in manchen Situationen auch war, sich im Kreis zu drehen, würde es ihr hier nicht weiter helfen. Gespannt, was Remo zu Milianas Vorschlag sagen würde, sah sie den jungen Mann abwartend an.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 19 Mai - 14:09:17

"Ich bin also ein Unmensch.", wiederholte er leise und schüttelte leicht den Kopf, ging diese Beschimpfung nicht gänzlich spurlos an ihn vorbei. "Ein sogenanntes Monster also."
Wie oft hatte er das schon gehört. Wie oft hatte die S. a. D. ihm das eingetrichtert, bis er es eines Tages fast schon selbst geglaubt hatte. Tage, ach was, Monate lang war er in dem kleinem Zimmer umhergetigert, hatte sich dabei immer wieder gefragt warum er war wer er war. Warum hatte er kein normaler Mensch sein können? Warum hatten seine Eltern ihm erlaubt zu exestieren? Konnte man ihn heilen? War es vielleicht nur eine Phase? War es unter Umständen nicht einfach besser wenn die S. a. D. ihn einfach umnietete?
Den Blick zum Boden gerichtet, stand er langsam auf und verscheuchte die Erinnerungen aus seinen Gedanken. Sie hatten hier und jetzt einfach nichts zu suchen und wenn er in all der Zeit etwas gelernt hatte, dann das es besser für ihn war wenn er die Vergangenheit ruhen ließ.
"Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.", antwortete Remo nüchtern und fasste Miliana kurz ins Auge. "Du hast gerade selbst Menschen als Schutzschild benutzt und hast dabei keine Sekunde lang gewusst ob sich unter ihnen vielleicht einer von uns befand. Also sei mit deinen Anschuldigungen etwas vorsichtiger, denn wenn du jetzt mal ehrlich zu dir selbst bist, dann weist du im Grunde bereits, dass wenn ich gewusst hätte wer oder was du bist, ich dich sofort weit weg von mir und somit von der S. a. D. geschickt hätte."
Damit wand er sich von ihr ab und ging zur Abteilstür, die er langsam aufschob. Er war bereits im Begriff raus zu gehen, als er noch einmal kurz inne hielt und ohne sich umzudrehen sagte: "Aber ich werde dir helfen aus Japan zu fliehen, nicht weil ich den Fehler begangen habe dich für einen Menschen zu halten, sondern weil ich dich merkwürdiger weise leiden kann. Und jetzt entschuldigt mich, ich muss mal eben austreten. Wir laufen in zehn Minuten im Bahnhof ein."
Damit schloß er die Tür hinter sich und suchte die Toilette des Wagons auf, die restliche Reisezeit wollte er dann im Gang des Zuges verbringen, war ihm das Abteil gerade viel zu eng geworden. Und das letzte was er jetzt gebrauchen konnte war ein Verlust seiner Selbstkontrolle. Er war frei wie ein Vogel und alles andere sollte ihn nicht mehr interessieren.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 26 Mai - 15:23:24

Seine Worte waren wie ein Schlag in die Magengrube, der ihr ins Bewusstsein rief, was sie da eigentlich von sich gegeben hatte und wie sehr sie ihn mit der Bezeichnung verletzt und auch zu unrecht bezeichnet hatte. Ja, sie hatte definitiv kein Recht ein dementsprechendes Urteil zu fällen. Kaum das Remo das Abteil verlassen hatte, barg sie ihren Kopf in ihren Händen, seufzte leise auf. Und wie recht er mit seinen Worten hatte! An für sich war es auch nicht ihre Art jemanden als irgendetwas zu bezeichnen aber zuvor war sie einfach zu aufgewühlt gewesen, hatte dementsprechend nicht nachgedacht und demnach wieder in eine Kerbe geschlagen und es tat ihr furchtbar leid. Schließlich war auch sie lange Zeit mit sich und ihrer Fähigkeit nicht klar gekommen, hatte sich für ein Monster gehalten und war mit der Gesamtsituation gänzlich überfordert gewesen. Es hatte lange Zeit gedauert bis sie all das hatte kontrollieren können und auch wenn sie stolz darauf war wer oder was sie war, schließlich war sie die Tochter ihrer Mutter, es gab heute noch oft Zeiten wo sie sich wünschte einfach nur ein ganz normaler Mensch zu sein.
