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 Die Suche nach dem Tor der Welten

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Draug
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 28 Jul - 20:16:37

Remo wusste nicht so recht was er jetzt sagen sollte. Da hatte ihn wohl die Angst wieder mal eiskalt erwischt und überrannt. Es war immer wieder das selbe. Erst lief er blauäugig durch die Welt, vertraute jedem recht schnell und bei einer Kleinigkeit die ihn stutzig werden ließ, geriet er innerlich in Panik und die Angst vor der S. a. D. nahm ihn vollkommen in Beschlag.
Die Knie etwas anziehend, legte er seine Arme auf diese ab und er erspielte sich etwas Zeit für eine Antwort, in dem er von seinem Tee trank. Jedoch verhalf ihm dieser nicht zu einer plausieblen Antwort, so dass er wieder einmal spontan seinen Gedanken Ausdruck verleihen durfte.
"Du solltest nicht lügen was dein Talent betrifft. Künstler haben es nie leicht und erfolgreich werden sie doch eh meist erst dann, wenn sie den Löffel abgeben. Doch dann hast du absolut gar nichts mehr davon. Also prahl ruhig etwas damit und ignoriere all die Neider, die sich nur deshalb über die lustig machen, weil ihr Leben aus stupieder Arbeit besteht, die jeden Tag gleich verläuft. Du kannst dir sicher sein, wenn sie es könnten, würden sie gern mit dir tauschen. Da dies aber nicht geht, sind sie frustig und lassen es an dir aus.", er schüttelte verständnislos den Kopf und atmete hörbar aus, bevor er weitersprach. "Ich danke dir für das Angebot und vielleicht ist es ein Fehler es auszuschlagen, aber ich hab es nicht so mit Fotos. Und auch wenn deine Kunst anders ist, so hat ein Portrait etwas an sich, das dem sehr nah kommt."
Nein, von ihm gab es keine bildlichen Hinweise für seinen derzeitigen Aufenthaltorts und vorallem gab es nichts das seines wahres Äußeres zeigte. Dies war der einzige Grund warum die S. a. D. es so schwer mit ihm hatten und so sollte es auch bleiben.
"Aber erzählt mir doch ein bischen von dem aufregenden Leben eins Künstlers, ich meine, wie oft hat man schon das Glück einem wahrem Künstler zu begegnen, geschweige denn gemütlich mit einem bei einem Bubble Tea zusammen zu sitzen? Hattest du schon eine Ber... Van... Ver... ach verdammt, du weist schon, ne Ausstellung von deinen Bildern?"
Wahrlich, Fremdwörter waren einfach nicht seine Stärke.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mi 7 Aug - 18:57:22

Es war ein sanftes Lächeln, das sich auf ihre roten Lippen legte, während sie schweigend Remos Worten lauschte. Solch eine Meinung tat nicht nur gut, sie beruhigte auch und bekräftigte sie darin, weiter zu machen. Sie war ihm sehr dankbar darüber. „Ich werde es mir merken. Aber wenn eines sicher ist, dann dass, das ich nicht erst berühmt werde, wenn ich die Radieschen von unten zähle. Ich weiß zwar noch nicht wie aber ich werde es auch zu meinen Lebzeiten schaffen. Davon bin ich felsenfest überzeugt“, entgegnete sie ihm, als sie einen Seitenblick auf ihn richtete. Die feste Stimme, welche in ihren Worten mitschwang, ließ gar keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie das, was sie sagte, auch so meinte.
Bei seinen weiteren Worten aber, konnte sie sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Vernissage meinst du wohl?“, half sie ihm mit einem grinsen auf die Sprünge, bevor sie nickte. „ Und ja, hatte ich schon.“ Und trotzdem war es für sie immer wieder aufs Neue ein seltsames Gefühl in einem Raum zu stehen, in welchem ihre Bilder ausgehängt wurden um betrachtet aber auch gekauft zu werden, sollten sie eine Person ansprechen.
Milianas Blick richtete sich nun wieder gerade aus, als sie für einige Sekunden darüber nachdachte, was denn an ihrem Dasein als Künstlerin für sie das Größte war.

„Das aufregende an meinem Künstlerleben ist, das ich viele neue Dinge kennenlerne, darunter Menschen, Kulturen, Städte, Natur und noch vieles mehr. All diese Dinge versuche ich dann immer wieder auf der Leinwand festzuhalten. Für andere oder auch für mich. Ich möchte die Schönheiten dieser Welt festhalten und sie nicht nur in meinen Erinnerungen behalten. Ich möchte anderen dabei helfen die Dinge zu sehen, die sie verlernt haben zu sehen, vor lauter Zeitmangel, Hektik, Stress und Verblendung. Das und mein von Gott gegebenes Talent, genau das tun zu können waren die Gründe, weshalb ich mich dazu entschieden habe. Das größte und schönste Lob dabei ist dann, wenn meine Kunst die Leute erfreut. Egal ob sie lächelnd hinausgehen, über Bilder nachdenken oder sie sogar kaufen. Dann weiß ich, dass ich etwas richtig gemacht habe“, erklärte sie ihm mit sanfter aber auch warmer Stimme, während ihre Augen dabei einen verträumten Ausdruck angenommen hatten. "Jeder Künstler hat eine Geschichte die ihn antreibt die Dinge zu tun, die er tut. Das ist meine Geschichte."

Mit diesen Worten drehte sie ihren Kopf wieder zu ihm rum und begegnete ihm mit eben diesem sanften Lächeln und dem warmen und strahlenden Ausdruck in ihren Augen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mi 21 Aug - 17:41:15

Remo hörte ihr aufmerksam zu und für einen Moment, einen schrecklich langatmigen Moment, beneidete er sie für ihr Leben. Sie wusste was sie wollte und wie sie es bekam. Aber vorallem konnte sie ihr Leben einfach nur genießen und tun und lassen was auch immer sie wollte, soweit es in ihren Möglichkeiten lag. Er hingegen hetzte von einem Land in das andere, stets auf der Flucht und somit nie besonders viel Zeit um eine Kultur, geschweige denn auch nur mal eine Sehenswürdigkeit richtig genießen zu können. Und selbst wenn er es mal schaffte sich mal etwas anzusehen, so wie an diesem Abend, dann fehlte ihm dabei die innere Ruhe. Denn gerade diese durfte er sich nicht leisten, musste er schließlich immer damit rechnen von der S. a. D. angegriffen oder observiert zu werden. Hinter jeder Ecke konnte ein Agent lauern, vielleicht stand er kurz davor paranoid zu werden, aber der Vorfall auf den Feldern hatte ihm mal wieder bewiesen das er nicht vorsichtig genug sein konnte.
Er konnte es nicht verhindern das ihm ein Seufzen über die Lippen kam, bevor er sich wieder zusammen riß und zurück zu Miliana kehrte.
"So wie du über dein Handwerk sprichst, solltest du nicht lügen, wenn man dich danach frägt. Hört es sich nämlich irgendwie sehr zwiespältig an, auf der einene Seite scheinst du dich zu schämen und auf der anderen Seite scheint es die Erfüllung deines Lebens zu sein. Ich finde...", ein lautes Pfeifen, gefolgt von einem nicht weniger leisen Knall, der farbiges Licht am Himmel hervorzauberte, unterbrach den jungen Mann. Dieser sah mit einem Lächeln empor, um dann noch einmal seine Begleitung ins Auge zu fassen. "Ich finde du bist zu beneiden, aber nicht negativ."
Mit einem Zwinkern sah er wieder zum Himmel hinauf, der nun in den verschiedensten Farben aufleuchtete und der Menschenmenge Töne des Staunens entlockte.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 25 Aug - 13:47:38

