Laß deiner Fantasie freien Lauf, auf das sie zumindest auf dieser Seite hier Wirklichkeit wird!
 
StartseiteFAQSuchenAnmeldenLogin

Austausch | 
 

 Die Suche nach dem Tor der Welten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8  Weiter
AutorNachricht
Draug
Admin


Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 20.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 24 Jun - 13:01:38

Eigentlich wollte sich Remo noch einmal bei Scarlett bedanken, so wie es sich gehörte und vor allem wie sie es verdient hätte. Doch als er nach ihrem Arm greifen wollte, jagte ein stechender Schmerz durch seinen Brustkorb, der ihm buchstäblich den Atem raubte. So griff er ins Leere und konnte noch dazu nicht einmal etwas sagen. Mit angehaltenem Atem und leicht in sich zusammen gesunken stand er hinter dem Wagen und sah seiner Retterin nach. Vielleicht war es auch besser so, immerhin war viel Blut durch sie geflossen und Menschen hatten ihr Leben verloren. Menschen die wahrscheinlich Familien besaßen, zu denen sie nicht wieder heimkehren konnten.
Mit einem kräftigen Kopfschütteln verscheuchte er die Gedanken. Es war nicht seine Schuld gewesen und da war es vollkommen Schwachsinnig ein schlechtes Gewissen und schlaflose Nächte zu haben. Am besten er tilgte die letzten Stunden aus seinem Gedächtnis. Und mit diesem Vorsatz ließ er den geklauten Wagen, samt der dazugehörigen Geschichte hinter sich zurück.
Nach nur wenigen Häuserblocks tauchte Remo ein in den Trubel der feiernden Menschen. Wenn seine gebrochenen Rippen es erlaubt hätten, so wäre ihm wohl ein erleichtertes Durchatmen aus gekommen. Ab jetzt war er in Sicherheit und sämtliche Anspannung fiel mit einem Schlag von ihm ab, was seine Gesichtzüge weicher werden ließ und seinen Adrenalinspiegel endlich zum sinken brachte, was ihm noch eine Weile zittrige Hände hinterließ.
Mit einem Lächeln auf den Lippen beobachtete er eine Truppe von kleinen Kindern, die voller Stolz ihre kleinen Laternen vor sich hertrugen, während ihre Eltern sich ausgelassen miteinander unterhielten. Jugendliche rannten aufgeregt kreischen und lachend durch die Menge, oder schlenderten absolut läsig zwischen den Ständen umher. Und noch bevor Remo genau wusste wie ihm geschah, war er im allgemeinem Trubel eingetaucht und verschmolz mit der gut gelaunten Masse. Zu seiner Erleichterung respektierten die Japaner den privaten Bereich eines jeden einzelnen Menschen, so dass es kein Gestosse und Gerangel gab, was Remos Rippen sehr zu schätzen wussten.
Ohne wirklich darauf zu achten wo er langging, führte ihn seine Füße wie von selbst zum Osaka Castle, wobei er fast an duzenden von Ständen anhielt, wo er sich die verschiedensten Spezialitäten des Landes kaufte, die in Rekordzeit in seinem Magen verschwanden. So gestärkt und mit einer Flasche Spezi in der Hand, ließ er sich auf einer freien Bank im Park des Castle nieder. Und während er das Treiben der Menschen beobachtete, konzentrierte er sich auf die Heilung all seiner Blesuren.
Nach oben Nach unten
http://live-your-dreams.forumfrei.com
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 24 Jun - 20:44:01

Adrien lachte, eher war es ein tiefes Raunen, was irgendwie versuchte über die Zimmerlautstärke zu kommen und es einfach nicht zu schaffen schien.
"Der letzte der das Gesagt hat, lebt nicht mehr.", scherzte Adrien.
Der Mann lachte gern, auch wenn er bis jetzt in seinem Dasein nicht all zu viel zu lachen gehabt hatte, aber wann immer sich ihm die Möglichkeit bot nutzte er diese für Scherze aller Art. Und Solange die SaD hier nicht auftauchen würde, konnte ihm fast nichts den Abend vermiesen. Er war dennoch selten für ihn Gespräche auf diese Art zu initiieren, wenn er seinen Gegenüber nicht kannte.
Dabei war es nicht einmal so, dass der jüngere der beiden Männer wirkliches Interesse an dieser Frau hegte, er wusste mehr als ihm lieb war, um zu wissen das dieses zierliche Geschöpf gefährlich war. Vielleicht lag es aber auch an dem Selbstgebrannten, den Phil ihm zuvor so bereitwillig angeboten hatte.
"Ich geh dann noch mal auf das Fest, wenn du mitkommen willst-", der jüngere hielt inne, musterte die Frau von oben bis unten und wäge ab, ob er sie nach dem Namen fragen sollte. Besser nicht. Sollte es zu Zwischenfällen kommen, konnte er mit voller Überzeugung behaupten sie nicht zu kennen. Adrien grinste, erst nur leicht, dann schelmisch und deutete mit dem nun fast vollständig bearbeiteten Lolli auf sie.
Er wartete einen Moment, den er gleichzeitig dazu nutzte um ihre Geste zu erwidern, in dem auch er sie ein weiteres Mal vollständig musterte. Er mochte ihre Art, sie war witzig. Würde sie nicht nach mindestens einer Leiche riechen, hätte ihr Flirten sicherlich erfolg.
"Sorry, das wirkt bei mir nicht.", meinte er matt. Das Lächeln blieb jedoch in seinen Zügen erhalten, als Adrien sich wieder in Richtung der Bar drehte. Phil rollte mit den Augen, Adrien fragte ihn stumm "was?!"; na ja und der Barkeeper lachte.
"Noch was süßes Junge?", fragte Phil leise aber bestimmt. Der angesprochene schnaufte gespielt in seinen Whiskey, was zu einem sonderbar gurgelnden Geräusch führte. Irgendetwas schien durch seine Gedankengänge zu ziehen, denn der Mann lachte erneut heiser.
"Willst du mich mit 'nem Zuckerflash wirklich auf die Straßen lassen?"
Für einen Außenstehenden mochten diese beiden Männer sicherlich sehr sonderbar wirken, offensichtlich verband sie eine Art der Freundschaft, welche gleichzeitig viele Geheimnisse beherbergte. Eine Verbindung bestehend aus einem Netz aus Unwahrheiten und jeder Menge Alkohol.
Adrien brummte zustimmend und antwortete damit vor allem der Frau an seiner Seite. Es brachte nichts, ihren Satz weiter zu führen, denn zu dem Netz aus Unwahrheiten gehörte es auch, vor Fremden nicht über die Nicht-Menschlichen zu sprechen, selbst wenn die Unbekannte zu diesen gehörte. Nicht jeder war dem anderen wohlgesinnt. Vertraue niemandem außer dir selbst, eine Devise, die Adrien und Phil mehr als einmal das Leben gerettet hatte.
Es gab bei beiden Männern nur dieses eine Mal, bei welchem sie ihre Position des Hintergrundes verlassen hatten und jeder hatte eine schmerzliche Lehre daraus gezogen. Adrien seufzte matt. Auch ihre Kontrahenten von der SaD hatten eine tiefe Narbe mitnehmen müssen. So viel Tod. Der Mann wurde aus den Gedanken gerissen, als die Frau weiter sprach. Phil hingegen zuckte nur matt mit den Schultern und kramte einen kleinen Verbandskasten hervor, welchen er vor sie stellte. Der Barkeeper hatte oft genug blutende Leute in diesen Räumen, dass er solche Dinge immer sofort zur Hand hatte.
"Lass dich am besten von dem hier", Phil deutete auf Adrien, "verarzten."
er jüngere lächelte nur matt und deute durchaus an, dass er das tun würde, in dem er sich und den Whiskey zwei Plätze weiter zur Lady setzte. Er sah ihr tief in die Augen, was etwas wissendes hatte und gleichzeitig bestimmt wirke.
"Zeig mal.", brummte er leise, schob seinen Ärmel nach oben, um ihr dann seine eigene Hand entgegen zu strecken.
Feuerrote Tattoowierungen zogen ihre abstrakten Bahnen, über den Unterarm. Eine zarte und geschlossene Linie lag wie ein Armreif am Handgelenk. Es ließ vermuten, dass die Formen auf diesem Arm nur der Anfang des Ganzen waren und unter der Kleidung noch um einiges mehr zu finden sein würde.
Nach oben Nach unten
Ivy



Anzahl der Beiträge : 51
Anmeldedatum : 30.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 29 Jun - 21:13:30

Mit gerunzelter Stirn verfolgte Scarlett das Gespräch zwischen den beiden Männern. Es war ziemlich offensichtlich das sie einiges verband, mehr als ein paar Besuche in dieser Bar. Was genau es war konnte Scarlett nicht sagen und, wenn sie ehrlich war, es interessierte sie auch nicht wirklich. Obwohl ihre Neugierde doch geweckt wurde, als der Barkeeper den Jüngeren fragte ob dieser noch was Süßes bräuchte. Entweder war der Bursche ein ziemlicher Zuckerjunkie oder es war ein Witz, den sie nicht verstand. Vermutlich letzteres, wobei auch das ihr egal sein sollte. Als der Jüngere der Beiden näher zu ihr kam und der Barkeeper meinte das dieser mehr Ahnung davon hätte, musterte sie den jungen Mann misstrauisch. Dieser Kerl sollte Ahnung von Verletzungen haben? Kurz wägte sie ab wie gut die Idee war, sich wirklich von ihm verarzten zu lassen, zuckte dann aber die Schultern und blickte auf seine dargebotene Hand. Wenn sie sein ungewohntes Lachen schon erstaunt hatte, wobei auch das unglaublich sexy geklungen hatte, so wie auch seine Stimme, so setzte die Tätowierung, zumindest der Teil, den sie sehen konnte, noch einen drauf. Dieser Mann steckte voller Überraschungen. Was nicht verwunderlich war, wenn man bedachte das sie ihn gerade mal 10 Minuten kannte.
"Interessante Tätowierung.", bemerkte sie, während sie ihre Hand in die Seine legte und diese so drehte, das die Schnittwunde gut zu sehen war. Noch immer blutete sie, was Scarlett erneut daran erinnerte das sie demnächst etwas trinken sollte, wobei sie nicht an Alkohol dachte. Aber solang sie noch keinen Hunger verspürte, war alles im grünen Bereich.
"Hört sie auf deinem Arm auf oder zieht sie sich weiter?", fragte sie und blickte ihren Gegenüber mit einem unschuldigen Blick an, wobei ihre Stimme alles andere als unschuldig klang. Und auch das Lächeln, das sich auf ihre Lippen legte, zeigte deutlich worauf sie eigentlich hinaus wollte.
"Ich würde sie nämlich sehr gerne mal im Ganzen sehen.", einen Moment sah sie dem jungen Mann noch in die Augen, ehe sich ihr Blick auf ihr Handgelenk richtete.
"Ein Tuch würde eigentlich vollkommen reichen. Die Blutung müsste bald aufhören. Um ehrlich zu sein überrascht es mich überhaupt das es noch blutet und noch mehr überrascht es mich das ich überhaupt was abbekommen hab. Ich sollte vielleicht doch ein wenig vorsichtiger sein.", die letzten Worte hatte sie mehr zu sich selber gesprochen, was ihr im selben Moment auch klar wurde. Leicht verlegen lächelte sie.
"Sorry, ich red öfter mit mir selbst, auch wenn ich nicht allein bin. Ist irgendwie eine Macke die sich im laufe der Zeit eingeschlichen hat.", erklärte sie, was überflüssig war, wie ihr ebenfalls bewusst wurde.
"Vielleicht wäre es doch keine so dumme Idee auf das Fest zu gehen.", wechselte sie zum vorherigen Thema zurück, wobei es ihr weniger um das Fest ging, sondern mehr darum, einen Kerl zu finden den sie flach legen, und ein wenig von seinem Blut trinken konnte.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 30 Jun - 21:31:46

