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 Die Suche nach dem Tor der Welten

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Draug
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 19:21:59

Dies war heute eindeutig kein Tag für ihn um mit Frauen zu verkehren. Zum dritten mal wurde er einfach von der Damenwelt stehen gelassen. Erst von der S. a. D. Agentin, dann von Scar und jetzt auch noch von Miliana. Leicht frustriert schnaufte er hörbar aus und wand sich ab. Letztendlich hatte er keinen Grund grummelig zu sein, denn auch wenn der Abgang gerade wieder recht unverhoft gekommen war, so hatte er es doch vermocht unbemerkt einen Fährtenzauber an ihre Fersen zu heften. Ein kleiner, unbedeutender Zauber, der von nichts und niemanden bemerkt werden konnte. Aber für ihn war er sehr effektiv, immerhin würde er die Brünette nun überall in der Stadt wieder finden.
Mit großen Schritten eilte er aus dem Schlosspark hinaus und suchte den kleinen Laden auf, den er selbst an diesem Abend aufgesucht hatte und wo er sich somit absolut sicher sein konnte, das er ein schmackhaftes Ramen bereithielt. Der Transport würde zwar etwas kompliziert werden, aber notfalls kaufte er eben das komplette Geschier und ein Tablett. Allerdings hatte Miliana ihm nicht gesagt was sie dazu trinken wollte, so dass er einfach die nette Verkäuferin im Ramen-Laden fragte, was denn dazu am besten passen würde. Und eigentlich hätte er sich diese Frage sparen können, denn bekam er eine Antwort, die er im Grunde bereits selbst wusste, Bier oder Tee. So beschloß er auf dem Weg zurück zum Osaka Castle einen Bubble-Tea-Stand aufzusuchen, um für sich und Miliana einen eiskalten Bubbletea mitzunehmen. Dabei konnte er nur hoffen das er den Geschmack so halbwegs traf.
Ein Tablett voll beladen mit einem Ramenmenü und zwei Bechern Bubbletea, bahnte er sich geschickt einen Weg zurück in den Schlossgarten und von dort hinauf in den Vorhof des Castle. Dabei leuchtete die Spur seines Fährtenzaubers hell vor seinen Füßen auf. Zu seiner eigenen Überraschung hatte Miliana tatsächlich noch einen Platz auf der großen Wiese, die sich rechts neben dem Schloss befand gefunden.
Mit einem Lächeln auf den Lippen, kam er auf die Brünette im roten Kleid zu und setzte sich zu ihr. Vorsichtig stellte er das Tablette vor ihr ab und präsentierte seine erfolgreiche "Jagt".
"Ich hoffe ich habe beim Tee und beim Ramen deinen Geschmack getroffen. Ich war wohl doch etwas voreilig mit meinem Alleingang, schließlich kennen wir uns ja im Grunde nicht. Aber wenn sich unser Geschmack auch nur im geringsten ähnlich ist, dann kann ich eigentlich nur sagen, laß es dir schmecken."
Mit diesen Worten nahm er seinen eigenen Bubbletea und saugte an seinen Strohhalm.
"Hübsches Plätzchen das du da gefunden hast.", nickte er dabei und sah sich etwas um.
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Ivy



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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 20:11:01

Scarlett war überrascht wie schnell sie aus der Bar draußen war, fast als wären sie geflüchtet, ohne das es wie eine Flucht wirkte. Ergab das Sinn? Vermutlich nicht. Der Alkohol machte sich tatsächlich in Scarlett bemerkbar, sie konnte ihn in ihrem Blut spüren, was ein ungewohntes Gefühl war. Sie warf einen raschen Blick auf den jungen Mann an ihrer Seite, ehe ihre Augen hinab zu ihrer Hand wanderte, die von der des Mannes umschlossen war. Seine Hand war warm, aber nicht schwitzig, sondern angenehm. Wie lange war es her das ein Mann ihre Hand gehalten hatte? Und damit meinte sie auch wirklich ihre Hand und nicht das Handgelenk, was leider öfter vorkam als ihr lieb wäre. Natürlich hatte nie wirkliche Gefahr für sie bestanden, schließlich waren Menschen keine wirklichen Gegner für sie. Leicht schüttelte sie den Kopf und fragte sich warum sie jetzt an solche Dinge dachte. Statt weiter nachzudenken, legte sie den Kopf in den Nacken und blickte hoch zu dem schwarzen Nachthimmel. Leider waren die Straßen noch zu beleuchtet und die Häuser standen zu dicht beeinander, als das man hätte Sterne sehen können. Dennoch wusste Scarlett das sie da waren. Tief atmete sie die frische Luft ein und seufzte leise, als sie den Atem wieder aus ihren Lungen entließ. Heute war eindeutig die Nacht der Überraschungen, anders konnte man es wirklich nicht sagen. Erneut blickte sie zur Seite und grinste.
"Natürlich habe ich noch immer Lust auf das Fest. Wäre ja merkwürdig wenn ich erst Ja sagen würde, um dann zwei Minuten später meine Meinung zu ändern. Ich bin zwar eine Frau, aber ganz so sprunghaft bin ich dann doch nicht.", sie lachte vergnügt, beruhigte sich aber rasch, nur um erneut zu lachen als sie die nächsten Worte des Mannes hörte.
"Das kommt davon wenn man einer Dame den Drink klaut.", konnte sie sich nicht verkneifen und grinste erneut. Während sie langsam die Straßen entlang gingen und die Geräusche der Leute immer lauter wurden, konnte Scarlett deutlich die Freude, die Erwartungen, die Euphorie der feiernden Menschen spüren. Mit einem ruck blieb sie stehen und löste ihre Hand aus der des Mannes.
"Fast hätte ich es vergessen.", bemerkte sie, während sie das Cap wieder aus ihrer Tasche holte und es aufsetzte, wobei sie darauf achtete das ihre blonden Haare so langen, das sie einem nicht sofort ins Auge stachen.
"Vorsicht ist der Elefant im Porzelanladen.", sie strich sich noch eine Haarsträhne hinters Ohr und hielt erneut inne.
"Das klingt irgendwie merkwürdig. Ich hatte es noch nie mit diesen Sprichwörtern.", stellte sie fest und zuckte dann mit den Schultern, ehe sie die Hand des Mannes wieder ergriff und den Weg wieder aufnahm, so als hätte es keine Pause gegeben.
"Der schnelle Abgang aus der Bar hatte nicht zufällig etwas mit den drei Kerlen zutun?", fragte sie direkt und sah den jungen Mann fragend an. Die Chance, das er ehrlich auf diese Frage antwortete, war gering und so recht wusste Scarlett auch nicht, warum sie überhaupt fragte. Weder ging es sie etwas an, noch sollte es sie interessieren. Leider war ihre Neugier jedoch anderer ansicht.
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Rayen



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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 20:42:55

Etwas mulmig war ihr schon dabei, als sie den Weg nicht nur alleine hochgegangen war sondern auch, als sie sich dann ein schönes Fleckchen Erde ausgesucht hatte. Nicht nur die ganzen Menschenmassen durch die sie sich hatte lavieren müssen sondern auch diverse Pärchen, die es sich auf Decken gemütlich gemacht hatten. Eigentlich sollte sie ja hier mit ihrer Verabredung sitzen aber wenn sie sich so umsah, war der erste Gedanke eher die Flucht nach vorne aber das konnte sie Remo nicht antun. Davon abgesehen schmerzten ihre Beine durch den steinigen und unbeugsamen Weg, weshalb sie einfach nur froh gewesen war aus ihren Schuhen schlüpfen zu können, die sie direkt neben sich gestellt hatte. Das Kleid über ihre Knie ziehend, grub sie ihre Zehen in das kühle Gras und atmete erleichtert auf, als das brennen ihrer Fußsohlen endlich nachließ. Dass war das erste und letzte Mal, das sie sich für irgendjemanden so rausgeputzt hatte, beziehungsweise, in solche Schuhe geschlüpft war. Nur weil diese eine schöne Figur machten da Po und Brüste gut zur Geltung kamen, würde das nie wieder einer Option gleichen. Nie wieder, das schwor sie sich!