Und doch, er verteufelte sie nicht für ihre Worte, mahnte sie lediglich sinngemäßig erst den Kopf einzuschalten bevor der Mund sich öffnete und würde ihr trotzdem helfen Japan zu verlassen. Dann jedoch stutzte sie, als ihr seine weiteren Worte auffielen: Er konnte sie gut leiden!
Er würde ihr helfen weil er sie gut leiden konnte und sie? Sie äußerte das erst beste was ihr durch den Kopf ging. Das schlechte Gewissen dementsprechend ließ natürlich nicht lange auf sich warten und auch wenn Remo das Abteil verlassen hatte weil es ihm wohl dank ihr zuviel geworden war, sie wollte es so nicht auf sich beruhen sondern sich für ihre Unüberlegtheit entschuldigen.
"Ich bin ein Idiot", schimpfte sie sich selbst, als sie sich mit einem unwirschen Laut auf den Obeschenkel schlug. Das Bedürfnis sich prompt zu entschuldigen war in diesem Moment riesig aber sie wusste nicht wo er sich aufhalten würde, vermutete lediglich, das er kurz bevor sie in den Bahnhof einfuhren, wieder im Abteil auftauchte. Und doch, wann würde sie die nächste Möglichkeit, die nächste Gelegenheit dazu haben sich bei ihm für ihr Verhalten, für ihre Worte zu entschuldigen und sich auch zu bedanken das er sie trotzdem nicht fallen ließ? Richtig, dafür gab es keine Gewissheit. Somit saß sie nun hier, hin und her gerissen und wusste nicht was tun.
Letztendlich aber entschied sie sich dann doch dazu ihn aufzusuchen, erhob sich auch schon als sie für einen Moment zusammenzuckte, kaum das ihre Füße den Boden erreichte und ihr dabei einfiel, das diese ja eigentlich verletzt waren. Demnach rechnete sie auch schon mit einer Welle des Schmerzes, welche durch ihren Körper zog aber sie blieb zu ihrer eigenen Überraschung aus. Die Brünette ließ sich zugleich wieder nieder, betrachtete dann ihre Füße und tatsächlich, sie waren vollständig verheilt! War dass die Wärme gewesen, die durch ihren Körper gezogen war? Dann hatte ihr ihr Unterbewusstsein doch keinen Streich gespielt. Aber wieso? Miliana wusste das sie keine Heilfähigkeiten besaß, also konnte es nur Scarlett oder Remo gewesen sein.
"Meine Füße...", sprach sie leise, hob ihren Kopf und blickte unverwandt zu der blonden Frau, blickte fragend drein. "Warst du das? Oder Remo?"
Sollte das tatsächlich auch noch Remo gewesen sein, dann stand sie mehr als nur tief in seiner Schuld und fühlte sich, obwohl sie noch keine Antwort erhalten hatte, noch schlechter als ohnehin schon.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 29 Mai - 22:15:40

Als Miliana sich selbst als Idiot bezeichnete, ahnte Scarlett das dies kein Kommentar war, auf den die junge Frau eine reatkion wollte. Erst recht nicht weil es bis zu ihrer Feststellung, das ihre Füße geheilt waren, den Anschein machte als hätte sie vergessen das Scarlett überhaupt anwesend war. Dafür schien die junge Frau sie jetzt umso deutlicher wahr zu nehmen. Bei der Frage zu ihren Füßen, hob Scarlett die Hände und schüttelte leicht den Kopf.
"Ich werd dazu nicht viel sagen, nur das ich damit nichts zutun hab.", womit sie eigentlich schon alles gesagt hatte und auch direkt hätte erklären können das es Remo war. Aber damit hätte sie ihn direkt verraten und das kam ja so gar nicht in Frage. Lügen wollte Scarlett allerdings auch nicht. Nicht das ihr das sonst viel ausmachen würde, aber wer wusste schon wie lange sie mit Miliana unterwegs war und sie wollte nicht gleich von anfang an eine schlechte Basis schaffen. Wobei es die wohl so oder so geben könnte, denn bisher wusste nur Remo was Scarlett wirklich war. Miliana wusste es nicht und auch wenn der Vampirin das ganz recht war, hatte sie auch so eine Ahnung das sich das schneller als ihr lieb wäre, ändern könnte. Dieser Gedanke brachte Scarlett aber auch auf einen, den sie schon mehr als einmal innerhalb der letzten Stunden gehabt hatte. Während sie sich noch eine der Gummischlangen nahm, deutete sie auf Milianas Stäbe.