Es war sicherlich eine sonderbare Szene, welche sich einem außenstehenden Betrachter darbieten würde. Phil stand hinter der Theke, hatte schon wieder einen Dauerlutscher hervor gekramt und ihn nahezu schweigend (ein Grunzen galt nicht als wirkliches Geräusch) an die Seite des Jüngeren gelegt. Adrien saß vor der Frau und nahm Ihre Hand in die seine. Besagtes weibliches Wesen hingegen flirtete, als gäbe es keinen Morgen mehr. Jedenfalls hoffte Adrien, dass es sich dabei um harmloses Flirten handelte. Aber vermutlich würde er an diesem Abend noch herausfinden, was denn hinter all diesem steckte - wenn er nicht aufpasste.
Der jüngere der beiden Männer zog erst seine Augenbrauen nach oben, wartete wenige Sekunden, in denen er den Blick der Dame hielt, ohne eine Miene zu verziehen. Dann grinste er breit.
"Hatten wir nicht geklärt, dass das bei mir nicht zieht?", prüfend senkte er seinen Blick, war es albern überhaupt auf die Idee zu kommen bei dieser Frau irgendeine Wunde verarzten zu wollen?
Ah nein, es war nicht so als wüsste er ganz genau, um was es sich bei ihr handelte, es gab Gerüchte, Flüstern vom Wind in die Stadt getragen. Ein Lied der Nacht erzählte davon, was vor kurzem nicht all zu weit entfernt vorgefallen war. Diese Frau könnte alles sein, von einer Succubu über Vampirin hin zu einerwas auch immer. Die Stimmen hatten sich nicht klar ausgedrückt. Adrien wusste nur zu was sie in der Lage gewesen war und warum er mit der optisch jung wirkenden Frau, nicht allein in einem dunklen Raum sein wollte (naja, oder Gasse... oder Wald)
"Es ist recht weitläufig, wenn man das so sagen darf", mit der freien Hand zupfte er etwas an seinem Saum herum und legte so Linien auf Hüfthöhe frei, welche offensichtlich auf Torso und Beinen weiter verfolgt wurden.
"Den Rest darfst du dir denken.", mit verschwindender Hand verdeckte der Stoff dieses Stück Haut wieder und verbarg so die Tätowierung.
Sie waren hier in Japan und so etwas zu besitzen, war nicht sonderlich gern gesehen, es sei denn natürlich man gehörte zur hiesigen Mafia. Adrien gehörte nicht dazu und lief so auch bei den unerträglichsten Temperaturen mit langarm Shirts oder Pullovern herum. Nicht das es ihn störte. Er mochte es eigentlich warm.
Adrien grinste breit, ehe er sich auch gedanklich endlich der Wunde widmete.
"Uff, rammst du dir öfters Mal Sachen in den Arm?", es war ein eher unsicherer Blick der sich in die Züge des Mannes schlich. Die Wunde war durchaus tief, blutete noch und eigentlich hatte er nicht vorgehabt heute fremde Leute zusammenzuflicken. Adrien seufzte, kramte mit der freien Hand einige Sachen aus dem Verbandskasten. Pinzette, Watte, Jod, Verband und was eben sonst noch dazu gehörte.
"Mit 'nem Tuch wirst du da aber nicht weit kommen, oder Lady?", der Mann tupfte vorsichtig das Jod auf die Wunde, hatte sich vorher nicht einmal die Mühe gemacht zu sagen, dass es brennen könnte. Phil hatte sich bei dem ganzen Geschehen weg gedreht und fummelte irgendwo im Hintergrund wieder an seinen Gläsern herum. Geschickt wurde die Wunde nach kurzer Zeit bedeckt und mit Verband umwickelt. Noch ehe der jüngere das ganze fixiert hatte, hob er seinen Blick, sah sofort zur Seite und wieder zur Frau zurück.
"Vorsichtiger sein würde Phil hier Blut auf dem guten Holzboden ersparen.", bemerkte Adrien trocken, aber dennoch als eine Art Scherz gemeint. Er beendete sein Werk.
"Nur zum kleinen Teil Mumie, aber dennoch ein Anfang, sag bescheid wenn du den Rest auch noch machen willst.", diesmal konnte der Mann das ganze nicht vollkommen neutral herüberbringen und so stahl sich wieder dieses breite schelmische Grinsen in seine Züge.
"Mein Angebot zum Fest steht noch.", bot Adrien ihr an und tauschte den beendeten Lolli mit dessen neuen Verwandten.
Nach oben Nach unten
Ivy



Anzahl der Beiträge : 51
Anmeldedatum : 30.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 1 Jul - 18:28:37

Eingehend betrachtete sie den Verband um ihren Arm, wobei ihr Kopf leicht zur Seite geneigt war. Es war lange her, das sie einen Verband getragen hatte. Schließlich ließ sie ihre Hand wieder sinken und blickte dem jungen Mann fest in die Augen, als versuchte sie etwas darin zu erkennen, das sie aber einfach nicht finden konnte. Statt dessen sog sie seinen Geruch ein und speicherte ihn. Er roch gut, wenn auch ungewöhnlich. Nach Zucker, aber da war auch eine würzige Mischung, die sie nicht so recht zuordnen konnte. Aber er roch nicht nach Mensch, nicht das sie dafür seinen Geruch gebraucht hätte, um das zu wissen. Seine ganze Ausstrahlung schrie regelrecht danach. Langsam atmete sie wieder aus und trank ihr Glas in einem Zug aus, ohne den Blick von dem jungen Mann abzuwenden.
"Du hast fest gestellt das es bei dir nicht zieht. Ich geb mich allerdings nicht so leicht geschlagen. Außerdem, wenn ich alles nur einmal probieren und dann aufgeben würde, weil es beim ersten Mal nicht geklappt hat, dann würde ich...", sie verstummte und versuchte ein passendes Beispiel zu finden, was ihr allerdings nicht so recht gelingen wollte, weswegen sie mit den Schultern zuckte und grinste.
"Naja, dann würde ich alles nur einmal probieren.", stellte sie fest und lachte vergnügt. Rasch verstummte sie und blickte auf das nun leere Glas.
"Das Zeug ist echt stark. Für gewöhnlich braucht es mehr als ein Glas, damit ich den Alkohol spüre.", sie warf dem Barkeeper erneut einen anerkennenden Blick zu. Sie spürte den Alkohol tatsächlich und merkte das sie angetrunken war. Ein Zustand den sie nur sehr selten erreichte, da die Menge an Alkohol, die sie dafür benötigte, recht auffallend war. Und auffallen was ja bekanntlich das Letzte, was die Nichtmenschen wollten.
"Du hast gewonnen. Ich nehm dein Angebot an und lass mich von dir auf dieses Fest zerren. Aber vorher hätte ich noch eine Frage an dich.", richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem jungen Mann zu, der einen neuen Lutscher in der Hand hielt. Der Typ war wirklich ein Zuckerjunkie, was sich bestimmt auf sein Blut auswirkte. Zwar hatte sie noch nie richtig süßes Blut probiert, aber allein die Vorstellung brachte ihr schon eine Gänsehaut ein. Andererseits würde sie dennoch gerne die Tätowierung, die sich eindeutig über seinen ganzen Körper erstreckte, gerne mal in ihrer Vollkommenheit sehen, anstatt nur ein paar Stücke, während der Rest ihrer Fantasie überlassen war. Was zwar interessant war, da Scarletts Fantasie sehr schmutzig war, dennoch wäre die Wirklichkeit sicher auch einen Blick wert. Leicht runzelte die jung wirkende Frau die Stirn, als ihr bewusst wurde das ihre Gedanken abdrifteten und sie fast vergessen hatte, was sie den jungen Burschen fragen wollte.
"Sorry, meine Gedanken machen sich grad ein wenig selbstständig. Ich bin es nicht gewohnt angetrunken zu sein.", stellte sie belustigt fest und grinste erneut, ehe sie wieder etwas ernster wurde und sich ein wenig vorbeugte.
"Warum wirkt es bei dir nicht? Versteh mich nicht falsch, es geht hier nicht um mein Ego, ich komm damit klar wenn sich Männer nicht von mir angezogen fühlen. Das kommt selten vor, aber es kommt vor und ist vollkommen in Ordnung. Dennoch interessiert es mich was bei dir der Grund ist. Bin ich nicht dein Typ? Oder bist du schwul? Oder liegt es an was anderem?", abwartend sah sie den jungen Mann an und war wirklich gespannt auf seine Antwort. Falls sie überhaupt eine bekommen würde.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 1 Jul - 20:19:20

Adrien lachte ein weiters mal, matt und brummend. Offenbar war der Selbstgebrannte Phils doch zu etwas nütze, wenn diese Frau dem Barkeeper anerkennende zunickte. Er wusste nicht, ob dieses Zeug wirklich genehmigt werden würde, oder ob man davon im schlimmsten Falle blind werden konnte. Der jüngere der beiden Männer nippte an seinem Whiskey, setzte ihn nur für wenige Sekunden ab, ehe er sich doch dazu entschloss ihn in einem Zuge zu leeren. "Da weist du wo du wieder hinkommen solltest Lady, wenn du mal 'nen guten Schluck brauchst.", Phil grinste in die Richtung der Theke.
Adrien lauschte der Frau, sein Blick wanderte aber zwischenzeitlich immer mal wieder durch den Schankraum, der wirklich ungewöhnlich leer war. Im Normalfall befanden sich um diese Uhrzeit wenigstens die fünf härtesten Stammgäste darin. Es war, als hätte man seine Gedanken gelesen, denn in diesem Moment öffnete sich die Tür mit einem Klingeln, schloss sich dann wieder, ohne das jemand hineingekommen war.
"Wie war das Fest Chiaki-San?", tönte die Stimme des Älteren durch den Raum. Eine tiefe Männerstimme antworte brummend: "Wie immer laufen die Leute in mich rein, ist doch nicht so als wäre ich unsichtbar, oder?"
Adrien schnaufte leise, dabei zuckten seine Schultern etwas nach oben.
"Dabei bist du doch so ein gut aussehender Kerl. Das selbe wie Immer?", wieder Phil. (Der nicht Sichtbare antwortete mit "Eben! und ja.")