Allerdings hoffte sie, dass ihre neue Begleitung bald auftauchte, denn so fühlte sie sich einfach nur einsam und irgendwie auch verloren. Unabhängig davon, dass sie immer wieder äußern musste, dass der Platz neben ihr bereits belegt sei und dass ihr Freund gleich kommen würde. Im selben Augenblick aber hatte sie sich dafür auch schon wieder in den Hintern treten können, als ihr das rausgerutscht war. Aber zumindest hielt es das männliche Geschlecht davon ab, den Platz in Beschlag zu nehmen. Der Zweck heiligte bekanntlich die Mittel. So war ihr Blick konstant gerade aus gerichtet um folglich Remo auch jederzeit ausmachen zu können. Als das nach einer gefühlten Ewigkeit auch der Tatsache entsprach, lächelte sie ihm entgegen und war gerade versucht ihn durch das Winken zu sich zu führen, er aber schien gezielt zu wissen wo er hin musste. Doch sie hatte gar keine Möglichkeit sich darüber den Kopf zu zerbrechen, denn er hatte Essen dabei. Der Rest war nebensächlich.

„Du bist ein Schatz“, rief sie, kaum das er sich hingesetzt hatte. Bei seiner Aussage, dass er sich selbst nicht sicher war, ob er das richtige für sie ausgewählt hatte, winkte sie nur mit einer Hand ab. „Das wird schon passen. Ich bin da nicht so wählerisch“, entgegnete sie ihm grinsend, ehe sie kurz nickte. „Ja, ich finde den Platz auch sehr schön aber ich bin froh dass du endlich da bist!“
Es war ein leises Lachen das über ihre Lippen glitt, bevor sie die Schüssel auch schon entgegen nahm und ihr der herrliche Duft auch schon in die Nase stieg. „Das riecht köstlich!“ Eine reine Feststellung, die auch von ihrem Magen und dem dazugehörigen Knurren unterschrieben wurde.
„Danke jedenfalls, ich werde es mir ganz sicher schmecken lassen.“

Ihm dabei ein Strahlen zukommen lassend, nahm sie auch schon den Deckel von der Schüssel ab und begutachtete das Wunderwerk, während ihr das Wasser regelrecht im Mund zusammen lief. Weniger erfreulich aber war der Fakt, das sie nur Stäbchen sah, weshalb sie kurz darauf aufseufzte. „Sag mir bitte, dass du irgendwo in deinen Taschen, sofern du welche hast, Besteck hast?“ Ihr Blick glitt hilfesuchend zu ihm als sie ihm mit einem „Ich kann nicht mit Stäbchen essen“, auch schon den Grund erklärte.
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Draug
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 21:15:47

Das es zumindest vom Geruch und dem Aussehen her, kein absoluter Fehlgriff bei der Auswahl des Ramen gewesen war, ließ ihn doch unbewusst erleichter aufatmen. Wäre es doch gänzlich unbefriedigend, wenn seine Wahl sich als unbefriedigend herausgestellt hätte. Doch so durfte er für einen Moment ihr strahlendes Gesicht betrachten, als sich dieses miteinmal auch schon wieder leicht umwölkte. Was sie dann jedoch von sich preis gab, zauberte ihm ein leicht amüsiertes Lächeln auf die Lippen. Er hatte bei seiner ersten Japanreise auch noch um normales Besteck gebeten, heute stellte er sich sehr Geschickt im Umgang mit Stäbchen an, so dass er deshalb nicht daran gedacht hatte, das Miliana leichte Schwierigkeiten haben könnte.
"Nun, das tut mir jetzt wirklich leid, aber mein Unterhemd besitzt keine Geheimtaschen. Und in meiner Hose wäre eine Gabel wohl äußerst unpassend untergebracht.", etnschuldigte er sich leicht umständlich, aber doch auch aufrichtig. "Ich befürchte du musst wohl mit den Stäbchen vorlieb nehmen oder mit den Fingern essen. Aber bevor du jetzt verzweifelst, schau her, es ist gar nicht so schwer."
Er nahm die Stäbchen, legte sie langsam zwischen seine Finger, so dass Miliana jede seiner Bewegungen sehen konnte. Nach dem er die Stäbchen ein paar mal auf und zu klappen ließ.
"Gesehen, ganz leicht. Jetzt du.", und mit diesen Worten, ergriff er ihre Hand und platzierte die Stäbchen in der richtigen Position. Dabei ging er langsam vor, damit sie das was sie sah, diesmal auch bewusst spüren konnte, um die richtigen Verknüpfungen in ihrem Hirn vonstatten gehen zu lassen.
"Alles klar?"
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 21:44:39

Adrien sah zum Ende der Straße, schien sich offensichtlich für wenige Sekunden auf etwas zu konzentrieren. Jedoch blinzelte der Mann kurze Zeit später bereits wieder und wandte sich der Frau zu.
"Dann hoffe ich, dass dir meine Begleitung genügt.", wieder das freundliche Raunen des Mannes, welches leicht durch die kleine Gasse hallte. Sie setzen ihren Weg fort und irgendwann würden mehr Menschen um sie herum sein, als es Adrien lieb war. Es schien immer eine besondere Herausforderung zu sein, über so viele Stimmen zu tönen. Genau genommen war er dazu nicht in der Lage und ahnte, dass dies vielleicht etwas war, was er ihr sagen sollte, ehe es zu spät war.
"Oh und von Frauen ist man so einiges gewöhnt, Lady. Hätte schon sein können, dass du nicht mehr willst.". Es war nur ein leichter verschmitzter Ausdruck, der nach ihren nächsten Worten jedoch zu dem rauen Gelächter wurde.
"Hatten wir nicht geklärt, dass ich dich beschützt habe?"
Der Mann beobachtete aus den Augenwinkeln wie sie wieder ihr Cap aufsetzte. Er wusste nicht so recht was es war, dass ihn geritten hatte, als er die Frau gefragt hatte, ob sie mit ihm auf dieses Fest gehen würde. Waren es die blonden Haare? Sie war ihr so unähnlich wie nur irgend möglich war und doch hatte er das Gefühl gehabt, etwas tun zu müssen.
"Vorsicht ist der Elefant im Porzellanladen?", wiederholte Adrien kichernd. " Wär er vorsichtig würde er dort nicht rein gehen."
Der Alkohol machte ihn hibbelig, ließ ihn mehr lachen als nötig war. Aber hey, er konnte noch geradeaus gehen, alles andere war zweitrangig. Sie liefen, nun wieder Hand in Hand. Für andere musste es so wirken, als wären die beiden ein Paar und wollten zusammen einfach nur diesen Abend genießen. Letzteres stimmte sogar, nur ersteres wäre vermutlich für beide Parteien sehr fatal. Adrien grinste breit. Immer mehr Menschen kamen an ihnen vorbei und sie waren schon auf halben Wege zum Schloss. Es war Adrien der ihr mit einer leichten Veränderung des Handdruckes signalisierte, dass er für einen Moment an den Rand verschwinden wollte. Und so fand sich das sonderbare Paar schnell an einem Stand mit kandierten Äpfeln wieder, von denen der Mann zwei kaufte.
"Mylady.", grinste er schalkhaft und hielt der Frau stolz eine der Errungenschaften hin. Selbst wenn sie so etwas nicht mochte, war es eine Win-Win Situation für ihn. Zucker.
Er biss in den Apfel und genoss sichtlich den unnatürlichen süßen Geschmack, welcher sich auf seiner Zunge ausbreitete. Seine Augen waren dabei geschlossen udnd ein zustimmendes Stöhnen entfuhr ihm. Jeder der glaubte, dass er unter einer Abhängigkeit litt, hatte vermutlich recht.
"Die Herren sind speziell, mehr werde ich nicht sagen, Lady.", Adrien Züge waren gar nicht in der Lage ernst zu wirken und dennoch machte er deutlich, dass dies das Ende des Themas war.
"Wenn du willst können wir ins Schloss, zum Feuerwerk. Das müsste bald sein. Oder wir durchforsten die Stände."
Sein Kopf machte eine leichte Vorwärtsbewegung, nur um seiner Begleitung etwas die Richtung ihres Weges zu zeigen.
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Ivy



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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 22:35:55