"Ich weiß das es mich nichts angeht, aber darf ich dennoch Fragen was genau es damit auf sich hat? Sind das mehr als nur ein paar Holzstäbe? Oder ist es eher so das es einfach nur Holz ist, das dank deiner Fähigkeiten zu etwas anderem wird?", meist bekam man eine direkte Antwort auf eine direkte Frage. Und mit etwas Glück würde Scarlett endlich eine Anwort auf ihre Frage bekommen, was genau Miliana wirklich war und ob sie ihnen in einem Kampf helfen könnte oder eher im Weg stehen würde.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 2 Jun - 11:53:07

"Verstehe", entgegnete Miliana leise. Wenn es also nicht Scarlett zu verdanken war, und sie es nicht wahr - es sei denn sie hatte plötzlich und heimlich Heilfähigkeiten entwickelt von denen sie zuvor noch nie etwas wusste aber wenn das der Fall war, würde Scarlett wohl nicht so ruhig reagieren und demnach auch Remo nicht. Schließlich hätte sie im Schlaf eine ihrer Fähigkeiten entblößt und dementsprechend wären dann auch sicherlich die Fragen gekommen. Nein. Es musste Remo sein, daran gab es keine Zweifel. Aber warum? Er hätte sie auch einfach sich selbst überlassen können. Sie wäre folglich definitiv eine Bürde gewesen der man sich schnellstmöglichst entledigen musste. Er schien sie also tatsächlich gut leiden zu können!
Doch als Scarlett das Wort an sie richtete, ruckte ihr Kopf wieder hoch nachdem sie diesen nachdenklich hatte sinken lassen, und blickte dabei die blonde Frau unverwandt an. Den Kopf schüttelnd, war es ein sanftes Lächeln das auf ihren Lippen erschien.
"Jain", antwortete sie. "Ja, das es mehr als nur ein paar beliebige Holzstäbe sind. Und Nein, sie haben nichts mit meinen Fähigkeiten zu tun. Sie sind das letzte was mir von meiner Mutter blieb. Ein Andenken also. Das einzige Andenken. Und deswegen für mich teurer und wertvoller als alles andere auf dieser Welt", folgte letztendlich die Erklärung.
"Tut mir leid falls das nicht unbedingt die Antwort war, die du dir erhofft hast." Das sanfte Lächeln wurde zu einem schiefen Grinsen. Aber Miliana konnte und wollte einfach auch noch nicht offenbaren wer oder was sie war, solange sie es nicht musste. Es war nach wie vor Vorsicht geboten.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 9 Jun - 20:37:49

Scarlett zog die Nase kraus, als sie die Antwort der jungen Frau hörte. Vermutlich war es hierbei besser direkter zu sein. Auf der anderen Seite könnte es dazu führen das Miliana die Frage an sie zurück gab. Aber wollte Scarlett das? Im Moment war alles schon chaotisch genug und die Wahrheit könnte womöglich zu noch mehr Chaos führen. Was nicht hieß das Scarlett lügen oder irgendetwas verbergen würde, sondern nur das sie einer direkten Frage nach ihren eigenen Fähigkeiten erstmal besser aus dem Weg gehen sollte. Das war auch einer der Gründe warum die Vampirin anfing zu grinsen und sich zurück lehnte, während deutlich zu spüren war das der Zug langsamer wurde. Und, wie aufs Stichwort, kündigte das Knacken der Lautsprecher eine Durchsage an, die nicht sonderlich überraschend war. Nur das sie jeden Moment den Bahnhof erreichen würden, die Fahrgäste auf der linken Seite aussteigen sollten, sich für die Mitfahrt bedankt wurde usw. bla bla bla.
"Ich gebe zu das dies wirklich nicht die Antwort war, die ich mir erhofft hatte, aber ich respektiere deine Zurückhaltung und kann sie nur zu gut verstehen. Vorsichtig zu sein ist selten falsch.", sie sah der jungen Frau noch einen Moment in die Augen, ehe sie sich die Tüte mit den Gummischlangen schnappte und sie in ihre Tasche steckte. Gerade wollte sie sich aufrichten und sich schonmal ein wenig strecken, als sie inne hielt.