Adriens blick wandte sich wieder der Frau zu, als auch er seinen Kopf auf die Seite legte. Es war noch nicht so spät am Abend und eigentlich hatte er das Fest etwas weiter in der Zukunft besuchen wollen, aber so war das sicherlich auch in Ordnung. "Ich würde es bevorzugen, wenn ich dich nicht durch die Straßen zerren müsste, könnte so aussehen als würde ich dich entführen wollen.", der Mann grinste wieder, schelmisch und wissend. Erstaunlicherweise hatte er an diesem Abend wirklich viel Spaß, etwas was man zu Beginn des Tages nicht hatte ahnen können und um so viel versprechender schien der weitere Verlauf zu werden.

Dass die Gedanken der Frau sich selbstständig zu machen schienen stimmte offenbar, jedenfalls zog sie ihn aus irgendeinem Grund mit ihrem Blick aus, jedenfalls vermutete Adrien, dass es das war, was sie tat. Es schien dem Mann so als wäre sie wirklich an der Weitläufigkeit der Tätowierung interessiert, was ihm aus einen unerfindlichen Grund einen Schauer über den Rücken jagte.
"Passiert den besten bei Phils Kreationen.", raunte Adriens Stimme laut genug, dass der Barkeeper sie gut vernehmen konnte und der jüngere wurde nicht enttäuscht, denn eben jener machte ein empörtes Geräusch, welches einem "pfft" sehr nahe kam. Wer sagte denn bitte in diesem Jahrhundert noch "pfft"? Ah, stimmt Adrien stammte aus einer ganz anderen Zeit als der alte Phouka.
"Optisch bist du schon ansprechend, damit du keinen Ego-Schaden erleidest. ", der Mann musterte sie erneut von oben bis unten, murmelte dabei etwas von 'nicht ganz sein Typ'; der Rest des Satzes wurde leiser und tiefer gebrummt, dass dessen Bedeutung vollkommen zu einem Rauschen mutierte. Er zuckte erneut mit den Schultern und beendete damit das Gespräch. Er konnte der Frau ja schlecht nach weniger als einer halben Stunde an den Kopf werfen, dass sie roch wie ein Friedhof und er die Bekanntschaft von Massenmördern meist mied.
Nach oben Nach unten
Ivy



Anzahl der Beiträge : 51
Anmeldedatum : 30.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 6 Jul - 15:46:49

Scarlett bedachte den jungen Mann mit einem undefinierten Blick, nachdem er ihre Frage mit nuschelnden und kaum zu verstehenden Worten beantwortete. Zumindest hatte sie verstanden das sie nicht sein Typ war. Ungewohnt, aber dennoch vollkommen ok. Eigentlich machte es die Sache sogar einfacher, da sie sich nicht so sehr aufs Flirten konzentrieren musste. Wobei, schwer fiel ihr das nicht, oft flirtete sie sogar, ohne es zu merken, was mehr als einmal zu unangenehmen Situationen geführt hatte. Leicht schüttelte Scarlett mit einem mal den Kopf, was vermutlich merkwürdig aussehen musste, was der jung wirkenden Frau jedoch egal war. Nur kurz hatte sie ihren Kopf gedreht, als jemand die Bar betrat, ohne das derjenige zu sehen war. Allerdings wurde schnell klar weshalb, was der Vampirin ein Stirnrunzeln entlockte. Sie als Frau würde vermtulich verrückt werden, wenn sie unsichtbar wäre. Dennoch könnte es das ein oder andere mal auch sehr praktisch sein, dennoch, sie war froh das man sie sehen konnte. Sie wandte sich wieder der Theke und dem Barkeeper zu und hob ihr mittlerweile leeres Glas.
"Nochmal das Selbe bitte.", bestellte sie grinsend und war sich für einen kurzen Moment bewusst das sie noch vor wenigen Sekunden hatte gehen wollen, somit wiedersprach sie sich selber, als sie eine neue Bestellung aufgab. Aber das war Scarlett egal. Genau genommen war ihr grad so einiges egal. Vielleicht war es doch keine so gute Idee sich noch ein Glas zu bestellen, andererseits hatte sie schon ewig keinen Alkohol mehr getrunken. Oder, um es genauer zu sagen, sie war schon seit Jahren nicht mehr betrunken gewesen und wenn dieser Fusel es schaffte ihr diesen Zustand nach nur zwei Gläsern zu beschaffen, würde sie nicht nein sagen. Nicht nach dem, was noch vor wenigen Stunden geschehen war. Klar, sie hatte ihren Spaß gehabt und hatte das Töten genossen, dennoch würde das ziemliche Konsequenzen mit sich ziehen, an die Scarlett jetzt jedoch nicht denken wollte. Kurz wanderten ihre Gedanken zu Remo und sie konnte nur hoffen das er der S.a.D. nicht doch noch in die Arme laufen würde. Während sie darauf wartete das ihr Glas neu gefüllt wurde, wandte sie sich wieder dem jungen Mann zu.
"Ich bin mal ein wenig neugierig.", begann sie und musterte ihr Gegenüber, ehe sie weiter sprach.
"Lebst du hier oder bist du auch nur auf der Durchreise?", was sie zwar bezweifelte, denn wäre er nur ein Reisender, würde der Barkeeper seine Gewohnheiten nicht so gut kennen, was allein die Tatsache bewies, das der junge Bursche einen neuen Lutscher in der Hand hielt. Auf seine scherzhaften Worte, das er sie nicht wirklich durch die Straßen zerren sollte, reagierte Scarlett nicht weiter. Was hätte sie auch darauf sagen sollen? Das er nicht alles wörtlich nehmen sollte? Das er dies selber wusste, hatte sein Witz deutlich gemacht. Als sie sich das Bild, wie er sie durch die Stadt schleifte, vorstellte, fing Scarlett mit einem mal an zu lachen.
"Sorry.", entschuldigte sie sich, als sie es endlich schaffte sich zu beruhigen.
"Die Vorstellung wie du mich durch die Straßen zerrst, war einfach zu komisch.", erklärte sie ihren kleinen Lachanfall und lächelte amüsiert.
"Aber im ernst. Osaka? Wie kann man sich diese Stadt nur freiwillig aussuchen? Viel zu laut, viel zu groß, viel zu viele Menschen. Und viel zu japanisch."
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 8 Jul - 20:35:40

Diesmal war es an dem Mann die Frau verwirrt anzusehen. Der Selbstgebrannte hatte bereits nach dem ersten Glas seine Wirkung gezeigt und Adrien war sich nicht sicher, ob die Fremde ein zweites vertragen würde oder ob es am Ende an ihm war, sie an irgend einen Ort zum Ausnüchtern zu schleppen.
"Ich denke nicht das das eine gute Idee ist, Lady.", säuselte er ihr lächelnd entgegen.
Phil hingegen grinste nur wissend, drehte sich für wenige Sekunden zur Seite, um nach der Flasche des Teufelzeuges zu greifen.
Adrien sah zum älteren und rollte auffällig mit den Augen, dabei schob er den Dauerlutscher wieder etwas im Mund hin und her. Noch einen von der Sorte und er hatte sein Grundpensum aufgefüllt.
"Ich habe-", der jüngere stützte seinen Arm auf die Theke und legte seinen Kopf in die selbe Hand. Mit der anderen nahm er den Lolli für einen Moment aus dem Mund, es schien ihm doch etwas unhöflich, wenn er mit ihr sprach und dabei an dem Ding herumknabberte. Der Mann wusste nicht recht wie er es formulieren sollte und nichts erschien ihm so passend zu sein, dass er es ausplaudern wöllte. Je weniger man wusste, desto weniger gab es was weitererzählt werden konnte. "Ich lebe hier, für den Moment. Bin aber eher ein Nomade der Neuzeit, wenn man das so ausdrücken darf." Adrien lächelte mild. Es hatte etwas warmes und überaus ruhiges und vielleicht war es genau diese Geste, die seinen speziellen Charme ausmachte.
Während die Frau lachte, öffnete sich die Tür erneut mit einem Klingeln, doch diesmal war es eine ganze Gruppe, die in den Schutz der Räumlichkeiten trat. Eine hochgestochene japanische Begrüßung folgte und Adriens Kopf schnellte sofort aus der eher entspannten Haltung nach oben.
Der jüngere senkte sein Haupt leicht, tat es der Geste der Eintretenden gleich. Drei Männer, allesamt in Yukata gekleidet, sodass sie sich kaum von einem normalen Besucher des Festes abhoben.
Sie gehörten zu einem Clan, dessen Mitglieder in der Lage waren ihre Erscheinung zu verbergen. Menschen erkannten sie als die ihren und war man als Nicht-Humaner ungeübt, vermochte man sie nur schwer auszumachen.
"Wie war das Fest, meine Herren?", der Barkeeper befüllte das Glas der Frau, wandte sich augenblicklich ab, um weitere Gläser vorzubereiten. Es schien eine lange Nacht für den Alten zu werden, denn das hier war vermutlich nur der Anfang.