Als die erste Rakete gezündet wurde und mit einem lauten Knall explodierte, zuckte Miliana ungewollt zusammen. Sie hatte die Rakete nicht gesehen, hatte sich viel mehr auf Remo konzentriert. "OH Gott", sprach sie lachend und fasste sich an die Brust, atmete tief durch um ihren Herzschlag wieder zu beruhigen. "Ich schäme mich nicht. Ich wollte mir den heutigen Tag nicht noch mehr versauen lassen", entgegnete sie ihm mit dem Anflug eines Lächelns, als sie ihren Blick nun in den Himmel richtete um dem Farben- und Formspektakel ihre Aufmerksamkeit zu schenken. "Aber danke, ich werde es in Erinnerung behalten und sollte ich Minoru noch einmal über den Weg laufen, sofern ich dort mein ganzes Hab und Gut abhole, werde ich ihm das nächst Beste über den Schädel ziehen." Ein hähmisches Grinsen erschien, doch dann konnte sie sich ein Lachen nicht verkneifen, als sie ihren Kopf an seine Schulter lehnte, die Beine etwas an sich ran zog. "Es ist wirklich schön hier. Danke, dass du mir das hier gezeigt hast." Sanft war der Ausdruck in ihrem Gesicht und warm ihre Stimme. Sie fühlte sich wohl, entspannt und sehr zufrieden, wie man an dem entspannten hängenlassen ihrer Schultern erkennen konnte. Sie hatte definitiv nicht mehr mit solch einem Ausgang gerettet und scheinbar musste es da jemanden ganz weit oben geben, der es gut mit ihr meinte. Dabei ließ sie ihre Finger durch das weiche Gras gleiten. "Du weißt gar nicht, wie dankbar ich dir bin Remo...", sprach sie leise, als ihre große Augen wie gebannt ebenfalls auf das Himmelszeit gerichtet waren, als würde sie all das, was sich hier offenbarte, mit Blicken festhalten wollend, nur um das später auch auf Papier zu bringen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 25 Aug - 14:37:12

Als sie ihren Kopf an seine Schulter lehnte, spannte er sich Augenblicklich, aber kaum spührbar an. Nicht weil es ihm unangenehm war, immerhin war sie doch auf ihre weise eine recht attracktieve Frau. Doch er selbst bewahrte sich um sich herum einen gewissen Privatenraum, was ihm einen lockeren und irgendwo auch körperbetonten Umgang mit Fremden verbot. Was wiederrum eine weitere Schutzvorrichtig von ihm war, um ihn vor bösen Überraschungen zu bewahren. Schließlich war es leichter auf einen Angriff zu reagieren, je weiter der Angreifer von ihm entfernt war.
Und obwohl eine innere Stimme ihn dazu drängte Miliana wieder auf Abstand zu schieben, saß er einfach nur da und ließ sie gewähren, ohne zu wissen warum. Und so betrachtete er einfach nur das Spektakel am Himmel, während er so tat, als wäre alles im grünem Bereich.
"Naja, so oft wie du dich bedankst, scheinst du mir wirklich sehr dankbar zu sein. Aber ich kann da nur dazu sagen, es ist mir ein Vergnügen und daher gibt es nichts zu danken.", erwiderte er lapidar, schließlich war es in seinen Augen unnötig sich immer wieder bei ihm zu bedanken, hatte er ja auch seinen Spaß. "Ähm, aber hast du dir eigentlich bereits darüber Gedanken gemacht wie du an deine Sachen gelangen willst, wenn du nicht weist wo der Kerl wohnt?"
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 25 Aug - 14:57:37

"Ich weiß schon wo er wohnt. Ich weiß nur nicht wie ich hinkomme", entgegnete sie ihm, als sie kurz ihren Kopf, während dieser nach wie vor an seiner Schulter lehnte, leicht in den Nacken legte, um zu ihm hoch zu sehen, ihm ins Gesicht zu schauen, das von dem Schein des Feuerwerks unterschiedlich beleuchtet wurde und dieses folglich auch immer wieder halb im Schatten verschwand. "Aber das bekomm ich schon irgendwie hin. Zur Not fahre ich einfach mit dem Taxi. Schwierig wird es nur, eine andere Bleibe ausfindig zu machen, zumindest so kurzfristig. Aber, auch dafür wird mir irgendetwas einfallen. Und wenn ich auf einem Baum schlafen muss." Miliana lachte dabei leise auf, bei der Vorstellung, so wäre es zumindest nicht das erste Mal. Wenn es warm war, warum auch nicht? Unter freiem Sternenhimmel hatte etwas befreiendes. "Oder unter freiem Himmel. Irgendwas wird sich schon finden lassen", fügte sie mit dem Anflug eines Lächelns hinzu, denn so viel Geld konnte sie für eine Unterkunft nicht ausgeben. Genug Optimismus besaß sie ja, so war es ja nicht. Es war nur schwierig in einem fremden Land aber nicht unmöglich. Ganz so schutzlos würde sie schließlich auch nicht sein. "Es ist wunderschön, dieses Feuerwerk. Ich habe schon lang nicht mehr so etwas wunderschönes gesehen. So prachtvoll, so bunt, so groß. Hast du schon einmal so etwas Schönes gesehen?", fragte sie ihn, als sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Pracht am Himmelszelt richtete und seelig vor sich hin lächelte.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 25 Aug - 15:25:50

"Na wenn du die Adresse weist, dann wäre dies ja schon die halbe Miete. Das blöde an der Sache ist jetzt nur, du musst auf ihn warten, damit du in seine Bude rein kommst. Also blöde für ihn, denn somit wird er die nächsten Tage mit einer Beule und Kopfschmerzen leben müssen, da du ihm ja eine überziehen wirst.", nahm er ihren Scherz auf, wobei er hoffte das es auch wirklich nur ein Scherz war. Nicht das es ihn um dem Kerl leid tat, er befürchtete eher das die Flasche zurück schlug oder ihr gar mit einer Anzeige das Leben kurzzeitig schwer machte. Aber dies war etwas das ihn nichts anging, immerhin würden sich ihre Wege schon bald wieder trennen.
"Aber wenn du mit einem Taxi fährst, dann wirst du heute Nacht auch nicht unterm freien Himmel schlafen müssen, denn in Japan gibt es viele kleine Hotels die ein Zimmer für wenig Geld vermieten. Und ein guter Taxifahrer sollte wissen wo sich diese befinden.", fiel ihm schließlich eine Möglichkeit ein, ihr dabei zu helfen eine Unterkunft zu finden, auch wenn er ihr nicht direkt dabei helfen konnte.
Auf ihre Frage hin zuckte er leicht mit den Schultern, wobei er die Seite wo ihr Kopf lehnte es nur andeutete.
"Ehrlich gesagt, ich hab keine Ahnung. Ich hab gewiß schon mal was schöneres gesehen, aber ob dies unbedingt ein Feuerwerk war? Ich weis nicht."
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 25 Aug - 16:22:38