"Eine Frage habe ich dennoch und ich hoffe das du mir diese beantworten wirst, selbst wenn es nur mit einem Ja oder Nein sein wird.", begann sie und sah Miliana ernst an.
"Wenn es zu einem Kampf kommen sollte, bist du dann in der Lage dich zu verteidigen und zu kämpfen?", bei dieser Frage ging es Scarlett nicht darum was für Fähigkeiten Miliana hatte, sondern viel mehr darum in wie weit sie hilfe benötigen würde. Bei Remo wusste die Vampirin zumindest das er sich verteidigen konnte. Sollte Miliana dies nicht gut können würde Scarlett auf sie aufpassen müssen, was sie nur konnte wenn sie das im vorrein wusste. Schließlich sollte niemand ihr nachsagen sie hätte verantwortungslos gehandelt und den Tot von jemandem, der mit ihnen reiste, wohlwissen hingenommen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 15 Jun - 14:00:28

Es war ein dankbares Lächeln das die Brünette auf den Lippen trug als Scarlett nicht nur verstand sondern auch nachvollziehen konnte, den selben Gedanken trug. Ja, manchmal war es besser so wenig wie möglich zu wissen. Nicht nur für die eigene Sicherheit auch wenn es wohl andererseits nicht verkehrt war zu wissen mit wem man es zu tun hatte. Und in wie fern man sich auf die anderen verlassen konnte. Doch sie hatte Remos Worten Glauben geschenkt und war sich sicher, das er sein Wort halten und sie aus Japan rausbringen würde. Danach würden sich ihre Wege dann entgültig treffen, sie sich einander nie wieder sehen und alles würde wieder wie vorher werden. Oder? Sich über diese sich eigens gestellte Frage den Kopf schüttelnd - wem machte sie hier eigentlich etwas vor? - wurde sie abrupt aus ihren Gedanken gerissen, als Scarlett erneut das Wort an sie richtete und Miliana im ersten Moment nicht wusste was sie darauf antworten sollte, schluckte und auf ihre Unterlippe biss.
"Nun ...", begann sie trucksend und auch unsicher. "Das ist schwer zu sagen. Es kommt wohl auf die Situation drauf an. Was ich ehrlich sagen kann ist, ich beherrsche keinen Kampfsport. Der Nahkampf ist darum nicht unbedingt eine Stärke von mir. Und um ganz ehrlich zu sein, ich kann es dir nicht sagen Scarlett. Wirklich nicht. Ich würde mich prinzipiell nicht als einen guten Kämpfer bezeichnen. Tut mir leid." Betreten blickte sie dabei zu Boden, denn unangenehm war es ihr wirklich. Allein deshalb weil sie wohl keine große Hilfe sein würde in einem Kampf und dafür aber Hilfe benötigte um aus diesem Land zu kommen. Ein zweischneides Schwert also.
"Hoffen wir einfach, dass das Glück uns Hold ist und das es nicht zum Kampf kommt. Ich denke, das ist wohl für alle Seiten das Beste", fügte sie letztendlich hinzu und zweifelte dabei selbst an ihren Worten. Ohne einen Kampf, der früher oder später eintraf, würde es nicht gehen. Sie wusste es und das war es, was ihr Angst bereitete. "Denn ist es erst einmal soweit ... nein." Miliana schüttelte den Kopf. "Hoffe lieber das ich nicht kämpfen muss..." Mit diesen Worten und einem schiefen Grinsen, trat Miliana an Scarlett vorbei und auf den Gang, als sie dabei auch nach Remo Ausschau hielt, ehe sie noch einen letzten Blick zurück zu Scarlett fand.
"Und danke für dein Verständnis", sprach sie und es war ehrlich gemeint.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 20 Jun - 12:18:43

Der Zug rollte langsam in dem Bahnhof ein und kaum das Remo den Bahnsteig aus dem Fenster der Tür erkennen konnte, begann er im Sekundentakt auf den Türöffner zu drücken. Er musste aus dieser immer enger werdenden Blechkiste raus und das am Besten sofort und auf der Stelle. Das erdrücktende und beklemmende Gefühl war in den letzten Minuten immer stärker geworden und er stand kurz davor seiner Panik zu erliegen. Ein Umstand der ihm nur noch selten passierte oder besser gesagt, so gut wie überhaupt nicht mehr, seit er begonnen hatte sich auf den Heimweg zu begeben. Daher hatte sie ihn jetzt auch eiskalt erwischt und begonnen ihn zu überrollen, bevor er sich in sein ganz persönliches Versteck hatte zurückziehen können, um nicht durch zu drehen. Und so war das letzte das ihn vor einer Panikattake bewahren konnte der weite Himmel über seinem Kopf und die Weite der Welt, oder das was dem an nächsten kam, was so gut wie alles war, so lange er nicht in einem Räum oder etwas ähnlichem eingesperrt war.