"Wunderbar. Áed-dono eure Aufgabe ist beendet, wie ich hörte? Die Kitsune plaudern bereits darüber."
Der Angesprochene, hatte seine Haltung nicht verändert. Er wirkte angespannt und in den tiefen blauen Augen funkelte etwas unerwartet düsteres. Adrien antwortete dem Mittleren der drei Männer nicht, lediglich die Gegenbewegung der Oberkiefer machte deutlich, dass ihm etwas auf der Zunge lag. Etwas ebenso dunkles, wie der Glanz der Augen. Er lächelte matt; wandte sich der Frau zu, um sich deren Getränk zu greifen, noch ehe sie sich allein unter den Tisch trinken konnte und stürzte es in einem Zug hinunter.
"Oh es ist eine schöne Stadt-; uh shit.", seine Stimme war heiserer als zuvor, denn der Sprechende schien offensichtlich mit einem Hustenkrampf zu kämpfen, der hervorbrechen wollte. Phil lachte laut. Hoffentlich verging das Brennen schnell genug, dass Adrien kurz vor Ende seines Daseins auch noch etwas zu lachen hatte.
"Shitshitshit", der jüngere hielt sich eine Hand vor den Mund und ließ seinen Körper gewähren. Husten, dann Lachen, erstickendes Gurgeln und wieder raues Lachen. Er hatte das Zeug noch nie in einem Zuge getrunken. Es schien ein riesiges Loch in seinen Magen zu ätzen. Was ihm in diesen Moment so unglaublich lustig erschien.
"Oh bloody-", wieder Husten.

Es dauerte etwa fünf Minuten, bis sich der Mann weitestgehend beruhigt hatte.
"Zwei Gläser davon sind tödlich Lady. Ich hab dir eben das Leben gerettet.", Adriens Stimme war kaum mehr zu hören. Als hätte sie diese Aktion zu sehr angestrengt, brach sie bei jedem Versuch etwas lauter zu Sprechen sofort ab.
Ein weiteres Mal an jenem Abend hielt der jüngere der Frau die Hand hin, "Was hältst du von diesem kleinen Spaziergang, dein Drink ist ja beendet?"
Nach oben Nach unten
Ivy



Anzahl der Beiträge : 51
Anmeldedatum : 30.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 12 Jul - 14:55:11

Scarlett zog eine Augenbraue hoch, während sie dem jungen Mann bei seinem Hustanfall, der von zwischenzeitlichem Lachen unterbrochen wurde, zusah.
"Du hast Glück das ich schon eins dieser Dinger intus hab, sonst würde dir jetzt deine Hand fehlen.", sagte sie mit einem düsteren Ausdruck in den Augen, ehe sie anfing zu lachen und dem Jüngeren kräftig gegen die Schulter boxte.
"Nomade der Neuzeit.", wiederholte sie mit einem mal, wobei ihr klar war das dieser Gedankensprung untypisch für sie war und es wohl auch recht verwirrend wirken musste, da ihre Worte nichts mit dem vorherigen Thema zutun hatte. Leise kicherte sie, verstummte aber abrupt und hielt sich erschrocken eine Hand vor den Mund.
"Verdammt, ich habe gekichert wie ein kleines Mädchen.", erklärte sie ihre Reaktion und ließ ihre Hand wieder sinken.
"Vielleicht war es doch gut das ich das zweite Glas nicht getrunken hab. Wer weiß was dann aus mir geworden wäre. Vermutlich eine kichernde und viel zu hoch sprechende Tussi. Das bedeutet dann wohl das ich mich bei dir für die Rettung meiner Würde bedanken muss.", sie grinste und neigte kurz ihren Kopf.
"Habt vielen Dank, mein edler Ritter in...", sie musterte ihr Gegenüber stirnrunzelnd, ehe sie mit den Schultern zuckte. "schwarzer Rüstung.", beendete sie ihren Satz. Sie hatte zwar die Männer bemerkt, die herein gekommen waren, wobei ihr aufgefallen war das sich, außer ihr, sonst keine Frauen in der Bar befanden. Noch nicht zumindest, vielleicht würde sich das auch im Laufe des Abend noch ändern. Allerdings war das etwas, das Scarlett nicht wirklich interessierte, denn so wie es schien würde sie eh nicht mehr lange hier sein, falls sie die dargebotene Hand annehmen würde. Erneut musterte sie den jungen Mann. Zwar wusste sie so gut wie gar nichts von ihm, aber dennoch hatte sie das Gefühl das sie das ein oder andere gemeinsam hatten. Das bedeutete zwar nicht das sie ihm deswegen vertraute, aber er schien jemand zu sein mit dem man doch Spaß haben könnte. Ob diese erste Einschätzung auch stimmte, würde sie wohl sehr bald heraus finden, aber seine kleine Einlage mit dem Selbstgebrannten, war schonmal sehr amüsant gewesen. Und unfreiwillige Komik war oft weit aus unterhaltsamer als gewollter Humor. Erneut zuckte sie mit den Schultern und legte ihre Hand in die des jungen Mannes. Als sie vom Barhocker runter rutschte, hielt sie nochmal inne und kramte in ihrer Tasche, ehe sie etwas Geld heraus holte und es auf den Tresen legte.
"Vielen Dank für den hervorragenden Drink, auch wenn ich nur einen davon genießen konnte.", sie grinste den Barkeeper an, wandte sich dann aber wieder dem jungen Mann zu, dessen Hand sie noch immer hielt, was merkwürdig und sehr ungewohnt war. Scarlett war zwar recht aufgeschlossen und kontaktfreudig, aber nur wenn es um kurzweilige Begegnungen ging. Allerdings war es ziemlich deutlich das es sich hierbei auch um nichts anderes handeln würde, schließlich hatten sie sich bisher noch nicht einmal einander vorgestellt, weswegen der junge Bursche sie auch dauernd Lady nannte. Etwas das ebenfalls merkwürdig klang, aber ihr auf merkwürdige Art und Weise auch gefiel. es war einige Jahre, ach was, einige Jahrhunderte her, das sie jemand Lady genannt hatte.
Ja, diese Nacht hatte tatsächlich gute Chancen recht amüsant zu werden.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 14 Jul - 10:48:47

Er grinste, breit und warm. Inzwischen war nicht nur der brennende Effekt des Getränkes bei ihm angekommen, hatte sich konsequent durch die Innenseite seines Magens geätzt, um so vermutlich sofort in Kontakt mit dem Blut zu kommen. Er hoffte, dass der erste Schritt nicht so aussehen würde, dass er kurz danach auf dem Boden landete.
Warum hatte er das noch mal gemacht?
Das Gefühl war definitiv interessant, jedoch gehörte er nicht zu den großen Trinkern, ein zwei Drinks an einem Abend in der Woche zum Ausklang, aber niemals so viel, dass er um seine sichere Heimkehr fürchten musste.
"Ich glaube nicht das mir meine Hand fehlen würde, Lady.", er zwinkerte der Frau wissend zu, wiederholte ihr "Nomade der Neuzeit" noch einmal mit der eigenen Stimme, die wieder Grundlegend nutzbar schien.
Sie war froh darüber, dass er ihr Glas getrunken hatte und er bereute es; es versprach ein interessanter Abend zu werden, an welchem Adrien nicht wusste, ob er zum Ende hin als Futter irgendeiner sonderbaren Person enden würde. Diese Frau brauchte eine Dusche, aber vermutlich hatte sich der Geruch von Tod schon zu sehr in ihre Haut gebrannt, dass es nicht mehr möglich war diesen abzuspülen.
"Dann ist es mir eine Ehre euch gedient zu haben euer Ladyschaft.", er schloss seine Hand um die ihre und schenkte ihr einen dieser veralteten Handküsse. Eine Geste die Phil nur mit den Augen rollen ließ. Dabei war es der Phouka, der sich mit so etwas noch ziemlich gut auskennen musste. Er hatte die Zeiten der Gentlemen doch erlebt.
"Nur die schwarze Rüstung solltet ihr überdenken, es sei denn es ist ein Zeichen, dass ich meine Kleidung zeitnah waschen soll.", er sah an sich herunter. Der graue Kapuzenpullover, die eher weit geschnittene grau-blaue Jeans und die Chucks mit kleinen roten Streifen, zeigten nichts schwarzes, dass er sich wunderte wie sie auf diese Aussage gekommen war. Adrien grinste, rutschte von seinem eigenen Hocker, legte Phil einige Scheine auf die Bar. Der jüngere Mann griff nach dem Geld der Frau, nur um es ihr wieder in die Hand zu drücken, welche er nicht umschlossen hielt.
"Da ich zur alten Schule gehöre, würde ich dich einladen, immerhin zerre ich dich auch mit auf das Fest. Und dein letzter Drink geht auf meine Kappe.", raunte Adrien.
Der jüngere sah der Frau erst in die Augen, legte den Kopf wieder etwas auf die Seite.
Es war interessant, dass er stand, wirklich stand und nicht mit wackligen Beinen versuchte vorwärts  zu kommen. Adrien war sich aber sicher, das seine Zunge bereits etwas lockerer saß und das konnte zu Schwierigkeiten führen. Wollte man Geheimnisse waren, trank man nicht. Für einen sehr kurzen Moment, sah er an die leicht beleuchtete Wand hinter dem Barkeeper, seine Hände kribbelten und ein warmes Gefühl breitete sich in den erkaltenden Gliedern aus. Der Zucker kam endlich an, regenerierte die Kraft, welche er um die Mittagsstunden verwendet hatte, um seine Aufgabe zu erfüllen. Zu lange hatte er bereits warten müssen, war dem Ziel auf Wunsch der weissen Füchse gefolgt. So viel Leid und das Ende hatte dem Ziel ebenfalls Leid gebracht und Erlösung. Adrien beneidete ihn.
In seinen innersten Gedanken schoben sich geräuschvoll Riegel vor tausende Türen, Schlösser klingelten, als ein imaginärer Schlüssel umgedreht wurde. Das war ein Gedankenpalast aus Lügen. Unwahrheiten bildeten das Fundament, gebogene Realität umrahmten wie antike Säulen jedes Zimmer. Die Wahrheit wurde weggeschlossen, geschützt vor ihrem angetrunkenen Besitzer. Adrien lächelte, umfasste die Hand der Frau noch etwas fester - jedoch nicht bis zu einem schmerzhaften Punkt.
Er deutete auf die Tür und setzte sich in Bewegung. Mit einer fließenden Bewegung hielt er der Frau diese Offen, sah noch einmal in den Schankraum zurück.
"Meine Herren. Die Nacht sei die unsere.", das war nicht typisch Japanisch, diese Aussage konnte man nicht einmal typisieren, aber sie implizierte so viele Bilder und Bedeutungen, dass jeder sie auf seine eigene Art auffassen konnte.
"Möge sie dir zündende Gedanken bringen.", grinste der Barkeeper und Adriens Lippen formten ein stummes "besser nicht". Dann verließ er die Bar, und trat mit der Frau an die angenehme Nachtluft.
"Das Fest findet um das Schloss herum statt, wenn du noch immer Interesse daran hast.", Adrien lächelte, er hatte die Frau fast schon überfallen und sie hauptsächlich genutzt, um aus diesen Räumlichkeiten so schnell als Möglich herauszukommen. Die ersten beiden Male, als er diesen Vorschlag gebracht hatte, waren eigentlich eine Art Scherz gewesen. Beim dritten Mal lag es an den drei Herren.
"Nur ganz so schnell bin ich vermutlich nicht, nach diesem zweiten Drink.", der Mann atmete einmal tief ein. Die angenehm Kühle der Sommernacht flutete seine Lungen, seine Ohren klingelten, denn der umliegende Wald sang noch immer seine Melodie. Japan war eines der wundervollsten Länder, wenn man als Nicht-Menschlicher Tourist, seinesgleichen sucht. Irland und Schottland, waren der Insel sicherlich ähnlich. Drei Orte an denen die Mythologie einen Schutzmantel, um die ihren gelegt hatte. Japan toppte es natürlich in seinem Kult.
Adrien setzte sich langsam in Bewegung, gab der Frau noch jede Menge Zeit sich anders zu entscheiden.
Nach oben Nach unten
Rayen