Miliana seufzte leise auf und ließ lediglich ein "Mh", verlauten. Verdient hatte er es, wenn er sie so schlecht behandelte. Es war nur wirklich doof, das ihre Sachen in seiner Wohnung waren. "Ich könnte auch zur Polilzei gehen und ihnen einfach sagen, das ich bei ihm übernachten sollte, das vertragälich geregelt wurde, er mich jetzt aber nicht mehr reinlässt um meine Sachen zu holen", schlug sie nachdenklich vor, sprach aber wohl eher zu sich selbst als zu ihm. Sie hatte sich schon die ganze Zeit Gedanken gemacht, wie sie vorgehen sollte. Schließlich wusste sie ja auch nicht wann und ob er überhaupt zurück kam. "Aber, das mit der Übernachtungsmöglichkeit ist eine gute Idee. Sollte er tatsächlich nicht zu Hause sein, dann werde ich das wohl in Anspruch nehmen müssen. Aber, ich will jetzt auch gar nicht länger über diese Flasche nachdenken sondern meinen Geburtstag genießen, wenn ich schon so eine nette Begleitung habe!" Kurz hob sie dabei ihren Kopf hoch, grinste, verfolgte dann aber weiterhin das Feuerwerk, als sie seinen letzten Satz vernahm. "Nun, ich habe selten ein schöneres Feuerwerk gesehen. Schönere Dinge natürlich, einfachere Dinge, die nicht so pompös waren, aber Schönheit liegt bekanntlich auch im Auge des Betrachters." Wo sie nun zum Zuge kam um genau diese Dinge festzuhalten und aufzuzeigen. "Aber diese Aussicht, die es sich gelohnt hat hinaufzuklettern, die prächtigen Farben und Formen am Himmel... weißt du denn, zu welchen Ehren dieses Feuerwerk ist? Oder wofür dieses Feuerwerk steht? Ich habe mich leider damit noch nicht auseinander gesetzt, muss ich gestehen." Peinlich berührt schlug sie die Lider nieder, als sie eine besonders helle Rakete für einen kurzen Moment blendete und sie ihre Hand über ihre Augen legen musste. Dann aber fiel ihr etwas anderes ein. Miliana löste sich von ihm, griff in ihre Tasche und holte daraufhin ein zusammengefaltetes Blatt Papier heraus und einen kleinen Stift, der wohl einem Bleistift gleichen sollte. Die Beine anziehend und das Blatt Papier darauf ablegend, begann sie das Feuerwerk mit gezielten und flinken Strichen aufzuzeichen, genau so wie auch die Aussicht. Es war zwar nicht ganz einfach, da das Licht nicht durchgehend vorhanden war, aber da das Feuerwerk direkt vor ihnen und über ihnen war, reichte das auch vollständig aus.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 25 Aug - 17:04:53

Remo atmete unbemerkt tief durch, als Miliana sich aufsetzte und ihn somit wieder frei gab. Er streckte seine Beine aus, lehnte sich leicht nach hinten und stützte sich mit Händen und Armen ab. Ihm war gar nicht bewusst gewesen wie stark er angespannt war, doch seine Muskeln die sich nun wieder dehnen und strecken konnten, sprachen in diesem Moment Bände.
"Nein, ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung oder sagen wir besser, ich hab es vergessen. Es stand auf den Plakaten die hier überall kleben, aber da es für mich keine Bedeutung hat, hab ich es bereits aus meinem Hirn wieder gelöscht.", musste er zu seiner Schande zu geben. Aber immerhin wusste er in welcher Stadt er sich befand, was auch nicht immer der Fall war. Aber so war das nun mal, wenn man sich auf der Flucht befand. Wichtige Dinge speicherte das Hirn sofort ab, selbst wenn man diese nicht bewusst wahr nahm. Und andere Dinge nahm man bewusst wahr, doch wurde es sofort wieder gelöscht, um den wichtigen Dingen Platz zu machen.
Als sie nun Stift und Papier zückte, hüllte er sich in Schweigen. Er wollte sie nicht dabei störren diesen Moment, der es offenbar wert war, festzuhalten. Schließlich konnte keiner sagen wie lang das Feuerwerk noch gehen würde. Und so ließ er seinen eigenen Blick über die Gesichter der Menschen gleiten, die sie umgaben. Und unweigerlich musste er an seine Retterin denken, die blondhaarige Vampirin namens Scarlett. Ob es ihr gut ging und vorallem war sie in Sicherheit oder war die S. a. D. ihr auf den Fersen?
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 25 Aug - 17:27:43

"Das macht nichts", entgegnete sie ihm lächelnd, während ihr Blick nach wie vor zwischen Papier und Himmel hin und her wanderte um ja nichts zu verpassen. Was ein Glück, das sie so etwas wie ein fotografisches Gedächtnis hatte. Das machte es ihr unglaublich einfach die Dinge festzuhalten, selbst wenn sie keine Möglichkeit hatte es just in jenem Moment zu tun. "Ich kann es ja später immer noch nachlesen." Ihre Aussage mit einem Schulterzucken unterstreichend, flog der Stift regelrecht über das Papier und so vergingen noch einige Minuten die ihr wie eine Ewigkeit vorkamen und sie doch nicht langweilten. Im Gegenteil. Sie war nach wie vor gebannt von diesem Anblick und glücklicherweise trug sie mindestens immer ein Stück Papier mit sich herum und einen Stift. Für einen kurzen Moment löste sie sich von dem Anblick und sah sich um, beobachtete die anderen Anwesenden und auch all die anderen Päärchen, die sich hier eingefunden hatten und ihr ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Viele waren mit weit aus anderen Dingen beschäftigt als der Schönheit des Feuerwerks ihre Aufmerksamkeit zu schenken, als ihr Blick dann aber auch auf Remo fiel, der es sich gemütlich gemacht hatte. So konzentrierte sie sich allerdings auch wieder auf ihre Zeichnung und prachte dabei nicht nur das Feuerwerk aufs Papier sondern auch die dazugehörige Aussicht. Wohl gerade auch rechtzeitig, denn das Finale schien angebrochen worden zu sein. Alles, was sie wohl noch zurückgehalten hatten, schoss vollständig empor und erleuchtete dabei die gesamte Umgebung, als Stimmen des Bestaunens ebenfalls erklangen, sich jetzt wohl weit aus mehr Personen dem Ende des Feuerwerks zuwandten. In diesem Moment setzte sie nur noch ihren Namen ins untere rechte Eck sowie das Datum, ehe sie den Stift in ihre Tasche zurück legte und sich dann zu Remo herum drehte. "Hier. Da du mein Danke nicht mehr hören kannst", begann sie schmunzelnd, "hab ich es dir nun aufgezeichnet. Eine kleine Erinnerung an den heutigen Tag." Kaum zu Ende gesprochen, reichte sie ihm das Din A 4 Blatt. "Ist zwar jetzt nicht in Farbe und deswegen wohl eher trist, aber ich hoffe trotzdem das es dir gefällt." Hoffnungsvoll blickte sie ihn dabei an und hoffte tatsächlich, das es ihm gefiel und vor allem, das er es annahm.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   So 1 Sep - 12:52:27

Die Menschenmenge klatschte oder drückte mit Ausrufen und lauten Pfiffen ihre Begeisterung aus, zollten dem Veranstallter so auch ihren Respekt für seine Kunst. Remo hingegen starrte etwas stutzig auf das Blatt Papier in seiner Hand, war er doch recht erstaunt darüber was die Frau neben sich in kürzerster Zeit auf dieses gezaubert hatte. Doch auch wenn ihm gefiel was er da sah, so musste er sich doch eingestehen das ihm der Blick für die Kunst schlicht und ergreifend fehlte. So wusste er auch nicht was er sagen, geschweige denn wo er es jetzt hinpacken sollte. Wobei er dieses Problem nicht nur in diesem Moment hatte, sondern allgemein, schließlich reiste er ohne Gepäck durch das Land, da ihm dieses nur zwangsläufig an etwas band. So konnte er im Notfall von einem Moment auf den anderen von einem Ort zum anderen reisen, ohne auch nur eine Sekunde zu verschwenden.
"Dankeschön?", erwiderte er zunächst etwas unsicher, bevor er auch schon zurück zu seiner humorvollen Seite zurückfand. "Oder muss ich dir jetzt ein halbes Vermögen dafür zahlen?"
Mit einem Grinsen kam er auf die Beine, faltete das Papier genau an jenen Stellen, wo es schon seine Knickfalten besaß, musste es allerdings einweiteres mal knicken, damit er es in die hintere Hosentasche verstauen konnte, und hielt Miliana dann seine Hand entgegen.
"Wollen wir noch über das Fest schlendern, bevor ich mich dann auch schon leider verabschieden muss?"
Ein Blick auf die Uhr hatte ihm verraten das er nicht mehr all zu viel Zeit über hatte, schließlich musste er zusehen noch eine gehörige Mütze voll Schlaf zu herhaschen, bevor er am Morgen dann auch schon mit dem Berufsverkehr die Stadt verließ.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Di 10 Sep - 19:59:49