Als der junge Mann kicherte, wegen ihrer falschen erwiederung dieses dummen Sprichwortes, boxte Scarlett ihm mit der freien Hand leicht gegen den Oberarm.
"Lach mich nicht aus.", in ihrer Stimme lag kein Zeichen von zorn, sondern viel mehr belustigung. Sie hatte gar nicht gewusst das sie albern sein konnte. Gut, so ganz stimmte das nicht, sie wusste das sie es sein konnte, war es nur leider viel zu selten. Zumindest auf diese Art albern. Aber es tat gut und es gefiel ihr. Als der junge Mann sie in eine andere Richtung dirigierte, runzelte sie kurz die Stirn, konnte sich dann aber ein Lächeln nicht verkneifen als er zwei kandierte Äpfel kaufte. Für gewöhnlich stand sie nicht so auf Zucker, was nicht hieß das es nicht mochte, nur brauchte ihr Körper dies Art von Energie nicht. Ihren Zuckerhaushalt regulierte sie durch das Blut, das sie von anderen trank. So gesehen sollte sie ihm den Apfel vielleicht überlassen, dachte sie einen Moment, roch dann aber an dem roten Ding am Stiel und zuckte mit den Schultern. Da heute eh der Tag der Überraschungen war, sah sie keinen Grund jetzt damit aufzuhören, also biss sie hinein und konnte sich ein zusammen zucken nicht verkneifen. Sie hatte nicht damit gerechnet das es so süß sein würde. Sie warf einen Blick auf den jungen Mann, der mit soviel Genuss seinen Apfel aß, das sie sich erneut ein Lächeln nicht verkneifen konnte. Sich ein Herz fassend, biss auch sie erneut zu, dieses mal nahm sie ein etwas größeres Stück, so das sie nicht nur den süßen Guss erwischte, sondern auch etwas von dem Apfel, was die Sache ein wenig neutralisierte. Es war noch immer süß, aber jetzt war es erträglich und passte überraschend gut zu dem Apfel. Obst hatte sie schon immer geliebt. Dennoch, auch wenn der Geschmack dank des Apfels erträglich wurde, verstand sie nicht wie dieser Kerl soviel Zucker in sich reinschaufeln konnte, ohne das ihm schlecht wurde.
"Bist du Zuckerkrank oder sowas? Ich frag nur weil dein Zuckerkonsum echt auffallend ist.", eigentlich sollte sie auch diese Sache nicht interessieren, dennoch fragte sie nach und hoffte eine Antwort darauf zu bekommen. Das er bei dem Thema mit den drei Kerlen sehr zurückhaltend gewesen war, hatte sie nicht überrascht, was allerdings nicht hieß das Scarlett sich davon beirren ließ. Wenn sie Fragen hatte, würde sie diese weiterhin stellen, auch wenn sie keine Antworten bekommen sollte.
"Deine Frage bezüglich des Feuerwerks. Ganz ehrlich, ich mag Feuerwerke zwar schon, aber ich habe in meinem Leben auch ziemlich viele gesehen. Ich glaube das ich lieber bei den Ständen bin, während sich halb Osaka am Schloss befindet und sich gegenseitig auf die Füße tritt, um eine besonders gute Sicht zu haben, während bei den Ständen kaum jemand sein wird.", sie dachte einen Moment darüber nach und nickte dann grinsend.
"Ja, die Stände klingen verlockender.", bestimmte sie schließlich und biss erneut ein Stück aus dem kandierten Apfel heraus. Kurz verzog sie das Gesicht, da sie zuviel von der Glasur erwischt hatte und sie das Gefühl hatte das sich alles in ihr zusammen zog, so süß war das Ding.
"Wie kannst du das nur essen?", fragte sie den jungen Mann und schüttelte sich dann kurz, während sie aber auch nicht gewillt war den Apfel herzugeben. Sie würde das verdammte Ding aufessen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Sa 20 Jul - 23:12:17

Die beiden hatten vermutlich mehr getrunken, als für sie gut gewesen war, denn irgendwie driftete das ganze hier ziemlich ins lächerliche ab. Adrien grinste, die Frau lachte. Es war ein stetiges hin und her, welches für Fremde ziemlich interessant wirken musste. Adrien scherte sich nicht sonderlich darum. Hier waren so viele Personen angetrunken und dabei erwische man nicht all zu oft die witzigen, sondern eher die brutalen. Der Mann runzelte die Stirn, betrachtete die Stelle, in welche die Frau geboxt hatte noch einmal. Er zuckte mit den Schultern und grinste dann wieder. Sie liefen hier Hand in Hand und trotz allem Körperkontakt, war sich der Mann sicher, dass es dabei bleiben würde. Er war nicht auf irgendeine nähere Verbindung aus. Noch immer mahnte sein Unterbewusstsein vor der Gefahr dieser Frau.
Adrien beobachtete sie nicht mehr nur aus dem Augenwinkel, sondern offen und interessiert. Es war zu amüsant zu sehen, wie sie an diesem Apfel herumknabberte. Offensichtlich gehörten süße Dinge nicht zu ihren Favoriten, was das ganze noch um einiges witziger machte. Er raunte, verzog eine Sekunde eisern das Gesicht, denn das mit dem Auslachen hatten sie doch gerade geklärt. Seine Mundwinkel zuckten, er biss sich auf die Unterlippe, nur um dann schnell von seinem eigenen Apfel ab zu beißen. Der Mann wusste gar nicht was sie hatte. Das Obst war perfekt. Synthetischer Zucker, rauschte durch seine Blutbahnen. Wärme kroch in alle Glieder. Eben perfekt.
Seine Augen suchten bereits nach dem nächsten Stand, der tatsächlich Zuckerwatte anbot. Ja, für Adrien war ein Süßwarenladen der Himmel. Wäre er nicht angetrunken, hätte er vermutlich den kindlich verlangenden Gesichtsausdruck verbergen könnten, der jetzt offensichtlich war. Es driftete alles wirklich in das Alberne ab. Der Mann räusperte sich kaum hörbar.

"Mein Körper braucht Zucker, ja.", wieder nur eine dieser kryptischen Antworten, die der Frau zwar eine ungefähre Idee gab, aber trotz allem zu viel offen ließ. Er konnte ihr ja schlecht erklären, dass Zucker eine seiner Lebensgrundlagen war. Es war seine Schwachstelle und eine peinliche noch dazu. Das hatte man davon, wenn das Blut über die Jahrhunderte zu dünn und zu chaotisch geworden war. Einer der Seinen und Feuerbeherrschung? Vor mehr als zwanzig Jahren war dies noch vollkommen unvorstellbar gewesen. Adrien hatte ein neues Zeitalter eingeleitet. Viel Leid und Trauer waren seine stetigen Begleiter.
Sein Gesichtsausdruck spiegelte etwas Tiefgründiges wieder, trotz der sicheren Schlösser in seinem Gedankenpalast krochen Wahrheiten durch die schmalen Spalten der Türen hindurch. Der Mann biss erneut in den Apfel hinein; hasste seine Gedanken.

"Du warst aber noch bei keinem mit mir, Lady. Eine ganz neue Erfahrung.", zwar lächelte Adrien wie zuvor, aber offensichtlich hatte irgendetwas den Einfluss des Alkohols gedämpft, dass sein gewöhnliches Ich langsam wieder zum Vorschein kam. Wer konnte schon wissen, ob er sich nicht in wenigen Sekunden wieder zu einem kichernden Etwas entwickeln würde. In diesem Moment war er jedoch relativ ernst. Höflich, ohne Frage, aber ernst.
"Wie wärs mit einem Blick aus der VIP-Loge und dann ein Spatziergang entlang der Stände?"
Ah, es folgte ein gedämpftes Lächeln, als er sie beobachtete. Warum die Frau den Apfel aß, trotz dass sie den Geschmack offensichtlich hasste, war ihm schleierhaft. Gut, er war mit seinem bereits so gut wie fertig. "Ich ess' ihn auch, wenn du ihn nicht magst."
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 21 Jul - 8:16:49