Sich durch den engen Spalt, der sich nur äußerst langsam öffnenden Tür hindurch schiebend, machte er einen großen Satz und stand erleichtert ausatmend auf dem durch aus hell beleuchtetem Bahnsteig von Hiroshima. Und obwohl es mittlerweile weit nach Mitternacht war, wuselten überall Menschen herum, die entweder geschäftig von A nach B unterwegs waren oder damit beschäftigt waren den Bahnhof zu säubern, damit er im Laufe des Tages wieder verdreckt werden konnte. Wobei Remo fand das die Japaner ein recht sauberes Volk waren, im Gegensatz zu vielen anderen Nationen.
Ein kurzes Lächeln huschte über seine Lippen, als er bemerkte über was er sich da gerade Gedanken machte. Aber eigentlich war ihm gerade jeder Gedanke recht, hauptsache er drehte sich nicht mehr um seine Vergangenheit und die aufsteigende Panik. Und so steckte er die Hände in die Hosentaschen und schlenderte zu einem Laternenpfosten, an den er sich locker mit dem Rücken lehnte. Und während er auf das Erscheinen der beiden Damen wartete, überlegte er sich wie sie jetzt wohl am besten vorgehen sollten. Klar, er wusste bereits wo der gesuchte Mann wohnte und wo er sich bei schönem Wetter tagsüber aufhielt, welche Gewohnheiten er sonst noch so an den Tag legte. Aber wann, wie und wo es wohl das geschickterste wäre sich ihm zu nähern und auf welche Art und Weise man wohl die gewünschte Information aus ihn heraus bekam, darüber besaß er noch keine konkrette Vorstellung. Außerdem war da jetzt auch noch Miliana, wo er noch nicht so recht wusste was er mit ihr anstellen sollte. Er konnte sie auf der einen Seite schlecht bei dem Vorhaben mitnehmen, da sie dann mehr erfahren würde, als gut für sie war. Noch schien es so, als ob er sie irgendwo in einem sicheren Versteck zurück lassen zu können, ohne das sie am Ende es mit der Angst bekam, weil er und Scarlett nach zwei Stunden noch nicht zurück kamen, und letztendlich Dinge tun würde, die nicht nur sie, sondern sie alle in Gefahr bringen würde.
Remo hasste es, wenn unvorhergesene Dinge passierten, die sich noch dazu nicht mit einer kurzen Überlegung beseitigen lassen konnten. Aber gut, vielleicht hatte Scarlett eine Idee, immerhin war sie bereit mit ihm zu gehen und somit musste er sich nicht mehr ganz allein den Kopf über so etwas zerbrechen, ein weiterer Vorteil sie an seiner Seite zu wissen. Davon einmal abgesehen das sie wohl seine Lebensversicherung sein würde, auch wenn er bei weiten nicht so hilflos war wie er erschien, nur war er niemand der eines anderen Leben so einfach beenden konnte.
Aber auch darüber musste er sich jetzt keinen Kopf machen, würden die Dinge so kommen wie sie nun einmal kamen. Jetzt hieß es erstmal auf die holde Weiblichkeit zu warten und dann einen Pullover für sich besorgen, war es trotz des Sommers recht frisch in diesem Muskelshirt.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 23 Jun - 14:08:42

Na wunderbar, genau diese Antwort hatte sie befürchtet. Nur gut das Remo zumindest auf sich aufpassen konnte, wenn es zu einem Kampf kommen sollte. Und man konnte Gegner auch ausschalten, ohne sie töten zu müssen. Gut, für Scarlett eine eher seltene Option, aber das war eine andere Geschichte. Wobei, mal von dem kleinen Spielchen außerhalb von Osaka, war es schon sehr lange her das sie jemanden getötet hatte. Manchmal vermisste sie die guten alten Zeiten. Nach kurzem überlegen, holte sie nochmals die Tüte mit den Gummischlangen aus ihrer Tasche und holte sich eine davon heraus. Während sie Miliana folgte, steckte sie die Tüte mit den restlichen Gummitieren zurück in ihre Tasche, biss genüsslich von der Schlange ab und musste dann kurz stehen bleiben, als sich ein etwas beleibterer Mann zwischen Miliana und sie drängte, um den Zug verlassen zu können. Den Kopf schüttelnd, trat Scarlett schließlich auf den Bahnsteig und atmete tief ein. Remo zu finden war nicht schwer und mit einem vergnügten Lächeln trat sie auf den jungen Mann zu, dabei darauf achtend das Miliana nicht verloren ging und ihn ebenfalls entdeckt hatte.