Erleichtert stellte sie fest, das Remo ihr Geschenk annahm, wenn wohl zum Teil auch etwas verunsichert. Seine Frage jedoch entlockte ihr ein leises Lachen, als sie diese mit einem Kopfschütteln verneinte. "Nein", begann sie, "du musst es nicht bezahlen. Sonst wäre es ja wohl auch kein Geschenk, nicht wahr?" Ihm mit einem Zwinkern begegnend, erhob sich der junge Mann neben ihr auch schon. Für ihren Geschmack war das Feuerwerk viel zu schnell vorbei, denn zu gern hätte sie seine Anwesendheit noch eine Weile genossen und wäre hier mit ihm noch zu gern verweilt. Auch wenn sie ihn nicht kannte, aber er hatte eine gewisse Symphatie an sich haften, die für sie recht ansprechend war. Es half wohl jedoch alles nichts. Entweder, sie würde mit ihm übereinstimmen und die Stadt noch ein wenig unsicher machen, oder aber, ihre Wege würden sich jetzt schon trennen.
Da Miliana jedoch selbst noch neugierig war, auf das, was sie da unten noch alles erwartete, huschte auch schon ein Lächeln über ihre Lippen, begleitet von einem nicken, als sie nach seiner ihr hingehaltenen Hand griff und sich dann, kaum das sie nach ihrer Tasche gegriffen und sich diese umgehängt hatte, auch schon erhob. Da es Berg hoch allerdings sehr viel einfacher ging als hinunter, hakte sie sich bei dem jungen Mann ein, um sich zumindest nicht beide Beine zu brechen, bis sie wieder eben stehen würde. "Nur, damit ich nicht den Berg hinunter kullere", erklärte sie ihr Verhalten mit einem verlegenen Lächeln, als sie ihr Gesicht ihm zuwandte. "Ich hoffe, das geht für dich in Ordnung? Tragen willst du mich ja schließlich nicht." Die Brünette konnte bei den letzten Worten jedoch nicht anders als leise zu Lachen.
"Hast du denn an irgendetwas explizites gedacht? Oder doch einfach nur über das Fest schlendern?", folgte zugleich auch eine weitere Frage, als sie vorsichtig einen Schritt nach dem anderen machte und ihr Körpergewicht dabei etwas nach hinten verlagerte.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 12 Sep - 19:12:14

Es verwunderte Remo etwas das Miliana ihn jetzt fragte ob er etwas gegen ihren untergehakten Arm hatte. Zwar konnte er verstehen warum sie einen sicheren Halt bei ihm suchte, jedoch nicht warum sie Schuhe trug, mit denen sie nicht immer und überall einen festen Stand hatte. Aber war dies wohl so eine Frauensache, die ein gestandener Kerl nicht nachvollziehen konnte. Dieser Gedankengang erklärte ihm allerdings nicht, warum ausgerechnet jetzt diese Frage von ihr kam, immerhin war sie ihm zuvor beim Feuerwerk bereits ziemlich nahe gekommen, um nicht zu sagen fast schon zu nahe, schließlich kannte er sie ja kaum. Gentlemanlike wie er aber nun mal war, überging er all dies mit einem charmantem Lächeln.
"Nein, ich trage Frauen erst beim zweiten Date. Und da wir zwei hier einfach nur einen netten Abend verbringen, aus einer Not heraus, kann und werde ich dich nicht tragen. Was würden denn all die netten Kerle hier von dir denken?", antwortete er ihr recht salop, was aufzeigte das er gerade alles andere als besonders ernst war. "Richtig, sie würden denken du wärst vergeben und das könnte dich deinen Traummann kosten und dies kann ich nicht zulassen."
Jetzt erschien ein solch breites und freches Grinsen auf seinen Lippen, dass es ihm fast von einem Ohr zum anderen reichte.
"Ich weis, wenn ich in deiner Nähe bin, dann traut sich eh keiner an dich heran. So gut wie ich aussehen."
Mit einem richtig gutem hochnäsigen Blick musterte er gespielt die Männer in ihrer Nähe. Dabei führte er sie weiterhin durch den Schlossgarten, zurück in Richtung Fest. Zwar wusste er noch nicht so genau was er Miliana noch zeigen wollte, bevor er sich verabschiedete, doch warum sich über sowas den Kopf zerbrechen, wenn die Stadt ihm schon darauf hinweisen würde, was sich noch lohnen würde gesehen zu werden.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 12 Sep - 19:37:54

"Nette Kerle...", wiederholte Miliana brummelnd mit rümpfender Nase und beinahe spottendem Tonfall. "Außer dir ist mir hier keiner begegnet und ich selbst werde hier ganz sicher nicht so lange verweilen, als das sich die Möglichkeit auftun würde, als das plötzlich ein Gentleman vor mir steht und mir die Hand küsst", entgegnete sie ihm mit hochgezogener Augenbraue. Bisher war ihr noch keiner aufgefallen oder erschienen. Mit Ausnahme von Remo selbst. Und von wegen Traummann... Beinahe war sie versucht die Backen aufzuplustern. Sie war nicht naiv genug als das sie daran glauben würde, das es irgendwo so etwas wie einen Traummann gab. Bekundete das nicht schon die Bezeichnung selbst, das es sich nur um einen Mann in ihren Träumen handeln konnte? Doch seine weiteren Worte ließen für einen Moment die Empörung banal sein und entlockten ihr hinter hervorgehaltener Hand ein Glucksen, gefolgt von einem stillen Lachen, sodass nur ihre zuckenden Schultern davon verrieten.
"Also erstens, Traummänner gibt es nicht und zweitens, überschätze dich mal nicht mein Lieber." Ihm nun ihrerseits ein freches Grinsen zukommen lassend, richtete sie zugleich ihre Aufmerksamkeit auf das Ambiente vor ihr, das sich in strahlender Pracht auftat, während asiatische Klänge empor stiegen, wie die Düfte unterschiedlicher Stände. Schnuppernd hielt sie ihre Nase in die Luft, so waren es nicht nur die Gerüche von Essbarem sondern viel mehr auch die Düfte von Kräutern, Tees und Räucherstäbchen, die sich schwer miteinander verbanden. Der teils süßliche aber auch herbe Duft schwängerte die Luft, doch Miliana ließ sich davon nicht beirren. Nur wusste sie nicht wo anfangen. Ratlos war ihr Blick, denn einfach nur drauf los laufen ohne Ziel, das wollte sie schlussendlich auch nicht. Doch dann fiel ihr selbst etwas auf.
"Remo, sieh mal!", rief sie plötzlich auf und zeigte auf einen Stand mit einem kleinen Teich in dem ebenso kleine Goldfische schwammen. Ohne auf dessen Einwand zu warten, zog sie ihn auch schon gleich zu dem Stand hin, an welchem bereits kleine Kinder knieten und versuchten mit einer Art von Fächer, die Goldfische zu fangen, ohne das dieser kaputt ging. "Hast du das schon einmal gemacht?", richtete sie ihre Frage an ihn, als sie selbst den Kindern über die Schultern blickte und diese dabei beobachtete, als hätte sie dies zum aller ersten Mal in ihrem Leben gesehen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 12 Sep - 19:53:28