Die knappe Antwort auf ihre Frage, überraschte Scarlett überhaupt nicht. Und sie konnte ihn verstehen. Sie war auch nicht gerade der Typ, der jedem Fremden gleich das Herz ausschüttete und da sich ihre Wege vermutlich eh bald wieder trennen würden, wäre diese Art von Vertrauen auch eher merkwürdig. Was nicht hieß das sie nicht dennoch Fragen stellen würde, wenn sie welche hätte. Der Stimmungswechsel entging ihr nicht und sie fragte sich, an was der junge Mann wohl gerade gedacht hatte. Das jedoch war eine Frage, die sie nicht stellen würde. Statt dessen blickte sie nochmals auf den kandierten Apfel in ihrer Hand und verengte wütend die Augen.
"Ich kann es nicht fassen das ich von einem kandierten Apfel besiegt werde.", meinte sie, grinste dann aber und hielt dem jungen Mann das Ding hin.
"Eigentlich wollte ich es durchziehen, aber dafür war das Geld zu schade, das ich es runterzwinge, während du das Ding mit genuss isst.", nachdem er den Apfel genommen hatte, rieb sich Scarlett die Hände an den Oberschenkeln und musste dem Drang wiederstehen, sie auch auszuschütteln. Der Zucker machte sich bemerkbar. Ihre Fingerspitzen kribbelten unangenehm und sie hatte das Gefühl innerlich zu zittern. Ihr Körper war für diese Art von Zucker einfach nicht gemacht, wobei das nicht für alle Vampire galt. Es gab einige unter ihnen, die wahre Nachkatzen waren. Sie gehörte allerdings nicht dazu und der ungewohnte, reine Zucker, gemischt mit dem Alkohol, machte sich nun doch bemerkbar. Anstatt sich aber weiter darauf zu konzentrieren, sah sie den jungen Mann von der Seite an und grinste breit.
"Aha, mit dir wird es also eine ganz neue Erfahrung wreden? Das klingt ja interessant.", sie lachte kurz vergnügt auf, ehe sie sich, einer spontanen eingebung folgend, bei ihm unterhakte.
"Du hast meine Neugierde geweckt, darum lasse ich mich darauf ein. Ich bin gespannt ob du dein Wort hälst und mir wirklich eine neue Erfahrung bescheren kannst.", sie lächelte ihn von der Seite an, ehe sie wieder nach vorne blickte.
"Es ist lange her das ich in Gesellschaft eines anderen soviel Spaß hatte. Allein dafür bin ich dir dankbar.", ihre Stimme hatte etwas von dem albernen Ton verloren und war weicher geworden, während sie es vermied den jungen Mann anzusehen. Kurz überlegte sie, ob jetzt ein guter Zeitpunkt wäre um sich vorzustellen, da sie weder seinen, noch er ihren Namen kannte. Andererseits würde sie die Stadt verlassen, sobald die Sonne aufging, weswegen sich die Frage stellte ob es sich überhaupt lohnte. Sobald man den Namen kannte, wurden die Dinge oft kompliziert, egal auf welche Art.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 21 Jul - 11:55:25

Adrien nahm den Apfel natürlich dankend entgegen, zwar glich das Ganze schon langsam einem aufkommenden Zuckerflash, aber so lange würde dieser auch nicht andauern. Der Mann biss genüsslich auch in dieses Obst, richtete seinen Blick jedoch bereits auf das vor ihnen liegende Schloss, welches wie immer über Lampen beleuchtet wurde. Es thronte wie in den vergangenen Jahrhunderten über seiner Stadt. Wurde jetzt außerhalb der Parkanlagen lediglich von Hochhäusern umgeben, welche die einstige Pracht etwas schmälerten.
Er hatte nicht vor direkt zum Schloss zu gehen. Vielleicht war der Blick dort am besten, aber unter all den Menschen fühlte er sich dann doch nicht wohl - wie er sich eingestehen musste.
"Wir gehen in Richtung Schloss, nehmen aber die Aussicht des Hokoku-Schreines. Die ist um Welten besser. Wenn dir das genehm ist, Lady.", wieder das heisere Raunen seinerseits, was nun zu tun hatte, über all die anderen Stimmen zu dingen. Sie waren ihrem Ziel schon näher als er erwartet hatte. Menschenmassen drängelten aneinander vorbei, verschiedene Sprachen wurden ineinander geworfen. Kinder, Männer, Frauen und zwischen  ihnen so viele Nicht-Menschen. Hier und da nickte der Mann jemandem grüßend zu. Bekam als Antwort eine schmale Handbewegung. Erst als die Frau sich bei ihm unterharkte, wurde der Mann etwas aus seinem natürlichen trott des Grüssens und gegrüßt Werdens geworfen. Da war ja noch wer gewesen.
Statt sich dagegen zu wehren ließ er es zu. Zwar wollte er den Geruch von Tod nicht all zu nah an seiner Nase haben -was sich nun nicht mehr wirklich vermeiden ließ- aber er würde das schon irgendwie überstehen, immerhin gab es auch schlimmeres. Sie wusste vermutlich nicht einmal das ein Gefühl von Friedhof ihr ständiger Begleiter war.
Statt sich also wieder von ihr zu lösen nutzte er die Gelegenheit um ihr das Cap vom Kopf zu nehmen. Hier waren so viele Menschenmassen aller Länder versammelt, dass sie nicht einmal auffallen würde. Grinsend setzte er sich die Kopfbedeckung auf. Die beiden Holzstiele der Äpfel warf er fast beiläufig in einen der extra aufgestellten Mülleimer. Man konnte sich nicht leisten, dass dieses Gebiet hier im Müll des Festes versank.
"So ist das besser. Zumal ich dir ja etwas besonderes versprochen habe, Lady.", wieder ein Grinsen seinerseits.

Sie schritten über die Brücke. Festlich geschmückt, bot sie ein eindrucksvolles Bild. Zu jeder Seite der Laufenden war sie reich verziert, erstrahlte in einem eben so festlichen Glanz wie das Schloss. Er hatte das fest im letzten Jahr nicht besucht, lebte zwar bereits in Osaka, jedoch hatte er an diesem Abend außerhalb zu tun gehabt. Was nicht bedeutete dass er die Ratschläge der "Einheimischen" nicht kannte. Zum Schrein, an den Torwächtern vorbei, denn die Menschen sahen sie nicht.

Der Blick des Mannes wanderte zu einem anderen Stand. Ein älterer Herr fertigte dort fast schon im Akkordtempo Okonomiyaki.
"Wenn nichts Süßes, kann ich dir denn etwas herzhaftes anbieten? Osaka ist bekannt dafür. Oder willst du was ganz anderes?", mit der Hand deutete er in besagte Richtung. Wieder ließ er den Gentleman heraushängen und das obwohl er diese Zeiten niemals erlebt hatte. Es war wieder etwas von seinem ganz individuellen Charme und gleichzeitig ließ es jemanden Fremden mit der Frage zurück, welches Gesicht sein Wahres war.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 21 Jul - 16:41:42

Als der junge Mann ihr das Cap abnahm, zuckte Scarlett kurz zusammen und sah sich dann rasch um. Allerdings erkannte sie nur das ihr Cap im Moment wirklich unnötig war, denn mittlerweile umgaben sie so viele Menschen, das sie nicht auffallen würde. Und selbst wenn, solang sie unter Menschen blieben, würde keiner, nicht mal die S.a.D., einen Angriff wagen. So entspannte sie sich nach einiger Zeit wieder und fuhr mit ihrer freien Hand durch ihre Haare, um diese ein wenig aufzulockern.
"Die Kappe steht dir.", stellte sie belustigt fest, als sie den Mann ansah. Dennoch wollte sie das Cap später wieder haben, da sie kein Risiko eingehen wollte, vor allem dann nicht, wenn sie die Stadt verlassen würde. Als er sie erneut mit Lady ansprach, lächelte sie amüsiert, während sie leicht den Kopf schüttelte. Jedes mal wenn er sie so ansprach, wurde sie an frühere Zeiten erinnert, war in dem Fall mal keine schlechten Erinnerungen waren, sondern eher sehr spaßige. Dennoch wollte sie nicht zu sehr in der Vergangenheit schwelgen und konzentrierte sich wieder auf den jungen Mann. Als er von Essen sprach, folgten ihre Augen seiner Handbewegung. Zwar könnte sie etwas zu essen gut vertragen, aber leider war das, was er vorschlug, nicht die Art von Mahlzeit, an die sie dachte.
"Klingt zwar verlockend, aber ich brauche nichts. Dennoch vielen Dank, der Herr, ihr seid ein wahrer Gentlemen. Erstaunlich das es so etwas in der heutigen Zeit noch gibt.", sie grinste und blickte sich dann erneut um. Scarlett merkte das er ihr viele Gesichter von sich zeigte, aber keines davon sein wahres war. Wobei, vielleicht hatte sie es vorhin kurz aufblitzen gesehen, als sein Gesicht einen trüben Ausdruck angenommen hatte, während seine Gedanken an einen scheinbar dunklen Ort gewandert waren. Allerdings war dieses Aufblitzen so kurz, da sie sich nicht sicher sein konnte.
"Du und der Barkeeper, ihr kennt euch recht gut, nicht wahr?", fragte sie unvermittelt und wusste selber nicht so recht wie sie gerade jetzt auf diesen Gedanken kam.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 21 Jul - 17:17:13