"Ich hoffe du weißt was du tust.", raunte sie Remo leise entgegen und nickte mit dem Kopf in Milianas Richtung, bevor sie erneut von ihrer Schlange abbiss.
"Ich hätte jetzt Lust shoppen zu gehen.", bemerkte sie mit einem mal und grinste breit. Irgendwie schade das sie sich so selten Zeit für solche alltäglichen Dinge nahm. Ihr Blick fiel auf Milianas Füße und sie nickte.
"Im ernst, vielleicht wär das wirklich keine so dumme Idee. Zumindest ein paar neue Schuhe wären ratsam.", sie blickte zu Remo und runzelte dann die Stirn. Er war ein wenig blass und sie konnte das schnelle Schlagen seines Herzens hören, wobei es sich zu beruhigen schien, da es mit jeder Sekunde langsamer schlug. Der junge Mann machte den Eindruck als hätte er vor kurzem eine Stresssituation gehabt. Wie das möglich sein konnte wusste Scarlett nicht, denn im Zug war nichts aufregendes passiert, zumindest nicht soweit sie mitbekommen hatte. Sie wollte Remo schon darauf ansprechen, entschied sich dann aber doch dagegen. Das hier war kein guter Zeitpunkt und wenn man es genau nahm, ging es sie auch nichts an. Genüßlich biss sie von dem Gummibärchen ab und ließ ihren Blick dann so unauffällig umherschweifen, das es wirkte als würde sie sich einfach nur umsehen, während sie in Wirklichkeit die Umgebung nach irgendwelchen Bedrohungen absuchte.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 28 Jun - 21:49:58

Miliana schien auf den ersten Blick hin ein wenig zögerlich aus dem Zug auszusteigen, als fürchtete sie das was sie draußen erwartete und als würde sie sich im Zug selbst sicherer fühlen und das war ihr wohl auch nicht zu verdenken. Nicht nur weil es die kalte Nachtluft war, die ihr entgegen schlug und sie frösteln ließ. Dies hier bedeutete das an jeder Ecke die Gefahr saß, stand und darauf wartete zuzuschlagen. Etwas worauf Miliana gut und gerne darauf verzichten konnte. Aber es half letztendlich alles nichts und so legte sie ihre Arme um ihren Oberkörper um sich zumindest ein wenig Wärme zu behalten, nachdem sie sich im Zug aufgewärmt hatte, als ihr Blick auch schon auf Scarlett fiel und folglich auch auf Remo, der es wohl nicht hatte erwarten können aus dem Zug raus zu kommen. Denn gesehen hatte sie ihn nicht. Oder war er mit Absicht nicht zurück gekehrt weil er dementsprechend noch so sauer auf sie war? Verübeln konnte sie es ihm demnach nicht und so trat sie auch langsam auf die beiden zu, als sie Scarletts Vorschlag vernahm und direkt zu nicken begann. "Ich wäre auch dafür, wenn wir uns ein wenig wärmer ankleiden. Die Nacht wird sicherlich noch lang werden!" Und sie war selbst kein kleines Kind mehr das es geliebt hatte, barfuß durch die Gegend zu laufen und am liebsten durch die Wiesen zu springen. Doch bevor sie auch nur überhaupt irgendetwas machen würde, gab es erst etwas, das ihr schwer auf dem Herzen lag.