Remo erschrack und wusste zunächst überhaupt nicht wie ihm geschah, als die Brünette aufrief und ihn hinter sich herscheifte, wobei hinterherschleifen es buchstäblich traf, denn kaum das er erkannte wohin der Weg ihn führte, stellten sich ihm sämtliche Nackenhaare auf und es widerstrebte ihn dort hin zu gehen.
Mit einem fast schon mitleidigen Blick betrachtete er all die kleinen Lebewesen die überhaupt nicht wussten wie ihnen geschah. Überall die Kinder die lachten und kreischten, dahinter die Erwachsenen die ihrem Nachwuchs Tipps gaben. Und dann die kleinen Pappkäscher, die sofort rissen, wenn sie auch nur eine Sekunde zu lange im Wasser waren.
Remo lechtste förmlich danach ein bischen mit Mutter Natur zu spielen, aber er wusste das er dies nicht durfte. Immerhin würden wohl hier einige Kinder ein Trauma erleiden und die S. a. D. würde auch sofort wissen das er noch mit absoluter Sicherheit in der Stadt war.
"Nein.", schüttelte er den Kopf und fuhr sich mit einer Hand über den Nacken. "Ich hab es nicht so mit Fischen. Die sind so glitschig und verderben auch recht rasch. Also wenn man Fisch essen wollen würde. Damit mein ich jetzt nicht diese kleinen Winzlinge, die würde schließlich niemand essen. Außer Katzen... vielleicht. Ach egal, fakt ist, nein ich hab das noch nie gemacht. Und tu dir keinen Zwang an, wenn du dein Glück versuchen möchtest."
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 12 Sep - 21:38:15

Glück war gut. Talent gehörte wohl ebenso dazu. Zwar besaß sie ein gewisses Talent und eine ganz besondere Handführung aber ob diese hierfür ausreichen würde? Zuerst gefangen und mitgerissen vom Gelächter und Gejubel der sich freuenden Kinder mit ihren strahlenden Augen, hatte sie sich nicht dagegen wehren können, doch je länger sie dort zusah, desto enger schnürte sich die Faust um ihr Herz. Es mochte vielleicht Tradition, Brauch, Sitte oder Ritus sein und die Goldfische für Glück stehen aber kein Tier hatte es verdient gefangen gehalten zu werden. Dafür bemühte sie sich zu sehr mit Flora und Fauna im Reinen zu stehen, so war sie schließlich selbst ein Teil davon. Jedoch fehlte es ihr an Geld, als das sie all die kleinen Fische hier in die Freiheit entlassen könnte. Ihr Blick nahm etwas trauriges an, als sich eine Art Schatten über ihre warmen Augen legte. Sie hatte nur eine Möglichkeit: Sie musste mit zumindest einem Schöpffächer so viele Goldfische wie möglich fangen. Die Fische waren nicht das Problem. Viel schwieriger war es zu vermeiden, das der Fächer nass wurde und somit reißen würde.
Dann aber beschloss sie doch ihr Glück herauszufordern, in dem sie das dem Besitzer verständlich machte, er solle ihr doch einen Fächer geben. Miliana sank, nachdem sie diesen käuflich erworben hatte, auf ihre Knie, krempelte die imaginären Ärmel hoch und begann sich nicht nur auf das Wasser zu konzentrieren, das in kleinen Kreisen seine Bahnen zog, sondern auch auf die kleinen Fische, die wild umher schwammen. Den Griff umfassend, ließ sie erst ihr Handgelenk kreisen, ehe der Fächer dann auch schon eintunkte. Was zuerst danach aussah, als hätte sie selbst einen Goldfisch gefangen, stellte sich als Fehlversuch fest, denn der Fächer riss und der Fisch entkam.
Miliana biss sich auf die Unterlippe und verlangte zugleich einen zweiten und zuletzt einen dritten Fächer. "Das muss doch zu schaffen sein. Ruhig Blut. Tief durchatmen und entspannen", sprach sie sich selbst gut zu. Gesagt und getan, atmete sie tief ein und aus, schloss dabei die Augen und richtete kurz darauf ihr Augenmerk erneut auf das Wasser als sie sich an die Stunden erinnerte, in denen sie die japanische Kalligrafie erlernt hatte. Eine ganz eigene Kunst des Schreibens, die selbst viel Ruhe bedeutete und auch Entspannung. Der Schwung sollte nur aus dem Handgelenk erfolgen. Dies auszuprobieren konnte nicht schaden. Die Schultern straffend, griff sie nun die Stange des Fächers anders, um besser aus dem Handgelenk agieren zu können, bevor sie sich auf vier kleine Goldfische konzentrierte, die ineinander schwimmend nahe der Oberfläche verweilten.
Der Besitzer schien die Wesensänderung der jungen Frau mitbekommen zu haben, und blickte nun selbst gebannt auf das Wasser, als auch die Kinder etwas zur Seite rutschten um Miliana Platz zu machen. Noch ein letztes Mal die Augen schließend und sich sammelnd, öffnete sie diese wieder, bevor sie mit einer fließenden Bewegung ausholte, ins Wasser eintauchte und dieses Mal tatsächlich Glück haben sollte. Es waren zwar nicht die vier Goldfische, auf die sie sich konzentriert hatte, aber zumindest zwei, die sie mit dem Schöpffächer aus Papier hatte aus dem Wasser ziehen können, ohne das der Boden gerissen war.
Ihre Augen begannen nun wieder zu strahlen, als sie sich bewusst wurde, das sie es nun geschafft hatte - vom Schatten, der sich ihrer zuvor belangt hatte, nichts mehr zu sehen. "Ja!", rief sie freudig, als nicht nur der Besitzer anerkennend nickte sondern auch die Kinder klatschten. So wurden die beiden kleinen Goldfische in eine Tüte mit Wasser gepackt, verschlossen und der Brünetten überreicht. "So und wo können wir sie jetzt am besten frei lassen?", blickte sie nun lächelnd aber fragend zu Remo, als sie sich wieder erhoben hatte und sich zu ihm drehte.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 16 Sep - 18:57:17

Remo sah zu wie das Papier riß und der Fisch entkam. Als Miliana dann noch zwei weitere Fächer verlangte, war dies der Moment als er dem Geschehen den Rücken kehrte. Er konnte und wollte das Schauspiel nicht länger mit ansehen, da war es für ihn spannender seinen Blick ziellos über die Menschenmenge gleiten zu lassen. Allerdings gab es da nichts spannendes zu entdecken, was ihn eigentlich beruhigen sollte, schließlich hieß das er war in Sicherheit, obwohl diese auch trügerisch sein konnte, denn nur weil man seinen Feind nicht sah, hieß das noch lange nicht das dieser nicht bereits um der nächsten Ecke auf ihn wartete. Und obwohl er einen lockeren, desinteressierten Eindruck vermittelte, zuckte er leicht zusammen als er in der Menge rotes Haar ausmachte. Doch ein Blick in das Gesicht der Frau ließ ihn wieder entspannen und erleichtert ausatmen.
Plötzlicher Applaus ließ Remo sich wieder zum eigentlichen Geschehen umdrehen. Etwas verwirrt versuchte er die Situation zu erfassen und richtig zu deuten. Allerdings konnte er zunächste nur erkennen, dass es Miliana offenbar gelungen war einen Fisch zu fangen, wobei ihm dabei nur eine Frage durch den Kopf schoß, was wollte jemand, der stets auf Achse war, mit einem Haustier?
Doch die Antwort erhielt er bereits wenige Sekunden darauf, worauf er innerlich den Kopf schütteln musste.
"Wir befinden uns hier mitten in Osaka, wo willst du denn da Fische frei lassen? Selbst wenn der Schlossgarten einen Teich oder so was ähnliches aufweist, dann haben die zwei keine große Lebenschance, gibt es hier nicht gerade wenige streunende Katzen. Also würde nur die Klospülung bleiben, was wohl auch nicht sonderlich fein wäre.", antwortete er ihr offen und zuckte dabei leicht mit den Schultern, immerhin war es nicht seine Idee gewesen Fische zu fangen, für die man selbst nicht sorgen konnte. "Aber vielleicht könntest du dich mit dem Gedanken anfreunden die kleinen Burschen dem Mädchen dort drüben abzutreten? Ich denke das sie es dort nicht schlecht haben werden."
Dabei nickte er mit dem Kopf leicht nach rechts, wo ein kleines japanisches Mädchen in seinem Kimono saß, neben sich einen recht beachtlichen Berg von zerrissenen Fächern, und mit deutlich wässrigen Augen versessen versuchte einen Fisch zu fangen.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 23 Sep - 13:53:55