"Das bringt den...", der Mann schien offensichtlich für einen Moment zu überlegen, ehe er belustig den Kopf auf die Seite legte, "Rapper in mir zum Vorschein?"
Natürlich war das ein Scherz und ein schlechter noch dazu, da alles an ihm eher nach "Nerd" schrie. Er wirkte optisch wie eben jene Leute, die zu Schulzeiten ganz vorn gesessen haben mussten. Natürlich waren hier und da mehr Muskeln vorhanden als bei jemandem, der ständig vor einem Monitor oder ähnlichem hockte. Nur Rapper war eben etwas übertrieben.
Sie hatten vermutlich die kurze ernste Interlude hinter sich gelassen und drifteten jetzt wieder in das alberne ab.
"Keine Sorge ich hab noch die alte Schule gelernt, wenn man das so ausdrücken darf. Außerdem habe ich dich auf das Fest gezerrt.", er blinzelte, lächelte dann wieder verschmitzt. Die Zeit verging nun nicht mehr kriechend, sondern hatte mit ihrem Sprint begonnen, dass die beiden sich fast schon beeilen mussten um das Feuerwerk von den besseren Plätzen aus beobachten zum können. "Bis du dir sicher, dass du nichts willst?" Es war wieder der höfliche Tonfall, der seiner Begleitung implizieren musste, dass er vermutlich den meisten Wünschen nachgehen würde, um sich dafür zu revanchieren, dass er aus dieser Bar herausgekommen war.
"Phil? Wir kennen uns gut und lange, ja. Vielleicht etwas zu lange für meinen Geschmack. Er färbt recht schnell ab.", der Mann grinste breit und kratzte sich dabei mit der freien Hand etwas über das Kinn. "Schwierig das zu erklären. Wie bist du eigentlich nach Japan gekommen, wenn man fragen darf? Das wird doch kein Zufall sein, oder?"

Adrien machte erneut eine leichte Seitwärtsbewegung mit dem Kopf und deutete auf einen Stand mit gekühlten Getränken. Direkt vor seinen Füßen rannten zwei Kinder vorbei, das er fast das Gleichgewicht verloren hätte. Es war eindeutig zu voll hier. Mit einer raschen Kopfbewegung folgte er den Kindern, welche offensichtlich auch zum Schrein wollten. Gut das extrem kurze aufblitzen von sonderbaren Ohren, hatte ihn vermutlich in dieser Meinung nur bekräftigt. Überall in Osaka waren die Füchse unterwegs. Vermutlich wusste die Hauptfamilie sogar bereits das er auf dem Weg hier her war. Hoffentlich ging das ganze gut, denn nur weil man mit einem Clan Geschäftsbeziehungen hegte, bedeutete es nicht gleich, dass man freundlich in die anderen aufgenommen wurde. Wie die drei Herren in der Bar bereits unter Beweis gestellt hatten.
"Wasser oder Grünte mit Eis?", Adrien sah fragend zu Frau, hatte dabei die Augenbrauen etwas angehoben.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 21 Jul - 17:58:20

"Rapper?", sie blickte erneut zum Cap und grinste dann.
"Verstehe. Dann bin ich somit deine Ghetto-Bitch.", ging sie auf den kleinen Scherz mit ein und fing an zu lachen. Es war erstaunlich, denn auf der einen Seite war es erschreckend einfach mit dem fremden Mann zu reden, zugleich aber auch sehr kompliziert, da sie sich zu wenig kannten um über persönliche Dinge zu sprechen. Wobei Scarlett nicht einmal genau wusste worüber man überhaupt sprechen konnte. Sie war nicht geübt im Umgang mit Anderen, zumindest nicht, wenn sie nicht auch als Nahrungsquelle dienen sollten. Auf die Frage ob sie nicht doch etwas zu essen haben wollte, schüttelte sie nur den Kopf und konzentrierte sich dann auf die Antwort ihrer Frage.
"Klingt als seit ihr gute Freunde.", erwiederte sie nachdenklich auf seine Worte, den Barkeeper betreffend. Wie es wohl war, Freunde zu haben? Die nächste Frage des jungen Mannes riss Scarlett jedoch aus ihren Gedanken, wofür sie irgendwie froh war, sie wollte nicht riskieren das ihre Gedanken ihre Stimmung beeinträchtigten. Doch ehe sie dazu kam zu Antworten, steuerten sie einen Stand mit Getränken an. Als ein paar Kinder den jungen Mann fast ins straucheln brachten, lächelte Scarlett den Kleinen hinterher. Es war ein Segen so fröhlich und unbeschwert sein zu können.
"Kalter Grüntee? Hm, das klingt schon wieder so eklig, das es gut schmecken könnte.", sie grinste den jungen Mann an und sah sich dann erneut um.
"Wegen deiner Frage von vorhin. Um ehrlich zu sein war es ein Zufall. Ich habe kein bestimmtes Ziel und reise quer durchs Land. Irgendwie hat es mich nach Japan verschlagen und per Anhalter bin ich nach Osaka gekommen.", gut, das war ein sehr grober Bericht ihrer Reiseroute, dennoch stimmte alles und das war ja das, was wichtig war.
"Wobei mir aber einfällt. Könntest du mit einen Tipp für ein günstiges Zimmer geben? Ich habe nicht viel Geld dabei und will eigentlich auch morgen wieder los, dennoch wär ein Zimmer, am besten mit Dusche, nicht schlecht. Wenn du also was wüsstest, wo ich für heute Nacht unter kommen könnte, wäre das super."
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 21 Jul - 21:07:35

Adrien lachte. "Meine Ghetto-Bitch?", wie lange war es her, dass er genau diesen spezifischen Ausdruck gehört hatte. Fünf Jahre, sechs Jahre? Es fiel ihm offensichtlich schwer sich überhaupt wieder ein zu bekommen, dass sein Kopf unter all dem Lachen eine rote Färbung annahm, welche den Mann im Getränkestand nur verwirrt aufsehen ließ. Gut es war vermutlich auch nicht sonderlich höflich, mit der Frau nur Englisch zu sprechen, dass der Verkäufer sicherlich nicht einmal verstand, was genau gerade so witzig war. Adrien entschuldigte sich auf Japanisch, hielt für einen Moment die Hand vor den Mund und zeigte kurz darauf lediglich auf den grünen Tee mit Eis und gab mit der selben Hand gleich die Anzahl an. Der Verkäufer nickte höflich und etwas später reichte Adrien eines der beiden Getränke an seine weibliche Begleitung weiter.
"Die meisten die ich kenne finden es echt lecker.", er nahm einen Schluck und sah auffordernd über den Rand seines Bechers hinweg. Seine Augenbrauen wurden erneut nach oben gezogen. Schmale Fältchen umspielten seine Augen, machten deutlich das er noch immer lächelte.
Der Mann hatte gehofft, dass dieses Teufelszeug irgendwann nachließ, aber er vermutete, dass er noch morgen Früh dessen Wirkung spüren würde. Offensichtlich müsste er einen weiteren Tag länger in Osaka bleiben. Alle Verbindungen zu kappen, wenn er einen Kater hatte, war keine gute Idee und die Kitsune könnten ihm eine eventuelle schlechte Laune recht übel nehmen.
Er müsste sich jedoch bald darüber sicher werden, ob er noch länger hier verweilen wollte. Adrien mochte Osaka, doch je länger man blieb, desto eher konnte es passieren, dass ihn die SaD fand. Er konnte nicht riskieren entdeckt zu werden. Zu lange hatte es gedauert allem aus dem Weg zu gehen. Adrien blinzelte.
"Wir sind Freunde, auf eine andere Art jedoch.", diese Frau teste wirklich die Schlösser seiner Wahrheit aus und je mehr er darüber nachdachte, desto mehr bemerkte er wie alles begann zu zerfallen. Was hatte sie an sich, dass ihn verwirrte? Er brauchte kaltes Wasser, musste schnell wieder komplett clean werden. Adrien hatte einen Fehler begangen und immer mehr machte dieser sich bemerkbar.
Sie liefen wieder und vor ihnen türmte sich das große Torii aus Stein auf. Das Tor, welches den Eingang zum Schrein einläutete. Der Übergang vom profanen zum sakralen.
Tatsächlich standen zwei Personen daneben. Jeder an einem Pfeiler und keiner der menschlichen Besucher schien sie wahrzunehmen. Adrien nickte ihnen zu, begrüßte sie nicht mit Worten, sondern sah einfach kurz zu jedem. Aus dem Augenwinken, sah er wie eine Frau sich zu den beiden Kindern gesellt hatte, welche ihm vor wenigen Minuten fast zu Fall gebracht hatten. Sie setzte jedem tadelnd einen Hut auf.
Adrien zog augenblicklich seine Kapuze in das Gesicht, schützte sich nun durch Hut und Kapuze. Dann durchschritten sie das Tor. Durch seine Glieder kribbelte ungeahntes Feuer, senkte für diese wenigen Sekunden all seine Barrieren. Es war der Moment in welchem sich sein Fuß noch in der Höhe befand und den heiligen Boden nicht erreicht hatte. Ein Augenblick in welchem er ungeschützt war. So schnell er gekommen war, so schnell war er wieder vorbei. Wäre er nur mit dem Cap huindurchgeschritten, hätten die Menschen vermutlich nur an eine Trick der Augen gedacht. Nur ein einziger Schritt, danach zog er seine Kapuze wieder zurück. Es waren nur die Torii, nichts anderes auf der Welt hatte diesen Effekt auf ihn. Für gewöhnlich mied er sie, oder ging einfach den kleinen Abstand um sie herum, naja oder nutzte seine Kapuze.
"Lass mich etwas überlegen.", als wäre nichts gewesen begann Adrien wieder zu sprechen, grinste die Frau wie zuvor an. "Wenn wir sitzen frag ich mal mein Handy nach was günstigem, okay?" Er deutete auf den Schrein und machte mit seiner Hand -dass Getränk trat nur leicht über den Rand- eine Drehung, die ihr bedeuten sollte, dass sie um das Gebäude herumlaufen würden.
"Ich hab dir die VIP-Loge versprochen."
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 22 Jul - 20:43:21