Anzahl der Beiträge : 547
Anmeldedatum : 27.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mi 17 Jul - 20:57:13

Soviel zum Thema, sie würden sich hier zu einer bestimmten Uhrzeit treffen. Sie solle hier auf ihn warten, er würde vorbei kommen und sie wieder abholen hatte er gesagt. Diese bestimmte Uhrzeit war seit bereits zwei Stunden überschritten und sie närrisches Ding saß hier noch immer, wie bestellt und nicht abgeholt. Es verbot die gute Erziehung und der Anstand jemanden so lange warten zu lassen und das, ohne einen Anruf oder eine SMS zu tätigen. Er hatte gesagt dass … Miliana schnaubte auf, brummelte etwas Unverständliches vor sich hin, bevor sie kurz darauf auch schon begann ihrer Wut verbal freien Lauf zu lassen und das nicht unbedingt leise. Zumindest solange nicht, bis ihr ein paar Blicke auffielen, die sie etwas irritiert musterten. Peinlich berührt biss sie sich auf ihre Unterlippe, senkte beschämt die Lider und wünschte sich gerade in diesem Moment, ganz weit weg zu sein. Es war nur so furchtbar frustrierend. Es war schon schlimm genug, dass sie sich hier nicht auskannte. Aber wenn sie diesen Ort hier verlassen würde, sie würde nie wieder fündig werden. Außerdem war ihr Japanisch um Längen nicht so gut, wie sie es sich wünschte. Er hatte sie schließlich nach Japan eingeladen, sie wohnte bei ihm und wurde das Gefühl nicht los, sich heute eine neue Bleibe suchen zu müssen. Warum nur kannte sie sich hier nicht aus? Und wieso war ihr Japanisch so schlecht? Hätte er sie nicht wenigstens versetzen können, ein paar Tage, nachdem er sie hier herumgeführt hatte?

Das Glück war ihr heute definitiv nicht hold und die wunderschönen Blumen um sie herum, machten es auch nicht unbedingt besser, der Frust hatte sich bereits zutiefst bei ihr manifestiert. Und all die ganzen Menschen, die hier immer wieder durch liefen und einer sie vielleicht irgendwann entführen und auf irgendeinem Schwarzmarkt verkaufen würde. Oder allein schon ihre Innereien. Das Gefühl der Flucht kam unweigerlich in ihr auf, während sie wie ein verlorenes Etwas hier auf dieser Parkbank saß und neben sich zwei große Flasche Sake und viel schlechter Laune. Eine gefährliche Mischung, denn ihr Blick glitt immer Öfters zu den Flaschen bis sie letztendlich auch nach einer griff, den Verschluss abdrehte und gerade einen großen Schluck davon nehmen wollte, nachdem sie ihren Blick umherschweifen hatte lassen – er könnte ja doch noch mal wie aus dem Nichts auftauchen - , als ihr jemand ins Auge fiel, der vielleicht auch eine Flasche Sake gebrauchen könnte. Beziehungsweise, ihr helfen konnte den Sake zu vernichten, der wenigstens nicht von ihrem Geld gekauft worden war. Er schien hier ebenfalls alleine zu sein und wenn ihre Verabredung hier nicht auftauchte, tja…

Der Verschluss wurde wieder auf die Flasche gedreht, bevor sie sich mit beiden Flaschen erhob und sich dann zu dem jungen Mann hindurch schlängelte und kurz darauf vor ihm stehen blieb. „Zwei sind mir eine zuviel, willst du eine und leistest mir dabei Gesellschaft, solang ich meinen Frust in Sake ertränke?“, richtete sie die Frage direkt an den Blondhaarigen, als dann kurz darauf ein Grinsen über ihre Lippen huschte.
Nach oben Nach unten
Draug
Admin


Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 20.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mi 17 Jul - 21:43:47

Obwohl Remo seinen Blick über die heitere Menschenmenge wandern ließ, nahm er niemanden wirklich bewusst war. Doch musste er dies auch nicht, denn er war in Sicherheit. Zumindest vor der S. a. D.. Und vor normalen Menschen, auch wenn sie in einer Gruppe auftraten, hatte er eigentlich nichts zu befürchten. Ja, er war nicht unsterblich, aber er war ein Meister darin sich so lange zu verteidigen, bis sich die Chance auftat zu verschwinden. Und er hatte ein Geschick darin entwickelt, sich fast buchstäblich in Luft aufzulösen, auch wenn er trotz seiner Magie dieses Kunststück nicht fertig brachte.
So kam es, dass er die Braunhaarige mit den beiden Sakiflaschen erst in den Moment registrierte, als sie vor ihm stand und ihn direkt ansprach. Zunächst konnte er sie einfach nur leicht perplex ansehen, bevor er sich und seine Gedanken sortiert bekam, und er leicht den Kopf schüttelte.
"Danke, wirklich ein äußerst verlockendes Angebot.", antwortete er ihr freundlich und hob dann fast schon entschuldigend die Speziflasche an. "Aber ich habe bereits meinen Drink für diesen Abend und sollte wohl auch besser bei diesem bleiben. Aber meine Gesellschaft kann ich dir anbieten, wenn du denn möchtest."
Bei diesen Worten rutschte er etwas auf die Seite, damit die Fremde genügend Platz auf der Bank hatte.
Nach oben Nach unten
http://live-your-dreams.forumfrei.com
Rayen



Anzahl der Beiträge : 547
Anmeldedatum : 27.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mi 17 Jul - 22:14:05

Mit einem „Danke!“ und einem dazugehörigen Lächeln, ließ sie sich auch schon neben ihm nieder. „Du weißt gar nicht wie froh ich bin, das ich jemanden angetroffen habe unter all diesen Japanern, der meine Sprache spricht. Ich war schon kurz davor durchzudrehen. Du bist folglich für heute mein persönlicher, auserkorener Lebensretter“, sprach sie grinsend, stupste ihm mit ihrem Ellenbogen in die Seite, ehe sie sich die eine Flasche zwischen ihre Oberschenkel klemmte und die andere dann öffnete, diese Handlung mit einem„Mist“ quittierte. Sie hatte die falsche Flasche geöffnet. Aber jetzt war es ohnehin egal. Mit einem Schulterzucken wurde dies also letztendlich quittiert und die Flasche an ihre Lippen gehalten um einen großen Schluck zu nehmen. Das Gesicht darauf verziehend, als der Alkohol ihren Hals hinunter floss und ein warmes brennen auslöste, war es dennoch ein aufatmen. Das hätte sie schon sehr viel früher tun sollen, statt sich zusammenzureißen weil sie den Sake zusammen trinken wollten. Noch einen weiteren Schluck nehmend, kurz hustend, lehnte sie sich auch schon gegen die Rücklehne der Bank und legte den Kopf in den Nacken, die Sterne beobachtend. Zumindest für einige Sekunden des Schweigens, bevor sie sich dem ihr Fremden zuwandte, die Flasche zwischen ihren Oberschenkeln rausholte und sie ihm dann wie ein Pendel vor die Nase hielt.