"Remo?", näher auf ihn zutretend, hob sie ihren Kopf, suchte seinen Blick. "Da ich nicht weiß ob das jetzt eine gute Situation ist und ich auch nicht weiß wann es vielleicht eine sein wird und wir sofort los müssen, möchte ich es dir jetzt sagen. Es tut mir leid. Was ich gesagt habe tut mir wirklich furchtbar leid. Nicht nur weil ich nicht das Recht habe dich zu verurteilen, meine Wortwahl war auch mehr als nur falsch. Ich weiß ich bin damit zu weit gegangen und dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen. Ich will mich auch gar nicht erklären warum und wieso. Nur, das ich verspreche, dass das nicht mehr vorkommen wird. Zugleich möchte ich mich bei dir aber auch bedanken für das was du getan hast, meine Füße meine ich, und für das, das du noch tun wirst. Ich weiß es auch sehr zu schätzen. Wirklich!" Kaum das sie geendet hatte, huschte ein Lächeln über ihre Lippen, wenngleich es nach wie vor auch ein wenig unsicher war.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 6 Jul - 19:46:49

Nein, im Fall von Miliana wusste er nicht was er da tat, aber hatte er keine andere Wahl als sie erstmal mitzuschleifen. Er war vielleicht hart und vielleicht zum Teil auch verbittert, aber nicht herzlos. Und wenn die Vampirin sich selbst in Augenschein nahm, würde sie wohl letztendlich auch nicht anders handeln, denn immerhin hatte sie sich mit der S. a. D. angelegt, ob sie dabei einfach nur ihren Spaß haben wollte oder nicht, spielte keine Rolle, sie hatte einem Unbekannten das Leben gerettet und das ihrige dabei aufs Spiel gesetzt.
Doch so wie er auf die Frage von Scarlett nicht groß einging, ging er auch auf Milianas Entschuldigung nicht groß ein. Sie mochte ihre Worte aufrichtig und ernst meinen, aber waren ausgesprochene Worte nun einmal nicht zurücknehmbar. So war das nun mal, man konnte andere rasch mit ein paar unüberlegten Worten verletzen, da half keine Entschuldigung danach. Und so nickte er ihr lediglich zu und war gewillt die Fahrt im Zug auf sich beruhren zu lassen. Man konnte vieles von ihm sagen, aber nicht das er nachtragend war.
"Du hast recht Scarlett, ich hätte auch sehr gern etwas anderes zum anziehen, als nur diesen Fetzen. Aber wir sind hier leider nicht in Amerika wo die Läden 24 Stunden geöffnet haben. Unser Einkauf wird also noch ein paar Stunden auf sich warten lassen müssen.", er sah sich um und fuhr sich dabei in einer müden Geste über den Nacken. "Wir sollten wohl erstmal schauen das wir ein Motel oder so etwas in der Art finden, das uns um diese Uhrzeit noch gewillt ist aufzunehmen. Danach können wir uns immer noch überlegen wie wir weiter machen. Oder wollt ihr lieber die Nacht auf der Straße verbringen?"
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 19 Jul - 23:11:52

Eines musste man Miliana lassen. Sie gab nicht auf und sie konnte Fehler eingestehen. Ein Charakterzug den leider nur wenige besaßen. Auf der anderen Seite war ihr Verhalten auch verständlich. Für jemanden der es nicht gewohnt war ständig auf der Flucht zu sein oder immer aufpassen zu müssen wie er sich verhielt, war diese Situation schon sehr extrem und unter diesen Umständen kam die junge Frau noch recht gut damit zurecht. Vor allem wenn man bedachte das sie nichts von ihren Sachen hatte mitnehmen können. Zwar besaß Scarlett selbst nicht viel, da sie sich mit solchen Dingen nicht aufhalten durfte, aber ihre Waffen waren ihr wichtig und allein die Vorstellung das sie ohne diese verschwinden müsste, bereitete ihr Magenschmerzen. Da war es doch nur gut das es hier nicht um sie ging. So nickte sie also auf Remos Worte und stellte fest das sie daran nicht gedacht hatte. Schlafen war für die Vampirin eher etwas das sie nur dann tat, wenn es nichts anderes zutun gab. Ihr Körper war darauf nicht angewiesen, allerdings gab es sogar bei ihr eine Grenze, bei der sie zwar dann nicht unbedingt schlafen musste, aber dennoch ein wenig Ruhe benötigte um wieder neue Energie tanken zu können. Allerdings war diese Grenze im Moment nicht einmal annähernd erreicht.