„Ein Löffel hätte mir völlig gereicht“, entgegnete sie ihm mit einem schiefen Grinsen. Eine Gabel war ohnehin unnütz. Nicht nur weil es sich um eine Suppe handelte Vor allem, weil sie nicht schuld daran sein wollte, wenn er sich diese irgendwohin rammte. Heilung war nicht unbedingt ihre Stärke. Gerade wollte sie resigniert aufseufzen als Remo meinte, das sie entweder mit den Stäbchen oder mit den Fingern essen musste, als er ihr dann auch schon die Stäbchen aus der Hand nahm und ihr zu zeigen begann, wie man damit am Besten umging.
Miliana beugte sich leicht zur Seite und versuchte seinem Handeln zu folgen aber es sah komplizierter aus, als sie dachte. Kurz hob sie den Blick zu ihm und dann wieder auf ihre Stäbchen, als sie diese auch schon in ihren Händen hatte. Dabei versuchte sie dann auch das gleiche zu tun wie er zuvor aber es sah eher verkrampft aus und die Stäbchenenden, die wohl eher dazu gedacht waren, die Dinge festzuhalten, rutschten eher aneinander vorbei und ließen das, was sie damit aufnehmen wollte, wieder zurück in die Suppe fallen. Aber sie würde nicht so einfach aufgeben.

„Nein, klar ist gar nichts aber, ich kriege das noch nicht“, entgegnete sie ihm grinsend, als sie dann wieder versuchte ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Das konnte doch verflixt noch mal nicht so schwer sein! Doch immer dann, wenn sie es endlich aufgenommen hatte oder kurz bevor das Essen ihren Mund erreicht hatte, verrutschten die Stäbchen. „Ich sehe mich schon am gedeckten Tisch verhungern“, brummelte sie vor sich hin, konnte ein Lachen aber nicht unterdrücken. Deswegen würde sie sich ihre Laune nicht verderben lassen, zumindest nicht so schnell. Also tat sie etwas anderes in dem sie letztendlich den Deckel nahm, die Schüssel darauf stellte damit es nicht so heiß darunter war, bevor sie sich die Schüssel dann direkt zum Mund führte und letztendlich so zum Essen kam. Der Weg zwischen Schüssel und Mund betrug nun nämlich nicht mehr als ein paar Zentimeter und dabei war es ihr nun aber auch egal, wie es aussehen musste. Endlich schaffte sie es dadurch auch und ließ mit einem genüsslichen

„Mh“, verkünden, wie gut es schmeckte. „Oh, das ist so lecker, so gut! Vielen Dank nochmals!“ Erneut begann die junge Frau zu strahlen, als sie sich nur kurz rüber beugte und ihm einen kleinen Kuss auf die Wange drückte, bevor sie sich auch schon wieder ihrer Suppe widmete.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 22 Jul - 21:11:56

Remo musste nach kurzer Zeit äußerst krampfhaft versuche nicht zu Lachen, geschweigen denn auch nur zu Grinsen. Was ihm äußerst schwer fiel, da sich Miliana genauso ungeschickt anstellte, wie all die anderen Touristen, die nach Japan kamen und sich dem hießigem Besteck stellten. Dabei hatten sie alle eines gemeinsam, sie hatten bei ihren Versuchen etwas von einem Kleinkind an sich. Diesem fiel das Essen auch immer wieder vom Löffel zurück auf den Teller. Aber es war nun mal so, aller Anfang war schwer. Daher sah er immer wieder ganz diskret zur Seite, damit sein Grinsen für sie Unsichtbar blieb, während er ganz gentlemenlike seinen Blick über die Menge schweifen ließ, damit sie nicht das Gefühl hatte von ihm beobachtet zu werden.
Immerhin schien sie ihren Spaß zu haben, zumindest zeugte ihr Lachen und ihre lockeren Worte davon. Aber Remo selbst riß sich weiterhin am Riemen, schließlich sollte sie ihr Essen genießen und nicht als Spießrutenlauf betrachten. Als Miliana die Suppe zum Mund anhob und eher mit schnellen, als mit weiten Bewegungen das Essen verzehrte, grinste er doch einmal kurz. Aber nicht wegen ihrer Art zu essen oder doch gerade deshalb, denn in diesen Moment aß sie wie ein Japaner.
Bei ihrer Art sich bei ihm zu bedanken, runzelte er kurz die Stirn. Sie hatte einen sehr offenherzige Art an sich, was wiederrum erklärte warum sie sich in dieser Stadt so ganz allein nicht sonderlich wohl fühlte. Sie zu umgarnen, um ihr dann ein Organ zu rauben, stellte er sich nicht sonderlich schwer vor.
"Nichts zu danken. Es ist doch fast schon meine Pflicht die Ehre von uns ehrbaren Männern wieder gerade zu rücken. Hat schließlich einer meiner Zunft Schindluder mit dir getrieben.", tat er die Sache ab und sah zum Himmel auf, als eine kaum sehbare, aber umso deutlicher hörbare, Rakete aufflog, und davon kündete, dass in einer halben Stunde das große Spektakel begann.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 22 Jul - 21:34:22

Ein Schmunzeln huschte über ihre Lippen, als er ihr wohl erklärte warum er all dies tat. Zumindest schien das ein nachvollziehbarer Grund zu sein. „Na, da hast du dir ja dann viel vorgenommen Remo, wenn du alles wieder retten willst. Wenn du mir dabei eine billige und sichere Unterkunft empfehlen kannst, wäre mein Abend gerettet. Denn eigentlich wohne ich momentan bei ihm aber nachdem was er sich heute geleistet habe, will ich von ihm, auch wenn ich noch nicht weiß wie ich zu ihm hinkomme, all meine Sachen holen und mich dann anderswo einquartieren.“

Dieses Mal aber war es kein Seufzen, das über ihre Lippen kam. Sie hatte für sich und ihr selbiges Wohl beschlossen, sich von diesem Mann nicht länger den Abend verderben zu lassen. Es würde schon irgendwo eine Möglichkeit geben, trotz nicht vorhandenen Kenntnissen der Sprache und der Gegend. Als sie dann endlich auch ihre Suppe gegessen hatte, befestigte sie den Deckel wieder auf der Schüssel bevor sie diese neben sich legte, darauf auch die Stäbchen und dann zu dem komischen Zeug griff, dass ihr Remo mitgebracht hatte. Bubble Tea. Sie hatte schon davon gehört aber noch nie davon probiert. Skeptisch wurde der Becher unter die Lupe genommen, bevor sich ihre Lippen langsam um den Strohhalm schlossen und sie mutig einen Schluck davon probierte. Es war süß, es war kalt und erfrischend.