"Die Gefahr gibt es überall Remo", entgegnete sie ihm lächelnd. "Wenn ich mir aber vorstelle, wie hunderte Fische in kleine Becken gepresst werden und dort vor sich hin wegitieren, dann", Miliana hielt kurz inne, schüttelte sich und raffte daraufhin die Schulter. "Massentierhaltung egal für welche Tiere auch immer ist einfach furchtbar und ich kann mir nicht vorstellen, das es hier bei diesen Goldfischen anders sein soll." Wer wusste schon, wie lang diese Fische überhaupt noch lebten. Nicht nur, das sie ohnehin eine kurze Lebensspanne hatten, wer wusste auch schon, ob sie dementsprechend Gesund waren?! Aber si hätten sie wenigstens ihrer Meinung nach ein Leben in Freiheit und eine ganze Menge Platz.
Als Remo jedoch auf ein kleines Mädchen hinwies, das wohl sehr verzweifelt zu sein schien, seufzte sie innerlich auf. Ein sanftes Lächeln aber konnte sie sich nicht verkneifen, als sie auf die bedächtige Anzahl der Fächer blickte. "Ach je", sprach sie nur leise, als sie kurz zu Remo blickte, nickte und auch schon auf das Mädchen zulief. Neben ihr in die Hocke gehend, hielt sie dieser auch schon den Beutel mit den zwei Goldfischen vor die Nase und blickte sie freundlich mit zur Seite gelegtem Kopf an.
Die Augen des Mädchens weiteten sich, als die kleinen Hände nach dem Plastikbeutel griffen, als Miliana dann auch schon los ließ. Ein heller Laut der Freude erklang, was sie selbst zum Lachen brachte, als sie de Mädchen liebevoll über den Kopf strich, das sich erhoben hatte und sich leicht verbeugte. Es wurden zwar nun einige Worte auf Japanisch gesprochen, die zwischen dem Mädchen und wohl ihren Eltern hin und her flogen und die sie selbst nicht verstand, aber Blicke sagten nun einmal mehr als Tausend Worte. So verbeugte sich nun auch Miliana selbst, als es auch die Eltern taten, winkte dem kleinen Mädchen zu und eilte dann auch wieder zu Remo zurück.
"Hach. Ein strahlendes Kindergesicht. Es gibt selten etwas schöneres." Höchst zufrieden wie sie zu sein schien, konnte man dies auch in ihrem Blick erkennen. "Gut, dass dir das Mädchen aufgefallen ist, ich hätte sie glatt übersehen", gestand sie dann, als sie ihre Arme hinter ihrem Rücken verschränkte. "Und nun? Was sollen wir nun machen?" Fragend drehte sie ihren Kopf dabei leicht zu ihm herum.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Mo 23 Sep - 20:17:02

Nachdem ihre neueste Bekanntschaft eben so schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht war, hatte Scarlett das Feuerwerk allein und eher gelangweilt verfolgt. Es war ganz gut gewesen, allerdings hatte sie schon bessere gesehen. Über ihren eigenen Gedanken schmunzelnd, schüttelte sie leicht den Kopf. Natürlich hatte sie das, schließilch wandelte sie schon lange genug auf dieser Welt, um mehr als ein Feuerwerk zu Gesicht bekommen zu haben. Sie einem tiefen Atemzug, der in einem leisen seufzen endete, hatte sie sich schließlich dazu aufgerafft, über das Fest zu schlendern. Das Cap hatte sie sich dabei wieder aufgesetzt und ihre langen Haare so gut es ging darunter versteckt. Wenn es etwas gab, was Scarlett konnte, dann war es unauffällig zu wirken. Sie sah aus wie jeder andere Tourrist, der in Osaka unterwegs war. Zwar glaubte die Vampirin nicht daran, das hier einer von diesen S.a.D. Idioten auftauchen würde, die würden sich eher an den Grenzen der Stadt aufhalten, dennoch konnte man nie vorsichtig genug sein. Erst recht wenn sie daran dachte was für ein Blutbad sie angerichtet hatte. Ach ja, das war einfach herrlich gewesen. Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als sie eine ihr bekannte Stimme vernahm. Kurz sah sie sich um, ehe sie ihn auch schon sehen konnte. Zwischen all den Menschen stand Remo, allerdings war er nicht allein. Einen Moment erwog Scarlett den Gedanken, einfach weiter zugehen, da es so schien als hätte der junge Mann jemanden gefunden, mit dem er den Abend verbringen wollte. Vielleicht sogar allein. Dann verwarf sie diesen Gedanken jedoch und schlenderte auf Remo zu. Sie kam hinter dem jungen Mann zum stehen und blickte an diesem vorbei, um die junge Frau zu mustern.
"Das ist eine gute Frage Remo. Was sollen wir nun machen?", fragte sie ebenfalls und trat einen Schritt zur Seite, damit sie neben dem jungen Mann stehen und ihn fragend ansehen konnte, wobei sie amüsiert grinste.
"Tja, Osaka ist ein Dorf.", fügte sie noch hinzu, als würde das alles erklären.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 4 Okt - 13:01:45

Ein seichtes Lächeln lag auf seinen Lippen, als er sah wie sehr sich das kleine Mädchen freute und da es zwei Fische waren, die nun ihr gehörten, schien ihre Freude gleich doppelt so groß zu sein. Und obwohl Remo nicht gerade ein Genie in der japanischen Sprache war, reichten ihm die paar Satzfetzen die er aufschnappte, um zu wissen das nicht nur das kleine Kind sehr dankbar war, auch wenn sich die Eltern natürlich nichts davon anmerken lassen durfen, schließlich geziehmte sich ein öffentlicher Gefühlsausbruch in ihrem Alter nicht mehr.
Als Miliana zu ihm zurückkehrte, lag ihm bereits eine freche Antwort auf den Lippen, als er über seine Schulter hinweg eine fremde, aber doch bekannte Stimme vernahm. Erschrocken wand er sich halb herum, um einen hinterhältigen Angriff zumindest umlenken zu können, denn sein Hirn war wie gelähmt und so vermochte er die Stimme im ersten Augenblick nicht einzuordnen. Dann jedoch sah er in ein bekanntes Antlitz, dessen Züge er nicht mit Gefahr assoziierte, und so verschwand der Schock aus seinen Augen und mit ihm der Schatten von seinem Gesicht.
"Scar...lett, ja ein Dorf.", stammelte er leicht herum, als wäre er ein Idiot oder ein Kerl der von der besten Freundin seiner Freundin beim Fremdgehen erwischt worden wäre. "Du hast mich gerade ganz schön erschreckt, sich einfach von hinten so heran zu schleichen. Aber freut mich dich wohlbehalten wieder zu sehen."
Tief durch atmend, strich er sich durch die Haare und blickte von der Blondhaarigen zur Brünetten und wieder zurück.
"Ja, also Scarlett, das hier ist Miliana. Miliana, das hier ist Scarlett.", stellte er die beiden Damen erstmal vor, denn mit der Frage was sie nun machen wollten, war er in diesen Moment fast schon heillos überfordert. Aber wie oft befand man sich mit einem Vampir schon mitten unter Menschen?
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 4 Okt - 14:39:47