"So amüsant ich es auch finden würde die Nacht auf der Straße zu verbringen, gehe ich mal davon aus das ihr ein Zimmer bevorzugen würdet. Ich bin mir aber sicher das wir ein Hotel finden das euch selbst zu dieser Uhrzeit noch aufnehmen wird. Und während ihr euch ausruht, werde ich mich schonmal in der Stadt umsehen und nach geeigneten Geschäften suchen. Das spart uns Zeit.", wenn man vermeiden konnte unnötig Zeit zu verschwenden, indem man sich auf die Suche nach geeigneten Läden macht, sollte man das auch tun. Je eher sie mit allem fertig waren, desto eher würden sie weiter ziehen können.
"Außer natürlich jemand von euch möchte das ich Wache halte.", bemerkte sie noch, da ihr einfiel das sie ja eigentlich auf der Flucht waren und es da vielleicht nicht dumm wäre, wenn jemand Wache hielt. Auf der anderen Seite würde es sicher noch lang dauern bis die Organisation ihren Aufenthaltsort heraus gefunden hatte. Während die Vampirin darauf wartete für was sich die anderen Beiden entscheiden würden, nahm sie das Cap wieder zur Hand und setzte es auf. Es war ungewohnt nicht allein unterwegs zu sein und Entscheidungen, wie diese, nicht allein treffen zu können, sondern darauf warten zu müssen was der Rest dachte. In wie weit Scarlett damit zurecht kommen würde, würde sich wohl noch raus stellen.
"Warst du schonmal in Hiroshima? Gibt es hier irgendwelche Sehenswürdigkeiten?", fragte sie an Remo gewandt und hoffte das er irgendwelche Ideen hatte, denn sollte sich nicht als Nachtwache herhalten müssen, würde sie die Zeit mit anderen Dingen tot schlagen müssen, mal von der Suche nach dem richtigen Geschäft abgesehen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mi 30 Jul - 10:51:23

Die Nacht auf der Straße verbringen? Das hatte ihr noch gefehlt! Sie trug ohnehin nicht viel Stoff am Leib und die Temperaturen hatten gut nachgelassen. Je später es werden würde, umso kühler würde es folglich werden und wenn sie nicht auch noch krank werden wollte, war es das beste unter einer kuscheligen warmen Decke zu verschwinden. Auch wenn sie ihr Nickerchen im Zug gehalten hatte, aber ein richtiges Bett war damit nicht zu vergleichen. "Ich wäre für ein Bett mehr als nur dankbar. Oder irgendetwas ähnliches mit Decke oder sonst wo im warmen, würde auch schon ausreichen", meldete sich nun die Brünette zu Wort, die noch immer ihre eigenen Arme um sich geschlungen hatte, um ein wenig Wärme zu behalten, das Gefühl jedoch nicht los wurde, das es nicht viel brachte.
Die Frage war jetzt nur, ob sie etwas fanden und wenn ja, ob etwas frei war und vor allen Dingen, was es kosten würde!
Als Scarlett aber davon sprach, Wache zu schieben oder durch die Stadt zu laufen, wandte sie sich zu dieser um. "Du willst jetzt noch herumlaufen und die Gegend erkundigen? Bist du denn gar nicht müde? Und, ist es nicht zu gefährlich allein herum zu laufen? Ich meine, gut, ich weiß natürlich nicht zu was du fähig bist aber wenn wir eine Unterkunft haben, denke ich nicht, das sie uns so schnell schnappen ode finden werden. Zumindest hoffe ich das." Letztere Worte wurden leise gesprochen, man wollte ja nichts verschreien. "Wäre es also nicht besser wenn auch du dir ein wenig Ruhe gönnst Scarlett?" Die Besorgnis in ihrer Stimme war nicht gänzlich von der Hand zu weisen, denn schließlich hatten Remo und sie sich ein wenig Ruhe gegönnt, während Scarlett die ganze Zeit wach gewesen war. Zumindest vermutete sie das. War es dann also nicht besser wenn sie den Tag für heute Tag sein lassen würden und sich einfach nur eine Erholung gönnen würden? Schließlich wusste wohl kaum einer so wirklich, was sie morgen alle erwarten würde. Da wäre es sinnvoll Kopf und Körper wieder beisammen zu haben.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Heute um 16:06:22

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