„Und du willst wirklich nichts? Du nötigst mich, das alles alleine zu trinken?“ Den Kopf dezent zur Seite neigend, ihn abwartend musternd, hörte sie allerdings nicht auf mit der Flasche vor seiner Nase herum zu wedeln. „Ich mach das, ehrlich! Beide Flaschen! Und du bist anschließend schuld, wenn ich unter der Parkbank liege statt das ich hier sitze und dann irgendjemand kommt der mich entführt und meine Organe dann auf dem Schwarzmarkt verkauft. Kannst du damit leben? Mh? Kannst du das?“ Dabei wurde ihr Blick beinahe schon fixierend, ja nahezu durchbohrend aber auch auffordernd. Sie konnte nicht beide Flaschen trinken aber sie hatte auch nicht vor etwas übrig zu lassen. Wegschütten kam dabei erst gar nicht in Frage, dafür war das Zeug zu schade. „Wenn du jetzt wieder nein sagst, dann fang ich zu weinen an. Das kann ich auch. Auf Kommando! Es sei denn, du hast mir eine plausible Erklärung warum du an so einem Tag besser bei dieser Flasche Spezi bleibst, statt einem leckeren Sake.Dann werde ich nicht weinen" Erneut huschte ein Grinsenüber ihre Lippen, als sie einen erneuten Schluck nahm.
Nach oben Nach unten
Draug
Admin


Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 20.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mi 17 Jul - 22:35:01

Remo erwiderte das Lächeln und nickte der Fremden nur leicht zu, da er nicht so recht wusste was er auf ihre Worte zu sagen sollte. Er war kein Lebensretter, ganz im Gegenteil, er hatte am heutigen Abend einen Lebensretter nötig gehabt. Und dieser streunte hier irgendwo durch die Gegend oder stürzte sich einen Drink nach dem anderen hinter die Binde.
Hm, irgendwie war es schon merkwürdig, Alkohol und Frauen, beides schien ihn zu verfolgen, wenn auch in unterschiedlichen Situationen und in absolut verschiedenen Variationen. Aber beides nicht zu missachten, dass musste er durchaus zugeben, auch wenn man die beiden Damen nicht miteinander vergleichen konnte.
Eine Flasche Sake riß ihn aus seinen Gedanken heraus und sichtlich irritiert sah er die Braunhaarige an.
"Bitte entschuldige, aber wenn du das Zeug nicht verträgst, warum trinkst du es dann? Und davon jetzt mal abgesehen, wir sind hier in Osaka, nicht im Kosovo oder Ägyptern oder Ost-Europa. Hier musst du keine Angst um deine Organe haben, außerdem kann niemand die Organe eines Alkoholikers gebrauchen. Und eine Frau deiner Statur die zwei Flaschen Sake auf einmal trinkt, muss wohl Alkoholikerin sein.", Remo brachte seine Einwende recht trocken rüber, denn er wurde das Gefühl nicht los das die Braunhaarige ihn schlicht und ergreifend auf den Arm nehmen wollte. "Und weshalb ich nichts trinken darf ist ganz einfach, ich bin schwanger."
Kein verräterisches Zucken der Mundwinkel, noch ein Leuchten in den Augen, straften seine Worte Lügen.
Nach oben Nach unten
http://live-your-dreams.forumfrei.com
Rayen



Anzahl der Beiträge : 547
Anmeldedatum : 27.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mi 17 Jul - 23:10:16

Langsam ließ sie die Flasche Sake wieder sinken, die sie ihm vor die Nase gehalten hatte und seufzte theatralisch und schwer auf. "Wieso? Weil der Mistkerl, mit dem ich mich eigentlich hier treffen wollte und auch sollte, mir das Geld gegeben hat um die Flaschen zu kaufen, um mit mir zusammen auf meinen Geburtstag anzustoßen. Aber er hat mich bis jetzt um zwei Stunden versetzt und ich bezweifle, dass er überhaupt noch auftaucht. Wahrscheinlich vergnügt er sich anderswo. Und sollte er gesetzten Falles doch noch auftauchen, dann hat er es zumindest nicht verdient etwas vom Sake abzubekommen“, erklärte sie ihm mit ernster Stimme, als sich ihre Augenbrauen dabei zusammen zogen um ihrem Frust Ausdruck zu verleihen. „Ich mein, was ist das bitte? Da heißt es, er kommt gleich wieder weil er noch schnell etwas erledigen muss und zu mir sagt er, ich solle hier warten aber dann nicht kommen und dann nicht einmal den Arsch in der Hose haben um mir zu schreiben oder mich anzurufen!“ Selbst aus ihrer Stimme konnte man deutlich vernehmen, wie angepisst sie über diesen Fakt war. Wer verbrachte schon gern seinen Geburtstag in einer riesigen Stadt, umgeben von Fremden Leuten? Sie sicherlich nicht, weshalb sie demonstrativ erneut zur offenen Flasche griff und sich einen großen Schluck genehmigte, kurz darauf mit einer Hand abwinkte, dann aber schmunzelte. „Das war doch nur ein Spaß mit dem Organhandel. Wobei ich mir da trotzdem nicht so sicher bin. Es gibt schließlich genug verrückte Leute, wie zum Beispiel die junge Frau, die kurz bevor sie alleine ihren Frust in Sake versucht zu ertränken, doch noch nette Gesellschaft findet. Oder der Kerl, der das Angebot einer jungen Frau ablehnt, weil er vorgibt schwanger zu sein.“ Miliana blinzelte dabei kurz, sah aber nicht gerade aus wie jemand, der den Worten des Fremden einfach so Glauben schenken würde.

Das Schmunzeln allerdings verschwand kurz darauf auch schon, als sie sich etwas zu ihm herum drehte und ihn für einige Sekunden schweigend musterte. „Du könntest dir wenigstens bei deiner Lüge etwas mehr Mühe geben. Ganz im Ernst!“ Dabei zog sie nicht nur eine Augenbraue gen Stirn, kräuselte diese auch noch zusätzlich. „Wie, tut mir leid, ich kann nicht. Ich habe nur noch eine Leber. Oder aber, tut mir leid, ich kann nicht, ich bin trockener Alkoholiker. Das würde ich dir eher glauben. Wenn du jetzt allerdings mit diesen Ausreden kommst, werde ich sie dir nicht glauben und darauf plädieren, das man einem Geburtstagskind keinen Wunsch abschlägt, es sei denn, man will es zum weinen bringen." Dabei setzte sie sich in einen Schneidersitz und stützte dabei ihren Kopf auf der Handinnenfläche ab und begann dabei nebenher an dem Federschmuck an ihrem Dutt zu nesteln. "Also, ich höre!", forderte sie ihm mit einem Grinsen auf ihren roten Lippen auf.
Nach oben Nach unten
Draug
Admin


Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 20.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 18 Jul - 21:31:42

Heute war eindeutig der Tag an dem er nur auf Frauen traf, die viel redeten. Aber immerhin wurde hier von Dingen gesprochen, die nicht alle einer Antwort bedurften, zumindest hoffte er dies, sonst könnte diese Unterhaltung hier noch ein wahrlich ungemütliches Ende finden.
"Nun, ich sehe deine Situation etwas anders, aber bevor ich das erkläre, komme ich noch einmal für einen Moment auf den Alkohol zu sprechen. Zuerst einmal, ja ich habe tatsächlich nur eine Leber, aber ich trinke deshalb nicht, weil ich nicht Gefahr laufen möchte die Kontrolle über mich und mein Handeln zu verlieren. Außerdem finde ich das Leben berauschend genug, da muss ich nicht auf irgendwelche Mittel zurückgreifen, die aus so manchen Menschen bemittleidenswerte Wesen gemacht hat. Ich brauche ihn auch nicht um mir Mut anzutrinken, ich besitze genügend Mut, was ich dir jetzt auch beweisen werde."
Bei diesen Worten riß er seinen Blick von der Menge los und sah in die bernsteingelben Augen, als er auch schon beide Sakeflaschen aus ihren Fingern nahm und neben sich auf die Bank stellte.
"Diese beiden Flaschen, gehören der großen Flasche, die so dämlich ist dich hier allein zurück zu lassen, noch dazu an deinem Geburtstag."
Jetzt stand er auf und stellte sich direkt vor sie. Mit einer eleganten Bewegung, verneigte er sich sich leicht und hielt ihr gleichzeitig einladend die Hand entgegen.
"Ich weis zwar nicht ob ich eine nette Gesellschaft bin, aber immerhin jemand der sich hier etwas auskennt und den Abend vielleicht noch retten kann. Naja, und wenn nicht, dann hast du zumindest nichts verloren, außer einen Rausch, den du bereits ab jetzt schon haben könntest."
Nach oben Nach unten
http://live-your-dreams.forumfrei.com
Rayen



Anzahl der Beiträge : 547
Anmeldedatum : 27.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 18 Jul - 22:27:48

Aufmerksam begann sie seinen Worten Gehör zu schenken und musste dabei das eine oder andere Mal auch schmunzeln. Nicht weil sie mit einer Annahme recht hatte sondern viel mehr, wie er es sagte. Das was sie heraus hörte war wohl eine Person, die vielleicht wohl gar nichts mit Alkohol am Hut hatte, genau so wie sie eigentlich. Ein Glas Sekt an Silvester war schon viel, vor allem, da sie Alkohol an für sich gar nicht vertrug. Es breitete sich zwar warm in ihr aus und gab ihr für einen kurzen Moment, während die Flüssigkeit eingenommen wurde, ein angenehmes Gefühl – mal vom seichten Brennen in ihrem Hals abgesehen wenn sie den Sake hinunter schluckte – aber das sollte ja schließlich keine Dauerlösung sein, trotz Frust. Gerade als sie noch einen weiteren Schluck nehmen wollte – sie hatte ja jetzt schließlich schon die Flasche geöffnet – da nahm er ihr beide Flaschen auch schon aus den Händen. Protestierend öffnete sie auch schon ihre Lippen um ihm Einhalt zu gebieten, aber sie war für einen Moment dann doch zu verblüfft über sein Handeln. Die Lippen wurden folglich wieder geschlossen während der Unglauben nach wie vor in ihren Augen verharren sollte. Zumindest seine Äußerung über ihn als Flasche, entlockte ihr ein helles aber befriedigtes Lachen. Schön, dass das auch jemand anders so sah wie sie.

Doch als er sich dann auf einmal von der Bank erhob, erstarb das Lachen. War das jetzt alles? Nach einer indirekten Moralpredigt würde er jetzt einfach gehen und sie dann doch zurück lassen? Doch Miliana sollte sich täuschen, als sich der Fremde direkt vor ihr aufbaute nachdem er sich verbeugt hatte, nur um ihr dann seine Hand hinzuhalten. Verwirrt blinzelte sie ihn von unten herauf an, unsicher. War das jetzt sein Ernst? Was hatte er vor? Was bezweckte er damit?
Die junge Brünette mit dem auffälligen Haarschmuck blickte erst nach rechts und dann nach links, als erwartete sie dass ihre eigentliche Begleitung nun hinter dem nächsten Busch aufsprang aber dem war nicht so. Folglich zuckte sie nur mit den Schultern, lächelte und legte ihre Hand dann in seine, ließ sich aufziehen. „Was hast du vor? Mich jetzt entführen?“ Doch ihr Lachen machte deutlich, dass sie es nicht ernst meinte, mit ihrer Äußerung. „Ich bin übrigens Miliana. Du kannst mich aber gerne Mili oder Lana nennen“, stellte sie sich letztendlich vor, während eine kleine und leise Stimme in ihrem Hinterkopf sie zu tadeln begann. Man verriet nicht einfach irgendjemand Fremden seinen Namen oder ging einfach mit irgendjemandem mit. Doch sie wusste diese Stimme zu ignorieren, denn irgendwas an dem jungen Mann vor ihr, sagte ihr, das es doch noch recht interessant werden konnte. Schlimmer konnte es nicht mehr werden. Soviel stand fest. „Wenn du es schaffst, diesen Abend noch zu retten, hast du etwas gut bei mir.“ Es war ein Zwinkern ihrerseits, als sie sich ihre Tasche umhängte und noch einmal sicherheitshalber schulterte.