Als sich Remos Körpersprache und auch Körperhaltung plötzlich veränderte, kam auch die junge Frau nicht drum herum sich umzudrehen um den Grund dafür zu erfahren. Was sie jedoch weniger erwartet hatte, war eine junge blonde Frau, die allen Anschein nach Remo kannte und wohl auch umgekehrt. Das jedoch war weniger das Problem. Der Hauptgrund der die Brünette gerade umso mehr störte war, das diese Frau wohl nicht die Regeln des Anstands besaß, in dem man, wenn man neu dazu kam, erst einmal begrüßte, statt sich direkt selbst einzuladen. Argwöhnisch war ihr Blick also gegenüber der ihr fremden Person, begleitet von Skepsis. Doch der Anstand verbot es ihr im ersten Moment ihrem Arwohn Worte zu verleihen, woraufhin sie nur kurz zur Begrüßung den Kopf neigte, begleitet von einem "Hallo", und tatsächlich sogar ein freundliches Lächeln zustande brachte. Als sich die Blicke nun aber direkt kreuzten, lief Miliana selbst für einen kurzen Moment ein kalter Schauer über den Rücken, der ihren gesamten Körper mit einer Gänsehaut überzog. Etwas, das ihr selbst nicht gefiel und sie somit auch nicht deuten konnte. Sie war nervös, vorsichtig, aber auch unsicher und für ihren eigenen Geschmack, schlug ihr das Herz in der Brust viel zu schnell.  
Vorsichtig also trat sie nun einen halben Schritt zurück und zugleich auch hinter Remo, als sich ihre Hände um seinen Arm schlossen. Wer oder was auch immer diese Frau war, sie war ihr nicht geheuer. Denn so verspürte sie keine Wärme von der Person, die nun frisch dazugekommen war. Keine Wärme so, wie sie diese nun selbst von Remo kannte. Eher eine kühle Aura war es, die Miliana selbst das Gefühl vermittelte, nicht allein mit dieser Person sein zu wollen.
"Verzeihung", begann sie dann doch noch einmal leise, nachdem sie sich räuspernd von ihrem Klos im Hals verabschiedet hatte. "Wir? Wir wie, eins, zwei, drei?" dabei zeigte sie wie von selbst als eine Art Bestätigung oder auch Kontrolle auf die jeweiligen Personen, bevor sich ihre andere Hand wieder um seinen Arm schloss.
"Wir wie... wir drei?" Sicher wollte sie nicht unhöflich sein aber ihren restlichen Geburtstag nun mit jemandem zu verbringen, den sie weder kannte, noch momentan erpicht darauf war kennen zu lernen, erschien ihr doch eher fragwürdig und ganz und gar nicht in ihrem Interesse. Andererseits, wenn diese Person und Remo sich kannten, vielleicht war sie dann doch nicht so verkehrt. Das unstete Gefühl in ihrem Bauch sprach jedoch etwas anderes. Vielleicht sollte sie ihr ja doch eine Chance geben? In diesem Moment war es gerade einfach nur ein furchtbares Hin und Her in ihren Gedanken, als würden sich direkt zwei Personen darin lautstark streiten ob Für oder Wider. Nur ein kurzer, wenn auch stechender Schmerz durchfuhr den seitlichen Part ihres Kopfes, als sie für einen kurzen Moment die Augen zusammenkniff, sich aber keinen Milimeter von Remos Seite bewegte. Sie hatte keine Ahnung wofür sie sich entscheiden sollte.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 4 Okt - 19:03:48

Vergnügt lachte Scarlett, als Remo das offensichtliche aussprach. Sie hatte gewusst das sie ihn erschrecken würde, genau darauf hatte sie es ja auch abgesehen. Für solche Scherze fehlten ihr leider die Gelegenheiten, weswegen sie es ausnutzen musste wenn es doch mal dazu kommen konnte. Ihr Lachen verstummte jedoch recht schnell, als sie die Reaktion der jungen Frau bemerkte. Selbst ohne dem eindeutigen Geruch der Unsicherheit und dem Geräusch des schneller schlagenden Herzens, hätte Scarlett deutlich erkannt das Miliana nicht so recht wusste wie sie die Vampirin einschätzen sollte und eher auf abstand ging. Kluges Mädchen, schoss es Scarlett durch den Kopf, aber anstatt etwas zu sagen, trat sie einen Schritt zurück, um ein wenig mehr Abstand zwischen sich und Miliana zu bringen. Als die stotternden Worte der jungen Frau an ihr Ohr drangen, lächelte Scarlett sachte.
"Natürlich, wie unhöflich von mir. Ich habe mich einfach selber eingeladen. Für gewöhnlich überrumpel ich andere nicht so schnell. Liegt wohl am Alkohol.", bei diesen Worten sah sie Remo an und legte ihren Kopf leicht schief.
"Ich bin ein wenig betrunken. Kannst du das glauben? Zum Glück lässt es schon ein wenig nach, aber ein wirklich ungewohntes Gefühl. Das letzte mal, das ich betrunken war, das ist...", sie verstummte, legte ihren Finger an ihr Kinn und blickte zum Himmel hoch.
"Oh, man kann die Sterne sehen.", stellte sie mit einem grinsen fest, ehe sie wieder zu Remo blickte und sich ihre Stirn in Falten legte.
"Über was haben wir gerade geredet?", fragte sie und kam nicht umhin zu bemerken das sie sich vermutlich recht merkwürdig benahm. Leicht kicherte sie und machte eine wegwerfende Handbewegung, womit das Thema für sie dann auch schon beendet war.
"Jedenfalls, wenn ihr beiden alleine sein wollt, dann zieht los. Ich wollte mich wirklich nicht aufdrängen.", ihr Blick wanderte von Remo zu Miliana, wobei sie hoffte das ihr Lächeln deutlich machte, das sie keine Gefahr dar stellte. Zumindest im Moment nicht.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Fr 4 Okt - 20:11:22