„Hey, das ist echt gut. Ich hab bisher nur davon gehört und gelesen aber auch noch nie probiert. Aber es schmeckt, hätte ich nicht gedacht.“ Miliana grinste kurz, als sie den Becher neben sich stellte. Sie hoffte sehr, dass das Feuerwerk bald begann, denn sie hatte noch einiges heute vor. „Du Remo, sag mal, wieso hast du eigentlich beschlossen mir Gesellschaft zu leisten? Einfach so? Ich meine, du kennst mich nicht einmal und tust dann schon so viel für mich. Ich weiß das natürlich sehr zu schätzen aber, das ist ungewohnt für mich. Vor allem, hast du denn selbst heut Abend nichts Besseres zu tun? Mit Freunden rumhängen?“

Sie ging jetzt nicht davon aus, das er auch eine Freundin besaß, denn das wäre zu heftig wenn er jetzt bei ihr war, statt bei dieser und das traute sie ihm aber auch nicht zu.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 22 Jul - 22:05:26

Eine billige Unterkunft in einer Stadt wie Osaka, nicht gerade ein leichtes Unterfangen, aber zumindest eine Aufgabe die zu lösen war, wenn man wusste wo man zu suchen hatte. Zu ihrem Glück war er nicht das erste mal in Japan. Aber war die Angelegenheit mit ihren Sachen betraff, das würde wohl etwas sein wo er ihr nicht helfen konnte, selbst wenn sie zumindest die Adresse im Kopf hatte. Denn sobald dieser Abend sich dem Ende neigte, würde er sie allein zurück lassen, denn in seiner Gesellschaft war niemand sicher.
Aber bevor er ihr einen Tip für die Unterkunft geben konnte, wechselte sie das Thema und brachte ihn mit diesem auch leicht aus dem Konzept. Er konnte ihr ja wohl kaum die Wahrheit auftischen, davon einmal abgesehen das es keinem Menschen etwas anging das es mystische Wesen wie ihn gab, würde sein Grund sie verletzen.
"Braucht man denn für alles einen Grund? Ich meine, warum hast du mir die Sakeflasche vor die Nase gehalten, wo es hier genug andere Menschen um dich herum gibt?", konterte er zunächt mit einer Gegenfrage, bevor er dann auch schon mit den Schultern zuckte. "Aber da ich ein Vagabund bin, selten lange an einem Ort, habe ich keine Freunde und von daher hatte ich auch heute nichts besseres vor. Ich hätte mich vielleicht einer Gruppe angeschlossen die Tai Chi ausübt oder hätte mir das Feuerwerk alleine angesehen und wäre danach ins Bett gegangen. Ich hab keine Ahnung und im Grunde auch egal, ich sitze jetzt hier mit dir und feiere auf eine äußerst eigene Art deinen Geburtstag."
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Di 23 Jul - 16:49:28

Die Gegenfrage war berechtigt wie sie feststellen musste. „Stimmt“, entgegnete sie ihm folglich lachend. „Aber den Grund kann ich dir dennoch sagen. Du hast alleine auf einer Parkbank gesessen und sahst für mich nicht wie ein Japaner aus. Geschweige denn, dass du zu einer anderen Nation gehörst, bei der ich Gefahr laufe, kein Wort zu verstehen.“ Ein leises Lachen untermalte dabei ihre Worte. „Du bist mir einfach ins Auge gestochen, da du selbst nicht so, wie sag ich das, besonders oder auffallend gekleidet warst, wie die meisten um mich herum. Du wirktest irgendwie gelangweilt auf mich. Also entweder, du hast auf irgendeinen Freund gewartet oder aber, wie du jetzt gerade selber sagtest, du hattest nichts Besseres zu tun. Demnach hatten wir wohl beide Glück“, schloss sie letztendlich, als sie noch einen Schluck von ihrem Bubble Tea nahm.

„Aber ein Vagabund?“ Das wiederum machte sie dann doch recht neugierig. „Wie kommt man dazu solch ein Leben zu leben? Reist du sehr gerne und lernst dabei dann neue Länder und Kulturen kennen? Es klingt auf jedenfall sehr interessant. Wo warst du denn schon überall? Und was hast du dabei schon so erlebt?“ Ihre Neugierde war definitiv geweckt und warum dann einfach nicht seine Begleitung näher kennen lernen? Wer wusste denn, wie lang sie den Abend zusammen noch verbringen würden? Es war alles besser, als sich letztendlich anzuschweigen.

„So oder so haben wir wohl etwas gemeinsam. Ich würde mich zwar nicht als Vagabund bezeichnen, aber ich reise ebenfalls sehr gerne und bin selten an einem Ort. Die Welt hat so viel zu geben und ich selbst möchte so viel wie möglich sehen, bis ich irgendwann keine Möglichkeit mehr habe.“ Für einen kurzen Moment legte sich bei ihrem letzten Satz ein Schleier über ihre sonst so strahlenden Augen, bevor sie sich dann doch verspielt eine locker gewordene Strähne hinter das Ohr strich.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Di 23 Jul - 21:09:38

Oh wie er es hasste wenn man ihn persönliche Fragen stellte. Es ging einfach niemanden etwas an was er privat so alles trieb, vorallem weil es in seinem Fall nun wirklich Dinge gab, die er besser für sich behielt. Somit wurde er wieder einmal dazu gezwungen zu lügen und auch wenn er dies ganz gut konnte, so tat er es nicht gern.
"Ich war schon überall auf der Welt, mein Job zwingt mich dazu. Und bevor du mich jetzt fragst was ich arbeite, ich bin quasi der Mann beim Film, der nach einer passenden Kulisse für die verschiedenen Aufnahmen sucht. Daher komme ich viel herum, aber erleben tu ich dabei im Grunde nichts sonderlich aufregendes. Sorry, falls du dir jetzt aufregende Geschichten von mir erhofft hast."
Weiter konnte er von der Wahrheit nicht entfernt sein, aber was spielte das schon für eine Rolle. Bereits morgen würde Miliana nicht mehr an ihn denken und er wäre bereits nicht mehr in der Stadt. Und doch tat es ihm irgendwie leid das er ihr nicht sagen konnte was wirklich bei ihm los war.
"Aber verrate mir, welcher Job erlaubt es dir soviel zu verreisen?"
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Di 23 Jul - 21:30:29

„Mh, ich hatte mir wirklich etwas Spannenderes erhofft, wenn ich ehrlich bin“, gestand sie mit einem Schmunzeln. „Aber dein Beruf klingt trotzdem interessant. Und wenn man dann ohnehin noch überall herum kommt, ist das doch auch etwas Tolles, oder etwa nicht?“, richtete sie die Frage lächelnd an ihn. Im Prinzip heiligte der Zweck die Mittel. „Ich meine, du musst nicht einmal dafür zahlen um überall hin zu können oder herum zu kommen. Du wirst bezahlt. Davon träumen viele, könnte ich mir vorstellen. Also zumindest ist das bei mir so der Fall. Und ich, ich arbeite für ein Reisebüro. Deswegen habe ich auch schon mehrere Länder und Städte besucht um mir davon einen Eindruck zu vermitteln bevor ich darüber schreibe“, erklärte sie ihm. „Klingt natürlich auch nicht wirklich spannend aber hey, ich wollte schon immer etwas machen das es mir ermöglicht die Welt zu bereisen. So komme ich jetzt nämlich zu einer wahrscheinlich sehr dreisten Frage.“ Etwas verlegen senkte sie ihr Haupt, biss sich auf die Unterlippe und beschloss dann aber trotzdem es zu wagen. Mehr als ‚Nein’ würde er auch nicht sagen. „Wäre es denn möglich, wenn du mir von Osaka noch einige schöne Orte und Plätze zeigen könntest? Oder wäre das zuviel verlangt?“ Dabei richtete sie ihren Blick nun wieder direkt auf ihn, schenkte ihm ihr charmantestes aber auch schönstes Lächeln. „Bitte bitte“.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Di 23 Jul - 21:40:25

"Hm, mir wäre ehrlich gesagt ein Leben an einem festen Ort, mit Nachbarn die ich kenne lieber. Aber man kann es sich nicht aussuchen, muss man schließlich froh sein einen Job zu haben.", gab er ehrlich zu, bevor er etwas in Stocken geriet. In seinem Kopf spielte er noch einmal den bisherigen Abend ab und musste schließlich zu geben das hier offenbar etwas nicht stimmte. Milianas Geschichten wollten nicht zusammen passen, was wiederrum bedeutete das er nun besser auf der Hut war, denn am Ende plauschte er hier mit einer S. a. D. Agentin, ohne es zu merken.
"Moment mal, du arbeitest für ein Reisebüro. Schreibst offenbar Artikel oder so etwas dafür, und da willst du mir erzählen das du keine Ahnung hast, wo es hier eine Unterkunft für dich gibt? Geschweig denn das du nicht weist wo all die Sehenwürdigkeiten sind? Sorry, aber irgendwas davon kauf ich dir jetzt nicht ab."
Innerlich spannte Remo sich bereits an. Er war jederzeit bereits aufzuspringen und davon zu rennen, um mit ein ganz klein wenig Magie buchstäblich in der Menschenmenge zu verschwinden.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Di 23 Jul - 21:58:19