Nach oben Nach unten
Draug
Admin


Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 20.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 11:19:14

"Freut mich Miliana, ich heiße Remo.", stellte er sich selbst vor und musste dabei leicht grinsen, denn zum zweiten mal an diesem Tag verriet er einer fremden Schönheit seinen Namen recht spät, weshalb ihn seine Eltern gewiß getadelt hätten, wenn sie denn jetzt da gewesen wären. Doch sie waren nicht hier und so verscheuchte er den Gedanken möglichst rasch aus seinem Kopf, schließlich sollte er sich jetzt amüsieren und nicht in Malankolie versinken.
"Also gut, dann laß mich mal überlegen wo ich dir am besten und vorallem vollkommen unbemerkt deine Nieren entnehmen kann.", scherzte er recht trocken und leerte seine Speziflasche, bevor er diese in den Mülleimer verschwinden ließ. "Nein, jetzt aber mal im Ernst, auf was hättest du denn so Lust? Wir hätten hier einige Plätze wo man die Ausübung von verschiedenen Kampfsportarten beobachten kann oder teilweise auch daran teilnehmen. Oder wir schländern durch die festlichen Straßen, mit all ihren Ständen und betrachten all die leicht verrückten Cosplayer.", und als ob eine höhere Macht seine Worte unterstreichen wollte, rannte ein Naruto an ihnen vorbei, verfolgt von einer Sailor Moon. Remo sah den beiden Japanern hinterher, schüttelte den Kopf und kehrte zu Miliana zurück. "Äh ja... ähm, oder ich zeige dir das 60´er Jahre Dinner. Das ist recht nett und wenn man das Tanzbein schwingen möchte, dann gibt es hier keinen besser Ort dafür. Oder wir holen uns noch was zum Essen und Knabbern, suchen uns einen höher gelegenen Platz beim Schloß und warten auf das Feuerwerk, das in fast zwei Stunden den Himmel erhellen wird."
Nach oben Nach unten
http://live-your-dreams.forumfrei.com
Rayen



Anzahl der Beiträge : 547
Anmeldedatum : 27.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 13:24:22

„Remo? Ein sehr interessanter Name. Habe ich zuvor auch noch nicht gehört“, entgegnete sie ihm ehrlich, dachte sich dabei aber nur selbst, das auch ihr Name nicht unbedingt geläufig war. Ihre Eltern schienen da wohl recht phantasievoll gewesen zu sein. „Aber immer noch besser als Nemo!“, fügte sie dann mit einem glucksen hinzu. „Wobei ich glaube, das hast du wohl schon des Öfteren zu hören bekommen, mh?“ Fragend bedachte sie ihn dabei mit einem Schmunzeln, bevor sie dann begann sich Gedanken über seine Vorschläge zu machen. Was von alle dem wäre für sie wohl von größerem Interesse? Cosplay? Tanzen? Feuerwerk schauen? Letzteres schien ihr sehr angebracht, denn wie oft konnte man schon von sich behaupten, an seinem Ehrentag das Glück zu haben, dementsprechend gefeiert zu werden? Außer, wenn der Geburtstag auf den 31. Dezember fiel. All zu weit kam sie aber nicht mit ihren Überlegungen, als auch sie den beiden Japanern sichtlich amüsiert nachsah, sich dann aber kurz räusperte um zurück zum Ausgangspunkt zu kommen.

„Also, das Feuerwerk will ich mir nicht entgehen lassen, wobei die Stände auch sehr interessant klingen. Tanzen wohl eher weniger, ich bin ein Sportmuffel.“ Ein verlegenes Lachen erklang, als sie sich dabei mit einer dementsprechenden Gestik an ihrem Haarschmuck herum zu nesteln begann. „Und wenn wir durch die Stände laufen und uns dann zum Feuerwerk aufmachen? Meinst du, wir kriegen das von der Zeit hin? Ich weiß natürlich nicht wo hier die beste Sicht für das Feuerwerk ist und wie lang wir diesbezüglich laufen müssen. Oder weißt du zufällig, ob die Stände noch länger hier sind?“ Den Kopf in eine leichte Schieflage legend, bedachte sie ihn mit aufmerksamem Blick. Vielleicht würde ihr Geburtstag doch nicht so ätzend werden, wie sie es zuerst befürchtet hatte. Und das, sogar ohne den Sake, der seinen Platz auf der Parkbank gefunden hatte und dann wohl von irgendjemand anderem ausgetrunken werden würde. Sollte diese Person seine Freude haben. Ein bisschen schade fand sie es allerdings trotzdem, denn er hatte gar nicht so schlecht geschmeckt. Aber würde sie noch ein paar weitere Schlücke zu sich nehmen, dann würden ihre Beine wohl von ganz alleine voranschreiten oder sie irgendwann auf der Parkbank einschlafen.


Wenigstens schien ihr das Glück soweit hold zu sein, sodass sie auf Remo gestoßen war, der auf sie einen sehr netten und sympathischen Eindruck machte. Wobei, wenn sie genauer darüber nachdachte, diejenigen denen man es am wenigsten anmerkte, waren meist die Schlimmsten. Nicht umsonst gab es den Spruch ‚Stille Wasser sind tief.’ Und doch, sie wollte gar nicht darüber nachdenken. Jemand da oben schien es gut mit ihr zu meinen und warum nicht einfach auch ausnutzen? Es könnte sie weit aus Schlimmer treffen und davon abgesehen, sollte er tatsächlich versuchen ihre Lunge haben zu wollen, würde er sein blaues Wunder erleben.
Nach oben Nach unten
Draug
Admin


Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 20.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 14:18:09

Remo atmete bereits ein um etwas zu erwidern, entließ die Luft aber wortlos wieder seiner Lunge, da er eigentlich keine große Lust verspürte wieder mal eine Unterhaltung wegen seines Namens zu führen. Zwar musste er gerade zugeben das er Nemo noch nie zuvor gehört hatte und er somit nicht kapierte wie Miliana überhaupt darauf kam, aber besser so, als wenn er sich mal wieder die Geschichte von Romulus und Remus anhören durfte. Dies war etwas das er nicht mehr höhren konnte, vorallem weil es wohl irgendwo näher an seine eigenen Vergangenheit heranreichte, als sonst etwas.
"Nein, ehrlich gesagt hör ich das zum ersten mal.", tat er die Sache mit Achselzucken schließlich ab und sah schließlich zum Osaka Castle hinauf. "Je näher du dem Castle bist, desto genialer die Aussicht. Aber viel Platz ist dort oben nicht und die Japaner wissen natürlich wo sie das Feuerwerk am besten genießen können."
Das der aller beste Platz auf dem Dach des Castle war verschwieg er, wie sollte er auch erklären wie er es denn geschafft hatte auf das Dach zu gelangen, immerhin war dies kein öffentliches Gebäude. Und seine Fähigkeiten gingen nun mal nicht jeden etwas an.
"Zum Schloßhof würden wir von hier aus gewiß ne halbe Stunde brauchen, also auf direkten Weg. Die kleinen Stände würden wir dabei nicht beachten. Wo wir auch schon zu deiner anderen Frage kämen, das Fest wird wohl noch bis tief in die Nacht gehen, was die Stände miteinschließt."
Das Miliana ein Sportmuffel war, befand Remo für äußerst schade, davon mal abgesehen das er es kaum glauben konnte, da ihre Figur etwas anderes. Er hingegen liebte Sport, aber vorallem war er durchaus ein guter Tänzer. Aber dies hier sollte nicht seine Nacht werden, sondern die von ihr und so passte er sich ihren Wünschen an.
Nach oben Nach unten
http://live-your-dreams.forumfrei.com
Rayen



Anzahl der Beiträge : 547
Anmeldedatum : 27.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 14:49:51

Remo schien nicht unbedingt davon angetan zu sein, wenn es um seinen Namen ging, wie sie an seiner Haltung und an seinem Gesichtsausdruck erkennen konnte. Deshalb allein schon hielt sie es für besser nicht weiter darauf einzugehen, mochte ihr noch so sehr etwas auf der Zunge liegen. Manchmal war es dann doch einfach besser nichts zu sagen und sich in Schweigen zu hüllen. Besonders, da sie ohnehin schon das Gefühl hatte ihm einen Knopf an die Backe zu reden.
„Falls ich dir übrigens zu viel rede … du musst nur etwas sagen und ich bin dann still. Es ist nur so, ich bin so aufgeregt und neugierig! Ich war noch nie zuvor in Japan. Die ganze Kultur, die Atmosphäre, die Menschen. Es ist überwältigend!“, versuchte sie ihren Laberflash zu erklären. Eine ihrer wohl größten Macken die aus Nervosität und Aufregung aufkam: reden, reden und reden um zu überspielen was man selbst nicht unbedingt offenbaren wollte.