Dieser Tag wollte einfach nicht aufhören immer wieder neue Überraschungen aufzutischen. Nicht das die letzten nach der großen Show am Abend nicht angenehm gewesen wären, doch auf ihrer eigenen Art setzten sie ihm doch leicht zu. Schließlich war er nicht gerade ein Samariter der arme junge Frauen, die ihren Frust im Alkohol ertränkten, auffing und sich bemühten ihren Abend zu retten. Noch konnte er behaupten das er mit Freude auf eine Nacht mit einer angetrunkenen Vampirin blickte, mit der er sich mitten unter Menschen befand.
Verdammt noch mal, er war doch nur ein einfacher kleiner Grünmagier, der seinen Weg in die Heimhat suchte.
Zu Boden blickend, strich er sich mit den Fingern der linken Hand über die Stirn und suchte tief in sich drin nach einer Antwort, deren Frage er noch nicht einmal formulieren konnte.
"Nein, nein, kein Thema.", verwarf er Scarletts letzte Worte und sah wieder auf. "Vielleicht ist es besser, wenn ich dich für heute nicht mehr aus den Augen lasse. Denn ehrlich gesagt, ich weis nicht was ich davon halten soll, dass du ein wenig oder auch ein wenig mehr, betrunken bist. Ich möchte nämlich nicht das dir etwas passiert."
Oder das jemand anderem etwas passiert, nur weil Scarlett vielleicht doch etwas mehr betrunken war, als sie sich selbst eingestehen wollte. Für Remo war es immerhin kein gutes Zeichen, dass ein kurzer Blick zum Himmel die Vampirin scheinbar aus dem Konzept warf. Dabei hatte sie ihm zuvor einen recht disziplinierten Eindruck gemacht, wobei die Betonung auf zuvor lag.
Das er Miliana ihr leicht ängstliches Verhalten gänzlich ignorierte, wurde ihm erst wieder bewusst, als er ihre Hand auf seinem Arm wahrnahm. Aber es war zu spät, um auf sie Rücksicht zu nehmen. Und er wollte, wenn er ehrlich zu sich selbst war, auch gar keine Rücksicht auf sie nehmen. Erstens gab es keinen Grund für sie Angst vor der Blondhaarigen zu haben. Und außerdem gab es nun einmal wichtigere Belangen als den Geburtstag eines einzelnen Menschen zu retten. Zwar glaubte er nicht das er sonderlich viel gegen Scarlett ausrichten konnte, wenn sie es denn wirklich darauf anlegen würde. Aber er würde sein bestes geben und mehr konnte er nicht tun.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Di 8 Okt - 17:40:25

Auch wenn die ihr fremde Person versuchte etwas Distanz aufzuzeigen und wohl doch noch ihrer eigentlich vorhandenen Manieren Bewusstsein offenbarte, was Miliana natürlich auch schätzte, kam sie trotzdem nicht drum herum den Abstand so zu belassen wie er war. Die blonde Frau namens Scarlett hatte für den Geschmack der Brünetten definitiv etwas an sich haften, das nicht direkt menschlicher Natur war, und das ließ alamierend die Glocken läuten, auch wenn diese versuchte mit Freundlichkeit darüber hinweg zu täuschen. Nach wie vor wusste Miliana nicht wie sie reagieren sollte oder viel mehr, was sie tun sollte, aber das schien nun nicht nur Remo weniger zu interessieren als direkt auch schon eine Antwort fiel. Ohne viel interpretieren zu müssen war ihr klar was dies nun bedeutete und so lösten sich ihre Hände langsam von seinem Arm und die Arme sich um ihren Oberkörper. Er konnte oder würde viel mehr die wohl angetrunkene Person nicht allein lassen und das verstand sie natürlich auch. Sie wäre selbst ja auch beinahe in dieser Position gewesen, hätte er sich ihrer nicht angenommen gehabt. Und sie konnte sich wahrhaftig nicht beklagen. Er hatte ihr extra etwas zu essen und zu trinken besorgt, hatte mit ihr das Feuerwerk angeschaut und hatte geduldig gewartet bis sie die Fische gefangen hatte. Und das ohne sich auch nur einmal darüber zu beklagen. Und das, obwohl sie beide einander völlig fremd waren.
Sein Verhalten war keine Selbstverständlichkeit gewesen und es zeigte allein deshalb schon von einem guten, großen, warmen und auch loyalen Herzen. Sie wollte sich deshalb auch noch gar nicht von ihm verabschieden aber sie wusste, es gab nur zwei Optionen, sofern die zweite Option überhaupt bestand. Entweder der Abschied würde hier und jetzt fallen und sie würden sich einander nie wieder sehen, sodass nichts bleiben würde als eine schöne Erinnerung oder aber, sie würde sich mit dieser Scarlett arrangieren können, die sich demnach auch bemühte nicht noch mehr Unbehagen gegenüber ihrer Person zu entfalten. "Geh ich richtig in der Annahme, ich meine", begann sie leise aber auch mit einer fragenden Intonation in der Stimme, ehe sie nach einem räuspern und nun mit ihrer normalen und warmen Stimme fortsetzte "trennen sich unsere Wege hier und jetzt?"
Miliana wusste, das sie wohl gerade armseligklang, als würde sie verzweifelt an etwas festhalten wollen was nicht ihr gehörte, aber wenn es denn nun so war und sie ihn nicht gehen lassen wollte? Noch dazu, das sie sich an seiner Seite sicher fühlte. Bei so vielen Menschen auf einer Stelle konnte nach wie vor jederzeit etwas passieren. Vor allem, da sie ja noch nach einer Übernachtungsmöglichkeit suchen musste und viel mehr noch, ihr Gepäck irgendwie wieder in die Finger bekommen musste. So oder so, egal wie seine Entscheidung ausfallen sollte, sie hatte sie so oder so zu akzeptieren und aus dem Alter selbst war sie schon lange heraus, als dass sie hier eine Szene machen würde, nur weil sie sich von einer anderen Frau ins Abseits gedrängt fühlte. Um sich selbst jedoch nicht ganz so miserabel zu fühlen, legte sich ein warmes Lächeln auf ihre Lippen, als sie ihren Blick direkt auf Remo richtete.
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Do 10 Okt - 12:32:09

Remo hatte seinen Blick nicht von Scarlett abgewannt, wobei dies nichts mit ihrem Erscheinungsbild zu tun hatte, welches wohl viele Männer zu sabbernden Hunden werden ließ, sondern eher daran lag das er versuchte zu verstehen wie es sein konnte das ein Vampir betrunken wurde. Er hatte bisher noch nie davon gehört das dies möglich war, immerhin gehörte doch so etwas wie ein Stoffwechsel und ein Körper der nicht sofort alles heilte was sich negativ auf den Körper auswirkte dazu. Und doch statt hier seine Retterin vor ihm und war ganz eindeutig nicht ganz bei klarem Verstand. Obwohl man dies auch nur dann bemerkte, wenn man die eiskalte Lady in nüchternen Zustand erlebt hatte. Für jeden anderen war sie jetzt wohl ziemlich menschlich, mit einer Priese von etwas fremdartigen, dass wohl den Menschen eine Gänsehaut bescherrte.
Hatte vielleicht die S. a. D. etwas damit zu tun? Waren sie Scarlett etwa gefolgt und hatten ihr etwas in den Drink getan, eine neue Drogen, die Vampire Schachmatt setzte? Oder zumindest eine die noch in der Testphase war, denn selbst in dem Zustand wo der Vampir jetzt war, wollte er sich nicht mit ihr anlegen.
Doch gerade als er Scarlett fragen wollte, ob sie sich sicher war das sie nur Alkohol zu trinken bekommen hatte, riß Miliana seine Aufmerksamkeit zurück zu ihr und erinnerte ihn gleichzeitig auch daran, dass er mit Scarlett nicht allein war und aufpassen musste was er sagte. Aber da er so aus seinen Gedanken herausgerissen worden war, war er etwas verwirrt, was man seinen Worten sofort anmerkte.
"Ja... Nein... Was?", sah er sie verwirrt an und schüttelte schließlich den Kopf. "Moment mal, jetzt mal langsam. Keiner von uns hier hat gesagt das du gehen musst. Im Gegenteil, Scarlett hat gefragt, ob es uns etwas ausmachen würde, wenn sie sich uns gesellt. Und nur weil ich meine das die kein Problem ist, heißt das nicht das du gehen musst. Natürlich steht es dir frei den Abend zu beenden, aber dies ist eben dann deine Entscheidung und diese wird nicht von mir getroffen oder Scarlett."
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BeitragThema: Re: Die Suche nach dem Tor der Welten   Heute um 16:06:10

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