„Ok, du hast mich ertappt“, gestand sie verlegen. „Ich arbeite nicht für ein Reisebüro. Aber, wenn ich dir jetzt sage was ich mache, aber bitte nicht lachen ok?“ Es war schon schwer genug. Sobald sie jemandem etwas darüber erzählte was sie tat, lachten die meisten oder schüttelten den Kopf. Kaum einer nahm sie für ernst, sahen darin keine Überlebenschancen. Und wenn er sie jetzt auch verspotten und verhöhnen würde, dann war der Abend ohnehin gelaufen. Denn dann würde sie definitiv aufstehen und verschwinden.
„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Ich bin freischaffende Künstlerin. Nachdem ich mein Studium an einer Kunsthochschule beendet habe, habe ich für mich beschlossen die Flügel auszubreiten und meine Erfahrungen draußen in der Welt zu machen um unterschiedliche Eindrücke zu gewinnen und um diese dann künstlerisch festzuhalten. Ich zeichne und male all das, was mich interessiert und was mich fesselt und fasziniert.“ Dann aber ließ sie die Schultern hängen, zog die Beine an sich, bevor sie ihre Arme um ihre Knie legte, nachdem sie den Bubble Tea neben sich gestellt hatte.
„So. Nichts Spannendes und nichts Aufregendes. Wenn du jetzt also lachen oder mich verhöhnen willst, nur zu. Du wärst nicht der Erste, der das tut.“ Folglich machte sie sich auf alles gefasst, was kommen sollte, weshalb sie ihren Blick starr gerade aus richtete und ihr Kinn auf ihre Knie legte. Selbst wenn er grinste oder die Augen rollte, sie wollte selbst das nicht sehen. Nicht an einem Tag, an dem ohnehin fast alles schief gegangen war und besonders nicht an ihrem Geburtstag, den sie ohne Familie und Freunde feiern musste.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Di 23 Jul - 22:13:51

Irgendwie beschlich ihn das dumpfe Gefühl das da noch mehr im Busch war. Niemand schämte sich dafür Künstler zu sein und er hatte auch noch nie gehört das jemand so dumm war einen Künstler auszulachen, außer er hatte nichts auf den Kasten und blamierte sich und seine Familie.
"Du willst mich doch verarschen oder? Du bist Künstlerin, offenbar nicht gänzlich unbegabt, sonst könntest du dir die ganzen Reisen nicht leisten, wo du ja nie lange an einem Ort verweilst. Oder war das auch erfunden? Bitte entschuldige, aber im Moment weis ich grad nicht was ich glauben darf. Vielleicht bin ich nun derjenige der Angst um seine Organe haben muss."
Der Versuch die merkwürdige Situation mit einem Scherz abzufangen, wollte ihm wohl nicht so richtig gelingen. Aber er konnte nichts dagegen tun, denn er war gerade belogen worden und jetzt wusste er nicht woran er da war. Vielleicht war er auch einfach nur in all den Jahren paranoid geworden. Doch selbst wenn dies der Fall war und er in diesem Moment Miliana vielleicht Unrecht tat, so hatte ihn sein Leben gelehrt stetts auf der Hut zu sein, andernfalls kostete der kleinste Fehle ihm das Leben.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Di 23 Jul - 22:32:44

Sie wartete und wartete und wartete doch es kam nicht. Er begann nicht zu lachen, sie auch nicht zu verhöhnen oder zu verspotten. Stattdessen schien er ihren Worten keinen Glauben zu schenken. Nun gut, sie hatte sich zuvor als jemand anderes ausgegeben aber dass er ihr das gleich so krumm nahm? Die junge Frau hob ihren Blick und sah ihn nun direkt an. „Nein, das ist mein Ernst. Ich bin wirklich Künstlerin. Doch dieser Beruf wird von vielen nicht als solcher gesehen sondern eher belächelt. Kunst ist natürlich immer relativ und leider gibt es im Verhältnis betrachtet weniger Personen die Kunst als Kunst auch ansehen, als jene, die einen dann nicht für voll nehmen. Normalerweise ist es mir auch egal, was andere darüber denken. Aber heute bin ich etwas dünn besaitet. Der ganze Tag war schon eine Katastrophe“, versuchte sie sich zu erklären und hoffte, er würde es verstehen.

„Sicher, ich bin nicht unbedingt schlecht in dem was ich tue und ab und an habe ich auch das Glück, das mich jemand sponsert und finanziell unterstützt. Vieles läuft auch über Kontakte. Es bedeutet jedes Mal viel Planung und Organisation. Günstig komme ich deshalb oft hin, da ich mit CouchSurfing arbeite, falls dir das ein Begriff ist. Kostenlose Unterkunft einfach. Nur dieses Mal war es wohl ein Fehlgriff, aber so etwas kommt vor“, endete sie mit einem Schulterzucken und einem schiefen Grinsen. „Ich treffe mich morgen Abend mit jemandem, für ihn und seine Familie soll ich ein Portrait zeichnen. Du musst dir also um deine Organe keine Sorgen machen. Versprochen. Wenn du willst, kann ich auch gerne ein Portrait von dir zeichnen, so, als Wiedergutmachung? Und entschuldige bitte, dass ich dir nicht gleich zuerst die Wahrheit gesagt habe. Ich wollte damit nichts Böses bezwecken, wirklich nicht.“ Es waren nicht nur ihre Worte als auch ihr entschuldigender Blick der zeigte, dass sie es sehr ernst meinte.


Zuletzt von Rayen am Di 23 Jul - 23:22:31 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Di 23 Jul - 23:10:14

Er sah die Signalrateke nach oben steigen, als sie kaum zwei Schritte um den Tempel herumgegangen waren. Natürlich gab es keinen besseren Moment, in dem sein Handy hätte klingeln können. Warum auch? War ein netter Abend in gefährlicher Gesellschaft denn nicht überbewertet?
Adrien seufzte, schälte sinen eigenen Arm aus der jetzigen Haltung und löste sich so vollständig von der Frau. Der Klingelton war eher melodisch. Langsame Klaviermusik, durchzogen von vereinzelten Streichern und doch wusste der Mann, das dies seine "Arbeit" war. Es waren zu viele Menschen auf den Straßen. Genaugenommen war er erstaunt, dass erst jetzt das verdammte Teil sein Liedchen trällerte. Adrien hob sanft die Hand, bedeutete der Frau, dass er kurz telefonieren müsste.

"Ja?", seine Stimme veränderte sich in keinster Weise, brummte noch immer heiser und auf ihre tiefe Art. Jemand auf der anderen Seite der Leitung antwortete. Für jemanden an seiner Seite mochte es jedoch eher wie ein dumpfes Rauschen wirken.
Adrien nickte. Grummelte etwas auf japanisch zurück und verzog leicht das Gesicht, auch wenn der andere Gesprächsteilnehmer dies nicht sehen konnte.
Der Worwechsel musste einem Außenstehenden schnell deutlich machen, das dieser von geschäftlicher Natur war. Gesenkte Stimmen, die steife Haltung des Sprechenden.
Adrien seufzte, hatte mit einem "Bin unterwegs, Sir." geendet. Statt sich jedoch sofort wieder der Frau zuzuwenden tippte er etwas in das Smartphone, wartete geduldig auf eine nonverbale Antwort. Stille.

"Erinnerst du dich wie wir vom 21st December hier her gekommen sind? Zwei Häuser weiter ist ein kleines Hostel an der Ecke. Die haben noch Zimmer. Recht günstig.", Adriens stimme klang gehetzt und wer würde anders klingen? Wie sollte er in so kurzer Zeit so einen großen Abstand überbrücken? Ein Taxi war eine gute Idee.
"Es tut mir leid, Lady. Aber ich muss leider los, leider die Arbeit.", statt jedoch sofort davon zu hetzen drüchte er ihr einen schmalen Kuss auf die Wange, als würde er sich gerade von eienr guten bekannten verabschieden. Ohne ein weiteres Wort setzte er ihr auch das Cap wieder auf und formte ein stummes "Dach" mit den Lippen, damit sie um die Bedeutung der VIP Plätze wusste, wenn es sie noch interessierte.
Und dann eilte der Mann davon, zwängte sich seitwärts am Torii vobei und verschwand irgendwann in der Menschenmenge.
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