Als er dann meinte, sinngemäß, je früher sie dort oben ankommen würden, desto besser, hakte sich Miliana auch schon so frech und direkt wie sie war, bei ihrer männlichen Begleitung ein. Allein schon, damit sie nicht doch irgendwie verloren ging in diesem ganzen farbigen, von Musik untermalten Trubel. „Das hört sich doch super an!“,  entgegnete sie ihm. „Auf zum Feuerwerk und danach über die Stände schlendern. Aber zuvor brauche ich wirklich etwas zu essen und zu trinken. Sonst laufe ich dir keinen halben Kilometer mehr.“ Ein leises Lachen erklang. „Und da du dich ja soweit hier auskennst, kannst du mir sicherlich auch empfehlen wo man hier was Leckeres und Kostengünstiges kaufen kann oder?“ Er musste etwas wissen, denn ihr darauf knurrender Magen erklärte deutlich den Standpunkt, endlich etwas Nahrhaftes für sich selbst haben zu wollen. Das Knurren jedoch war jedoch lauter als erwartet, so schoss ihr schlussendlich die Röte ins Gesicht, die sich deutlich auf ihren Wangen bemerkbar machte, als sie verlegen zu Boden blickte, sich kurz räusperte. „Also …“, begann sie leise, hob dezent den Kopf und blickte ihn seitlich aus den Augen an. „Wenn du nicht willst, dass ich demnächst über dich herfalle, brauche ich doch ganz schnell etwas zu essen.“ Doch so peinlich berührt wie sie für einen kurzen Moment war, ein Grinsen konnte sie sich dann doch nicht verkneifen.
Nach oben Nach unten
Draug
Admin


Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 20.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 15:06:33

Er quittierte ihre Erklärung lediglich mit einem seichten Lächeln, denn solange man nicht von ihm erwartete genauso viel zu reden oder auf alles zu reagieren, vergaß er zu seinem Leid oft gewisse Gesprächsfetzen, konnte er sehr gut mit jemanden Leben der ohne Punkt und Komma redete. Wobei Miliana gar nicht so extrem viel Quasselte, mehr als er, aber immer noch im Rahmen.
Dann jedoch kam er leicht ins Stocken, ihre letzte Wortwahl war eindeutig zweideutig aufzufassen und sowas warf ihn meist kurzweilig aus der Bahn, vorallem wenn er nicht damit rechnete. Er wusste zwar im Grunde sofort das sie auf ihren Hunge anspielte, aber über jemanden herzufallen konnte man durch aus auch anders auffassen.
Sich durch das Haar fahrend, strich er sich für einen Moment verlegen, schämte er sich irgendwo für die Gedanken die ihm kurz durch den Kopf gegangen waren, über den Nacken und überspielte das ganze letztendlich mit einem Fingerzeig und der Überlegung zum Essen.
"Also dort hinten hab ich ein paar leckere Stände bereits durchprobiert. Stellt sich nur die Frage auf was du Lust hast. Ein Nudelgericht? Suppe? Sushi, also Fisch?"
Nach oben Nach unten
http://live-your-dreams.forumfrei.com
Rayen



Anzahl der Beiträge : 547
Anmeldedatum : 27.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 15:35:20

Täuschte sie sich, oder hatte ihre zweideutige Aussage einen kleinen Sidekick bei ihm ausgelöst? Sie wollte ihm eigentlich nur ein Lachen entlocken, denn er selbst schien da nicht ganz so herzlich zu sein wie sie es war. Der Schuss ging aber wohl eher nach hinten los und das, obwohl sie eigentlich nicht den Eindruck von ihm hatte, das er schüchtern sei. Wieso also war er beschämt gewesen? Alle Überlegungen zum Trotz, sie kam nicht dahinter und doch war sie höchst darüber amüsiert und konnte sich ein weiteres Grinsen nicht verkneifen. Das Kichern war schon schwer genug gewesen. Schließlich wollte sie ihn ja auch nicht bloßstellen, sodass sie im Endeffekt doch noch den Abend hier in Osaka allein und verloren verbringen musste. Als er ihr dann die Richtung zeigte, in der wohl etwas zum essen sein musste, begann sie sich mit der Spitze ihres Zeigefingers gegen die Lippen zu tippen. Beinahe krampfhaft überlegend, was ihren Gelüsten eher entsprach.  Es klang alles sehr lecker und dort wo sie her kam gab es das natürlich auch. Wobei …

„Ramen! Ich wollte schon immer mal richtig japanisches Ramen probieren mit allem was dazu gehört!“, doch dann fiel ihr noch etwas anderes ein. Sie mussten ja jetzt schon los um einen schönen Platz für das Feuerwerk zu haben und die Nudelsuppe würde nur unnötig aufhalten. „Obwohl, das wird wohl etwas schwierig zum mitnehmen und zu zeitaufwendig um dort zu essen, ich werde nämlich mit diesen Pumps hier doppelt und dreifach so lang brauchen wie mit flachen Schuhen, weil man mir natürlich auch nicht hat sagen können, das solche Schuhe hier sehr unpraktisch sind.“ Leise seufzte sie auf, bremste sich dann aber innerlich sofort aus. Sie wollte nicht länger über diese Flachpfeife nachdenken. „Aber egal. Dann doch Sushi und Ramen hole ich mir dann ein anderes Mal“, beschloss sie und schien mit dieser Entscheidung doch ganz zufrieden zu sein. Sushi war sowieso einfacher zu essen und vielleicht auch nicht so schwer wie diese mächtige Nudelsuppe, von der sie immer nur Bilder gesehen oder in Artikeln gelesen hatte. Vor allem konnte man das wohl auch mit den Fingern essen, denn mit Stäbchen war sie völlig unbegabt. Das meiste landete überall aber nicht in ihrem Mund. „Oder worauf hättest du denn Lust? Ich lade dich ein!“ bot sie mit einem charmanten Lächeln an. Dass war zumindest das Beste als Gegenleistung dafür, das er ihr seine Zeit widmete und das für jemanden, den er ohnehin nicht kannte.
Nach oben Nach unten
Draug
Admin


Anzahl der Beiträge : 677
Anmeldedatum : 20.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 16:01:59

Zum ersten mal sah sich Remo seine Begleitung für die Nacht etwas näher an und bemerkte erst jetzt das rote, recht körperbetonte rote Kleid und die Pumps. Recht aufreizend möchte man meinen, aber für Japan an solch einem Abend normal, jedoch für den Weg zum Castle absolut unpassend, zumindest die Schuhe. Aber was die Mode anging, da hatte er die Frauen noch nie so recht verstanden und im Grunde die Männer auch nicht. Ja, solch Kleidung regte die Fantasie eines Mannes an, das konnte er nicht verleugnen. Aber er persönlich bevorzugte praktische Klamotten, die durchaus den weiblichen Körper betonen durfte, ihn aber in der Bewegung nicht einschränken sollte.
"Okay, ich verstehe das Problem.", nickte Remo und da erschien auch schon ein leicht schiefes, aber zufriedenes Grinsen auf seinen Lippen. "Aber wenn es der Dame nach Ramen gelüstet, so soll sie an diesem Abend auch Ramen gekommen. Aber die Zeit liegt uns im Nacken und ich werde dich gewiß nicht den Berg hinauftragen, auch wenn ich das durch aus könnte. Daher schlage ich vor das du dich schon mal allein auf den Weg hinauf machst. Vertrau mir, du kannst dich nicht verlaufen und ich werde dich dort oben finden, egal wie viele Menschen auch dort sein werden. Und wenn ich dir was verspreche, dann halte ich das auch, ich bin nämlich keine leere Flasche. Was mich somit auch schon zur nächsten Frage bringt, was möchtest du zu deinem Ramen trinken? Und eines sei hier auch gleich mal geklärt, mich lädst du hier heute zu nichts ein, denn an deinem Ehrentag wirst du mein Gast sein. Keine Diskusion."
Es war zwar äußerst komisch das ein Fremder sämtliche Ausgaben übernahm, ohne etwas dafür zu verlangen und er würde gewiß nichts von ihr verlangen, weder ihre Niere, noch irgendetwas anderes körperlicher Natur. Nein, er war über ihre Anwesenheit absolut glücklich, denn mit ihr an seiner Seite würde die S. a. D. gewiß nichts unternehmen. Er war ihr also etwas schuldig, wobei er sie auch dann eingeladen hätte, wenn er nicht wieder direkt auf der Abschussliste gestanden wäre. Schließlich war sie eine wahrlich nette Begleitung und er gut erzogen.
Nach oben Nach unten
http://live-your-dreams.forumfrei.com
Rayen



Anzahl der Beiträge : 547
Anmeldedatum : 27.05.13

BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 16:25:39

„Wieso sagt ihr Männer eigentlich immer, ich könnte wenn ich wollte aber ich will nicht? Wenn ihr nicht wollt, wieso erwähnt ihr es überhaupt?“, entgegnete sie ihm mit einem theatralisch gespielten Seufzen. Das war genau so wie wenn sie zu einem Kerl sagte, ‚Ich könnte ja jetzt mit dir Sex haben, aber ich will nicht.’ Aber bevor sie sich da dann selbst noch ein Schnippchen schlug, verkniff sie sich diese Äußerung und blieb lediglich bei diesem Gedanken, der sie selbst amüsierte und deshalb Grinsen ließ. Wohl etwas irritierend für Remo, der ihre Gedankengänge natürlich nicht nachvollziehen konnte und das war unter diesen Umständen vielleicht auch gar nicht so schlecht. Als sie sich dessen gewahr wurde, räusperte sie sich kurz darauf und zuckte letztendlich mit den Schultern. „Na gut. Dein Wort in Gottes Ohr. Versprochen ist versprochen! Frauen können sehr ungnädig werden, nur mal so als Vorabinformation“, entgegnete sie ihm mit einem Funkeln in den Augen und einem spitzbübischen Grinsen auf den Lippen, als sie sich auch schon von ihm löste. Als er dann aber fragte was sie zu trinken wollte und im Anschluss auch gleich deutlich machte, das er für die Kosten aufkommen würde. Miliana wollte direkt schon Einspruch erheben, doch sein Blick und seine Äußerung ließen keinen Raum dafür. Deshalb war es ein resignierendes und ergebendes Seufzen. „Na gut. Aber nur Ausnahmsweise. Das nächste Mal zahle ich. Keine Diskussion!“ Ihm zuzwinkernd, drehte sie sich auch schon mit einem „Bis gleich“ und einem dazugehörigen Lächeln herum. Sich die Handtasche diagonal über die Schulter legend, damit diese nicht so viel herum baumelte, verschwand sie auch schon zwischen den Menschenmassen, ihre eigentliche Begleitung dabei verfluchte, die sie nicht darüber aufgeklärt hatte, was sie erwarten würde.
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Heute um 16:05:52

Nach oben Nach unten
 
Die Suche nach dem Tor der Welten
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 2 von 8Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8  Weiter
 Ähnliche Themen
-
» Ich möchte gern ein neues RPG eröffnen und suche einen Partner
» Suche nach Teilstrings
» Suche nach einem "Familienerbstück"
» Suche nach bestimmer Buchstelle
» [IA] Suche nach Szenario-Karten

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Erlebe einen Traum :: Die ungewisse Reise der Suchenden-
Gehe zu: